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Wir freuen uns bei dieser Studienreise auf alle, die das unbekanntere Italien reizt und die sich für etruskische Kunstschätze begeistern. Mal streifen wir durch Kultstätten wie Terracina, Subiaco und Tarquinia, mal vertiefen wir uns in Mosaiken, Fresken und raffinierte Gärten. Wir treffen seltsame Monster im Park bei Bomarzo und Archäologen in Vulci, entspannen bei hausgemachten Tagliatelle und Orvietowein. Fünf Nächte verbringen wir am Bolsenasee, einer Naturschönheit zwischen Ausgrabungen und Fischlokalen.
1. Tag: Fluganreise nach Italien
Individuelle Fluganreise nach Rom. Ankunft am frühen Nachmittag. Ein Mitarbeiter unserer Agentur sorgt für den Transfer zum Hotel. Um 15.30 Uhr brechen wir dann alle gemeinsam zu einem kleinen Erkundungsspaziergang auf – einfach perfekt als Start in die Reise! Perfekter kulinarischer Start: unser erstes gemeinsames Abendessen in einer römischen Trattoria. Buon appetito!
2. Tag: Von Rom nach Anagni
Fulminanter Auftakt heute ist das bedeutendste Etruskermuseum Italiens: die Villa Giulia (wegen Renovierung tlw. geschlossen). Von dort geht es direkt weiter aufs Land. Lieblingsort der Römer für einen Sonntagsausflug: der Albaner See! Wir machen mit bei der Passeggiata und spazieren durch Castel Gandolfo, der Sommerresidenz der Päpste. Ja, hier oben würden wir uns auch gern von klerikalen Pflichten erholen und den nahen Albaner See anbeten. Aber nichts da, schließlich erwarten uns im Dom von Anagni packende Anekdoten von Kaisern und Päpsten! Apropos: Wie vertragen sich heute eigentlich Politik und Religion in Italien? Nicht nur darüber wird Ihr Studiosus-Reiseleiter seinen spannenden Einführungsvortrag halten! 90 km. Drei Übernachtungen in Fiuggi.
Extra Tour:
Es muss nicht immer unser Programm sein. Ihr Reiseleiter hat immer wieder Alternativen für Sie parat. Wenn Sie keine Lust auf Museum haben, können Sie am dritten Tag auch eine andere Seite Roms entdecken: In der Nähe des Hotels - in die antiken Diokletiansthermen hineingebaut - fasziniert die Kirche Sta. Maria degli Angeli. Der 86-jährige Michelangelo hat an der Ausgestaltung noch mitgewirkt. Unterwegs kommen Sie an einem richtig römischen Markt in der Via Balbo vorbei. Hier kaufen die Römer auf dem Weg zur Arbeit Obst, Gemüse, aber auch Kleidung ein.
3. Tag: Fossanova, Terracina und Sperlonga
Frisch renoviert heißen uns die Zisterzienserkirche und das Kloster von Fossanova willkommen. Weiter geht es ans Meer, nach Terracina. Besser gesagt: hoch übers Meer. Ruinen und Tempel des Jupiter Anxur - wahre Kultstätten - laden uns hier zu einem Ausblick der Superlative ein. Im Fischerdorf Sperlonga können wir uns nur schwer von den Ruinen der Villa des Tiberius und von den römischen Skulpturen im archäologischen Museum trennen. Wobei: Ein Spaziergang am Meer tut auch richtig gut! Und haben dann auch ordentlich Appetit aufs Abendessen in einer Trattoria in Fiuggi. 230 km.
4. Tag: Subiaco und Palestrina
Zurück ins 6. Jahrhundert. Kein Handy. Keine Studienreisen. Nur der junge Benedikt, der in Subiaco als Eremit in einer Höhle lebt. Doch man spürt ihn auf. Er gründet Klöster - erst eins, dann zwölf weitere - und wird heiliggesprochen. In Subiaco wandeln wir auf seinen Spuren und begreifen: Wir befinden uns direkt in der Keimzelle des Mönchstums. Weiter geht es zum Künstlerort Olevano Romano. Dann ins terrassenförmig angelegte Palestrina zu den Ruinen des Fortuna-Heiligtums und zum Nil-Mosaik im archäologischen Museum. 110 km.
Extra Tour:
Keine Lust auf Kultur? Genießen Sie den Tag allein in Fiuggi! Spazieren Sie durch den schönen Kurpark mit seinem alten Baumbestand und gönnen Sie sich einen Cappuccino in der Oberstadt! Alternativ können Sie sich auch im hoteleigenen Wellnessbereich verwöhnen lassen. Massage oder Hamam? Sie haben die Qual der Wahl.
5. Tag: Nekropolen in Cerveteri, Tagliatelle in Ceri
Ein Tag für Leib und Seele! Zum Auftakt fahren wir von Fiuggi an Rom vorbei nach Cerveteri zu den Nekropolen (UNESCO-Kulturerbe), einer etruskischen Totenstadt. Leckerbissen tischt man uns mittags in der Trattoria La Rocca im Tuffsteinort Ceri auf. Probieren Sie ein typisches Wildschweingericht und fragen Sie nach den lokalen Küchengeheimnissen, hiesiger Weinkultur und dem Rezept der leckeren Tagliatelle! Nebenan in der Dorfkirche überraschen weitere Schätze. In Bagnaia spazieren wir durch den barocken Garten der Villa Lante, der sich noch heute präsentiert, wie ihn einst Montaigne sah. Welch ein krönender Abschluss des Tages! Abends suchen Sie sich Ihre persönlichen Leibspeisen in Bolsena. 240 km. Fünf Übernachtungen in Bolsena.
6. Tag: Römisches Theater und Mittelalter in Viterbo
In der einstigen Konzilstadt Sutri sehen wir, wie man ein Amphitheater dekorativ inmitten von Tuffsteinhügeln platziert. Der Palazzo Farnese in Caprarola hingegen demonstriert die kirchlichen und weltlichen Ansprüche einer der bedeutendsten Familien im Italien des 16. Jahrhunderts. Vorbei am kleinen Vicosee, der bekannt ist für sein besonders gutes Klima, geht es auf schöner Strecke nach Viterbo. Wie steht es mit dem Umweltschutz in Italien? Ihr Reiseleiter weiß einiges zu berichten. Beim Spaziergang durch Viterbo beobachten wir erst neugierig, wie die angehenden Offiziere der hiesigen Militärschule die Köpfe nach den einheimischen „ragazze“ recken. Doch dann, im Stadtviertel San Pellegrino mit dem Papstpalast, fühlen wir uns ins Mittelalter zurückversetzt. Fahrtstrecke 90 km.
Extra Tour:
Sie wollen noch mehr etruskische Erlebnisse, statt mit der Gruppe durchs Mittelalter in Viterbo zu ziehen? Dann gehen Sie doch ins kleine, aber feine Nationalmuseum und inspizieren Sie die etruskischen Funde aus der Umgebung! Es liegt am Rande der Altstadt und ist zu Fuß schnell zu erreichen.
7. Tag: Ausgrabungen in Vulci
Liebe Romantiker unter Ihnen, heute ist der ideale Tag für schwärmerische Postkarten in alle Welt. Schon der englische Schriftsteller D. H. Lawrence widmete sich in seinem Reisetagebuch seitenweise den etruskischen Gräbern und der Tomba Francois, einem Familiengrab mit tollen Wandmalereien. Noch heute wird hier munter gebuddelt, werden Etruskerschätze freigelegt. Fragen Sie am besten den Archäologen, der uns begleitet. Auf dem Rückweg machen wir Stopp an der Basilika S. Flaviano in Montefiascone. 100 km.
8. Tag: Bomarzo und Orvieto
Achtung: Verzauberungsgefahr! Vicino Orsinis Heiliger Wald bei Bomarzo ist voller merkwürdiger Gestalten: Auf einer Schildkröte steht eine rätselhafte Person, westlich von zwei Sphinxen fletscht ein monströser Dämon die Zähne, weiter hinten - ein schiefes Haus, Neptun, ein Delfin, ein Drache! Darauf brauchen wir mindestens ein Glas Orvieto classico. Wo am besten? Klar: in Orvieto, der Stadt auf dem Tuffsteinplateau. Bevor wir hier in die unterirdischen Gänge der Stadt abtauchen, wollen wir im Dom noch Signorellis Fresken vom Ende der Welt sehen und uns am gemächlichen Leben im Ort erfreuen. Krönender Abschluss am Nachmittag in Bolsena: die Kirche Sta. Cristina. 95 km.
9. Tag: Tarquinia, Zentrum etruskischer Kultur
Willkommen in einer der wichtigsten etruskischen Städte! Gehen wir doch gleich ins Museum des Palazzo Vitelleschi! Geflügelte Pferde hier, Zwei-Personen-Sarkophage da - Ihr Reiseleiter verrät Ihnen gern die Geheimnisse dieser und anderer Kunstwerke aus der ersten Hochkultur Italiens. Als echtes Highlight werden Sie bestimmt die Monterozzi-Nekropole mit den kunstvollen Wandmalereien empfinden. Und als Höhepunkt mittelalterlicher Baukunst erwartet Sie die romanische Kirche S. Pietro in Tuscania. 170 km. Zum letzten Mal tafeln wir abends gemeinsam in Bolsena in einer gemütlichen Trattoria. Wenn Saison für Artischocken und Arrosto misto ist: Unbedingt probieren!
10. Tag: Zurück in Rom
Alle Wege führen nach Rom, und es heißt Abschied nehmen von Bella Italia. 140 km. Gegen Mittag individueller Rückflug.
Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten!