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Wir feilschen wie die Weltmeister in den verwinkeltsten Souks, trinken duftenden Minztee statt Coca-Cola und lauschen in Marrakesch lieber den Märchenerzählern auf dem Platz der Geköpften als im Hotelzimmer den Nachrichtensprechern im Fernsehen. In den Dünen trauen wir Dromedaren mehr zu als moderner Technik und glauben plötzlich, dass Henna-Tattoos böse Geister vertreiben. „Marokko verzaubert eben“, meint unser Scout Mohammed und raucht eine Wasserpfeife zum Dessert.
1. Tag: FLUG NACH CASABLANCA
Spätabends Abflug mit Lufthansa von Frankfurt. Gegen Mitternacht landen wir in Casablanca, in Marokkos Dreimillionenmetropole und Wirtschaftsstandort Nummer eins. Unser Marco Polo-Scout Mohammed bringt uns zum Hotel.
2. Tag: CASABLANCA - FES „Ich schau dir in die Augen, Kleines“
Per Bus erkunden wir die durch Humphrey Bogart und den Filmklassiker „Casablanca“ weltberühmt gewordene Stadt. Kaum Zeugnisse maurischer Architektur oder orientalisches Flair, dafür beherbergt die Stadt seit einigen Jahren eine der meistbewunderten Attraktionen des Landes: die Moschee Hassan II.° mit Platz für 100000 Gläubige. Gegen Mittag brechen wir auf ins Landesinnere, und schon bei unserem ersten Stopp in Marokkos Hauptstadt Rabat wird's richtig morgenländisch. Unser Tagesziel: die einstige Königsstadt Fes. Abends nimmt uns Mohammed mit auf einen kleinen Rundgang durch die Medina: Orient pur. (F/A)
3. Tag: FES Magie des Orients
Zu Fuß entdecken wir Fes. Mohammed führt uns durch die engen Gassen der Altstadt und zu den Gerbern und Färbern. Der Anblick der riesigen Farbbottiche, in deren Sud junge Männer stehen und mit bloßen Händen Textilien und frisch gegerbte Häute walken, ist faszinierend. Wäre da nur nicht dieser Gestank! Nachmittags machen wir den Souk auf eigene Faust unsicher, feilschen um goldbestickte Lederkissen, Gewürze und farbenfrohe Webteppiche. Und Mohammed weiß auch, wo wir uns Henna-Tattoos verpassen lassen können, die das Böse vertreiben. Man kann ja nie wissen ... (F/A)
4. Tag: FES - ERFOUD Panoramatag
Frühmorgens verlassen wir Fes per Bus. Im Lauf des Tages zieht eine spektakuläre Landschaft an uns vorbei. Zunächst überqueren wir den Mittleren Atlas mit seinen ausgedehnten Zedernwäldern. Hinter dem Hohen Atlas wird's immer karger, bis in einem Meer aus Dattelpalmen die Oase Er-Rachidia vor uns auftaucht. Abends erreichen wir Erfoud am Rand der Sahara. (F/A)
5. Tag: ERFOUD Relaxen oder Wüstentour
Ein freier Tag zum Entspannen am Hotelpool oder zur Shopping-Tour in der Stadt. Einige von uns tauschen am Nachmittag die Sonnenliege gegen einen Jeep, um zu den Wehrdörfern im Saharavorland und den Sanddünen des Erg Chebbi aufzubrechen (42 €). Jenseits der üblichen Touristenrouten holpern wir durch Palmenhaine zu Ruinen mächtiger Ksour, befestigter Siedlungen. Unglaublich, teilweise sind die alten Dörfer sogar noch bewohnt - aber wie lange noch? Weiter zu Marokkos höchsten Sandbergen, und wenn auch mit Allradantrieb kein Weiterkommen mehr ist, erklimmen wir die Dünen zu Fuß. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, die Dünen auf dem Rücken eines Dromedars zu erleben! Egal wie - einfach genial, der Sonnenuntergang! (F/A)
6. Tag: ERFOUD - BOUMALNE Auf der Route der Kasbahs
Morgens mischen wir uns erst mal unter die Händler und Esel auf dem Markt von Rissani - hier tobt der Orient! Dann geht's per Bus auf der Straße der Kasbahs nach Boumalne. Früher zogen hier Karawanen vorbei, heute kommen Touristen in die märchenhafte Landschaft: tiefe Schluchten, rötlich schimmernde Dörfer mit Oasengärten voller Blumen, Palmen und Granatapfelbäume, über denen majestätische Kasbahs thronen. Ein Abstecher führt uns in die Dadesschlucht, die wir auf einer Wanderung erkunden. (F)
7. Tag: BOUMALNE - MARRAKESCH Marokkos Hollywood
Weiterfahrt nach Ouarzazate und Besichtigung der Kasbah Taourirt°. Und auch in der Bilderbuch-Kasbah Ait Benhaddou° zeigt uns Mohammed die Winkel für die besten Fotoperspektiven. Abends erreichen wir Marrakesch - die „rote Perle des Südens“. Warum die viertgrößte Stadt Marokkos so heißt, merken wir bei Sonnenuntergang. Dann strahlen die aus rötlicher Lehmerde erbauten Türme und Zinnen nämlich, als seien sie von roten Scheinwerfern angeleuchtet. (F)
8. Tag: MARRAKESCH Orient wie im Bilderbuch
Vormittags streifen wir mit unserem Scout durch die Medina und die Souks von Marrakesch. Töpfer, Kupfer- und Eisenschmiede, Wollfärber, Holzschnitzer und Teppichverkäufer bieten lautstark ihre Waren an. Keiner von uns schafft es, aus dem weitverzweigten Labyrinth ohne Souvenir herauszukommen. Nachmittags besucht, wer möchte, zusammen mit Mohammed die Saadiergräber°, die zu den schönsten Bauwerken der Stadt zählen, und anschließend die Medrese Ben-Youssef°, einst größte Koranschule der Welt. Währenddessen sind die anderen auf eigene Faust in Marrakeschs Altstadtgassen unterwegs. Sobald die Sonne untergegangen ist, befolgen wir Mohammeds Tipp für den Abend und besuchen die Djemma el-Fna, den Platz der Geköpften. Da steht ein Mann mit einem Skelett aus Hartgummi, der lauthals Zauberpülverchen aus Krokodilszähnen oder getrocknetem Affenfleisch anpreist. Da sitzen Märchenerzähler, eingehüllt in den Rauch der Garküchen, ein Kreis - hastig mit weißer Kreide aufgezeichnet - markiert ihre Bühne. Da gibt es Stände mit getrockneten Echsen, Kröten, Pfoten, Häuten und den verschiedensten undefinierbaren Gebräuen. Und wenn wir längst in unseren Betten liegen, glauben wir noch immer die Glocken der Wasserverkäufer zu hören. (F)
9. Tag: MARRAKESCH Ein freier Tag
Mohammed gibt uns eine Menge Tipps, wie wir den freien Tag am besten verbringen - neben Shopping gibt es da viele Möglichkeiten! Abends zieht es die meisten von uns noch mal auf die Djemma el-Fna - oder vielleicht doch lieber zu einem Drink ins weltberühmte Luxushotel La Mamounia und sich wie die Mädels in „Sex and the City 2“ fühlen: herrlich trashig - aber einfach klasse! (F)
10. Tag: MARRAKESCH - ESSAOUIRA Rund um die Tajine
Nachmittags brechen wir gut gesättigt mit dem Bus nach Essaouira auf. Einige von uns schlendern gleich nach dem Einchecken durch die engen Gassen der Altstadt, während die anderen Richtung Sandstrand pilgern. (F/M)
11. Tag: ESSAOUIRA Freizeit
... in Essaouira, das ab Ende der 1960er Jahre Künstler aus aller Welt anlockte: die Rolling Stones zum Beispiel oder Bob Marley. Heute ist die Stadt das marokkanische Zentrum moderner Malerei und Bildhauerkunst. Doch die meisten von uns lassen die Kultur Kultur sein, baden lieber in der Sonne und im blauen Atlantik, wenn es die Wassertemperatur zulässt. (F)
12. Tag: ESSAOUIRA - CASABLANCA Abschied vom Strand
Nachmittags geht's mit dem Bus zurück nach Casablanca. Beim Abschiedsabendessen lassen wir Königsstädte, Kasbahs & Co. Revue passieren und nutzen die Gelegenheit, letzte E-Mail-Adressen auszutauschen. Am späten Abend verabschiedet uns Mohammed am Flughafen. (F/A)
13. Tag: RÜCKFLUG VON CASABLANCA
Nachts Rückflug mit Lufthansa nach Frankfurt, wo wir am frühen Morgen landen.
° Die Eintrittsgelder der gekennzeichneten Besichtigungspunkte und
Aktivitäten in Höhe von ca. 30 € sind nicht im Reisepreis enthalten.
Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten!