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Okzitanien ist anders! In der Geschichte wie in der Gegenwart. Die alten Sprachen, die Langue d'Oc und das Katalanische, werden wiederbelebt; Städte wie die Airbus-Metropole Toulouse und das konservativ-schicke Bordeaux werden gegenüber der Kapitale Paris zunehmend selbstbewusster. Auf unserer Studienreise spüren Sie Energie und Charme des französischen Südens. Sie begegnen den Werken von Picasso, Toulouse-Lautrec und Matisse und besuchen magische Orte der Geschichte wie die Katharerburgen im Vorland der Pyrenäen. Rebellisch zeigt sich der Midi in Albi, und in den Kochtöpfen wird ebenfalls Revolutionäres zubereitet. Am Ende der Reise möchten Sie nur noch eines: bleiben!
1. Tag: Flug nach Toulouse
Mit der Lufthansa fliegen Sie am Nachmittag nach Toulouse, und am Flughafen begrüßt Sie der Studiosus-Reiseleiter. Ein Abendessen im Stil des Fin de Siècle genießen wir in der Brasserie Flo. Nach dem Essen noch einen Digestif? Dann empfehlen wir das Café Florida am Place du Capitole, eine Institution seit 1874! Zwei Übernachtungen in Toulouse.
2. Tag: Toulouse
Heute dominieren Airbus und die Studenten das Leben von Toulouse, früher war es der Glaube: So empfing die riesige romanische Pilgerkirche St-Sernin unzählige Gläubige, die auf dem Jakobsweg rasteten. Am Grab von Thomas von Aquin im Jakobinerkloster können wir darüber räsonieren, wie präsent die Lehren des Philosophen heute noch sind. Der Nachmittag ist frei. Mischen Sie sich unter die Menschen und bummeln Sie durch die Geschäfte des Zentrums, erleben Sie im Musée des Augustins zwischen Kloster und Galerie den perfekten Kunstgenuss oder lassen Sie sich im hochinteressanten Weltraum-Themenpark der ESA mit Ariane & Co. in andere Sphären entführen!
3. Tag: Katharerburgen
Wir beginnen unsere Tour durch den Süden mit einem Glas Sekt in Limoux. Im Gespräch mit dem Winzer erfahren Sie alles über den perlenden Schaumwein der Corbières. Weiter geht es in die Vorberge der Pyrenäen ins Land der Katharer: Sie wählten einen eigenen Lebensstil und gingen dafür in den Tod. Der Kreuzzug des Nordens gegen den Süden beschäftigt die Nation auch noch 800 Jahre nach dem großen Morden. Wir steigen hinauf zur Burg Quéribus: Spüren Sie das Heilige der Felsen und Steine? Heute pfeift der Wind durch die Mauern. In Perpignan hat uns das mediterrane Leben dann wieder! 210 km. Zwei Übernachtungen in Perpignan .
4. Tag: Das Roussillon: von den Musen geküsst
Unser Ausflug führt an die katalanische Grenze, wo vor 100 Jahren die Genies der klassischen Moderne für Kost und Logis malten. Picasso urlaubte oft in Céret, und das Museum zeigt einige seiner Werke neben denen von Gris und Braque. Vom Kubismus zum Fauvismus: Im Fischerdorf Collioure vertauschte Matisse fleißig die Farben und trank mit seinen Freunden gern einen Kaffee im Hotel des Templiers. Die Künstler zahlten mit Bildern, wir begleichen unsere Rechnung mit Euros - falls Sie nicht malerisch sehr talentiert sind! Setzen Sie sich einfach zu den anderen Gästen und plaudern Sie ein bisschen! In den Kellereien des ehemaligen Dominikanerklosters ergründen wir die Geheimnisse der berühmten Süßweine der Cote Vermeille. 100 km.
5. Tag: Fontfroide und Carcassonne
Mit dem Zisterzienserkloster Fontfroide betreten wir das Maß aller Kreuzgänge und Kapitelsäle. Diese Perfektion begegnet uns auch am Nachmittag in der Festungsstadt Carcassonne: Wir spazieren über die Stadtmauer (UNESCO-Kulturerbe) und atmen den Geist des Mittelalters. Am späten Nachmittag geht es dann weiter nach Albi. 260 km. Zwei Übernachtungen in Albi.
6. Tag: Rote Stadt Albi
Das schmucke Albi erwartet uns mit seiner einzigartigen Wehrkirche (UNESCO-Kulturerbe)! Aber Achtung: Im Bischofspalast sehen wir auch ein paar frivole Bilder von Henri de Toulouse-Lautrec, dem berühmtesten Sohn der Stadt und Chronisten des Fin de Siècle. Und die Region gilt als eine der Keimzellen der französischen Linken. Wie tief die Wurzeln des Protestes in dieser Stadt sitzen, erzählt Ihnen Ihr Reiseleiter. Am Nachmittag Ausflug ins Hinterland: Cordes-sur-Ciel kitzelt den Himmel: Romantisch liegt die Bastide aus dem Hundertjährigen Krieg auf einem waldigen Hügel inmitten der Felder. Selbst der sonst eher nüchterne Albert Camus erlag ihrem Charme, dem auch Sie sich bei unserem Rundgang durch den Ort mit den vielen Galerien kaum entziehen können. 50 km.
7. Tag: Malerischer Midi
Bizarr und pittoresk thront St-Cirq-Lapopie über den Steilhängen des Lots. Schließlich geht es in die Unterwelt zur Entdeckung der prähistorischen Felsbilder von Pech Merle. Unser Ziel ist ein romantisches Schlosshotel in der Provinz Quercy. 210 km. Vier Übernachtungen in St-Beauzeil.
8. Tag: Bonaguil und feine Weine
Die Burg von Bonaguil gilt als eine der schönsten Festungen Frankreichs. Unser Blick reicht bis zu den Weinbergen des Chateau de Lamartine. In den Kellern des Schlosses lagern feinste Weine, und mit dem Winzer sprechen wir über die Kunst des Kelterns, deren Erzeugnisse wir auch gleich in vollen Gläsern kosten. Den Nachmittag gestalten Sie ganz nach Gusto: Lassen Sie sich im Spa Ihres Hotels verwöhnen oder machen Sie eine kleine Wanderung. 70 km.
9. Tag: Rocamadour und Cahors
In Rocamadour huldigen Pilger heute wie vor Jahrhunderten der Schwarzen Madonna. Vom erstklassigen Käse der Region kosten wir auf einem Bauernhof und sprechen mit unseren Gastgebern über das Landleben. Warum die Bauern in Frankreich auch gerne mal auf die Barrikaden gehen, erzählt Ihnen Ihr Reiseleiter. In Cahors gesellen wir uns zu den Flaneuren, bummeln über die steinalte Türmchenbrücke (UNESCO-Kulturerbe) und finden in den Geschäften der Altstadt guten Wein und noch bessere Trüffeln - schauen Sie in den Auslagen genau hin! 260 km.
10. Tag: Sarlat und das Tal der Dordogne
Markttag in Sarlat: Feilschen die Kunden an manchen Ständen besonders wild? Dann machen Sie mit! Vielleicht agieren sie gerade als Komparsen in einem Film. Denn die Kulisse der Renaissance-Altstadt ist begehrt fürs große Kino. Vorbei geht es an der Burg Beynac, von Richard Löwenherz erobert und ausgebaut. Luc Besson drehte hier sein Melodram über Jeanne d'Arc. Bei Marqueyssac gestaltete der große Gartenarchitekt Le Notre seinen vielleicht schönsten Park - den Blick auf das Tal der Dordogne mit seinen Schlössern und Burgen gibt es gratis dazu. 200 km.
11. Tag: Die Weinberge von St-Emilion
Die Gauloises-Zigaretten aus Bergerac feierten 2010 ihren 100. Geburtstag. Etwas später kommen die Freunde des Bordeaux an die Reihe: Weinberge, so weit das Auge reicht, rund um St-Emilion, und weil sie so schön und so alt sind, zählen sie gar zum UNESCO-Kulturerbe! Erst besuchen wir die Kirche im Fels, dann probieren wir den Inbegriff eines Rotweins. Und wenn Sie ganz tief in die Tasche greifen, holt der Winzer so manchen verstaubten Jahrgang aus dem Keller. 200 km. Zwei Übernachtungen in Bordeaux.
12. Tag: Bordeaux
Am Vormittag machen wir eine gemeinsame Tour durch die stolze Weinstadt an der Garonne. Danach haben Sie ausgiebig Zeit, die Metropole selbst zu entdecken: Das Museum der schönen Künste zeigt sich sehr plastisch, beim Einkaufsbummel treffen Sie auf konservative Noblesse und in den Weinhandlungen auf Flaschen mit Etiketten voller Geschichte.
13. Tag: Moissac und Toulouse
Durch das Tal der Garonne fahren wir nach Moissac und besuchen die ehemalige Benediktinerabtei St-Pierre. Die Reliefs und Plastiken des einzigartigen Figurenportals besitzen visionäre Kraft, doch auch der Kreuzgang ist eine Klasse für sich. Weiter fahren wir übers Land und kehren ein in einer „ferme auberge“: Was der Bauernhof an Speisen bietet, tischt uns der Wirt auf, auch die Foie gras, Stoff für heiße Diskussionen zwischen Tierschützern und Gourmets. Den Rest des Tages können Sie in Toulouse nach Lust und Laune verbringen. 260 km.
14. Tag: Rückflug nach Deutschland
Im Laufe des Tages Transfer zum Flughafen und Rückflug nach München oder Frankfurt. Anschluss zu den anderen Städten.
Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten!