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Die Marken sind wie im Verborgenen blühende Blumen. Aber keine Mauerblümchen! Sie duften nach Sommer und Urlaub. Wir entdecken Renaissance- und Hafenstädte, einsame Kirchen und Klöster, schöne Strände, Meisterwerke von Raffael, dem berühmten Sohn der Marken. Neben dem Kunstgenuss begeistern auch die unverfälschte Küche und die warmherzige Gastfreundschaft in dieser wenig bekannten Region. Unsere Ausgangsbasis ist ein stilvoll zum Hotel umgebauter Palazzo in der ruhigen Altstadt von Recanati im Hinterland der Adria. Hier finden wir noch die echte italienische Lebensart!
1. Tag: Willkommen in den Marken!
Im Laufe des Tages individuelle Fluganreise nach Ancona und Transfer ins Hotel. Je nach Ankunftszeit können Sie am Nachmittag bereits durch Recanati bummeln. „Eiskalter“ Tipp: Gönnen Sie sich in der Eisdiele Pieragostini ein paar leckere Kugeln! Das Abendessen lassen wir uns im stilvollen Restaurant unseres Hotels schmecken. Sieben Übernachtungen in Recanati.
2. Tag: Recanati, Loreto und Monte Cònero
Pilgern auf den Spuren bekannter Persönlichkeiten in Recanati: Wir hören das Gedicht „L'infinito“, von Giacomo Leopardi hier ersonnen. Jedes italienische Schulkind lernt es. Auch Tenor Beniamino Gigli stammt aus Recanati. Ihr Studiosus-Reiseleiter klärt Sie auf. Lorenzo Lottos Meisterwerke sind die Hingucker in der Pinakothek. Der weltberühmten Madonna von Loreto machen jährlich Millionen Wallfahrer ihre Aufwartung. Wir auch, bevor uns die riesige Renaissancebasilika glatt umhaut. Und wie steht es um die Religiosität der Italiener? Hier können wir uns unsere Gedanken dazu machen. Bergkegel, Steilküsten, Traumbuchten erwarten uns im Naturpark Monte Cònero. Und zum Abschluss des Tages: die angenehme Kühle der romanischen Kirche Sta. Maria di Portonovo. 70 km.
3. Tag: Grotten, Wein und Stauferkaiser
Es geht abwärts! Die Frasassi-Grotten gehören zu den größten Höhlen Europas. 14 °C und 96 % Luftfeuchtigkeit - Wellness für die Bronchien. Tropfsteine spiegeln sich in unterirdischen Seen. Weiter geht es Richtung Jesi. Themen: Landwirtschaft, Wein, Oliven, Lavendel, Gewürze. Auf einem Gut verkosten wir Spezialitäten und Weine der Region mit so klangvollen Namen wie Lacrima di Morro, Pergolesi, Verdicchio … Sie wollen mehr darüber wissen? Na, dann fragen Sie! Der Reiseleiter entführt Sie dann in die Welt des Stauferkaisers Friedrich II., der in Jesi geboren sein soll. Schön, dass hier Zeit bleibt für eine Passeggiata, so wie die Einheimischen es lieben: spazieren mit einer Granita in der Hand. Fahrtstrecke 210 km. Und wenn Sie sich abends aufmachen, eine der netten Trattorien von Recanati auszuprobieren, wissen Sie ja jetzt, welche Weine besonders lecker sind.
Extra Tour:
Lust auf Extratouren? Ihr Reiseleiter hat immer wieder Alternativen für Sie parat. Statt in den Untergrund der Frasassi-Grotten abzutauchen, möchten Sie lieber an der Oberfläche bleiben? Dann schlendern Sie doch durch den schon zu Römerzeiten als Quellheiligtum verehrten Kurort San Vittore Terme zur bedeutenden romanischen Kirche S. Vittore delle Chiuse, die an der Stelle des antiken Tempels steht.
4. Tag: Ascoli Piceno und Fermo
Die Küste ist unser Reisebegleiter auf der Fahrt nach Ascoli Piceno. Dort säumen Renaissancearkaden die Piazza del Popolo: ein Platz wie geschaffen zum Sehen und Gesehenwerden. Entdecken Sie anschließend die Stadt noch auf eigene Faust. Draufsicht auf alles gibt's vom Torre degli Ercolani. Probieren Sie mittags Olive all'ascolana, gebratene panierte Oliven. Und trinken Sie im Jugendstilcafé Meletti einen Anislikör! Auf dem Rückweg nach Recanati liegt Fermo: Römische Zisternen und Pinakothek zeugen von langer Kulturgeschichte. Mischen wir uns doch in der Loggia San Rocco unters Volk und schauen ihm auf die Füße. Warum hier so gerne Tod's-Schuhe getragen werden? Tja, Diego Della Valles berühmte Schuhfabrikation liegt gleich um die Ecke. Ein Beispiel für die vielen Handwerksbetriebe von Weltruhm, die aus dem einstigen Armenhaus Italiens eine aufstrebende und wohlhabende Region gemacht haben. 230 km.
5. Tag: Macerata, Mönche und Maserati
Die Universitätsstadt Macerata thront wie eine Königin über dem Chientital. Steile Treppen, Kirchen und Paläste. In der Bäckerei Il Laboratorio müssen Sie den Schokokuchen mit Weintrauben und Pinienkernen probieren! In einem Naturschutzgebiet liegt die Zisterzienserabtei Abbadia di Fiastra, wo Mönche Honig schleudern und Schnaps brennen. Davon, dass die heiligen Herren ihr Handwerk verstehen, überzeugen wir uns gerne. Weiter geht es zur römischen Ausgrabung von Urbisaglia. Wer gerne etwas laufen möchte (ca. 45 Min.), kann auch am Flüsschen Fiastra entlang dorthin wandern. Am Nachmittag besuchen wir Wallfahrtsort und Möbelstadt Tolentino. Die Luxuslederfabrik Poltrona Frau stattet Ferrari und Maserati mit butterweichem Leder aus. Noch so ein Beispiel für die blühende Handwerksindustrie in den Marken. 110 km.
Extra Tour:
In Tolentino möchten Sie gern eigene Wege gehen? Schauen Sie im Museum der Karikaturen vorbei! Zeichnungen, Gemälde und Statuen aus allen Epochen dokumentieren hier die Geschichte des Witzes. Alle zwei Jahre findet hier von Juli bis Oktober eine internationale Karikaturenausstellung statt.
6. Tag: Urbino und Fano
Plätze, Palazzi, Kirchen - Urbino ist die Schönheitskönigin der Marken! Und gar nicht langweilig, eine Studentenstadt voller pulsierender Lebensenergie. Mischen Sie sich mittags im Café Basili unter Jung und Alt, Lernende und Lehrende. Und stillen Sie den Hunger mit Strozzapreti - Priesterwürgernudeln. In der Nationalgalerie im Palazzo Ducale hängen Werke von Raffael, dem berühmten Sohn der Stadt. Römische Bauten und Renaissanceimpressionen erwarten uns in Fano. Hier stehen noch ein Teil der alten Stadtmauer und ein Augustusbogen! Wussten Sie, dass in der Antike der Steinbutt von Fano so begehrt war, dass der römische Senat über seine Zubereitung beriet? 260 km.
7. Tag: Ancona und Osimo
Ancona, quirlige Hafenmetropole. Weiß leuchtet der Dom S. Ciriaco von höchster Stelle. Von hier haben Sie einen herrlichen Blick auf die Hafenanlagen. Und auf das älteste Bauzeugnis der Stadt: den Trajansbogen aus dem 2. Jahrhundert. Nach unserem Besuch des interessanten archäologischen Museums ist Zeit für eine Mittagspause. Probieren Sie die Fischsuppe Brodetto all'anconetana, am besten bei La Moretta. So gestärkt geht es nach Osimo, einem bedächtigen Provinzstädtchen. Skurril: Hier soll es dem heiligen Joseph von Copertino im 17. Jahrhundert gelungen sein, ohne Hilfsmittel vom Boden abzuheben. Bis zu 60 m hoch. Die Verlässlichkeit der Zeugen wird allerdings bezweifelt. Sicher ist: Er ist heute Patron der Weltraumfahrer! 85 km.
Extra Tour:
Sie möchten nicht nach Osimo, sondern lieber länger in Ancona bleiben? Absolut kein Problem. Zu empfehlen ist der Besuch der Galleria d'Arte mit ihrer Sammlung moderner Kunst. Fahren Sie später mit dem Linienbus zurück nach Recanati!
8. Tag: Arrivederci!
Im Laufe des Tages Fahrt nach Ancona. Transfer zum Flughafen und individueller Rückflug.
Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten!