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Diana Döll

RUMÄNIEN RUNDREISE

21.02.2017
Autor: Diana Döll

Verschlafene Dörfchen, geschichtsträchtige Klosteranlagen, mächtige Burgen, herzliche Begegnungen  und das beeindruckende Panorama der Karpaten  - Rumänien ist viel mehr, als nur "das Nachbarland von ... " und Heimat von Graf Dracula. Rumänien ist eine Rundreise wert.

Zusammen mit dem Veranstalter SKR Reisen hatte ich das Vergnügen, das südosteuropäische Land näher kennen zu lernen. SKR: Der Name und die Werte stehen für "Studien-Kontakt-Reisen" und das ist bei den Reisen Programm. Als einer der führenden Reiseveranstalter für Kleingruppenreisen  hat SKR den Anspruch, ein Land und dessen Kultur möglichst authentisch und lebensnah zu entdecken.

Nach einem angenehmen, etwa zweistündigen Flug mit Lufthansa kamen wir in der rumänischen Hauptstadt Bukarest an. Nach der herzlichen Begrüßung durch das SKR-Team und unsere Reiseleiterin Corina starteten wir gleich mit einer kleinen Sightseeing-Tour durch Bukarest. In "unserem" Minibus, der uns in den folgenden Tagen durch einen Teil Siebenbürgens fahren sollte, fuhren wir vorbei am Haus der Freien Presse, dem Triumphbogen, dem Siegesplatz und der Siegesstraße. An einem Bauwerk aber mussten wir einmal halten, um es uns näher anzusehen und auf uns wirken zu lassen: dem Parlamentspalast. Wie lässt sich ein Gebäude beschreiben, dessen Ausmaße die Vorstellungskraft übersteigen? Exorbitant? Mondän? Oder einfach nur riesig? Mit über 5100 Räumen, darunter mehrere Duzend zwischen 200 und 2000 m² groß, ist er nach dem Pentagon das zweitgrößte Verwaltungsgebäude der Welt.

Nachdem wir erste Eindrücke gesammelt hatten, freuten wir uns jetzt auf ein zünftiges Abendessen mitten in der Altstadt von Bukarest. Bei Stimmungsmusik, rumänischem Wein und einem 3-Gänge-Menü lernten wir uns besser kennen und ließen den ersten, von ganz unterschiedlichen Eindrücken geprägten, Tag bei guten Gesprächen ausklingen.

In Rumänien im Allgemeinen und in Siebenbürgen im Speziellen ist der Glauben ein fester Bestandteil des Alltags. Bis zu 4 Stunden dauert ein orthodoxer Gottesdienst. Wie wichtig der Glauben tatsächlich ist, merkten wir während der ganzen Reise. Zum einen bei den Gesprächen mit den Menschen und zum anderen in der Patriarchenkirche, den Klöstern, und Klosterburgen die wir besuchten. Ein besonders beeindruckendes Bauwerk ist die große schwarze Kirche in Brasov - ihren Namen "verdankt" sie einem Brand im Jahr 1689.

Zunächst führte uns unser Weg aber buchstäblich durch die Walachei in die gepflegte Stadt Sibiu, auch in Rumänien bekannt als  Herrmannstadt. Bei einem Stadtrundgang erkundeten wir die Highlights und hatten anschließend noch Zeit, um den Markt zu besuchen und schon das ein oder andere Mitbringsel zu erstehen.

Das Highlight des Tages erwartete uns jedoch im Dörfchen Sibiel: Wir sollten nicht nur ganz authentisch bei der Bäuerin Reghina übernachten, sondern auch mit ihr gemeinsam traditionell kochen! Kaum sahen wir das Ortsschild von uns, bemerkten wir auch schon einen jungen Reiter in regionstypischer Tracht, der uns empfing und zu Reghinas Gasthof geleitete. Neben Salz und Brot reichten uns die liebe Bäuerin und ihr Mann selbst gebrannten, heißen Obstbrand - Dieser war vor der bevorstehenden Pferdekutschfahrt in der Abenddämmerung sehr wohltuend, denn die Nächte hier am Fuße der Karpaten können kalt werden. Zurück in der Pension genossen wir die selbst zubereiteten Krautrouladen bei Hauswein und Gemüse aus Reghinas eigenem Anbau - Perfekte Bedingungen, um auch den zweiten, sehr intensiven Tag, auf angenehme Weise ausklingen zu lassen.
"Sprache und Bildung" lautete unser Motto für den Sonntag. Wir, und vor allem unsere Bekanntschaften, machten ihm alle Ehre.

Am Ruhetag in die Schule zu kommen, entspricht nicht unbedingt der Idealvorstellung eines Schülers. Den Schützlingen der Schule in Rosaria, ihren Lehrern und dem Schulleiter schien es aber sogar eine große Ehre zu sein, uns ihre Kultur und den Alltag vorzustellen. Die Mädchen und Jungen hatten liebevoll ein buntes Programm aus Tänzen und Gesang für uns zusammengestellt und rührten uns sehr mit ihrer ehrlichen Freude und ihrem Stolz. Natürlich kosteten wir auch die leckeren, selbst gemachten Quarkbällchen der Kinder. Wir verließen die Schule nicht ohne Dankbarkeit und Demut - für so viel selbstverständliche Herzlichkeit und Gastfreundschaft.

Eine gute halbe Stunde entfernt, erwartete uns bereits Eginald Schlattner, seines Zeichens Autor, Pfarrer und einer der letzten Vertreter der deutschen Minderheit, der Siebenbürger Sachsen. Auch bei Herrn Schlattner nimmt der Glauben eine zentrale Rolle im Leben ein. So lud er uns zunächst zu einem Gottesdienst  und anschließend in sein Pfarrhaus ein, um dort alle Fragen rund um sein Leben, seine Werte und die Siebenbürger Sachsen zu beantworten.

Überhaupt, die rumänischen Pfarrer lernten wir als sehr gastfreundlich kennen. In Biertan waren wir im Pfarrhaus zum Mittagessen geladen, um uns bei einer köstlichen, wohltuenden Gemüsesuppe und  Weißwein aus eigenem Anbau zu stärken. Denn anschließend bestiegen wir die Kirchenburg von Biertan. Nicht nur der Ausblick, sondern auch die Geschichte und die einzelnen Bauten der Burg, ließen uns staunen  ... aber auch schmunzeln, wie zum Beispiel das "Ehezimmer". Kurz vor der Scheidung stehende Eheleute sollten hier noch einmal ein wenig Zeit miteinander verbringen, um wieder zueinander zu finden und kamen nicht selten als werdende Eltern heraus.

Ein ganz anderes Flair erwartete uns in Sighisoara, auch Schäßburg genannt. Die historische Altstadt liegt auf dem Burgberg, innerhalb der Burgmauern und zählt zum Weltkulturerbe. (Ergänzung Text Rundreisen.de)

Endstation dieses spannenden Tages war Brasov, idyllisch in einem Talkessel der Karpaten gelegen und in unmittelbarer Nähe zu beliebten rumänischen Skigebieten. Hier sollten wir die letzten beiden Nächte unserer Reise verbringen.

Erst Bären, dann Vampire - Am Morgen des nächsten Tages brachen wir auf nach Zarnesti, in Europas größten Bärenpark. Vor allem ist es ein Bärendienst, den die Angestellten hier Meister Petz und seinen Artgenossen erweisen. Bären, die privat oder als Tanzbären im Zirkus gehalten und gefügig gemacht wurden - ob mit Drogen oder roher Gewalt - erfahren hier Liebe und Respekt und ein Zuhause, in dem sie frei sein können.

Schon von weitem sichtbar, erhebt sich majestätisch das Dracula-Schloss in Bran über der Stadt. Eine imposante, im Fachwerkstil erbaute Burg mit vielseitiger Geschichte. Nachdem wir unsere letzte Kirchenburg dieser eindrucksvollen Reise besichtigt hatten, die auf den schönen Namen Wolkendorf hört, lud uns auch hier der Pfarrer zu einem traditionellen Abendessen ein.

Um unzählige Eindrücke, tolle Bekanntschaften und wertvolle Begegnungen reicher, traten wir am nächsten Tag die Heimreise an. Ich persönlich ziehe nach dieser Reise das Fazit, dass Rumänien für all jene, die gelebte Geschichte, aufrichtige Herzlichkeit und reizvolle Landschaftsbilder auf ihrer Reise zu schätzen wissen, jede Menge zu bieten hat. Wer nach so vielen Eindrücken nicht sofort wieder die Heimreise antreten möchte, dem sei ein Badeurlaub am Schwarzem Meer empfohlen. Die Strände hier sind noch echte Geheimtipps!


Diana Döll
Projektmanagement

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