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Auf dieser Studienreise erleben Sie in elf Tagen eine schottische Sinfonie: Von Allegro bis Adagio präsentiert sich die Natur in ganzer Fülle, romantische Landsitze und mächtige Burgen laden ein, mit Muße entdeckt zu werden. Wollen Sie uns auf die Hebrideninsel Mull begleiten? Auch Molltöne sind zu hören: Konflikte mit England, Ölförderung in der Nordsee ... Die Schotten, unsere freundlichen Gastgeber, gehören bestimmt zum Scherzo, wie die lebendige Metropole Edinburgh, wo sich Lebensfreude mit Tradition und Moderne vereint. Ganz entspannt reisen wir mit der Fähre nach Schottland an und machen unterwegs immer dort halt, wo es am schönsten ist: in den Borders, den Highlands und auf den Islands.
1. Tag: Auf der Nordsee
Individuelle Bahnanreise nach Köln. Zusammen mit Ihrem Studiosus-Reiseleiter geht es um 12.00 Uhr per Bus auf der Autobahn nach Ijmuiden bei Amsterdam. 290 km. Dort checken wir auf der Nachtfähre ein und übernachten in Zweibett-Außenkabinen, in denen die Betten nebeneinanderstehen. Abendessen an Bord.
2. Tag: Schottisches Grenzland
9 Uhr, ein Blick aus dem Fenster: Unsere Fähre läuft in Newcastle ein. Gleich sind wir in Schottland! Sir Walter Scott, den schottischen Meister des Historienromans - wie z.B. „Rob Roy“ oder „Ivanhoe“ - verehrt hier jeder. Obwohl Bestsellerautor, ging er einmal sogar pleite. Ein schottischer Geizhals war er nicht, wie wir an seinem exzentrischen Landsitz Abbotsford House sehen. Weben ist am Flusse Tweed ein altes Gewerbe: In einer Wollmühle vermittelt uns ein Angestellter einen Einblick in moderne Webtechniken, und wir erfahren, was wir schon immer über Tuch und Clanmuster wissen wollten. Achten Sie auf den netten schottischen Akzent! 140 km.
3. Tag: Highlands
Unser Weg führt uns hoch auf den Vulkanfelsen von Stirling, auf dem die königliche Burg der Stuarts thront, zuletzt im Film „Braveheart“ auf der Leinwand zu sehen. Im Loch-Lomond- und Trossachs-Nationalpark fragen wir uns: Welches ist der schönste und größte See in Schottland? Loch Lomond. Oft in Kupfer gestochen, unendlich mal fotografiert: Hier ist das Original. Hügelketten, bewaldete Inseln, glitzerndes Wasser - Natur pur. Lust auf eine schottische Teatime? In Inveraray am Loch Fyne bleibt Zeit dafür. Fragen Sie den Kellner, welche Teesorte am besten zu diesem Nachmittag passt, und schon sind Sie mitten im Gespräch! Weiter geht es zu unserem Hotel am Hafen von Oban. 240 km. Drei Übernachtungen in Oban.
Extra Tour:
Möchten Sie eigene Wege gehen? Ihr Reiseleiter hat immer wieder Alternativen zum Programm parat. Anstatt die Burg der Stuarts zu besuchen, können Sie auch ins Kittchen gehen. Natürlich nur als Besucher! Das Old Town Jail demonstriert anschaulich, wie der Gefängnisalltag vor 150 Jahren aussah. Und die Aussicht vom Dach über die Altstadt und Umgebung ist einfach verboten schön!
4. Tag: Reif für die Insel?
Ihr freier Tag in Oban. Golfen Sie auf dem nahen Glencruitten Golf Course oder machen Sie eine kleine Bootssafari! Ihr Reiseleiter bietet Ihnen seine Gesellschaft bei einem Tagestrip zu den Inseln Mull und Iona (60 €) an. Tipp für die Musikauswahl: die Hebriden-Ouvertüre von Mendelssohn Bartholdy! Der Komponist soll seinerzeit gewaltig seekrank gewesen sein. Nur eine Stunde dauert heutzutage die Überfahrt auf die urwüchsige Insel Mull. Heidehügel, blaues Wasser, blanke Felsklippen. Und überhaupt nicht überlaufen, wenn man mal von frei laufenden Gallowayrindern und Schafherden absieht. Auf Iona begeben wir uns auf die Spuren des hl. Columban; sein Kloster war Ausgangspunkt für die Christianisierung Schottlands. Busstrecke 80 km.
5. Tag: Loch Ness
Wie Perlen auf einer Schnur reihen sich die Lochs am Caledonian Canal aneinander. Dieser verbindet die Nordsee mit dem Atlantik und zieht sich kerzengerade durch die Highlands. Aufgepasst, das nächste Fotomotiv! Wir passieren Fort William am Fuße des höchsten schottischen Berges, dem Ben Nevis, und stoppen an den Schleusentreppen von Fort Augustus. Danach wird's spannend: Augen auf und Finger am Auslöser für das Monster von Loch Ness! Vielleicht sehen wir es ja vom Urquhart Castle aus; von der Ruine aus hat man den besten Blick. 240 km.
6. Tag: Highlands und Whisky
Wir spazieren mit einem Ranger des National Trust of Scotland ins wildromantische Tal von Glen Coe. Wie lebt es sich in der Einsamkeit der Highlands? Nicht verzagen, den Ranger fragen! Später erfreuen uns wunderschöne Postkartenansichten von Rannoch Moor und den Ufern des Tay-Flusses. Bereit für Hochprozentiges? Dann nichts wie hin in die Edradour-Destillerie, die kleinste Single-Malt-Brennerei Schottlands! Auf eine fachkundige Belehrung durch einen Mitarbeiter mit anschließender Leerung von einem Glas „Lebenswasser“, denn genau das bedeutet das gälische Wort Whisky übersetzt . 220 km. Zwei Übernachtungen in Pitlochry.
Extra Tour:
Sie möchten auf die Destillerie verzichten? Lieben Sie die Welt der Pflanzen? Im Scottish Plant Hunters Garden in Pitlochry können Sie sich auf die Spuren von schottischen Botanikern und Sammlern aus dem 18. und 19. Jahrhundert begeben.
7. Tag: Blair Atholl und Pitlochry
Wir machen einen Abstecher zum schneeweißen Blair Castle, dem Familiensitz des Herzogs von Atholl. Herrlicher Garten, und erst diese prächtige Inneneinrichtung! Soll noch einer sagen, die Schotten seien geizig ... Dafür ersetzt ein Musiker ein ganzes Orchester: Während der Sommerzeit werden Sie von einem Dudelsackpfeifer in Originaltracht begrüßt. Was für ein Empfang! Am Nachmittag können Sie sich unter die Schotten mischen und sich auf eigene Faust in Pitlochry vergnügen. Kartenschreiben im angenehmen Hotel. Teatime im Freien. Oder halten Sie Ausschau nach wärmenden Woll-Outfits für den Winter! 90 km.
8. Tag: Am Firth of Forth
Kamera griffbereit? Von der Kirchenruine in Dunkeld haben wir den besten Blick auf den Tay und die denkmalgeschützten „little houses“. Apropos: Einen Katzensprung von hier entfernt soll König Macbeth aus Shakespeares gleichnamigem Stück sein grausiges Ende gefunden haben. Ohne Zeitmaschine machen wir einen Sprung ins 16. Jahrhundert: Wir fahren nach Culross mit seinen liebevoll gepflegten Gebäuden. Und jetzt noch ein Zeitsprung in die Moderne: An den Brücken über den Firth of Forth kann man sich einfach nicht sattsehen. Beeindruckende Konstruktionen! 120 km. Zwei Übernachtungen in einem schönen Golfhotel am Rand von Edinburgh.
9. Tag: Edinburgh
Welcome to Edinburgh, der Hauptstadt Schottlands! Zuerst eine Rundfahrt durch die 200 Jahre alte New Town, bevor es in der Old Town auf der Royal Mile zum Edinburgh Castle geht, vorbei an der Kathedrale und dem neuen Parlament. Der Blick von hier oben ist echt fantastisch! Und: Seit 1996 wird hier neben den Kronjuwelen auch der Stone of Scone aufbewahrt, auf dem die frühen schottischen Könige gekrönt wurden. Danach haben Sie Zeit für eigene Unternehmungen. Schauen Sie im Museum of Scotland vorbei oder suchen Sie das beliebteste Bild Ihres Reiseleiters in der Nationalgalerie: ein humoriger schlittschuhfahrender Reverend. Lassen Sie sich von einem freundlichen Schotten zum Kauf eines echten Kilts überreden! Definitiv ein Souvenir, das Sie - und Ihre Nachbarn - immer an diese Reise erinnern wird! 80 km.
10. Tag: Richtung England
Während die zahllosen Täler uns Besucher erfreuen, ist das Silicon Glen zwischen Edinburgh und Glasgow für die schottische Wirtschaft wichtig. Zum Schluss nehmen wir die idyllischen Ruinen von Dryburgh Abbey am Tweed-Fluss in Augenschein. Hier schließt sich der Kreis unserer Reise, denn an diesem idyllischen Ort liegt Sir Walter Scott begraben. Über die schottisch-englische Grenze fahren wir am Nachmittag Richtung Newcastle. Wir sehen auch ein Stück vom Hadrianswall (UNESCO-Kulturerbe), einst Grenze gegen die Barbaren im Norden, heute beliebter Wanderweg. An Bord der Nachtfähre wieder Übernachtung in Zweibett-Außenkabinen und Abendessen. Busstrecke 190 km.
11. Tag: Zurück auf dem Kontinent
Um ca. 9.30 Uhr erreichen wir Ijmuiden. Von dort Rückfahrt nach Köln. In unserer Erinnerung erklingt noch einmal eine wunderschöne schottische Sinfonie. Busstrecke 290 km. Ankunft um ca. 15 Uhr. Individuelle Rückreise zu Ihren Heimatorten.
Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten!