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Frankreichs Nordwesten: die raue Bretagne und die grüne Normandie, wilde Natur und keltische Spuren. Steinalte Sakralbauten und rätselhafte Monolithe, ein Picknick in der Steinzeit und ein Boxenstopp in Le Mans, spannende Begegnungen und entspannte Auszeiten. Im brausenden Wind entdecken Sie alternative Energiegewinnung. Und während Sie schlemmen wie Gott in Frankreich, finden Sie heraus, wie aus einer Crepe eine Galette wird, die Perle in die Auster kommt und der Schluck der Engel schmeckt. Die ungleichen Schwestern Bretagne und Normandie werden auch Sie bei unserer Studienreise mit urfranzösischem Charme um den Finger wickeln.
1. Tag: Anreise nach Reims
Sie fahren individuell nach Mannheim. Ihr Studiosus-Reiseleiter erwartet Sie. Um 14.15 Uhr geht es mit dem Bus gemeinsam weiter nach Reims. Fahrtstrecke 390 km.
2. Tag: Reims und Rouen: von Königen und Enten
La cathédrale: Tiefes Blau im hohen Kirchenschiff, wo die Fenster Chagalls leuchten. Über mehr als 1000 Jahre wurden hier die französischen Könige gekrönt, 1991 krönte die UNESCO die Kirche zum Weltkulturerbe. Am Nachmittag Szenenwechsel und Kontrastprogramm in Rouen. Moderne Wohnhochhäuser und Supermärkte am Stadtrand, im Zentrum die von Monet mehrfach gemalte Kathedrale, gotische Kirchen, enge Gassen. Reich geschmückte Fachwerkhäuser bilden am Marktplatz den Rahmen für die eindrucksvoll moderne Kirche der Jeanne d'Arc, die an der Stelle des historischen Scheiterhaufens errichtet wurde. Wo essen wir zu Abend? Warten Sie es ab, es gibt auf jeden Fall Ente. 290 km.
3. Tag: Jumièges und Honfleur - Glamour und Musik
Überragend war die Bedeutung des Kloster Jumièges: Zentrum der Kultur über Jahrhunderte und später für Victor Hugo die schönste Ruine Frankreichs. Und weiter Richtung Meer. Es ist still im Bus, wir lauschen der ruhigen Musik von Eric Satie, dem populärsten Sohn des pittoresken Hafenstädtchens Honfleur. Segelboote im Vieux Bassin, Kunst und Kultur im ehemaligen Salzspeicher. Sie kennen das Festival du Cinéma Américain? Die Stars der Traumfabrik treffen sich einmal im Jahr in Deauville: von Clooney bis Spielberg. Und heute sind Sie da. Der Ort ist reizend, und die Badekabinen am Strand tragen Namen von Schauspielern. Auf der Weiterfahrt besuchen wir einen Calvadosproduzenten auf seinem Bauernhof. Aus erster Hand erfahren Sie die sinnlichen und übersinnlichen Aspekte des geistigen Getränks und warum es „Schluck der Engel“ heißt. In Caen besuchen wir die riesige Kirche der Abbaye aux Hommes. 170 km.
Extra Tour:
Damit Ihre Reise ein Urlaub ganz nach Ihrem Geschmack wird, hat Ihr Reiseleiter immer wieder Alternativen zum Programm für Sie parat. Heute mehr Lust auf 20er-Jahre-Flair als auf Stadt- und Strandlauf in Deauville? Lassen Sie sich in der Bar Américain des legendären Hotels Normandy in einen schweren Samtsessel fallen und schlürfen Sie einen Drink zwischen Mahagoniholz und großgeblümten Teppichen! Einfach Urlaub!
4. Tag: Bayeux und Mont St-Michel im Wattenmeer
In Bayeux begegnen Sie dem erfolgreichsten Feldherrn der Normannen, William the Conqueror oder Wilhelm dem Bastard - je nachdem, wen Sie fragen. Großes Kino ohne Lichtspiele: Der 70 m lange, fast 1000-jährige Bildteppich von Bayeux zeigt die Eroberung Englands in kunstvollem Nadelstich. Hing er einst in der Kathedrale? Danach, voilà: Mont St-Michel (UNESCO-Kulturerbe)! Das Kloster überbaut kunstvoll die Felsinsel und reckt sich so steil in den Himmel, dass Ihr Blick bei der Besteigung des Monts wie von selbst zu den Wolken schweift. Ein Höhepunkt im doppelten Wortsinn! Wenn Sie heute Abend in St-Malo losziehen, müssen Sie übrigens unbedingt die Fischsuppe mit Rouille, Croutons und geraspeltem Käse probieren. Ein Gedicht - und ein Geheimtipp! 250 km.
5. Tag: Cap Fréhel und Rosa Granitküste
Der Mond, das Meer, die Macht der Flut. Wo der Fluss Rance ins Meer mündet, steht das einzige Gezeitenkraftwerk Europas - seit 40 Jahren. Gewaltige Aussicht am Cap Fréhel am alten Leuchtturm. Kleine Dorfkirche, große Wirkung: In Kermaria faszinieren die Fresken - eine Danse macabre aus dem 15. Jahrhundert. Zurück an der Küste wird es dann wild: rundum rosa Granit bizarr gestreut. Am Nachmittag gehen wir in Perros-Guirec auf dem alten Zöllnerpfad spazieren. Neben dem Casino steht Bar an Bar. Jetzt gemütlich sitzen und den Gezeiten zusehen: Steigt das Meer oder fällt es? Bei 10 m Tide merken Sie es. Abgehärtete nehmen ein Bad. An der Nordküste erreicht das Meer an glücklichen Tagen eine Temperatur von 18 Grad. 180 km.
Extra Tour:
Lust auf einen kleinen Abstecher? In Sichtweite ruht das Chateau Fort-la-Latte, und nach etwa 45 Minuten sind Sie wieder zurückgewandert.
6. Tag: Kalvarienberge und Pointe du Raz
In Stein gemeißelt: die Leidens- und Auferstehungsgeschichte von Christus an den Kalvarienbergen in St-Thégonnec und Guimiliau. Nach so viel göttlicher Dramatik freuen wir uns auf die Mittagspause im Städtchen Locronan mit seinen vielen Creperien. Probieren Sie die bretonischen Pfannkuchen wie die Einheimischen mit Jakobsmuscheln oder - trauen Sie sich ruhig - mit Algen. Gut satt geworden, erschreckt Sie nichts. Denn jetzt geht es zur „Bucht der Verstorbenen“, wo ab und an die Ertrunkenen spuken. Heute tanzen vor allem quicklebendige Windsurfer auf den Wellen. Ein Spaziergang führt uns auf bequemem Weg zur dramatisch zerklüfteten Spitze des Kaps. 240 km. Zwei Übernachtungen in Bénodet.
7. Tag: Quimper oder Bénodet - Heilige und Harfen
Der Tag gehört ganz Ihnen. Sie können selbst etwas unternehmen oder mit dem Reiseleiter auf einem Ausflug im Boot den Odet entlangtuckern (50 €). In der Kathedrale von Quimper: Wie werde ich ein bretonischer Heiliger? Später durch die Fachwerkgassen der Altstadt. Lust auf Musik? Im Keltia Musique an der Place au Beurre gibt es Bretonisches und Keltisches auf die Ohren: original Dudelsack- und Harfenklänge genauso wie Zeitgenössisches - zum Hören und zum Mitnehmen. Kulturhungrigen zeigt der Reiseleiter das Musée des Beaux-Arts mit wichtigen Werken der Schule von Pont-Aven. 35 km.
Extra Tour:
Ihr Favorit heißt Erholung? Bleiben Sie in Bénodet und buchen Sie eine Tageskur im Meerwasserzentrum, die „journée thalasso“! Oder spazieren Sie an der Corniche de la Mer entlang. Oder Sie fahren mit der Fähre auf die andere Seite des Odets zum kleinen Hafen Ste-Marine.
8. Tag: Carnac - Austern und Menhire
Abstecher in die „Steinzeit“ zu den Menhiren von Carnac. Gigantische Steinreihen, die ca. 3000 v. Chr. von einem vergessenen Volk zu einem unbekannten Zweck aufgestellt wurden. Jeder denkt hier an Obelix und seine Hinkelsteine. Lassen Sie beim Picknick Ihre Fantasie spielen: Sternwarte? Kultanlage? Anschließend lernen Sie einen Austernzüchter kennen. Wie entstehen die Perlen? Fragen Sie ihn alles, was Sie schon immer über Austern wissen wollten. Auf dem Weg nach Vannes besuchen wir Locmariaquer, wo der größte der Menhire umgestürzt und zerbrochen am Boden liegt. War er einstmals eine Landmarke für die Seefahrt? 170 km.
9. Tag: Le Mans und Chartres
Beginn der Rückfahrt. Wir machen einen Stopp in Le Mans, bekannt für seine gotische Kathedrale. Ganz in der Nähe werden die legendären 24-Stunden-Rennen ausgetragen. Kontrapunkt zum Dröhnen der Motoren: die gotische Kathedrale von Chartres (UNESCO-Kulturerbe) inmitten einer anmutigen Altstadt. Nirgends auf der Welt gibt es bemalte Glasfenster in dieser Fülle. 390 km.
10. Tag: Vaux-le-Vicomte und Nancy - Ende gut ...
Wo Leonardo DiCaprio den Mann mit der eisernen Maske jagte und Eva Longoria ihren Basketballstar ehelichte - im Schloss Vaux-le-Vicomte lernen wir den hohen Stil kennen: ein Leben wie am Hof des Sonnenkönigs. Abwechslungsreiche französische Musik unterhält uns auf der Fahrtstrecke nach Osten - unser Ziel ist die lothringische Hauptstadt Nancy. 400 km. Freuen Sie sich auf die großartige Jugendstil-Brasserie L'Excelsior, in der wir gemeinsam zu Abend essen. Die Quiche Lorraine ist ein Genuss. Zum Abschluss noch einen Kir Mirabelle auf dem barocken Place Stanislas in einem der Cafés.
11. Tag: Rückreise nach Mannheim
Rückreise durch Lothringen und das Saarland nach Mannheim. Sie kommen gegen 13 Uhr an. Individuelle Heimreise. 250 km.
Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten!