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„Noch nie hatte ich solche Herbstfarben gesehen.“ Schon der emigrierte Dichter Carl Zuckmayer geriet ins Schwärmen beim Anblick der bunten Bäume in Neuengland. Erwandern und erleben Sie den Indian Summer! Wir reisen nach Boston, in die europäischste Stadt Amerikas, wo Yuppies und Investmentbanker für neuen Schwung sorgen und nun versuchen, den Staatsbankrott abzuwenden. Auch Schriftsteller wie John Irving, Stephen King oder Dan Brown inspirierte dieser Landstrich. Machen Sie sich ein Bild von den Sommerpalästen der Magnaten in Newport, den Stränden auf Cape Cod oder dem Appalachian Trail. Das Highlight zum Schluss: Montréal.
1. Tag: Flug nach Boston
Abends fliegen Sie mit Lufthansa von Frankfurt nach Boston, Ankunft abends; alternativ Nachmittagsflug mit Lufthansa von München nach Boston, Ankunft am späten Nachmittag (nonstop, Flugdauer jeweils ca. 8 Std.). Transfer zum Hotel. Zwei Übernachtungen in Boston.
2. Tag: Boston und Harvard
16 historische Sehenswürdigkeiten auf 4 km Länge: Mit Ihrem Studiosus-Reiseleiter • spazieren Sie auf dem Freedom Trail (2 Std., leicht, ? 0 m ? 0 m) durch die City. Die Kulisse kommt Ihnen bekannt vor? Die Kultserien „Ally McBeal“ und „Boston Legal“ wurden hier gedreht! Nachmittags geht's zur berühmtesten IQ-Schmiede der Welt, der Harvard-Universität. Viele haben hier schon ihre Karriere vorbereitet: John F. Kennedy, die Obamas, Bill Gates … Beim Rundgang über den Campus plaudert ein Student mit Ihnen über das amerikanische Bildungssystem. Zurück in Boston geht's durch das historische Beacon Hill und den Stadtpark zum Hotel. Wie wär's mit einem After-Work-Drink in der Boylston Street?
Extra Tour:
Lust auf Extratouren? Ihr Reiseleiter hat immer wieder Alternativen zum Programm parat. Statt Harvard können Sie in der Zwischenzeit auch das MIT-Museum besuchen. Die Technikausstellung zu Robotern und künstlicher Intelligenz ist nicht nur was für Technikfreaks, wetten?
3. Tag: Mayflower und Cape Cod
In einem Vorort Bostons erblickte er das Licht der Welt: John Fitzgerald Kennedy. Wir sind in der J.F.K. Library, die ihm gewidmet ist. Ein passender Ort, denn Neuengland war und ist fest in Demokratenhand. Danach machen wir einen Zeitsprung in die Ära der Gründerlegenden: Da liegt sie, ein Nachbau der Mayflower, auf der die Pilgrim Fathers nach Amerika kamen! Wie die ersten Siedler lebten? Das erfahren wir anschaulich in der Plimoth Plantation. Dünen, Meer, Wind: Cape Cod. Was für eine Küstenlandschaft! 150 km. Unser Tipp für abends: Seafood im Boat House Restaurant. Zwei Übernachtungen in einem Motel in Falmouth.
4. Tag: National Seashore
Riechen Sie das Salz in der Luft? Am Morgen • wandern wir (3 Std., mittel, ? 0 m ? 0 m) auf Great Island durch die Küstenwälder und am Meer entlang. Hungrig? Das Picknick in dieser Landschaft schmeckt gleich doppelt gut. 180 km. Nachmittags kann jeder tun, was er mag: auf Cape Cod am Race Point Beach entlangspazieren oder zum Baden in den Atlantik springen. Der Künstlerort Provincetown mit seinen Cafés und Galerien ist ebenfalls verlockend.
5. Tag: Newport
Die schönsten Sommerhäuser (Cottages) der reichen New Yorker des 19. Jahrhunderts sehen wir auf dem • Cliff Walk (1 Std., leicht, ? 0 m ? 0 m) auf den Klippen über dem Atlantik. Mal sehen: Welches gehörte den Vanderbilts? Die Fahrt führt uns dann Richtung Norden nach Portland in Maine. Wichtig für den Plausch mit den Amerikanern: Wie haben die New England Patriots und Boston Red Sox eigentlich gespielt? 300 km. Zwei Übernachtungen in Portland.
6. Tag: Portland
Sind Sie bereit für einen Stadtrundgang durch Portland? Die Hafenstadt ist wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Staates Maine. Am Nachmittag heißt es wieder • Wanderschuhe schnüren (2 Std., leicht, ? 50 m ? 50 m)! Diesmal geht's an die Casco Bay im Wolfe's Neck Woods State Park. Fahrtstrecke 65 km. Sie haben abends noch Lust auf Kunstgenuss? Das Portland Fine Arts Museum hat bis 21 Uhr geöffnet. Anschließend dann vielleicht Hummer und andere Meeresfrüchte in DiMillo's Floating Restaurant?
7. Tag: Camden und Bar Harbor
In der alten Werftstadt Bath leben auch heute die Einwohner vom Schiffbau. Statt Großseglerbauten füllen Regierungsaufträge für Fregatten und Zerstörer die Auftragsbücher. Uns zieht es weiter nach Camden, perfektes Neuengland-Idyll am Fuß des Mount Battie: ein Farbenrausch der Natur. Wir fahren an der Küste entlang nach Bar Harbor und können uns nicht sattsehen an den intensiven Rot-, Gelb- und Bronzetönen der Buchen, Eichen und Ulmen. 270 km. Zwei Übernachtungen in Bar Harbor.
8. Tag: Acadia-Nationalpark
Wir sind im einzigen Nationalpark Neuenglands. Was für einen fantastischen Blick man vom Mt. Cadillac auf Buchten und goldglänzende Wälder hat! Und dann ab ins Wanderparadies: Vorbei an leuchtend bunten Blättern, die sich im Wasser spiegeln, • spazieren wir (1,5 Std., leicht, ? 50 m ? 50 m) am Jordan Pond. Und weil's so schön war, • geht's nachmittags zu den drei kleinen Gipfeln des Triads hinauf (2 Std., mittel, ? 250 m ? 250 m). Fahrtstrecke 45 km.
Extra Tour:
Statt vormittags zu wandern, wollen Sie sich lieber auf die Suche nach Moby Dick machen? In Bar Harbor können Sie eine Walbeobachtungstour buchen. Aber: Je nach Abfahrtszeit müssen Sie eventuell auch auf die zweite Wanderung verzichten.
9. Tag: Bretton Woods
Vorbei an idyllisch gelegenen Seen geht's nach Bretton Woods in den White Mountains. Hier wurden 1944 die Weltbank und der IWF ins Leben gerufen. Doch was sind schon Banknoten gegen das einzigartige Farbenspiel der Rot-, Silber- und Zuckerahornbäume? Stopp! Wir halten an einer ländlichen Polizeistation. Keine Angst, der Sheriff möchte uns nur was über seinen Job erzählen. Wie beim Verhör. Nur: Wir stellen die Fragen. 350 km. Wie wär's abends noch mit einem Drink im historischen Mt. Washington Hotel? Zwei Übernachtungen am Mt. Washington.
10. Tag: Die Berge Neuenglands
Von wo hat man einen unvergesslichen Blick auf die Wälder Neuenglands? Kein Zweifel, vom Gipfel des Cannon Mountain, den wir mit der Seilbahn erreichen! Durch die Klamm der Franconia Notch • machen wir uns auf den Weg (1 Std., leicht, ? 50 m ? 50 m) zu rauschenden Kaskaden und durchstreifen die Presidential Range. Früher nutzten Indianer, Trapper und Holzfäller das Tal als Korridor nach Norden. Am Nachmittag • wandern wir (2 Std., mittel, ? 300 m ? 300 m) zu den Willard Mountain Cliffs und genießen die Crawford Notch zu unseren Füßen. Busstrecke 90 km.
Extra Tour:
Lust auf Nervenkitzel? Statt vor- und nachmittags zu wandern, können Sie mit der Zahnradbahn auf den Mt. Washington, Neuenglands höchsten Berg, fahren. Ein echtes Erlebnis für Fans historischer Eisenbahnen. Vertrauen Sie dem Bremser, er weiß, was er tut.
11. Tag: In Vermont
Wir überqueren den Connecticut River und sind in Vermont. In den 1970er Jahren war Umweltschutz hier noch ein Fremdwort, inzwischen gilt Vermont als der „ grüne“ Staat. Wir • spazieren (1,5 Std., leicht, ? 50 m ? 50 m) in die von Gletschern gegrabene Quechee Gorge und fahren weiter in die Grünen Berge. Was träufeln sich viele Amerikaner auf ihre Pancakes? Ahornsirup. Vermont ist Hauptproduzent, da ist der Besuch des Ahornmuseums bei Rutland also ein Muss. 240 km.
12. Tag: Der Appalachian Trail
Perfekte Lektüre für heute: Bill Brysons „Picknick mit Bären“. Auch wir wagen uns in die Green Mountains und • wandern ein kurzes Stück (2 Std., leicht, ? 150 m ? 150 m) auf dem Appalachian Trail. Weiter geht's durch das malerische Vermont. Nach einem Stopp am Lake Champlain und der Fahrt mit der Fähre erreichen wir die Olympiastadt Lake Placid. 230 km. Hier fanden die Winterspiele von 1932 und 1980 statt! Wanderzugabe gefällig? Wer mag, • spaziert abends zum Mirror Lake (1 Std., leicht, ? 0 m ? 0 m), danach haben Sie sich Ihr Dinner in einem der vielen Restaurants in Lake Placid verdient.
13. Tag: Auf nach Kanada
Es heißt Abschied nehmen von den farbenfrohen Wäldern Neuenglands, wir passieren die Grenze zu Kanada. Wie verstehen sich die Kanadier mit ihren amerikanischen Nachbarn? Ihr Reiseleiter verrät es Ihnen auf dem Weg in die Provinz Québec. Bonjour, Montréal! 180 km. Die Stadtrundfahrt führt uns zum Mont Royal mit der Kirche St-Joseph, Wahrzeichen der Metropole am St.-Lorenz-Strom. Danach haben Sie Zeit für eigene Entdeckungen. Erkunden Sie z.B. die Altstadt Vieux-Montréal mit der Basilika Notre Dame oder schlendern Sie über den Place Jacques-Cartier. Beim gemeinsamen Abendessen erinnern wir uns an die schönsten Momente unserer Indian-Summer-Reise.
14. Tag: Rückflug
Die Zeit vor dem Rückflug können Sie zum Shoppen in der Rue Ste-Catherine nutzen. Oder in die Ville Souterraine? Die unterirdischen Passagen Montréals erstrecken sich über eine Länge von 32 km (!) mit 1700 Läden. Als Abschluss können Sie im Biodome vorbeischauen, dort gibt's die ganze Natur Ostkanadas unter einem Dach. Nachmittags Rückflug nach München mit Lufthansa oder abends mit Air Canada nach Frankfurt (nonstop, Flugdauer ca. 7 Std.).
15. Tag: In der Heimat
Morgens erreichen wir München oder Frankfurt. Anschluss zu den anderen Städten.
Änderungen des Reiseverlaufs vorbehalten.