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Insel-Feeling, archaische Vergangenheit und mondäne Gegenwart, eigene Sprache, karibisches Flair, Nuraghen ... - Sardinien ist nicht gleich Italien, sondern ganz anders und noch viel mehr ... Die Sarden: stolz und anfänglich von Grundskepsis geprägt, dann aber äußerst gastfreundlich. Die Küsten: teils reizvoll felsig mit versteckten Buchten, teils karibisch weiß-türkis. Auf dieser Studienreise schnuppern Sie in die Vielfalt und Eigenheiten der zweitgrößten Mittelmeerinsel hinein, probieren typisch sardische Spezialitäten, studieren allerlei „Steine“ und entschleunigen am Pool, im Café oder am Sandstrand.
1. Tag: Flug nach Sardinien
Individueller Flug nach Olbia. Wir erwarten Sie am Flughafen und sorgen für den Transfer zu unserem Hotel mit großem Pool. Es liegt nur wenige Schritte vom Sandstrand entfernt. Zur Ankunft gleich mal die Füße ins Wasser stecken? Der Urlaub kann losgehen!
2. Tag: Costa Smeralda und Castelsardo
Porto Cervo, in den 1960er Jahren aus dem Nichts von Aga Khan erschaffen, mondänes Urlaubsparadies im neosardischen Stil, Jetset-Oase und gefundenes Fressen für Paparazzi. Der Ort überrascht uns mit der architektonischen Moderne der Kirche Stella Maris. Mit frühgeschichtlicher Religiosität macht Sie dagegen der Studiosus-Reiseleiter beim Gigantengrab Coddu Vecchiu in Arzachena vertraut. Engagierte Mitarbeiter einer Kooperative praktizieren dort mit uns experimentelle Archäologie zum Anfassen. Löchern Sie sie ruhig mit Fragen zur Frühgeschichte der Insel! An der schönen Nordküste entlang mit Blick auf Korsika und endlose Artischockenfelder gelangen wir nach Castelsardo, wo wir das Geheimnis des Elefantenfelsens lüften sowie die steilen Treppengässchen mit ihren unverputzten oder pastellfarbenen Häusern erkunden. 280 km. In Aussicht: zwei Übernachtungen in einem Hotel bei Alghero, direkt am Strand.
Extra Tour:
Lust auf Extratouren? Ihr Reiseleiter hat immer wieder Alternativen zum Programm parat. Sie haben mehr Interesse an traditionellem Handwerk als am Stadtrundgang in Castelsardo? Der Ort ist bekannt für seine Korbflechtereien. Im anschaulichen Museum in der Burg gibt es dazu viel Interessantes zu erfahren. Und in den Gassen der Altstadt kann man den Korbflechterinnen noch bei der Arbeit zusehen.
3. Tag: Alghero, Feen und Grotten
In Algheros Altstadt kommt uns dann vieles ein wenig spanisch vor! Der Stilmix der Kirche S. Francesco zwar weniger, aber warum die italienisch-katalanischen Straßenschilder? Fragen Sie Ihren Reiseleiter! Alghero sonst: Kopfsteinpflaster und schöne Plätze, erster Ferienort der Insel, heute noch lebendig-quirlig. Vor den Toren der Stadt liegt Anghelu Ruiu, eine Nekropole mit typisch prähistorischen Grabkammern, den Feengräbern oder Domus de Janas. Dann geht es weiter zur Neptunsgrotte. Auf dem Weg dorthin: spektakuläre Blicke auf und von der Steilküste, knackige 656 panoramareiche Stufen hinab und wieder hinauf. Versprochen - die Mühe lohnt sich! Die Grotte selbst: ein unterirdischer See, tolle Stalaktiten und Stalagmiten. 80 km.
Extra Tour:
Die Stufen zur Neptunsgrotte sind Ihnen zu mühsam? Dann fahren Sie mit dem Boot von Alghero die Steilküste entlang direkt zum Eingang der Grotte! Oder Sie sparen sich nach dem Hinweg den Aufstieg und fahren mit dem Boot zurück.
4. Tag: Im Tal der Nuraghen
Freuen Sie sich auf unsere landschaftlich abwechslungsreiche Fahrt in das Tal der Nuraghen. Erst begeistert uns Sardiniens berühmteste Kirche, SS. Trinità di Saccargia, mit ihrem schwarz-weiß gestreiften Mauerwerk. Dann das Reise-Highlight „König der Nuraghen“: Santu Antine mit seiner ausgeklügelten Bauweise ist ein schönes Beispiel für die prähistorischen Festungsbauten. Sardisch ist nicht gleich Italienisch? Richtig. Sardisch war zuerst da, entwickelte sich direkt aus dem Lateinischen. Ein kurzer Crashkurs Ihres Reiseleiters liefert Beweise: „kentu“ statt „cento“ und „abba“ statt „acqua“. Gavino Ledda, Hirtenjunge und späterer Professor, schrieb hier sein berühmtes „Padre Padrone“. Der Umgang mit Wasser - früher und heute - ist beim Brunnenheiligtum von Sta. Cristina ein erquickendes Thema. Und: der alljährliche Wassermangel trotz strenger Naturschutzgesetze. In einer schönen Trattoria in Oristano endet unser Tag geschmackvoll bei ländlich-deftigen sardischen Spezialitäten: Porceddu, Pane frattau, Malloreddus. Krönender Abschluss: natürlich ein Mirto, sardischer Myrtenlikör. Fahrtstrecke 170 km.
5. Tag: Tharros und Barumini
In Dünenlandschaften mit Salzlagunen nach Flamingos Ausschau halten, in San Giovanni di Sinis die byzantinische Kirche besichtigen, durch die weitläufigen Ausgrabungen von Tharros, der größten punisch-römischen Stadt, wandern - der Vormittag ist bunt. Bei einer Weinprobe ölen wir anschließend unsere Kehlen mit sardischen Tröpfchen. Schon mal Cannonau probiert? Murales - kein Wein, sondern sozialkritische „Graffiti“ - zieren die Häuser kleiner Dörfer im Landesinneren. Mehr zum Verhältnis zwischen Sardinien und dem italienischen Staat, zu Autonomie und Familienfehden mit Entführungsfolgen hat Ihr Reiseleiter im Gepäck. Su Nuraxi, die größte Nuraghe bei Barumini, beeindruckt im Anschluss. Omnipräsent sind die endlosen Schafherden, edle „Spender“ für den Exportschlager Pecorino-Käse. 150 km. In Sicht: drei Übernachtungen in einem sehr guten Hotel bei Pula mit großem Pool und herrlichen Außenanlagen.
6. Tag: Nora und Costa del Sud
Die alten Römer wussten, wo es am schönsten ist, und errichteten in bevorzugter Lage eine Stadt de luxe: Nora. Noch sichtbare Zeugen: das gut erhaltene Theater, Mosaikfußböden und weitläufige Thermenanlagen - halbinselmäßig umspült vom türkisblauen Mittelmeer. Weiter südlich: Noch kaum entdeckte Sandstrände, mächtige Dünen und kristallklares Wasser der Costa del Sud sind ein Natur-Highlight und wecken Karibikgefühle. Etwas gespenstisch dagegen: das Iglesiente, einst bedeutendstes Bergbaugebiet, mit den Überbleibseln ehemaliger Minen. Und mitten in der Einsamkeit: der geheimnisvolle Tempel von Antas. 250 km.
Extra Tour:
Morgensport gefällig? Wer vor dem Besuch der Ausgrabungen sich noch etwas sportlich betätigen möchte, kann frühmorgens vom Hotel direkt nach Nora wandern (ca. 1 Std.). Ihr Reiseleiter erwartet Sie dort zur Besichtigung und gemeinsamen Weiterfahrt an der Südküste entlang.
7. Tag: Cagliari - Hauptstadt mit Flair
Zwischen Salzseen und Kalkfelsen gelegen, von einem mächtigen Kastell gekrönt, geziert von der breiten Hafenpromenade Via Roma - in Sardiniens Hauptstadt Cagliari brodelt das Leben. Wir brodeln mit, erklimmen durch das Elefantentor den Altstadtfelsen, besuchen den Dom und verlieben uns im archäologischen Museum in die Bronzetti, die weltberühmten kleinen Ringer, Schafhirten, Musiker und Krieger - Alltagszeugen der Bronzezeit. In der freien Zeit können Sie dann Cagliari auf eigene Faust erkunden. Die Reste des aus dem Fels gemeißelten Amphitheaters sind ein Hit, und ein Cappuccino geht immer - im traditionsreichen Antico Caffè an der Piazza Costituzione schlürfen die Cagliaritaner den angeblich besten. 140 km.
8. Tag: Arrivederci, Sardegna!
Je nach Abflugzeit Transfer zum Flughafen von Cagliari und Rückflug.
Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten!