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Die Parks und Gärten zählen zum Schönsten, was England bietet. Mal Gesamtkunstwerke wie die klassischen englischen Landschaftsgärten in Stourhead und Rousham, mal strenge Kompositionen wie in Hestercombe oder Hidcote. Meisterwerke sind sie allesamt. Genießen wir auf unserer Studienreise die Farbspiele von Sissinghurst, die Spiegelungen in den Teichen von Sheffield Park und die Symmetrie von Groombridge Place! Hier scheinen Schuldenkrise und Arbeitslosigkeit weit entfernt. Im schönen Salisbury und in Oxford ist es leicht, den Menschen mit dem „grünen Daumen“ im Pub oder Tearoom zu begegnen.
1. Tag: Anreise und Wisley
Am Morgen Linienflug nach London-Heathrow. Dort treffen Sie die schon am Vorabend angereisten Bahnfahrer und Ihren Studiosus-Reiseleiter. Gegen Mittag Weiterfahrt nach Wisley. Die Briten lieben diesen Schaugarten der Royal Horticultural Society, der gleichzeitig der Erforschung und Präsentation neuer Pflanzen dient. Wenn Sie mehr über eine Pflanze wissen möchten, so wenden Sie sich vertrauensvoll an die Guides in Ihrer Nähe. Die uniformierten Damen und Herren beantworten Ihnen gern alle Fragen pflanzlicher Natur, und ehe Sie sichs versehen, sind Sie mittendrin in der wunderbaren Welt der Gartenkultur. Deren Pforten oft ein Eichenblatt ziert: Symbol des National Trust, Bewahrer des britischen Erbes. 110 km. Drei Übernachtungen bei Sevenoaks.
2. Tag: Sheffield Park und Sissinghurst
Gewachsen über Jahrhunderte, bietet Sheffield Park mit seinen vier Teichen einen lieblichen Anblick. Ein Volunteer vom National Trust führt uns durch die schwungvolle grüne Weite und zeigt uns auf dem Rundgang seine wahren „Champions“: Bäume, die jeweils die größten ihrer Art in England sind. Gern stellt er sich auch unseren Fragen. Einen Kontrast zu dieser komponierten Natürlichkeit bilden die Gartenräume des Landsitzes Sissinghurst. Hier residierte die Schriftstellerin Victoria Sackville-West und kreierte für jede Stimmung farblich konsistente Zimmer unter freiem Himmel. Dazu gehört auch ein weißer Garten, den sie in der Abendstimmung besonders liebte. Sind Sie inspiriert? Dann spielt Ihr Reiseleiter auf der Rückfahrt die passende englische Musik dazu. 130 km.
3. Tag: Groombridge Place und Ightham Mote
Die Gärten von Groombridge Place verbinden die Symmetrie des Barocks mit der Romantik eines neu angelegten Zauberwalds. Der gepflegte Regelgarten diente als Kulisse für den „Kontrakt des Zeichners“. Der moderne Zaubergarten ist für die Jugend eine Attraktion: Statt am Computer zu spielen, wird der „grüne Daumen“ entwickelt. Schauplatzwechsel: Den Mittag verbringen wir im traditionsreichen Tunbridge Wells. Gönnen Sie sich wie die Gäste des Kurortes ein Glas des Heilwassers, bevor wir nach Ightham Mote fahren: Wassergraben, Fachwerk, eines der schönsten mittelalterlichen Landhäuser Englands. 100 km.
Extra Tour:
Lust auf Extratouren? Ihr Reiseleiter hat immer wieder Alternativen zum Programm bereit. Wenn Sie den Tag lieber individuell gestalten möchten, dann verzichten Sie heute auf unsere Ausflüge und schauen Sie sich stattdessen Canterbury an mit seiner grandiosen Kathedrale. Mit dem Zug kommen Sie in wenig mehr als einer Stunde hin.
4. Tag: Brighton und Petworth House
Ein Rundgang im berühmten Seebad Brighton: Auf der Promenade und der prächtigen viktorianischen Seebrücke erleben wir hautnah englisches Ferienvergnügen: Spielpalast und Karussell, Eiscreme, Fish 'n' Chips und Zuckerwatte. Mit ungesunder Ernährung hat England ein Problem: Hier kann man einige Beispiele sehen. Stöbern Sie in den Boutiquen des alten Fischerviertels und machen Sie einen hübschen Fang. Bilder von Blake, Van Dyck oder Turner gefällig? Die sehen Sie später reichlich in der Galerie von Petworth House. Lancelot „Capability“ Brown gestaltete dazu den perfekten Landschaftspark. 190 km. Zwei Übernachtungen in Salisbury.
5. Tag: Salisbury und Freizeit
Im altehrwürdigen Salisbury besuchen wir eine der imposantesten Kathedralen des Landes: göttliche Gotik eingebettet in das Grün der Domfreiheit und der umliegenden Flussauen. Der Maler Constable hat dies unvergleichlich festgehalten. Am Nachmittag gestalten Sie Ihr eigenes Programm: Die überschaubare Altstadt oder das Mompesson House mit seinem schönen Garten laden zur entspannten Teatime. Ein besonderer Tipp: die Klänge in der Kathedrale. Setzen Sie sich neben die Einheimischen und lauschen Sie gemeinsam dem Chor der Kathedrale beim Evensong. Geister gefällig? Im Pub The Haunch of Venison spuken die „grey lady“ und der „demented whist player“. Aber frühestens nach fünf Whisky. Sagt der Wirt.
Extra Tour:
Stadt und Kathedrale reizen Sie heute weniger? Dann fahren Sie doch mit dem öffentlichen Bus vom Busbahnhof nach Stonehenge. Der mystische Steinkreis aus der Steinzeit ist rätselhaft wie eh und je, die letzte Deutung erklärt ihn zum vorzeitlichen Lourdes, zum Pilgerziel für Kranke und Verletzte.
6. Tag: Stourhead und Hestercombe
Lustwandeln in einem Highlight englischer Parkarchitektur: Der Landschaftsgarten von Stourhead gilt als Gesamtkunstwerk von besonderer Güte: Vorbei am eindrucksvollen Herrenhaus entdecken wir die schönsten Ausblicke auf Apollotempel und Pantheon. In den Hestercombe Gardens erzählt Ihnen der Reiseleiter vom Teamwork der Gärtnerin Gertrude Jekyll und des Architekten Edwin Lutyens: Wer vor 100 Jahren etwas auf sich hielt, gönnte sich „a Lutyens house with a Jekyll garden“. Vielleicht bekommen Sie einige Ideen, wie Sie mit ein paar Tricks auch Ihre Rabatten perfekt inszenieren. 290 km. Drei Übernachtungen in Oxford.
7. Tag: Oxford und Leisure Time
Heerscharen von Studenten, würdige Professoren in der Universitätsstadt Oxford. Wie sieht es aus mit der Chancengleichheit in England? Ohne Besuch von „Oxbridge“ keine Karriere? Ihr Reiseleiter führt Sie zu seinen Lieblingsplätzen. 40 Colleges gibt es hier? In einem davon erlauben wir uns einen Blick: Seit 550 Jahren studiert im Christ Church College das britische Establishment, darunter 13 spätere Premierminister. Die Great Hall hat man sogar für Harry Potter nachgebaut. Wie das „Studentenfutter“ heute aussieht, schauen wir uns in der Markthalle an. In Ihrer Freizeit können Sie einen der ältesten botanischen Gärten besuchen oder die weltberühmte Sammlung des Ashmolean Museums für Kunst und Archäologie der Universität von Oxford.
8. Tag: Hidcote und Rousham
Heute noch einmal zwei Maßstäbe setzende Gärten: Hidcote Manor wurde zum Vorbild für unzählige Landhausgärten mit seinen geometrischen Beeten, Rabatten und Hecken. Rousham ist das fast unverändert erhaltene Meisterwerk William Kents aus dem frühen 18. Jahrhundert. Als Vorbild aller frühen englischen Landschaftsgärten verwöhnt es unser Auge mit seinen ausgewählten Blickachsen, seinen Antikenzitaten, seinen Teichen und Kaskaden und den Schönheiten des Walled Garden. 130 km.
9. Tag: Goodbye, Garden of Eden!
Am Vormittag Transfer zum Flughafen London-Heathrow. 75 km. Sie haben natürlich auch die Möglichkeit zur individuellen Verlängerung in London. Viel Spaß dabei!
Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten!