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Altstadtlabyrinthe und Hauptstadtboulevards, Wüstenoasen und Wolkenkratzer, Lehmburgen und Atlantik-Beachlife - dazu Thé à la Menthe und Cocktails in Szenebars. Marokko hat viele Gesichter zwischen Küsten und Königsstädten, Sahara und den Atlasgebirgen. Auf dieser umfassenden Reise durch das nordafrikanische Königreich wollen wir die interessantesten davon kennenlernen.
1. Tag: Flug nach Casablanca
Anreise nach Frankfurt und Weiterflug mit Lufthansa nach Casablanca. Ankunft gegen Mitternacht (leichtes Abendessen im Flugzeug). Sie werden erwartet und zum Hotel gebracht.
2. Tag: Von Casablanca nach Marrakesch
Zu Beginn ein Highlight im wahrsten Sinne des Wortes: Das Minarett der Moschee Hassan II. ragt stolze 200 m in den Himmel von Casablanca. Mit ein bisschen Glück können wir auch einen Blick ins Innere werfen. Dann geht es zügig auf der Autobahn nach Marrakesch. 260 km. In der trendigen Königsstadt mit Märchenkulisse traf vor einigen Jahren der internationale Jetset ein: Madonna, Nicole Kidman und Alain Delon hielten Ausschau nach Stadthäusern und trieben die Immobilienpreise steil in die Höhe. Nachmittags bahnt Ihnen Ihr Studiosus-Reiseleiter den Weg ins orientalische Herz der Stadt (UNESCO-Kulturerbe). Vom Wahrzeichen, der Koutoubia-Moschee mit ihrem stolzen Minarett - einem Wolkenkratzer des 12. Jahrhunderts - geht es zum Gauklerplatz Djemma el-Fna, bei Reisenden wie Einheimischen gleichermaßen beliebt, auf dem umso mehr Betrieb ist, je tiefer die Sonne sinkt. Zwei Übernachtungen in Marrakesch.
3. Tag: Märchenhaftes Marrakesch
Im eindrucksvollen Bahia-Palast meißelten und schnitzten kunstfertige Handwerker um die Wette. Anschließend fahren wir an das Nordende der Souks und spazieren zur größten Koranhochschule Medersa Ben Youssef. Im Souk können Sie auf Jagd nach Tellern und Taschen gehen, Ihre Nase zwischen Koriander- und Zimtpyramiden oder Minzbüschel stecken und sich dann irgendwo auf einer Dachterrasse bei Zitronen-Tajine und kühlem Weißwein stärken. Sie brauchen eine Pause? Im Garten des luxuriösen Palasthotels La Mamounia entspannte sich schon Winston Churchill.
Extra Tour:
Möchten Sie eigene Wege gehen? Ihr Reiseleiter hat immer wieder Alternativen zum Programm parat. Setzen Sie sich, statt die Altstadt zu besuchen, in eine Kalesche und fahren Sie an der Stadtmauer entlang zum Jardin Majorelle, den Yves Saint Laurent vor einigen Jahren mustergültig wieder neu anlegen ließ. Plätschernde Wasserläufe, ein leuchtend blaues Haus und die Vielfalt der tropischen Pflanzen - ein wahres Paradies!
4. Tag: Atlantikwellen in Essaouira
Windiges Essaouira: Atlantikschönheit mit frischer Brise, in der sich die Surfer tummeln. Fischerort ist die „weiße Stadt“ am Meer geblieben, und am Hafen werden Boote gebaut und Netze geflickt. Unser Tipp für Fischliebhaber: Sardinen, Garnelen & Co. frisch aus dem Meer serviert mittags z.B. das Le Fanatique. Gemeinsam entdecken wir die Stadt am Meer. Abends sind wir dabei, wenn der knallrote Sonnenball hinter der alten portugiesischen Bastion und vor den Purpurinseln im Meer versinkt. Magische Momente am Atlantik … 175 km.
5. Tag: Agadir und Arganienbäume
Die Ziegen Südmarokkos haben eine Lieblingsspeise - die jungen Blätter und die Früchte der Arganienbäume - und wagen für diesen Leckerbissen sogar eine Kletterpartie! Arganöl gilt auch in Europa längst als Delikatesse. Die Bäuerin Khadischa und andere Mitglieder der Frauenkooperative zeigen uns, wie sie die edlen Tropfen erzeugen. Klar, dass das Öl seinen Preis hat! Ob die Damen uns auch das Rezept für die köstliche „Berber-Nutella“ verraten? Nach der Mittagspause in Agadir drehen wir dem Atlantik den Rücken zu und schrauben uns langsam hinauf in den Antiatlas nach Tafraoute. Inmitten der bizarren Felswelt in Rosarot setzt das Grün der Oasen Akzente. Traumhaft! 420 km.
6. Tag: Im Antiatlas
Mandel- und Olivenbäume, Dattelpalmen und Feigenkakteen - das Wasser bringt die karge Bergwelt zum Grünen! Die Berberhäuser kleben im Tal der Ammeln am Fels. Was es mit den geheimnisvollen Ornamenten an Türen und Wänden auf sich hat, erfahren wir von Chalid, der uns das traditionelle Haus seiner Familie zeigt. Bei einem Glas Pfefferminztee plaudern wir über Berberarchitektur und Landflucht im Atlas. Palastatmosphäre schnuppern wir heute Nacht in Taroudannt in unserem Hotel: Inmitten des andalusischen Gartens residierte einst der Pascha El Glaoui. 230 km.
Extra Tour:
Sie vermissen die tägliche Joggingrunde? Laufen Sie doch heute vor dem Frühstück vom Hotel hinunter in die kleine Oase unterhalb des Hotels!
7. Tag: Nach Ouarzazate
Heute geht es durch das größte Safrananbaugebiet des Landes, das wir auf dem Weg nach Ouarzazate durchqueren. Das teuerste Gewürz der Welt ist unser Thema. Nein, vor uns liegt keine Fata Morgana: Es ist tatsächlich die stolzeste aller Berberburgen - der Ksar Ait Benhaddou (UNESCO-Kulturerbe). Kommt Ihnen der Anblick bekannt vor? Die biblisch anmutende Lehmsiedlung ist seit Jahrzehnten eine beliebte Filmkulisse. Hier zückte schon der Gladiator im gleichnamigen Hollywoodklassiker sein Schwert. 300 km. Zwei Übernachtungen in Ouarzazate.
8. Tag: Jeepsafari oder Ouarzazate à la carte
Am Weihnachtstag bestimmen Sie das Tagesprogramm nach Ihren Wünschen! Filmfans aufgepasst: Wird nicht gerade gedreht, können die Atlas-Filmstudios vor den Toren der Stadt besichtigt werden. Ist das nicht der Palast des Dalai Lama, den Martin Scorsese für „Kundun“ erbaute? Und war hier nicht Timothy Dalton als Agent 007 in geheimer Mission unterwegs? Wer lieber eigene Abenteuer erleben möchte, setzt sich zum Reiseleiter in den Jeep (65 €). Ab in die Berge! Auf unebenen Pisten holpern wir Burgen, Oasen und Schluchten entgegen, und im Bergdorf Telouet wird der Tisch für uns gedeckt. Verlockend duftet es aus Töpfen und Pfannen - das zünftige Berbermahl mit Tajine ist ein Gedicht. Und für ein dickes Plus an Genuss sorgt der traumhafte Blick auf die verfallende, innen prächtig geschmückte Kasbah und die Gipfel! 190 km.
9. Tag: Auf der Straße der Kasbahs
Die Ksour und Kasbahs - Wehrdörfer und Lehmburgen, meist in Terrakotta - sind perfekt getarnt und verstecken sich in der trockenen Landschaft. Dazwischen immer wieder Oasengrün. In der Oase Skoura reifen Datteln, Mandeln, Feigen, Granatäpfel und Aprikosen. In El-Kelaa-M'Gouna dagegen hat man sich auf Rosenduft verlegt. Den Duft des aus Blütenblättern gewonnenen kostbaren Öls können Sie in einem der Lädchen vor Ort erschnuppern. In Ait Oudinar steigen wir in Kleinbusse um und tauchen auf der Weiterfahrt in eine Landschaft von überirdischer Schönheit ein: die bizarren Felswelten der Dadesschlucht. 180 km.
Extra Tour:
Oder möchten Sie, statt zur Engstelle der Schlucht mitzufahren, lieber vorbei an eindrucksvollen Lehmkasbahs durch die Oasengärten im Dadestal wandern (ca. 2 Std.)? Ein örtlicher Wanderführer begleitet Sie und bringt Sie sicher zu unserem Mittagsrestaurant, wo Sie auf den Rest der Gruppe treffen.
10. Tag: Todraschlucht, Oasen und Dünen
Fast senkrecht ragen die Wände der Todraschlucht auf - ein Paradies für Bergziegen und Kletterer. Hier war Peter O'Toole als Lawrence von Arabien unterwegs - und jetzt wir! Eine Fata Morgana? Wasser lässt die Wüste erblühen. In der Oase Tinerhir reifen Früchte an 200000 Bäumen! Bei einem Spaziergang sehen wir, was es mit der „Hochzeit der Datteln“ auf sich hat und was sonst noch so unter den Palmen wächst. Nachmittags heißt es: Sand in Sicht! Von Erfoud aus erobern wir die Sandberge der Sahara. Abends spielt hier die Sonne die Starrolle, wenn sie dramatisch hinter den Dünen von Erg Chebbi versinkt und die Wüste in rotgoldenes Licht taucht. 280 km, davon 80 km im Geländewagen.
11. Tag: Im Mittleren Atlas
Palmenhaine säumen den Weg nach Er-Rachidia. Die moderne Uni brachte Bildung und neue Ideen in die Wüste. Und wieder geht es hinauf in die Berge. Wer im Mittleren Atlas Lust auf etwas Bewegung hat, kann kurz im Zedernwald spazieren gehen und mit etwas Glück den Berberaffen beim Spielen zuschauen. Doch hoppla, sind wir hier im Elsass oder im Harz gelandet? Die Spitzgiebelhäuser sehen ganz und gar nicht marokkanisch aus! Des Rätsels Lösung: Hier tankten die französischen Kolonialherren in Zedernwäldern Erholung. Heute trifft sich hier im Winter die Schickeria von Fes zum Après-Ski. Zeit für eine süße Pause in Ifrane: Die Gazellenhörnchen - süßes Mandelgebäck - aus den hiesigen Patisserien sind in ganz Marokko berühmt. 420 km. Zwei Übernachtungen in Fes.
12. Tag: Die Souks von Fes
Sind wir in einem Märchen aus Tausendundeiner Nacht gelandet? Hinter den Altstadtmauern von Fes (UNESCO-Kulturerbe) wird wie im Mittelalter um die Wette gezimmert, geschmiedet, gewebt, in Farbbottichen gerührt und munter gehandelt. Zedernholzdüfte und Muezzingesänge - ein Feuerwerk der Geräusche und Gerüche! Zwischen Werkstätten versteckt sich in einer alten Karawanserei das Holzmuseum. Heilige Plätze des Islams sind das Mausoleum von Moulay Idriss II. und die Koranhochschule Bou Inania. Zum Abschluss leuchten uns am Königspalast goldene Tore entgegen, und wir entdecken, was es mit dem „Spinngewebe Gottes“ auf sich hat. Nach diesem Sinnestaumel lockt der Pool. Vor dem Abendessen in einem kleinen Gästehaus plaudern wir beim Minztee mit Aisha und ihren Freundinnen über die Rolle der Frau in Marokko, König Mohammed VI. und den Weg des Königreichs in die Moderne.
13. Tag: Meknes und Volubilis
Wir nehmen Kurs auf Meknes (UNESCO-Kulturerbe), wo sich hinter wuchtigen Toren und Mauern die Altstadt versteckt, der Sultan Moulay Ismail seinen Stempel aufdrückte. Im Mausoleum des mächtigen Mannes blendet der Prunk, und der riesige Getreidespeicher beeindruckt durch seine Dimensionen. Auch in der Antike verstand man in Marokko zu leben - davon können wir uns in der Römerstadt Volubilis, der größten römischen Ausgrabungsstätte des Landes (UNESCO-Kulturerbe), überzeugen. Ist auch das Haus der Venus seit fast 2000 Jahren verlassen - die „Diana im Bade“, aus Tausenden von Mosaiksteinchen zusammengesetzt, ist immer noch ganz schön sexy! 110 km.
Extra Tour:
Wer möchte, kann sich, statt Volubilis zu besuchen, unter die Pilger in Moulay Idriss mischen. Sieben Pilgerfahrten zum Grab des Staatsgründers ersetzen die Wallfahrt nach Mekka! Der Bus bringt Sie in die nahe gelegene heilige Stadt, und ein örtlicher Führer ist gegen Honorar gerne bereit, Sie zu begleiten. Aber Achtung: Ins Allerheiligste darf man nicht!
14. Tag: Hauptstadtflair in Rabat
Vorbei an Weinfeldern und Korkeichen geht es in die Hauptstadt Rabat mit ihren breiten Boulevards und prächtigen Villen. Zwischen der mittelalterlichen Totenstadt Chella und dem Mausoleum von Mohammed V. und Hassan II., einem architektonischen Glanzstück des 20. Jahrhunderts, schlägt Ihr Reiseleiter Brücken. Weiterfahrt nach Casablanca. Unser Abschiedsessen genießen wir in „Rick's Café“ - eine Reminiszenz an Humphrey Bogart und Ingrid Bergman. 240 km.
15. Tag: Ein Tag in Casablanca
Ein ganzer Tag zur freien Verfügung in Casablanca. Genießen Sie die Sonne des Südens am Strand des mondänen Anfa oder flanieren Sie an der neu gestalteten Uferpromenade! Vielleicht möchten Sie auch letzte Einkäufe in der Ville Nouvelle tätigen? Oder interessieren Sie sich für aktuelle Kunstausstellungen in der Villa des Arts? Dann begleiten Sie doch Ihren Reiseleiter dorthin! Gegen 22 Uhr Fahrt zum Flughafen. Für Gäste, die eine Badeverlängerung gebucht haben, im Laufe des Tages Transfer von Casablanca nach Agadir bzw. Essaouira.
16. Tag: Rückflug mit Lufthansa
Nach Mitternacht Rückflug mit Lufthansa. Ankunft in Frankfurt gegen 6 Uhr morgens und Anschluss zu den anderen Städten.
Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten!