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China und Tibet - allein der Klang der zwei Namen ist voller Kontraste und Kontroversen. Da glanzvolle Kaiserstädte, blühende Gärten und der Zauber der Seidenstraße. Dort karge Hochebenen, faszinierende Wüstenlandschaften, verwunschene Klöster und starke Religiosität. Doch ist das wirklich alles? Finden Sie heraus, was hinter den Klischees steckt, kommen Sie mit auf eine faszinierende Studienreise und erleben Sie Asien hautnah! Denn außer in ihren Kulturdenkmälern zeigt sich Ihnen die rätselhafte Schönheit diesmal auch ganz privat in der Beijinger Altstadt, in Xian beim Imam und im Herzen von Lhasa bei tibetischen Ärzten.
1. Tag: Über den Wolken
Nach der individuellen Anreise nach Frankfurt heben wir am Nachmittag mit Air China gemeinsam Richtung Beijing ab (nonstop, Flugdauer ca. 9,5 Std.).
2. Tag: Beijing - im Zentrum des Drachen
Am frühen Morgen in Beijing gelandet, starten wir nach einem gemeinsamen Frühstück zum Himmelstempel (UNESCO-Kulturerbe). Was es mit der Echomauer und der Zahl Neun auf sich hat und wieso der Kaiser hier für eine gute Ernte zum Himmel betet? Fragen Sie Ihren Studiosus-Reiseleiter! Einst exklusiv dem Kaiser vorbehalten, ist die Anlage heute ein Park und besonders bei Senioren beliebt. Wir spazieren vorbei an Karten spielenden und singenden Beijingern und lernen so das Alltagsleben von einer ganz besonderen Seite kennen. Lassen Sie sich danach in den freien Nachmittag fallen! Vielleicht fahren Sie in die Olympiastadt? Im Sommer 2008 flackerte die Sportkulisse über unsere TV-Bildschirme. Heute könnten Sie das architektonische Schmuckstück live erleben. Zwei Übernachtungen.
3. Tag: China gestern und heute
Wohl kaum ein Ort in China steht so sehr für die turbulente jüngere Vergangenheit des Landes wie der Platz des Himmlischen Friedens. Nicht weit davon liegt das Machtzentrum der Kaiserzeit, die Verbotene Stadt (UNESCO-Kulturerbe). Hier residierten die Kaiser mit ihrem Hofstaat. Wie sah das Leben einst hinter den roten Mauern aus? Auch wenn es heute im Herzen Beijings nicht mehr viele Fahrräder gibt - eine Rikschafahrt durch die Altstadt gehört einfach dazu. Wir rollen durch die Hutongs, die engen Gassen mit den typischen Wohnhöfen. Zum Mittagessen sind wir bei einer Familie zu Gast - das ist Beijing pur, abseits der glänzenden Fassaden. Die Kaiser der Qing waren hingebungsvolle Buddhisten und ließen den Lamatempel mit seinen prächtigen Hallen bauen, den wir uns am Nachmittag ansehen.
Extra Tour:
Immer wieder eröffnet Ihnen Ihr Reiseleiter Möglichkeiten, den Tag nach Ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten. Sie kennen den Platz des Himmlischen Friedens und die Verbotene Stadt schon? Dann interessiert Sie vielleicht das neue Capital Museum, in dem die Geschichte Beijings anschaulich dokumentiert wird.
4. Tag: Chengde - die Blütezeit Chinas
China holt auf, auch beim Straßenbau. Das neu entstehende Autobahnnetz ist das kilometermäßig am schnellsten wachsende der Welt. Wir überzeugen uns davon und fahren mit dem Bus nach Chengde (UNESCO-Kulturerbe). Hier residierten in den heißen Sommermonaten die Kaiser der Qing-Dynastie und vergnügten sich in Parks und auf Jagdausflügen. Damals war das Verhältnis zwischen chinesischen Herrschern und tibetischen Religionsführern weit entspannter als heute. Wir spüren im Putuozongsheng-Tempel den Verwicklungen einer komplizierten Beziehung nach. Eine echte Überraschung der China-Cuisine erwartet uns am Abend beim Spezialitätenessen: Wild - einfach umwerfend zubereitet. 200 km.
5. Tag: Auf der Großen Mauer
Wie eine riesige steinerne Schlange windet sich die Große Mauer (UNESCO-Kulturerbe) über die Bergkämme, kein anderes Bauwerk verbindet man so sehr mit China. Über Jahrhunderte gebaut ist die Mauer durch neueste Messungen gerade wieder um 2551 km länger geworden. Ihr Reiseleiter hat einen ihrer authentischsten Abschnitte ausgesucht - Jinshanling. Der wenig besuchte Mauerabschnitt lädt geradezu zu einer Wanderung ein. Treppauf und treppab erkunden wir das Bauwerk (3 Std., mittel, steile Abschnitte, ? 300 m ? 300 m). Fahrtstrecke 200 km. Am Abend bringt uns Air China nach Xian. Zwei Übernachtungen.
6. Tag: Xian - Bauten für die Ewigkeit
Auf der Suche nach Unsterblichkeit ließ sich der erste Kaiser Chinas Qin Shi Huangdi vor mehr als 2000 Jahren ein gewaltiges Grabmonument bauen. Über 7000 Krieger, Generäle und Pferde wurden auf seinen Befehl hierfür aus Ton gefertigt. Bis heute ist die Terrakotta-Armee (UNESCO-Kulturerbe) ein Symbol für den Größenwahn und unbedingten Machtwillen eines skrupellosen Herrschers. Der Besuch der Grabstätte regt zum Nachdenken darüber an, welches Machtverständnis die Kaiser der Vergangenheit hatten und wie die „modernen Kaiser“ von heute ihre Macht legitimieren. Bei einem Bummel durch die Altstadt besuchen wir die Moschee und treffen den Imam. Er wird uns vom Leben der Muslime in China berichten. Hunger? Dampfend heiß rundet ein Teigtaschenbankett mit verschiedensten Jiaozi den Abend ab. 60 km.
Extra Tour:
Der Rundgang durch die Altstadt reizt Sie weniger? Dann statten Sie doch dem Stelenwaldmuseum einen Besuch ab. Hier erwarten Sie 2300 Steinstelen mit den wichtigen Klassikern der chinesischen Literatur. Sie erreichen den Stelenwald bequem mit dem Taxi.
7. Tag: Auf in den Westen!
Mit Air China fliegen wir gen Westen nach Xining, die Hauptstadt der Provinz Qinghai. Wer will, kann sich am Nachmittag zusammen mit dem Reiseleiter die Füße vertreten und die Stufen zum Bei-Shan-Tempel emporsteigen. Von dem kleinen daoistischen Tempel aus hat man einen herrlichen Blick über die Stadt. Am Abend treffen wir uns mit jungen tibetischen Frauen und haben Gelegenheit, mit ihnen über ihr Leben und ihre Sicht der Welt zu sprechen.
8. Tag: Das Kumbum-Kloster
Der Vormittag ist frei. Haben Sie Lust, auszuschlafen oder sich Fitness für den Tag bei einer Fußmassage zu holen? Entscheiden Sie ganz spontan, wonach Ihnen der Sinn steht! Der würzige Geruch von Lamm und Nudeln lockt uns am Mittag in ein muslimisches Lokal zum gemeinsamen Essen. Tibetische Welten betreten wir danach im Kumbum-Kloster. Als Geburtsort von Tsongkhapa, dem Begründer der Gelbmützenschule, ist die Anlage ein Pilgerziel für Gläubige aus dem ganzen tibetischen Hochland. Mit etwas Glück begegnen wir hier erstmals tibetischen Nomaden in ihren eindrucksvollen Gewändern. Tibetische Klöster sind ein Genuss für Augen, Ohren und Nase. Bei einem gemeinsamen Rundgang können Sie sich selbst davon überzeugen. Am Abend besteigen wir in Xining die Qinghai-Tibet-Bahn. Lhasa, wir kommen!
9. Tag: Qinghai - Tibet: an Bord einer Bahnlegende
Der Himmelsweg, wie die Einheimischen die Lhasa-Bahn nennen, ist eine Ansammlung von Superlativen. Was es damit auf sich hat, werden wir heute am sprichwörtlich eigenen Leib erfahren. Gemütlich im Zug sitzend, erklimmen wir bei 5072 m den Höhepunkt der Bahnstrecke und durchfahren auf 4905 m Höhe den höchsten Tunnel der Welt. Draußen am Fenster zieht eine manchmal unwirtliche und beeindruckend schöne Landschaft vorbei, die uns auf die nächsten Tage einstimmt. Yak- und Schafherden und ihre wie aus dem Nichts auftauchenden berittenen Hirten lassen uns erahnen, dass wir ab jetzt in eine ganz andere Welt eintauchen. Atmen Sie tief durch, lehnen Sie sich zurück und genießen Sie die grandiosen Ausblicke, bis wir am Abend in Lhasa einrollen! Bahnstrecke 1125 km. Vier Übernachtungen in Lhasa (3660 m).
10. Tag: Lhasa - im Reich der Götter
Zeit, sich zu akklimatisieren. Sind Sie am Vormittag fit? Dann begleiten Sie Ihren Reiseleiter zum Jokhang-Tempel! Der Geruch von verbranntem Wacholder, Räucherstäbchen und Butterlampen weht uns in die Nase. Pilger umrunden hingebungsvoll das Heiligtum auf dem Barkhor, dem Umwandlungsweg des Jokhang-Tempels. Händler breiten vor uns ihre Waren aus. Danach tauchen wir ein in die halbdunkle, mystische Welt des Jokhang-Tempels. Kaum jemand kann sich der faszinierenden Atmosphäre dieses Nationalheiligtums entziehen. Mittagspause im Hotel. Am Nachmittag besuchen wir das Kloster Sera und erfahren, wie die Mönchsausbildung einst verlief. Wie sie heute aussieht, können wir bei einer Mönchsdisputation beobachten.
11. Tag: Mönche und Ärzte
Schon Heinrich Harrer beschrieb das Kloster Drepung als einen eigenen Kosmos, in dem bis zu 10000 Mönche lebten und studierten. Was heute noch davon zu finden ist, sehen wir auf einem Rundgang durch die eindrucksvolle Klosterstadt. Von Tempelhalle zu Tempelhalle führt uns unser Weg, auf dem wir uns dem Buddhismus schrittweise annähern. Doch das ist nicht alles. Tibetische Klöster sind immer auch schön gelegen. Genießen Sie den herrlichen Blick über Lhasa und die umliegenden Berge. Den Nachmittag können Sie dann nach eigenen Wünschen gestalten. Wie wäre es mit einem Bummel durch die Altstadt oder einem Kaffee im Makya Ame mit Blick auf den Barkhor? Wer möchte, kann sich auch dem Reiseleiter anschließen und das Krankenhaus für traditionelle tibetische Medizin besuchen. Hier wird uns ein Arzt eine Einführung in die Heilkunst der Tibeter geben.
12. Tag: Potala und Pilgerwege
Längst wohnt der Dalai Lama nicht mehr im Potala-Palast. Doch an Faszination hat sein Winterpalast deswegen kein bisschen verloren. Endlose Treppenfluchten, Meditationshallen und die Wohnräume des Dalai Lama: Auf einem Rundgang lernen Sie die wichtigsten Teile des Palastes kennen. Nach einer Pause gehen wir dann zusammen mit den zahllosen Pilgern den Umwandlungsweg um den Potala und spüren die tiefe Gläubigkeit der Menschen (ca. 1,5 Std., eben). Nicht weit weg ist das kleine Höhlenkloster Dralha Lubuk, eines der ältesten Heiligtümer der Stadt. Von hier hat man nochmals einen herrlichen Blick auf den Potala. Wer möchte, kann danach noch mit dem Reiseleiter ein kurzes Stück auf dem Lingkor, dem großen Umwandlungsweg, gehen. Der Abend ist frei.
Extra Tour:
Lust auf Klosterleben der anderen Art? Dann lassen Sie den Lingkor aus und besuchen Sie doch das kleine Nonnenkloster Ani Sangkhung an der Linkuo Nanlu, direkt am Pilgerpfad Barkhor! Harmonie, Lebenslust und eine Tasse Buttertee warten hier auf Sie. Lhasa im Kleinformat.
13. Tag: In die Region Tsang
Schluchten, Berge und traditionelle Dörfer. Am Yarlung-Fluss entlang fahren wir Richtung Westen nach Shigatse (3900 m). Einst war das Kloster Tashilunpo größer als die Stadt selbst. Die Residenz des Panchen Lama ist bis heute eine der prächtigsten Klosteranlagen Tibets und Anziehungspunkt für viele Pilger. Gemeinsam mit ihnen besuchen wir die wichtigsten Hallen und hören die tragische Lebensgeschichte des 10. und 11. Panchen Lama. Gehen Sie nach der gemeinsamen Besichtigung mit dem Reiseleiter noch ein Stück auf dem Umwandlungsweg bis hinein in die Altstadt von Shigatse (ca. 1 Std., mittel, ? 100 m ? 100 m). Fahrtstrecke 280 km. Nach dem erhellenden Wandertag freut sich Ihr Körper sicher auf eine Massage. Gönnen Sie sich die Erholungskur!
14. Tag: In Palkhor Chöde
Durch das fruchtbare Hochtal des Nyang-Chus geht es nach Gyantse (3890 m). Die Dörfer wirken sehr ursprünglich, doch was ist von der Tradition heute wirklich noch übrig? Und wie verändert sich das Leben in Tibet in Zeiten der Globalisierung? Jetzt ist Gelegenheit, darüber mehr zu hören. Gyantse gilt als einer der traditionellsten Orte in Lhasa. Wir steigen hinauf auf den Dzong, eine burgähnliche Befestigung, und schauen von der Klippe der Märtyrer hinab auf Altstadtgassen und Klöster. Danach besuchen wir die Klosterstadt Palkhor Chöde mit dem Kumbum Chörten, ein begehbares Mandala, das den Gläubigen ins Nirwana führen soll. Gehen Sie mit. Erkunden Sie noch auf eigene Faust die Altstadt von Gyantse. 100 km.
15. Tag: Die spektakuläre Passstraße nach Lhasa
Tibet erfahren, heute nehmen wir das wörtlich und fahren über die sogenannte südliche Route. Dabei überqueren wir zwei spektakuläre Pässe, den Karo-La (5090 m) und den Kampa-La (4800 m), und sehen dabei, wie abwechslungsreich, aber auch lebensfeindlich Tibets Natur sein kann. Wir kommen vorbei am heiligen See Yamdrok-Tso, der als die Lebensseele Tibets gilt, passieren hübsche Dörfer und sehen mit etwas Glück Nomaden und Yakherden vorbeiziehen. Immer wieder bleibt Zeit für Stopps zum Luftschnappen, Beinevertreten, Genießen und Erleben. Im Yarlung-Tal biegen wir wieder ab gen Norden und fahren zurück nach Lhasa, wo wir beim gemeinsamen Essen gebührend Abschied nehmen. Eine Übernachtung in Lhasa. 310 km.
16. Tag: Auf nach Shanghai!
Das Herz wird schwer, denn heute Vormittag heißt es Abschied nehmen vom Dach der Welt. Von Lhasa aus fliegen wir mit Air China zuerst in die größte Stadt der Welt, Chongqing, und gleich weiter nach Shanghai. 80 km. Zwei Übernachtungen in Shanghai.
17. Tag: In einer anderen Welt
Shanghai, was für ein Gegensatz! Wir fahren zur Altstadt und machen einen Bummel durch den Yu-Garten. Die Ruhe zwischen stillen Teichen und schattigen Bäumen lädt zum Verweilen ein. Doch Shanghai lebt von den Widersprüchen, und so geht es weiter zum Bund, der Uferpromenade am Huangpu. Auf der einen Seite sehen wir hier die koloniale Vergangenheit, auf der anderen haben wir einen Ausblick auf die supermoderne Skyline und damit auf die Zukunft der Stadt. Den Rest des Tages haben Sie frei und können die Stadt auf eigene Faust erobern. Am Abend treffen wir uns dann wieder zu einem gemeinsamen Abschiedsessen.
Extra Tour:
Sie waren schon einmal in Shanghai? Dann lassen Sie doch die Besichtigung mit der Gruppe aus und fahren Sie auf die andere Seite des Huangpus. Dort stehen noch die Hauptsehenswürdigkeiten der EXPO aus dem Jahr 2010. Der futuristische China-Pavillon zum Beispiel – und sicher sind die Schlangen nicht mehr so lang wie bei der EXPO selbst. Sie erreichen das EXPO-Gelände bequem mit der U-Bahn.
18. Tag: Nach Hause
Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Frankfurt (nonstop, Flugdauer ca. 12 Std.).
Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten!