Fragen zur Reise oder eine persönliche Beratung gewünscht? Hotline: 0800 337 3337 (gebührenfrei)
Zentralanatolien ist ein Mosaik verschiedenster Kulturen und Legenden, die bis heute vielseitige Spuren hinterlassen haben - sei es am Grab von Antiochos I. am Nemrudberg oder in der orientalischen Prophetenstadt Sanliurfa. Ihr Studiosus-Reiseleiter spannt den weiten Bogen von der ältesten Kultstätte der Welt in Göbekli Tepe bis hin zu aktuellen Sorgen und Chancen der aufstrebenden Wirtschaftsnation. Spektakuläre Mondlandschaften mit Höhlenwohnungen und Felsenkirchen erwarten uns dann in Kappadokien.
1. Tag: Willkommen in der Türkei!
Flug mit Turkish Airlines über Istanbul nach Gaziantep, Transfer zum Hotel und Begrüßung durch Ihren Studiosus-Reiseleiter.
2. Tag: Über Zeugma nach Sanliurfa
Am Vormittag sehen wir im Mosaikmuseum von Gaziantep die Funde der vom Birecik-Stausee überschwemmten römischen Stadt Zeugma. Auf dem Weg nach Sanliurfa besichtigen wir die Reste des gefluteten Zeugma und sprechen über das gigantische Südostanatolien-Projekt mit 22 geplanten Staudämmen und 19 Wasserkraftwerken. Den ökonomischen Vorteilen stehen Umweltschäden, die Umsiedlung von Dörfern und die Überschwemmung archäologischer Fundstätten gegenüber. Danach in die Prophetenstadt Sanliurfa zur Geburtsgrotte Abrahams und zu den heiligen Teichen. 140 km. Es bleibt noch Zeit für einen Spaziergang durch die Altstadtgassen oder für einen Plausch im Kaffeehaus. Zwei Übernachtungen in Sanliurfa.
3. Tag: Harran und Göbekli Tepe
In Abrahams Heimatstadt Harran bestaunen wir am Vormittag die Mauerreste der einstigen Festung und die bienenkorbähnlichen Trullihäuser und tauchen ein in das orientalische Alltagsleben. Am Nachmittag erwartet uns in Göbekli Tepe die älteste Kultstätte der Welt. Über die Bedeutung dieses Jahrtausendfundes gibt es unter den Archäologen noch heftige Diskussionen. 160 km.
Extra Tour:
Es muss nicht immer unser Programm sein. Ihr Reiseleiter hat immer wieder Alternativen zum Programm parat. Wenn Sie am Vormittag des dritten Tages auf Harran verzichten möchten, bleiben Sie doch in Sanliurfa! Mischen Sie sich in einem Türkischen Dampfbad unter die Badenden oder gesellen Sie sich im Basar zu den Backgammon spielenden Männern! Zur Besichtigung von Göbekli Tepe holt Sie der Bus in Sanliurfa ab.
4. Tag: Auf den Gipfel des Nemrud Dag
Gesprächsstoff auf dem Weg in den Norden: Wie geht die Türkei mit ihren Minderheiten und der Kurdenfrage um? Welche Reformen hat die türkische Regierung umgesetzt, um der kurdischen Protestbewegung den Nährboden zu entziehen? Staunend stehen wir vor dem Atatürk-Staudamm: ein riesiges Projekt voller Hoffnungen für die Türkei, voller Befürchtungen für den Nachbarn Syrien. Die hätten das Wasser des Euphrats auch gerne. Dann wird es altertümlich: an der römischen Cenderebrücke und im antiken Arsameia. Schließlich wandern wir (ca. 30 Min.) auf den Gipfel des Nemrud Dag zum Grabhügel von Antiochos I. (UNESCO-Kulturerbe) mit seinen gigantischen Statuen. Oben angekommen, lädt Sie Ihr Reiseleiter zu einem Glas Wein ein, und wir stoßen auf den erhabenen Moment an. 220 km.
5. Tag: Schnurrbärte und Eis
Kahramanmaras - ein Name, so lang wie die berühmten Schnurrbärte der männlichen Bewohner. Erkennt man wirklich die politische Gesinnung eines Mannes an der Form seines Bartes? Eine Besonderheit der Stadt ist das Speiseeis - himmlisch süß und hart wie Beton. Vielleicht verrät Ihnen der Eisverkäufer sein Rezept. Nach einem Bummel über den Basar diskutieren wir auf der Fahrt durch das Bergland nach Kayseri die Themen der Gegenwart: Fußball, der schwere Weg der Türkei in die EU oder die Frage, ob der Islam unter Erdogans AKP-Partei mehr Einfluss bekommt. Dazu hören wir moderne türkische Musik. Lernen Sie Tarkan und Sertab Erener kennen! 480 km.
6. Tag: Nach Kappadokien
Auf nach Kültepe, in die einstige assyrische Handelskolonie! In Kayseri entdecken wir seldschukische Bauten, und es bleibt Zeit zum Shoppen. Die Spezialität der Region: der luftgetrocknete Pastirma-Schinken. In Kappadokien empfängt uns eine andere Welt. Ein Landleben mit Vorgeschichte: Das Dörfchen Mustafapascha war bis zum Bevölkerungsaustausch 1923 griechisch. Ihr Reiseleiter erläutert das schwierige Verhältnis zum westlichen Nachbarn. Wir steigen hinab in eine der unterirdischen Städte. Oberirdisch sprechen wir dann mit Schülern und Lehrern in einer Schule über das türkische Schulwesen und das heiß diskutierte Kopftuchverbot. 150 km. Drei Übernachtungen in Nevsehir in einer der Landschaft angepassten Lodge .
7. Tag: Die Felsenkirchen von Göreme
Die Erosion hat in Kappadokien eine bizarre Szenerie aus Farben und Formen, Kratern und Kegeln hervorgebracht (UNESCO-Naturerbe). Vom höchsten Tuffsteinkegel Uchisar lassen wir den Blick schweifen über diesen grandiosen Skulpturenpark der Natur. Unsere Erkundung von Göreme (UNESCO-Kulturerbe) wird gekrönt vom Besuch der Dunklen Kirche. In einem Tuffsteinhaus treffen wir anschließend einen Musiker, der uns das Saiteninstrument Saz vorstellt. Bei einem Glas Wein plaudern wir mit ihm über die Bedeutung der sehnsuchtsvollen orientalischen Lieder! 50 km. Am späten Nachmittag bleibt Zeit für ein Bad im Hotelpool.
Extra Tour:
Sie möchten auf die Besichtigungen verzichten und lieber einen sportlicheren Tag einlegen? Dann leihen Sie sich doch im Hotel ein Fahrrad aus und erkunden Sie radelnd die Natur- und Kultur-Highlights von Kappadokien! Tipp: eine Fahrt in das Tal der Liebe. Ihr Reiseleiter kennt die schönsten Wege und hilft bei der Organisation.
8. Tag: Tag der Täler
Vormittags spazieren wir durch das landschaftlich beeindruckende Rote Tal und wenden uns dann von Menschen gewebten Träumen zu: In einem Teppichzentrum lernen wir die Knüpfkunst kennen. Im Tal der versteinerten Soldaten in Zelve erkunden wir später Höhlenwohnungen, die bis vor 50 Jahren noch bewohnt waren. 50 km.
9. Tag: Hethitisches Hattusa
Endlose Steppen, wo zur Zeit der Hethiter noch Eichenwälder standen. Hattusa war ihre Hauptstadt mit dem Höhepunkt ihrer Macht vor 4000 Jahren. Tempel und Paläste zwischen gewaltigen Stadtmauern geben viele Rätsel auf - wir nehmen uns Zeit, sie zu entschlüsseln, und sehen uns auch das Felsheiligtum Yazilikaya an. Auf dem Weg zur heutigen Hauptstadt moderne Fragen: Kann die Türkei als demokratisches Land mit muslimischer Bevölkerung als Vorbild für die arabischen Nachbarn dienen? Entwickelt sich das Land eher in Richtung Orient oder Europa? 390 km. Zwei Übernachtungen in Ankara.
10. Tag: Ankara - Atatürks Hauptstadt
In Atatürks fortschrittlicher Metropole fesseln uns am Vormittag das ausgezeichnete Archäologische Museum und die Haci-Bayram-Moschee. Natürlich schauen wir uns auch das Mausoleum Atatürks an. Der Vater der Türken vereinte die Reste des Osmanischen Reiches und formte sie zu einer Nation nach europäischem Vorbild - inklusive Frauenrechten und Einführung des lateinischen Alphabets. Nach unseren Erkundungen haben Sie noch Zeit für einen Einkaufsbummel in den Boutiquen der Neustadt.
Extra Tour:
Möchten Sie auf das Mausoleum verzichten und Ankara am Nachmittag auf eigene Faust kennenlernen? Da haben Sie viele Möglichkeiten: Mischen Sie sich im Genclikpark in einem Teehaus unter die Hauptstädter! Oder möchten Sie lieber die Kocatepe-Moschee, die zweitgrößte Moschee der Türkei, erkunden?
11. Tag: Rückflug von Ankara
Transfer zum Flughafen und Rückflug über Istanbul.
Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten!