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Kunst ist ja ein dehnbarer Begriff. Urlaub auch. Auf unserer Studienreise in die Toskana und nach Umbrien verbinden Sie beides auf die glücklichste Art und Weise. Nicht zu kurz und nicht zu lang erfreuen wir uns an den attraktivsten „Kunststücken“ bekannter Städte wie Florenz, Pisa, Lucca, Arezzo, Perugia, San Gimignano und Siena. Klingt nach „abhaken“? Keineswegs! Jeder Tag ist auch offen für individuelle, spannende Abwechslungen. Und eine entspannende Bootsfahrt und genüssliche Pausen auf Landgütern runden die Reise ab. Schließlich sind Chiantiwein und Pastageheimrezepte auch irgendwie Kunst. Oder Kultur?
1. Tag: Gut gelandet in Florenz
Sie fliegen individuell nach Italien, ein Mitarbeiter unserer Agentur holt Sie in Florenz vom Flughafen ab und sorgt für Ihren Transfer ins Hotel. Beim Abendessen in einer gemütlichen Trattoria lernen wir uns kennen. Freuen Sie sich auf vier Übernachtungen im Zentrum von Florenz.
2. Tag: Renaissancestadt Florenz
Erstes Highlight und unfassbar eindrucksvoll: die Domkuppel, weithin sichtbares Wahrzeichen von Florenz. Und seit der energische Bürgermeister gegen alle Widerstände die komplette Innenstadt zur Fußgängerzone erhoben hat, kann man noch besser stehen und staunen. Und staunend folgen wir unserem Studiosus-Reiseleiter zu den Bronzetüren des angrenzenden Baptisteriums und zum Palazzo Vecchio auf der Piazza della Signoria. Michelangelos Gedanken in Stein beschäftigen uns in der Medici-Kapelle. Die schönsten Fotos schießen wir auf der Ponte Vecchio. Fleischeslust am freien Abend? Dann vernaschen Sie doch eine Bistecca fiorentina, z.B. in der etwas abseits gelegenen Trattoria Tre Soldi. Dieser Weg lohnt sich.
Extra Tour:
Für alle, die Lust auf Extratouren haben, hat der Reiseleiter immer wieder Alternativen zum Programm parat. Statt der Medici-Kapelle der Leder- und Kleidermarkt rund um die Kirche - eine wahre Fundgrube für „Jäger und Sammler“ interessanter Kuriositäten und ausgefallener Mitbringsel. Handeln ist übrigens Trumpf!
3. Tag: Maria Novella und Uffizien
Fassadenkunst der Renaissance präsentiert uns stolz die Basilika Sta. Maria Novella. Die Entwicklung hin zur Renaissancemalerei studieren wir in den Uffizien gemeinsam mit unserem Reiseleiter anhand von Giottos Wunderwerken, Botticellis „Allegorie des Frühlings“ und Meisterstücken Leonardo da Vincis und Michelangelos. Stressfrei und sehr italienisch haben wir nachmittags Zeit für einen Cappuccino im Jugendstilcafé Gilli oder für einen Stadtbummel. Schaufenstergucken in der edlen Via Tornabuoni? Oder Panaromablicke vom Piazzale Michelangelo? Ganz wie Sie wollen. Abends können Sie essen, worauf Sie Lust haben: vielleicht eine gute Pizza? Die besten gibt es in der Via della Scala.
4. Tag: Weißes Pisa, grünes Lucca
Pisa, wir kommen! Spektakulär und auffallend weiß: die Wunderwerke auf dem Campo dei Miracoli. Von außen begutachten wir Schräge und Konstruktion des Schiefen Turms, der heute wieder absolut sicher steht. Gar nicht schräg, aber genauso wunderbar: Dom, Baptisterium und Campo Santo gleich daneben. Ein wenig Bus fahren mit den Klängen Puccinis im Ohr, dann sind wir in Lucca. Rundum präsent und perfekt für einen Spaziergang unter schattigen Platanen ist hier die mächtige Stadtmauer, einstiger Schutzwall gegen Überschwemmungen. Unsere Besichtigungsroute geht vom Geburtshaus Puccinis über die Kirche S. Michele bis zum Dom S. Martino. Fahrtstrecke 210 km. Abends in Florenz essen wir gemeinsam in einer netten Trattoria.
5. Tag: Rund um Arezzo
Heute im Fokus: die Werke des Malers Piero della Francesca. In Arezzo schuf er die einzigartigen Apsisfresken der Kirche S. Francesco. In der Altstadt, bekannt für Antiquitäten und Möbelrestauration, interessieren uns die Taufkirche Sta. Maria della Pieve und der hübsche Marktplatz. Roberto Benigni drehte hier Szenen seines Films „Das Leben ist schön“. Zum Mittagsimbiss verführt uns ein zauberhaft gelegenes Landgut zu handgemachter Pasta und anderen toskanischen Leckerbissen. Wir dürfen der Köchin über die Schulter blicken und versuchen, ihr ein paar Geheimrezepte zu entlocken. Das Geheimnis der Madonna del Parto, eines der bekanntesten Werke von Piero della Francesca, wird jedenfalls gleich im kleinen Ort Monterchi gelüftet werden. Sie ... nein, das müssen Sie selbst sehen! Und ab nach Umbrien, in das hübsche, untouristische Città di Castello. 140 km. Drei Übernachtungen in Città di Castello.
6. Tag: Perugia und Trasimenischer See
In der Studentenstadt Perugia fesseln uns das mittelalterliche Stadtbild und das spannende Konzept der MiniMetro und Rolltreppen. Das moderne Verkehrsberuhigungssystem transportiert Perugini und Besucher lässig und komplett autofrei durch die Rocca Paolina, die Stadt unter der Stadt, in höhere Gefilde. Nach Peruginos Fresken im Collegio del Cambio fasziniert uns die Fontana Maggiore, der mittelalterliche Stadtbrunnen. Lebendige Geschichte nachmittags bei der Bootsfahrt auf dem Trasimenischen See. Als würde man Hannibals Elefanten trompeten hören - so spannend schildert der Reiseleiter die Schlachten des Feldherrn an diesen Ufern. Auf der verträumten Isola Maggiore merken Sie gleich, was „fehlt“: Autos. Wer Lust hat, wandert mit dem Reiseleiter auf der Insel (1,5 Std., leicht, ? 50 m ? 50 m), oder Sie spazieren zur Kirche San Michele, oder Sie nehmen ein (Sonnen-)Bad am kleinen Strand und genießen einfach mal die Ruhe. Heute und morgen Abend: Steinpilzsauce oder Wildschweinragout oder ... in einer Trattoria kosten wir umbrische Leckereien. Fahrtstrecke 150 km.
7. Tag: Gubbio und Assisi
Gubbio - fein herausgeputzt mit seinen mustergültig restaurierten Gassen und Häusern. Vorzeigeprachtbau: Palazzo dei Consoli mit den berühmten Eugubinischen Tafeln, außergewöhnlichen Inschriften aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. in Umbrisch „und“ Lateinisch. Es riecht nach Trüffeln? Richtig! Trüffelläden überall! Assisi hingegen, Stadt des heiligen Franziskus, „riecht“ nach Pilgerstätte. Ein Highlight für uns ist die Kirche S. Francesco mit Giottos berühmten Freskenzyklen, vom Erdbeben 1997 teilweise zerstört und kunstvoll wieder restauriert. Ein Pater führt uns durch die Kirchenräume. Goethe-gleich wandeln wir noch zum antiken Minervatempel und zur Kirche Sta. Chiara. Fahrtstrecke 175 km.
Extra Tour:
Lieber Aussicht in Gubbio statt Palazzo? Ein wenig schwindelfrei sollte man schon sein, wenn man heute in einem kleinen, offenen Korb mit der Drahtseilbahn hinauf auf den Monte Ingino schweben will. Belohnung für die Fünf-Minuten-Fahrt: eine grandiose Aussicht!
8. Tag: Vino und San Gimignano
Wieder in die Toskana, und zwar Richtung Chiantigebiet: Weinberge und Hügel, so weit das Auge reicht. Hier dürfen wir uns auf eine Weinprobe mit Imbiss freuen und dabei mit unserem Winzer über Tipps, Tricks und Geheimnisse rund um seinen guten Tropfen plaudern. In San Gimignano geht es dann hoch her - im wahrsten Sinne des Wortes: Die vielen Geschlechtertürme im Manhattan des Mittelalters ziehen viele Bewunderer aus aller Welt an. Uns interessiert im Detail der Freskenzyklus in der Kollegiatskirche. Olivenhaine, Olivenöl, Olivenbäume - auf unserer Weiterfahrt erzählt unser Reiseleiter viel über Pflege, Ernte und Qualitätsunterschiede der verführerischen Früchtchen. 150 km. Herrliche Aussichten: zwei Übernachtungen bei Colle Val d'Elsa auf einem Landgut mit Pool und Garten.
Extra Tour:
Statt Kollegiatskirche und Fresken: Eine kleine Wanderung (ca. 1 Std., leicht) um die Stadtmauer macht Spaß und bietet tolle Ausblicke. Ihr Reiseleiter kennt den Weg.
9. Tag: Reise ins Mittelalter: Siena
Auf nach Siena, der einst so ehrgeizigen Stadt - wollte sie doch im Mittelalter den Erzrivalen Florenz mit ihrem Dombau übertrumpfen. Hat nicht geklappt. Vom mittelalterlichen Bauwahn zeugt der unvollendete Neue Dom. Die Piazza del Campo, Austragungsort des zweimal pro Jahr stattfindenden Pferderennens, des Palios, gilt als einer der bezauberndsten Plätze Italiens. Sogar James Bond jagte hier schon drüber. Saldo, Kredit und Konto haben auch mit Siena zu tun? Ja - hier in der ältesten noch existierenden Bank der Welt hat das Bankwesen seinen Ursprung. Was uns Lorenzettis Fresken im Ratspalast über die Folgen guter und schlechter Politik vor Augen führen, könnten sich die heutigen Staatsoberhäupter mal näher ansehen. Leckere Tipps für die freie Zeit: Panforte im Café Nannini oder toskanische Delikatessen in den Spezialitätenläden in der Via di Città.
10. Tag: Arrivederci, amici!
Sie werden zum Airport von Florenz gefahren und fliegen individuell zurück.
Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten!