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Der tiefe Süden Italiens lockt uns auf dieser Reise. Wir starten im quirligen Neapel, blicken in den Krater des Vesuvs und erfahren, warum die Amalfitana zu den schönsten Straßen der Welt gehört. Ein Highlight jagt das andere: die Tempel in Paestum, die Bronzestatuen von Riace, die Kirche von Stilo, die Rundhäuser in Alberobello, nicht zu vergessen ein Hotel in den Höhlen von Matera. Zwischen Kirchen, Mosaiken, traumhaften Ansichten und dem Plaudern mit Einheimischen gönnen wir uns jede Menge süßer und herzhafter lokaler Gaumenfreuden. Und wer mal seinen eigenen Stiefel machen möchte: Avanti!
1. Tag: Flug nach Italien
Sie landen im Laufe des Tages in Neapel, werden von einem Mitarbeiter unserer Agentur am Flughafen abgeholt und ins Hotel begleitet. Nachmittags kann es gleich mit einem ersten Spaziergang losgehen. Beim Begrüßungsessen am Abend lernen Sie dann Ihren Studiosus-Reiseleiter und Ihre Mitreisenden kennen. Drei Übernachtungen im Zentrum von Neapel.
2. Tag: Bella Napoli
Um gleich mit allen Vorurteilen aufzuräumen: Neapel ist nicht nur Chaos, Altstadtgewirr und Mafia. Neapel ist im Zentrum wahrhaft königlich: mit Castel Nuovo, Galleria Umberto I., Palazzo Reale! Wunderschön! Ins bunte Straßenleben stürzen wir uns natürlich auch. Und zum Abkühlen in den Majoliken-Kreuzgang in der Kirche Sta. Chiara. Cave canem - Warnung vor dem Hund!, mahnt uns im Nationalmuseum ein kostbares Mosaik aus Pompeji. Faszinierend hier auch: das blutrünstige Alexandermosaik. Abends sucht sich jeder selbst sein Lieblingslokal.
Extra Tour:
Möchten Sie eigene Wege gehen? Ihr Reiseleiter hat immer wieder Alternativen zum Programm parat. Sie wollen nicht ins Museum? Auch sehr prickelnd: das Altstadtgewirr von Neapel. Shoppingzonen von alltäglich bis mondän, flatternde Wäsche in den kleinen Gassen, Klatsch und Tratsch und Diskussionen an allen Ecken und Enden. Schickes als Kontrastprogramm: mit der Seilbahn hinauf zum Vomero, dem Hügel der Reichen und Schönen.
3. Tag: Hoch und runter: Vesuv und Pompeji
Durch triste Vorstädte nähern wir uns dem Vesuv. Ihr Reiseleiter unterhält Sie mit Plinius' Ausführungen über den Vulkanausbruch im Jahr 79 n. Chr. Schön ruhig bleiben, lieber Vesuv, denn wir wandern (ca. 1 Std., leicht, wetterabhängig) zum Kraterrand und wagen einen Blick ins Innere. Im antiken Pompeji erfahren wir dann, was der schlafende Riese einst angerichtet hat, und wandeln auf holprigen Straßen durch das Forum, die Thermen und die Luxusvillen von einst. Fahrtstrecke 70 km. Zurück in Neapel lassen wir uns Mozzarella & Co in einer gemütlichen Trattoria schmecken.
4. Tag: Traumstraße Amalfitana
Füllt Tausende von Fotoalben und lässt alle Herzen höherschlagen: die Amalfitana, eine der schönsten Straßen der Welt. Wir kurven über Positano nach Amalfi und machen dort im Paradieskreuzgang einen Ausflug in die arabische Welt. In Ravello, rund 300 m über dem Meer, können wir gut nachvollziehen, dass sich hier Richard Wagner für ein Bühnenbild inspirieren ließ. Besonders beim Blick von der Villa Rufolo auf den Golf. 170 km.
5. Tag: Paestum und drei alte Griechen
Kleiner Ausflug in die griechische Antike zu den drei Tempeln in Paestum (UNESCO-Kulturerbe). Noch mehr Historisches gibt es im Archäologischen Museum, wo uns besonders das berühmte Grab des Tauchers fesselt. Neapolitanische Musik, vom klassischen Caruso bis zum poppigen Pino Daniele, versüßt uns die Fahrt nach Cosenza am Fluss Busento in Kalabrien. Sehenswertes Prachtstück im Dom: das Grab Isabellas von Aragón. 310 km.
6. Tag: Über die Jasminküste nach Siderno
In Reggio di Calabria erwarten uns die schönsten Männer vor George Clooney und Brad Pitt: die Bronzestatuen von Riace. Nachdem wir die Zwei-Meter-Kerle aus der Antike im Archäologischen Museum ausreichend angeschmachtet haben, fahren wir über die „Jasminküste“ nach Gerace, wo uns ein zweistöckiger Dom fasziniert. Trotz der vielen Highlights vergessen wir nicht: Kalabrien ist eine der ärmsten Regionen Italiens, bedroht von Mafia, Abwanderung und einer gewissen Rückständigkeit. Warum, wieso, weshalb? Ihr Reiseleiter weiß ausführlich darüber zu berichten. 270 km.
Extra Tour:
Lust auf Meer statt auf Museum? Stararchitekt Pier Luigi Nervi hat gleich hinter dem Museum eine sensationelle Uferpromenade entworfen, damit man hier entlangflanieren, nach Sizilien spähen und über Berlusconis Brückenpläne nachdenken kann. Ein derartig gigantisches Projekt hatten übrigens bereits die alten Römer im Sinn.
7. Tag: Von Stilo nach Ciro Marina
Augen auf, Kameras an: Stilo hat eine eindrucksvolle byzantinische Kirche zu bieten. Außerdem den für seinen sozialistischen Denkansatz berühmten Philosophen Tommaso Campanella, Verfasser des großen utopistischen Werks „Der Sonnenstaat“. Weiter geht es zur Taufkapelle im Bergdorf Santa Severina. Futter für Körper und Geist ist unser Mittagessen mit Einheimischen auf einem Landgut. Ein Hoch auf ihre Produkte und ihr Engagement! Im Gespräch mit ihnen erfahren wir, wie sie sich mit viel Mühe eine Zukunft in der Region aufbauen. Zitronatzitronen und Bergamotte sind die Schlager der Region. 250 km.
8. Tag: Rossano, Sybaris und Matera
Einzigartig, aber nicht immer zugänglich, ist der Purpurkodex in Rossano. Hoffentlich haben wir das Glück, das bilderreiche Matthäusevangelium bestaunen zu dürfen. Recht dekadent muss es in der griechischen Kolonie Sybaris zugegangen sein. Laut Komödiendichter Metagenes etwa so: „... von selbst gedämpfte Fischstücke kommen heran und gleiten in unseren Mund.“ Wir stellen uns das bildlich vor, während wir an der Ionischen Küste zum Golf von Tarent fahren, und freuen uns auf die Säulen des Heratempels von Metapont. In Aussicht: zwei Nächte in Matera . 210 km.
9. Tag: Die Sassi von Matera
Vorher: eng, dunkel, feucht. Nachher: kreativ, künstlerisch, verrückt. Die Felsenstadt Matera (UNESCO-Kulturerbe) mutierte vom einstigen Schandfleck zur berühmten Filmkulisse mit Mel Gibson, der hier in „Die Passion Christi“ aufsehenerregend am Kreuz gelitten hat. Auch sehenswert ist die Felsenkirche Sta. Lucia alle Malve. Kontrastprogramm für den freien Nachmittag: Eis oder Aperitif im Caffè Tripoli auf der Piazza Vittorio Veneto. Und als Sahnehäubchen eine kleine literarische Reise in die Vergangenheit: „Christus kam nur bis Eboli“ von Carlo Levi.
10. Tag: Viele Delikatessen in Lecce
Wir rücken vor bis nach Lecce am Stiefelabsatz. 170 km. Armer Süden? Vorurteil! Apulien hat sich zur Vorzeigeregion Süditaliens gemausert. Lecce selbst glänzt durch barocke Palazzi und Kirchen, einen theatralischen Domplatz und prächtige Bauten wie Kathedrale, Basilika Sta. Croce und Palazzo del Governo. Zeit zum intensiven Erobern haben Sie am restlichen Nachmittag. Stadtbummel? Schauen Sie den Künstlern bei der Herstellung von Figuren aus Pappmaschee über die Schulter! Oder Lust auf Süßes? Das beste Eis und tollen Schokoladenkuchen gibt es in der Gelateria Natale in der Nähe der Piazza Sant'Oronzo. Abends probieren wir Orecchiette mit Cicoria-Gemüse, Kichererbsenmus oder überbackene Auberginen in einer echt apulischen Trattoria. Zwei Übernachtungen in Lecce.
11. Tag: Über Otranto nach Gallipoli
Wir stehen in Otranto am Meer und raten, wie weit wohl Albanien entfernt ist. Gewonnen hat, wer auf „80 km“ tippt. So nah! Deshalb landeten hier auch in den späten 1990er Jahren die Flüchtlingsströme. Wie geht Italien heute damit um? Interessante Frage - angesichts der neuen Flüchtlingswelle aus Nordafrika. Voller Spannung ist auch der sagenhafte Mosaikfußboden im Dom: Zehn Millionen Steine erzählen 700 Geschichten! Unterwegs kaufen wir für ein gemeinsames Picknick ein und studieren so ganz nebenbei Preise, Angebot und Einkaufsverhalten in Süditalien. Ganz unten am Stiefelabsatz sind wir dann in Capo Santa Maria di Leuca. Und mit uns: tolle Sandbuchten, steile Felsklippen, eine großartige Küstenstraße. Abstecher in den Orient: Gallipoli, am Ionischen Meer, verzaubert uns mit seinen Gassen und Häusern. Abends vielleicht in ein Fischrestaurant? Sie haben die Qual der Wahl! 185 km.
Extra Tour:
Machen Sie heute doch Ihren eigenen Stiefel statt den Ganztagesausflug mit der Gruppe! Ein Trip mit dem Linienbus nach Gallipoli z.B. ist ein Fest für alle Sinne. Die Altstadt: orientalisch angehaucht und mit viel Weiß. Der Fischmarkt: voll leckerer Fänge, die man am besten gleich in einem der zahlreichen Restaurants probiert.
12. Tag: Trulli und Bari
Tag der tollen Blicke. Verführerisch blitzt uns die weiße Stadt Ostuni zwischen Olivenhainen und Meer entgegen. Aus dieser Gegend stammen auch die knorrigen alten Olivenbäume vor Hotels und Villen - Symbole modernen Reichtums. Und die vielen Oliven, die Apulien zum größten Olivenölproduzenten Italiens machen. In Alberobello geht es dann rund: Hier stehen die lustigen Rundhäuser, genannt Trulli. In Bari müssen wir uns erst mal durch die ausufernden Vororte kämpfen, aber dann: Cafés hier, Bars da, die romanische Grabeskirche des hl. Nikolaus im Zentrum - klasse Altstadt hier im Reich der Allein-gegen-die-Mafia-Filmlegende Michele Placido! Und klasse Pasta - Jamie Oliver holte sich hier bei den Frauen, die auf der Straße hingebungsvoll Nudeln rollen, Anregungen für seine Rezepte. Und auch wir können ihnen dabei den ein oder anderen Kniff abschauen ... 240 km. Zwei Übernachtungen in einem schönen Landhotel bei Barletta.
13. Tag: Voller Rätsel: Castel del Monte
Königliche Erlebnisse voraus! Erst die „Königin der apulischen Kathedralen“ in Trani direkt am Meer, dann die „Krone Apuliens“: Castel del Monte, UNESCO-Kulturerbe. Ein Jagdschloss? Machtsymbol Friedrichs II.? Das Achteck ist jedenfalls ein großes Rätsel, eins der bekanntesten Bauwerke Apuliens und begehrter Hintergrund für Hochzeitsfotos. Genießen Sie den Rest des Nachmittags beim Relaxen, Spazieren oder Schwimmen in unserer schönen Hotelanlage. 100 km.
14. Tag: Arrivederci!
Im Laufe des Tages werden Sie zum Flughafen von Bari gebracht. Von dort fliegen Sie individuell Richtung Heimat und freuen sich schon jetzt auf den nächsten Urlaub.
Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten!