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Eine gigantische Bühne für alle geologischen Phänomene unserer Erde: glühende Vulkane unter kilometerdicken Gletschern, zischende Geysire und brodelnde Schwefelquellen, reißende Flüsse und tosende Wasserfälle. Und wir die Hauptdarsteller - wenn wir vor den Eisriesen der Gletscherlagune Jökulsarlon stehen, wenn wir am Ufer des Myvatn wandern oder wenn wir mitten im Nirgendwo unser Quartier aufschlagen und das Badezimmer gegen eine heiße Quelle tauschen.
1. Tag: FLUG NACH ISLAND
Im Tagesverlauf Flug nach Keflavik und Transfer ins nahe Grindavik. Früh genug angekommen? Dann heißt es: Badezeug einpacken, vielleicht auch eine Wollmütze, und ab zur Blauen Lagune. Gelegenheit, bei ca. 38 °C in Islands bekanntester Freiluftbadewanne zu planschen und zu plaudern, genauso machen's die Einheimischen auch.
2. Tag: GRINDAVIK - SKOGAR Wandern im Nationalpark
Vor dem Hotel warten unser Marco Polo-Scout Gunnar und Busfahrer Erik auf uns. Schon auf der ersten Etappe lernen wir die Vorzüge des Hochlandbusses kennen: Der hat zwar nicht den Komfort eines modernen Reisebusses, ackert sich aber zuverlässig durch Gletscherflüsse und über Schotterpisten. So erreichen wir problemlos den Thorsmörk-Nationalpark. Nur einen Steinwurf von hier entfernt: der Vulkan Eyjafjalla, der 2010 zur Berühmtheit wurde, als er den gesamten Flugverkehr in Europa lahmlegte. Wir erkunden die Schlucht Stakkholtsgja und besteigen den Aussichtsberg Valahnjukur. Weiter mit dem Bus an die Südküste nach Skogar. Unterwegs stürzen die Wasserfälle Seljalandsfoss und Skogafoss den Fels hinab. (F/A)
3. Tag: SKOGAR - HÖRGSLAND Blick in die Vergangenheit
Im Heimatmuseum von Skogar besichtigen wir einen Grassodenhof - interessante Einblicke in die Vergangenheit. Gunnar erzählt, dass seine Großeltern noch in Torfhütten aufgewachsen sind. Heute gehören Handy, Computer und Internetanschluss selbst in entlegenen Dörfern zum Standard. Am Felsentor Dyrholaey dann die Urgewalt des Nordatlantiks. Während unten die Brandung tost, nisten hier oben unzählige Papageientaucher. (F/A)
4. Tag: SKAFTAFELL Bilderbuchwasserfall Svartifoss
Tagesausflug durch eine unendlich scheinende Sandwüste zum Skaftafell-Nationalpark am Rand der größten Eiskappe Europas - eine von Gletscherzungen umschlossene grüne Oase. Eine vierstündige Wanderung führt uns zu faszinierenden Aussichtspunkten mit Blick auf das Eis und zum Svartifoss, hinter dessen herabstürzenden Wassermassen sich dunkle Basaltsäulen auftürmen. Und danach noch die Gelegenheit nutzen und mit Steigeisen über das Eis kraxeln? (F/A)
5. Tag: JÖKULSARLON Per Boot durch die Gletscherlagune
Noch einmal geht's in Richtung Osten bis zur Gletscherlagune Jökulsarlon. Eine Bootsfahrt zwischen den Eisriesen (33 €) ist Abenteuer pur! Gewaltige Eisberge zum Greifen nah. Gletscher hautnah erleben: Am Fuße einer der vielen Gletscherzungen des Vatnajökull werden die gewaltigen Dimensionen deutlich. Auf der Rückfahrt geht's mit einem Heuwagen zur Insel Ingolfshöfdi, einem Vogelschutzgebiet. (F/A)
6. Tag: HÖRGSLAND - LANDMANNALAUGAR Therme unter freiem Himmel
Der Bus nimmt auf der „Straße hinter den Bergen“ Kurs auf Landmannalaugar. Vorher wird noch eingekauft, denn heute beziehen wir Quartier in einer einfachen Hochlandhütte und folgen dann unserem Scout Gunnar auf eine Wanderung in die Schlucht Graenagil. Danach zurück zu unserer Unterkunft mit Naturpool: Neben der Hütte dampft ein heißer Fluss, in dem wir den Abend nach einem selbst zubereiteten Essen gemütlich ausklingen lassen. (F/A)
7. Tag: LANDMANNALAUGAR Bergwanderung
Auch beim Frühstück packen alle mit an. Dann heißt es Trekkingschuhe schnüren, der Gipfel des Blahnjukur wartet - hoffentlich haben wir klare Sicht! Weiter durch ein Obsidianfeld zur Brennisteinsalda, dem Schwefelberg. An seinen Hängen qualmt es, und Gunnar erinnert uns daran, die weißen Stellen zu meiden. „Sonst verbrennt ihr euch die Füße.“ Nach grandiosen Ausblicken machen wir es uns am Abend wieder in unserer Hütte gemütlich. Anpacken ist Ehrensache, auch heute kochen und spülen wir selbst. (F/A)
8. Tag: LANDMANNALAUGAR - MYVATN Hochlandfahrt
Ein langer Fahrtag durch die menschenleere isländische Kältewüste. Wir passieren den Aldeyarfoss und den Godafoss, den Götterfall - vielleicht Islands schönster Wasserfall. Am Abend erreichen wir die geologische Wunderwelt rund um den See Myvatn. Eher an den Mond als an die Erde erinnern die Krater, Lavafelder, Tafelberge und bizarren Gesteinsformationen. Wem er seinen Namen „Mückensee“ verdankt, können wir leicht erraten: Unzählige kleine Plagegeister schwirren um unsere Köpfe. Den vielen Vögeln hier schmecken sie allerdings bestens! (F/A)
9. Tag: MYVATN Kraterwanderungen
Wir erkunden die Gegend um den Myvatn per Bus und zu Fuß: brodelnde Solfatarenfelder bei Namaskard, die Caldera des Vulkans Krafla, pechschwarze Lavafelder am Leirhnjukur und der Explosionskrater Viti. Nachmittags steht die Besteigung des Ringwallkraters Hverfjall auf dem Programm, von dem wir zu den Lavafelsen von Dimmuborgir, den Dunklen Burgen, wandern. Ein anstrengender Tag - aber einzigartig! (F/A)
10. Tag: MYVATN Ausflug zum Dettifoss
Vormittags folgen wir unserem Scout Gunnar zum Gletscherfluss Jökulsa a Fjöllum. Hier ist auch der größte Wasserfall Europas zu bestaunen: der Dettifoss. Am freien Nachmittag auf eigene Faust unterwegs: bei einem Rundflug die Vogelperspektive testen, auf dem Rücken eines Islandpferds historische Reiterpfade erkunden, eine Fahrradtour unternehmen? Oder noch zu den dampfenden Myvatn Nature Baths? Später treffen wir uns alle wieder zu einem kulinarischen Abend der besonderen Art. (F/A)
11. Tag: MYVATN - AKUREYRI Whale-Watching
Weiter ins Fischerstädtchen Husavik. Gelegenheit, mit umgebauten Fischkuttern zur Walbeobachtungsfahrt zu starten. „Zwergwal 16 Uhr!“ Tatsächlich entdecken wir seine typische Rückenflosse zwischen den Wellenkämmen. Unser Glück ist vollkommen, als plötzlich direkt vor uns ein Buckelwal auftaucht. So nah, dass wir deutlich die zwei Blaslöcher erkennen. Dann taucht er ab und hält uns dabei seine riesige Fluke genau vor die Kamera. Im Hochlandbus weiter nach Akureyri, in die Hauptstadt des Nordens. (F)
12. Tag: AKUREYRI - KERLINGARFJÖLL Open-Air-Bad
Fahrt zum Museumsbauernhof Glaumbaer und dann über die Kjölur-Hochlandstrecke wieder gen Süden. Mitten im Nichts fauchen die heißen Quellen von Hveravellir: Lust auf ein heißes Bad unter freiem Himmel? Wir übernachten heute auch in einem Geothermalgebiet, zwischen den Dampfwolken von Kerlingarfjöll. (F/A)
13. Tag: KERLINGARFJÖLL - REYKJAVIK In die Hauptstadt
Am Vormittag gleich drei Highlights: der berühmte Wasserfall Gullfoss, der Große Geysir, der seinen Namen an alle Artgenossen weltweit weitergab, und die Strokkur-Springquelle. Nächster Stopp in Thingvellir: Selbst für jeden Staatsgast gehört dieser Ort zum Pflichtprogramm. „Schließlich versammelte sich hier im Jahr 930 das isländische Volk und gründete die erste freie Republik der Welt“, erzählt Gunnar. Kurz darauf erreichen wir die Hauptstadt Reykjavik. Ihre Bürgersteige sind beheizt, die Golfplätze bis Mitternacht geöffnet, und einen Verkehrsstau erlebt die Stadt nur samstags um zwei Uhr morgens, wenn sich Autokarawanen durch die Kneipenstraße Laugavegur drängen. Echt cool, das Leben auf einem Hot Spot. (F)
14. Tag: REYKJAVIK Metropole in der Rauchbucht
Vormittags drehen wir mit Gunnar zu Fuß eine Runde durch die Altstadt, besuchen den Hafen und die markante Hallgrimskirche. Der Nachmittag ist frei für eigene City-Touren, vielleicht vor dem letzten Kneipenbummel noch mal in eines der sieben Thermalbäder? Der Abend wird bestimmt lang ... (F)
15. Tag: RÜCKFLUG VON ISLAND
In Eigenregie und auf eigene Kosten zum Flughafen Keflavik - am besten mit dem günstigen Flughafenbus. Schnell noch die letzten Mailadressen ausgetauscht, bevor es zurück nach Hause geht. (F)
Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten!