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Sie sind ein echter Genussmensch? Sie stehen auf Slow Food, Barolo, Kulturhäppchen und Geheimtipps? Dann müssen Sie einfach mal ins Piemont! Unser „Menüvorschlag“ für die ideale Tour lautet: eine gute Portion Großstadt als Amuse-Gueule – die Barockperle Turin. Regionale Köstlichkeiten wie die Kathedrale von Chieri, die Altstädte von Alba, Asti und Barolo und die Wallfahrtskirche Sacro Monte di Crea im Anschluss. Zur Auflockerung dazwischen: Besuche bei Winzern und Torrone-Herstellern. Und zum Dessert: eine köstliche Komposition aus den herrlichsten Fresken im Castello di Manta. Appetit bekommen?
1. Tag: Willkommen in Italien!
Im Laufe des Tages Flug nach Turin und Transfer zum Hotel. Abends: Der Studiosus-Reiseleiter lädt zur ersten Tafelrunde in einer gemütlichen Trattoria. Zwei Übernachtungen in Turin.
2. Tag: Turiner Barock
Zum Auftakt ein wenig herzögliches Feeling gewünscht? Dann schreiten wir doch am besten erst mal die prunkvolle Treppe im Palazzo Madama hinunter. Im Anschluss schauen wir uns in der Turiner Altstadt um. Von wegen Industriestadt - barocke Perle wäre wohl eher angebracht, wie wir in der Kathedrale mit dem Turiner Grabtuch und im Königlichen Palast sehen. Auch „erste Hauptstadt Italiens“ würde passen, denn hinter der welligen Fassade des Palazzo Carignano wurde vor mehr als 150 Jahren die Einigung Italiens ausgerufen. Wir reihen uns ein in die sonntägliche Passeggiata der Turiner und können so ganz nebenbei auch die neuesten Modetrends studieren. Lust auf Schokoladiges? Hier sind wir in der Hochburg von Kakao & Co. - also hinein in eines der historischen Cafés und glücklich mit den Torinesi einen „bicerin“, die süß-dunkle Versuchung, schlürfen.
Extra Tour:
Möchten Sie eigene Wege gehen? Ihr Reiseleiter hat immer wieder Alternativen zum Programm parat. Statt Turins Altstadt können Sie auch das „Fiat-Viertel“ Lingotto erkunden. Dort befindet sich heute ein vom Architekten Renzo Piano entworfenes Kultur- und Einkaufszentrum. Von der Pinakothek blicken Sie auf die ehemalige Autoteststrecke - auf einem Dach! Und nebenan, im Marktareal Eataly, ist Augen- und Gaumenschmaus garantiert!
3. Tag: Von Turin über Alba nach Barolo
Arrivederci, Torino, heißt es heute. In Erinnerung bleiben sicherlich die eleganten Turiner, die mit Recht stolz auf ihre Stadt sind. Wir sammeln noch ein paar letzte Blicke von der Supergakirche aus und ziehen weiter nach Chieri zu einer der mächtigsten gotischen Kathedralen der Region. In Castellinaldo dann dürfen wir auf einem Weingut unsere Sinne in puncto Barbera-, Roero- und Arneiswein schulen, einen leckeren Mittagsimbiss genießen und mit den Besitzern fachsimpeln. Weiter geht es nach Alba, wo die berühmte Trüffel allgegenwärtig ist und uns natürlich genauso interessiert wie die hübsche Altstadt und der Dom. Zur Abwechslung wachsen einmal keine Trauben, sondern Haselnusssträucher rings um die Stadt. Kein Wunder, dass hier die berühmteste Nussnugatcreme der Welt hergestellt wird. Lust auf Barolo? Trifft sich ja gut, da fahren wir jetzt nämlich hin. 90 km. Fünf Übernachtungen in Barolo.
4. Tag: Vormittags Asti, nachmittags Barolo
Heute erwartet uns ein prickelnder Tag. Zuerst geht es nach Asti, wo nicht nur der Sänger Paolo Conte geboren wurde, sondern auch die Schaumweintechnologie. Aber nicht nur deshalb läuft uns beim Klang des Wortes Asti das Wasser im Mund zusammen. Auf kleinen Märkten bieten uns Händler ihre Waren an; Türme mit Zinnen, schattige Höfe und verwinkelte Läden begrüßen uns beim Stadtspaziergang. Schwer vorstellbar, dass hier einmal pro Jahr die Hölle los ist - beim Palio nämlich, dem berühmten Pferderennen. Wir bleiben cool und besichtigen die spätgotische Kirche S. Secondo und den Dom mit der Rokokoausmalung. Mittags verwöhnt uns eine Trattoria mit regionalen Köstlichkeiten, schließlich sind wir mitten im Slow-Food-Eldorado. Nachmittags in Barolo machen Sie, worauf Sie Lust haben. Entspannen, spazieren gehen, Rebstöcke suchen ... Fahrtstrecke 90 km.
5. Tag: Crea, Casale und Vercelli
Tour der Köstlichkeiten in Sicht! Zuerst pilgern wir zur Wallfahrtskirche Sacro Monte di Crea. Welch Augenschmaus, die Lage und das Ensemble! In Casale Monferrato tauchen wir dann live in die Kulisse des fünfstündigen Schinkens „Novecento“ von Bertolucci ein. Robert de Niro und Gérard Depardieu sind zwar längst abgereist, dafür freuen sich aber zwei andere Stars über unseren Besuch: der Dom S. Evasio und der Torre Civica, Wahrzeichen der Stadt. Sehen wir im Anschluss etwa Reisfelder? Richtig! Vercelli ist das Zentrum des italienischen Reisanbaus. Nachdem wir uns an der netten Stadt sattgesehen haben, fahren wir durch die Polandschaft, wollen das mit dem Reisanbau noch etwas genauer wissen und schauen uns deshalb in einer Produktionsstätte um. 240 km.
Extra Tour:
Ihnen steht der Sinn heute mehr nach Bewegung, das Tagesprogramm reizt Sie weniger? Dann starten Sie direkt vom Hotel aus zu einer Wanderung durch die Weinhügel nach Monforte d'Alba und über Novello wieder zurück nach Barolo. Die ganze Runde dauert ca. 4 Stunden und lädt dazu ein, unterwegs noch den ein oder anderen Einkehrschwung zu machen. Eine herrliche Tagestour mit bezaubernden Ausblicken!
6. Tag: In der Heimat des Barolos
Schon mal Torrone genascht? Wie der weiße Nugat hergestellt wird, verrät man uns nämlich heute beim Besuch eines Familienbetriebs. Wir merken uns Torrone als Mitbringsel vor und fahren weiter zur nächsten Leckerei: die mittelalterliche Burg von Grinzane Cavour, die stolz auf einem Weinberg thront. Um Wein geht es jetzt auch in den nächsten Stunden: Erst kommen wir durch die Langhe, die Heimat des Barolos, König der Rotweine. Dann tauchen wir in einen Weinkeller ab und lassen uns diverse lokale Spezialitäten und den guten Tropfen beim Imbiss schmecken. Und anschließend, in Serralunga d'Alba, schielen wir von der majestätischen Festung herab nach den Reben des Dolcetto d'Alba. Noch ein paar Panoramafotos schießen? Ideal dafür ist die Altstadt von La Morra, das gern auch als „Balkon der Langhe“ bezeichnet wird. 70 km.
7. Tag: Das „Saluzzese“
Die Markgrafen von Saluzzo hatten Geschmack, wie wir heute sehen! Sie suchten sich die schönste Gegend weit und breit und errichteten an den Ausläufern der Seealpen eine von außen eher unscheinbare Burg, die heute von einer beneidenswerten Parkanlage umgarnt wird: Castello di Manta. Auch im Inneren ließ man sich nicht lumpen: prunkvolle Fresken, wohin wir nur schauen. Helden aus Mythologie und Geschichte und eine witzige Interpretation des Jungbrunnens. Ein wenig Romantik im Anschluss: die Altstadt von Saluzzo. Mit etwas Glück dient uns als Kulisse der majestätische Gipfel des Monvisos, an dessen Fuße der Po entspringt. In der Zisterzienserabtei Staffarda erfahren wir mehr über das Leben der Mönche. Nachmittags haben Sie genügend Zeit für mehrere Cappuccini auf der Piazza von Savigliano. 130 km.
Extra Tour:
Statt auf einen Rundgang in Saluzzo haben Sie mehr Lust auf einen Rundumblick? Dann besuchen Sie doch das Museo Civico, das in einem typischen Adelspalast des 16. Jahrhunderts untergebracht ist. Von seiner Loggia haben Sie einen wunderbaren Blick auf die roten Ziegeldächer der Stadt!
8. Tag: Rückreise von Turin
Vormittags gemeinsame Fahrt nach Turin und von dort Transfer zum Flughafen. 70 km. Nachmittags Rückflug.
Änderung des Reiseverlaufs