Fragen zur Reise oder eine persönliche Beratung gewünscht? Hotline: 0800 337 3337 (gebührenfrei)
Zwei Landschaften, die Sie bald lieben werden: die Normandie und die Bretagne. Unsere Studienreise ist voller Abwechslung: die Hinkelsteine bei Carnac, ein Comic aus dem hohen Mittelalter, die gewaltigen Gewölbe gotischer Kathedralen, die mondäne Welt von Deauville, zerklüftete Küsten, an denen man aus Gezeitenströmen elektrischen Strom gewinnt ... Sie lernen einen Calvadosproduzenten kennen und nehmen einen tiefen Schluck vom Met der bretonischen Lebensart. Wir haben für Sie einfachere, aber freundliche Hotels gebucht, und die Teilnehmerzahl ist leicht erhöht - das schont Ihren Geldbeutel. An einem Punkt wurde jedoch nicht gespart: an der Qualität der Reiseleitung.
1. Tag: Anreise nach Reims
Sie fahren individuell nach Mannheim. Dort erwartet Sie Ihr Studiosus-Reiseleiter um 14.15 Uhr zur Fahrt mit dem Bus nach Reims. 390 km.
2. Tag: Reims und Rouen
Der berühmte Engel lacht Sie an. So freundlich grüßt die Kathedrale von Reims - hinein in den Musterbau der Gotik! Tiefes Blau im hohen Kirchenschiff, wo die Fenster Chagalls leuchten. Über Jahrhunderte wurden hier Könige gekrönt, 1991 krönte die UNESCO die Kirche zum Weltkulturerbe. Am Nachmittag Kontrastprogramm in Rouen. Moderne Wohnhochhäuser und Supermärkte am Stadtrand, im Zentrum die von Monet mehrfach gemalte Kathedrale, gotische Kirchen, enge Gassen. Reich geschmückte Fachwerkhäuser bilden am Marktplatz den Rahmen für die eindrucksvoll moderne Kirche der Jeanne d'Arc, die an der Stelle des historischen Scheiterhaufens errichtet wurde. 290 km.
Extra Tour:
Es muss nicht immer unser Programm sein. Ihr Reiseleiter hat immer wieder Alternativen für Sie parat. Rouen ist die Hauptstadt der Brocanterie, des französischen Antiquitätenhandels. Wenn Sie nicht am Stadtrundgang teilnehmen möchten, haben Sie genügend Zeit, durch die Läden der Rue Damiette und ihrer Seitenstraßen zu stöbern.
3. Tag: Honfleur und Caen
An der Seine entlang Richtung Meer. Alle im Bus lauschen der ruhigen Musik von Eric Satie, dem populärsten Sohn des Hafenstädtchens Honfleur. Aufenthalt in diesem romantischen Ort. In Deauville ein Strandspaziergang unter Parisern gefällig? Der Badeort wird scherzhaft als 21. Bezirk von Paris bezeichnet. Hier herrscht Glamour, wenn im September die Hollywoodstars zum Festival du Cinéma Américain anreisen. Harrison Ford & Co. wohnen dann im ländlich-luxuriösen Hotel Normandy. Auf einem Gutshof lernen Sie einen Calvadosproduzenten kennen. Im Gespräch erfahren Sie einige Geheimnisse des Apfelschnapses - weitere Fragen erwünscht! In Caen besuchen wir die riesige Kirche der Abbaye aux Hommes. 170 km.
4. Tag: Bayeux und Mont St-Michel
In Bayeux begegnen Sie dem erfolgreichsten Feldherrn der Normannen, William the Conqueror oder Wilhelm dem Bastard - je nachdem, wen Sie fragen. Großes Kino ohne Lichtspiele: Der 70 m lange, fast 1000-jährige Bildteppich von Bayeux zeigt die Eroberung Englands als kunstvolle Stickerei. Hing er einst in der Kathedrale? Voilà: der Mont St-Michel (UNESCO-Kulturerbe)! Das Kloster überbaut kunstvoll die Felseninsel und reckt sich so steil in den Himmel, dass Ihr Blick bei der Besteigung des Berges wie von selbst zu den Wolken schweift. Ein Höhepunkt im doppelten Wortsinn! Nachdem wir uns ein Bild vom Kloster gemacht haben, fahren wir weiter nach St-Malo. 260 km.
5. Tag: Cap Fréhel und Rosa Granitküste
Bei der Fahrt über den Fluss Rance bewundern wir das ressourcenschonende Gezeitenkraftwerk. Vor 40 Jahren als ökologisches Modellprojekt für die Zukunft gebaut, ist es das einzige seiner Art in Europa geblieben. Denn Frankreich setzt auf die Atomkraft. In Dinan hören wir Interessantes über die keltische Harfe. Ein Musiker spielt uns eine kleine Kostprobe darauf vor, und im Gespräch erfahren wir mehr über ihre Bedeutung für das bretonische Bewusstsein. Cap Fréhel: Steilklippen und der raue Charme der Atlantikküste. Genießen Sie die Aussicht von der Plattform vor dem alten Leuchtturm. In wilden Formen stehen die Felsen an der Rosa Granitküste bei Ploumanach im Meer. Begleiten Sie Ihren Reiseleiter auf einem Spaziergang über den alten Zöllnerpfad. Auf der Weiterreise passieren wir Artischocken- und Blumenkohlfelder. Ihr Reiseleiter schildert, warum die Landwirte in Frankreich gern mit provokanten Aktionen ihre Forderungen durchsetzen. 240 km.
6. Tag: Kalvarienberge und Pointe du Raz
In Stein gemeißelt: die Leidens- und Auferstehungsgeschichte von Christus an den Kalvarienbergen in St-Thégonnec und Guimiliau. Nach so viel göttlicher Dramatik Lust auf eine irdische Galette in dem Städtchen Locronan? Eine gute Gelegenheit, sie wie die Bretonen mit Jakobsmuscheln oder - trauen Sie sich ruhig! - mit Algen zu essen. Satt geworden, erschreckt Sie nichts, denn jetzt geht es zum Cap Sizun zur „Bucht der Verstorbenen“, wo ab und an die Ertrunkenen spuken. Heute tanzen hier vor allem quicklebendige Windsurfer auf den Wellen. An der Pointe du Raz spazieren wir vom Besucherzentrum auf bequemem Pfad zur wild zerklüfteten Spitze des Kaps. Der Bus nimmt uns mit nach Quimper am schönen Flüsschen Odet. Als individuelles Abendprogramm können Sie in die angesagte Bar Le Finistère gleich bei der Kathedrale einkehren. 190 km. Zwei Übernachtungen in Quimper.
7. Tag: Quimper auf eigene Faust oder Pont-Aven
Heute gibt es Ihr ganz persönliches Programm. Wonach steht Ihnen der Sinn? Mischen Sie sich in den Markthallen von Quimper unter die BretonInnen oder erstehen Sie im Keltia Musique original bretonische Dudelsackklänge auf CD! Alternativ können Sie einen Ausflug mit dem Reiseleiter machen (50 €): Mit dem Boot geht es auf dem Odet zum Seebad Bénodet, dann steigen Sie in den Bus. Die Altstadt von Concarneau - einem der wichtigsten Fischereihäfen Frankreichs - liegt wie ein Schiffsrumpf im Hafenbecken und inspirierte Georges Simenon zu mehreren Kriminalromanen. Pont-Aven gab der Malerschule um Gauguin den Namen. Folgen Sie seinen Spuren auf einem kleinen Spaziergang hinauf zur Kapelle von Trémalo. Dort hängt ein hölzernes Kruzifix, das Sie in einigen Bildern Gauguins wiederfinden. 70 km.
8. Tag: Carnac und Vannes - rätselhafte Menhire
In Carnac ist heute Markt, und Sie haben Zeit, den bretonischen Hausfrauen beim Einkauf für das Sonntagsmahl über die Schulter zu schauen. Wir gehen zur Kirche hinüber mit ihrem schön bemalten Holzgewölbe. Davor steht der heilige Cornély, Schutzpatron des Hornviehs, mit seinen beiden Stieren. Einen Abstecher in die „Steinzeit“ machen wir bei den Menhiren von Carnac. Gigantische Steinreihen, die ca. 3000 v. Chr. von einem vergessenen Volk zu unbekanntem Zweck aufgestellt wurden. Jeder denkt hier an Obelix und seine Hinkelsteine. Heute erfahren Sie, warum sie so heißen. Wenn das Wetter es gut meint, dann können wir im Anschluss zum Strand fahren, die Sonne genießen und vielleicht auch ausprobieren, wie kühl das Wasser ist. Auf dem Weg nach Vannes besuchen wir Locmariaquer und erweitern unsere Kenntnisse über die Megalithkultur: wirklich eindrucksvoll, dort den größten der Menhire zerbrochen und umgestürzt am Boden liegen zu sehen. War er eine Landmarke für die Seefahrt? 155 km.
9. Tag: Le Mans und Chartres - Heimfahrt gotisch
Die Rückreise beginnt. Auf einem Plateau thront die mächtige Kathedrale von Le Mans inmitten der Altstadt (UNESCO-Kulturerbe), die immer wieder als Kulisse für historische Filme dient. Bekannt wurde die Hauptstadt der Maine aber als Austragungsort des 24-Stunden-Rennens, das jedes Jahr in der Automobilwelt für Aufsehen sorgt. Niemand bleibt unbeeindruckt von Chartres: Die Kathedrale gilt als Höhepunkt gotischer Baukunst, und ihre Glasfenster aus dem Mittelalter sind einzigartig in der Welt. 390 km.
10. Tag: Troyes und Nancy
Ihr Reiseleiter führt Sie durch die Stadt Troyes mit beachtlichen Fachwerkhäusern und einer gotischen Kathedrale. Weiter geht es nach Nancy in Lothringen. Freuen Sie sich auf die beliebte Jugendstil-Brasserie L'Excelsior in Nancy, in der wir gemeinsam zu Abend essen. Die Quiche Lorraine ist ein Genuss. Warten Sie noch einen Moment, bis es dunkel geworden ist: Am barocken Place Stanislas erleben Sie ein beeindruckendes Schauspiel, wenn die Gebäude beim Spektakel Son et Lumière angestrahlt werden (ab Ende Juni). 440 km.
Extra Tour:
Eine moderne Alternative zur Kunst der Gotik: das Musée d'Art moderne mit Klassikern der Moderne von Rouault bis Picasso.
11. Tag: Rückreise nach Mannheim
Auf der Fahrt nach Mannheim lässt der Reiseleiter noch einmal die Stationen der letzten Tage Revue passieren. Sie kommen gegen 13 Uhr an. Gute Heimreise! 260 km.
Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten!