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Paläste und Moscheen, Mausoleen und Tempel im Überfluss - im Wüstenstaat Rajasthan setzen die kühnen Bauten der Maharadschas Kontrapunkte zur kargen Landschaft. In Delhi und Agra hinterließen die Mogulherrscher Denkmäler für die Ewigkeit. Auf dieser umfassenden Studienreise stehen neben den Highlights zwischen Taj Mahal und Palast der Winde auch die märchenhafte Karawanenstadt Jaisalmer und die grandiosen Heiligtümer der Jainareligion von Mount Abu und Ranakpur auf dem Programm. Für Ausflüge in den kunterbunten indischen Alltag bleibt immer Zeit. Und für das besondere Flair sorgen einige Übernachtungen in Palasthotels.
1. Tag: Flug nach Indien
Individuelle Anreise nach Zürich. Mittags Abflug mit Swiss nach Delhi (Flugdauer ca. 7,5 Std.). Kurz vor Mitternacht Ankunft in Delhi. Aravind Adigas Roman „Der weiße Tiger“ stimmt uns schon mal auf das moderne Indien ein. Zwei Übernachtungen in Delhi.
2. Tag: Delhi - neues und altes Indien
Neu-Delhi: „very british“ mit grünen Parks, schneeweißen Palästen im Zuckerbäckerstil und prächtigen Alleen. Der Königsweg, der Rajpath, ist Delhis Prachtstraße. Das Gegenteil ist Alt-Delhi: Orient pur mit Rikscha-Geklingel, Mopedgeknatter und Shoppingtrubel. Dazu die größte Moschee Indiens. Heilige Männer, die Gebete murmeln, und Bollywoodstars, die von Kinoplakaten lächeln. Und wir mittendrin! Nach so vielen Eindrücken tanken wir Ruhe in der weitläufigen Parkanlage beim Grabmal des Humayun (UNESCO-Kulturerbe). Zum Ausklang des Tages sehen wir, wie das einst größte Minarett, das Qutub Minar (UNESCO-Kulturerbe), seinen Schatten auf die Stadt wirft. Sie sind noch fit? Nachtschwärmer können sich bei Livemusik und Cocktails in der @Live Bar am Connaught Place unter die junge Delhi-Szene mischen.
Extra Tour:
Immer wieder eröffnet Ihnen Ihr Reiseleiter Möglichkeiten, den Tag nach Ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten. Sie möchten den Tag heute ganz entspannt ausklingen lassen? Dann spazieren Sie doch, statt Humayuns Grab zu besuchen, in den schattigen Lodi-Gärten zwischen den Grabmälern der Delhi-Sultane. Der perfekte Platz zum Akklimatisieren nach dem langen Flug!
3. Tag: Akbars Grabmal
Auf dem Weg nach Agra erleben wir die Größe der Megacity Delhi. Es dauert eine Weile, bis wir auf dem National Highway 2 die letzten Vororte hinter uns gelassen haben. Später verneigen wir uns in Sikandra am Grabmal des Großmoguls Akbar vor den Mosaikkünstlern der Mogulzeit. Sterne und Blumen aus Marmor feiern die Schönheit der Schöpfung. 200 km. Zwei Übernachtungen in Agra.
4. Tag: Taj Mahal - Märchen aus Marmor in Agra
Ein kleines Juwel der Mogularchitektur am Morgen: das Grabmal des Itimad-ud-Daulah mit Einlegearbeiten aus Karneol und Onyx. In einer Marmorwerkstatt können wir uns anschließend davon überzeugen, dass die Handwerker sich auch heute noch aufs kunstvolle Hämmern verstehen. Militärische Strenge am Mittag: das Rote Fort (UNESCO-Kulturerbe), Machtzentrale der Mogulherrscher. Ein Traum in Weiß am Nachmittag: Zwölf Jahre meißelten 20000 Handwerker am Taj Mahal (UNESCO-Kulturerbe), dem Denkmal einer unsterblichen Liebe.
5. Tag: Fatehpur Sikri - die verlassene Stadt
In Fatehpur Sikri (UNESCO-Kulturerbe) setzte Großmogul Akbar seine Residenzstadt mit ihren unzähligen Höfen und Hallen buchstäblich in den Sand. Nach wenigen Jahren wurden die Umzugskisten schon wieder gepackt. Uns gefällt das Moguldesign mit seinen Häkelspitzen aus Stein! Weiterfahrt nach Jaipur. 260 km. Wer abends schon mal das besondere Flair der Pink City testen möchte, springt in die Rikscha. Schnuppern Sie im Bapu-Basar an den Flakons der Parfumhändler oder wühlen Sie im Nehru-Basar in den Stoffen! Eine schicke Alternative: ein kühler Drink im Rambagh Palace Hotel - einst Maharadschapalast –, wo schon Jackie Kennedy am Cocktailglas nippte. Zwei Übernachtungen in Jaipur.
6. Tag: Rosarotes Jaipur
Mit Jeeps fahren wir am Vormittag hinauf zur mächtigen Festung von Amber, bevor wir uns der Mode zuwenden und von einem Handwerker erfahren, wie die Inder ihre farbigen Stoffe bedrucken und ihre Teppiche knüpfen! Nachmittags lernen wir im Stadtpalast und im Observatorium Jantar Mantar (UNESCO-Kulturerbe) die Vorlieben der Maharadschas gestern und heute kennen.
Extra Tour:
Ein Traum in Pink und Stuck: Raj Mandir, Indiens schönster Kinopalast - der perfekte Ort, um nach dem Abendessen ein Filmepos aus Indiens Traumfabrik Bollywood unter Indern zu erleben. Helden werden angefeuert und Bösewichter ausgebuht. Und wenn der bildschöne Sharukh Khan seine schmalen Hüften wiegt, kreischen Frauen und Teenies um die Wette.
7. Tag: Beim Maharadscha in Khimsar
Im schönsten Sonnenlicht erblicken wir am Morgen den Hawa Mahal, den berühmten Palast der Winde. Dann geht die Fahrt Richtung Kishangarh, wo wir riesige Marmorblöcke sehen und in einer Marmorfabrik erfahren, wie schwer Handel und Umgang mit diesem Naturmaterial sind. Nachmittags in Khimsar packen wir unsere Koffer in einem Maharadschahotel aus. 320 km.
8. Tag: Durch die Wüste Thar
Kamele sind in der Wüste Thar immer noch unterwegs, aber klapprige Ambassador-Taxis und moderne Fahrzeuge wie unser Reisebus überwiegen. Wer weiß, vielleicht sehen wir unterwegs einen Tata Nano, den neuen Volkswagen der Inder. Zwischen Sandgelb und Geröllgrau setzen die Saris der Frauen Farbtupfer in Limettengrün, Mangogelb und Melonenrot. Unterwegs machen wir in den Tempeln von Osian Bekanntschaft mit dem Jainismus, der strengsten unter den indischen Religionen. Nachmittags flimmert uns plötzlich eine honiggelbe Burg aus Sandstein entgegen. Eine Fata Morgana? Nein, auch keine Kulisse aus einem Disneyfilm – wir sind in Jaisalmer. 300 km. Ihr Reiseleiter kennt einen schönen Platz für einen gepflegten Sundowner mit Blick auf die 99 Bastionen der Stadt. Zwei Übernachtungen in Jaisalmer.
9. Tag: Jaisalmer: Havelis und Wüstenträume
Vom künstlichen See Garisar hat man am Morgen einen herrlichen Blick auf Jaisalmer. Dann geht's hinein in das Gassengewirr. Filigrane Steinschnitzereien an den Havelis, den alten Kaufmannshäusern, zeugen von der Ära der Handelskarawanen. Nicht minder faszinierend: 1001 fremde Geräusche und Gerüche zwischen Gewürzshop und Internetcafé. Natürlich können Sie auch ganz gemütlich nach Stoffen und Decken shoppen und in einem der Dachterrassencafés Chai-Masala, indischen Gewürztee, schlürfen.
10. Tag: Jodhpur - die blaue Stadt
Durch das Land der Bischnoi geht es nach Jodhpur: Umweltschutz vor 500 Jahren und Umweltverschmutzung heute - Ihr Reiseleiter weiß mehr. Von der Mehrangarh-Festung blicken wir auf das indigofarbene Häusermeer Jodhpurs - Traumkulisse für die Hochzeitsparty der britischen Schauspielerin Liz Hurley mit dem deutsch-indischen Millionär Arun Nayar. Ob die Gäste wohl Jodhpur-Hosen trugen? Die berühmten Reithosen wurden hier fürs Polospiel - Lieblingssport der Maharadschas - erfunden. Wir schauen uns in den Palastmuseen um und hören Geschichten von Harems und märchenhaftem Reichtum. Weiterfahrt nach Luni, wo wir wieder in einem Maharadschapalast übernachten. 290 km.
Extra Tour:
Statt im Museum in die Geschichte einzutauchen, möchten Sie lieber noch im Glanz der Maharadschas schwelgen? Dann machen Sie einen Abstecher ins Hotel Umaid Bhavan, den einst größten Palast der Welt! Einige der 347 Zimmer beherbergen heute ein exquisites Museum.
11. Tag: Ranakpur - Tempel aus Marmor
1444 Säulen tragen die Decken der 29 Hallen und Kuppeln in Ranakpur. Und keine gleicht der anderen. Die Lehre des weisen Mahavira, Zeitgenosse Buddhas und Schöpfer der asketischen Jainareligion, in Stein! Ganz in der Nähe können wir dann die Schulbank drücken und mehr über das Leben von Lehrern und Schülern in Indien erfahren. Dann geht es durch die Aravalliberge an archaischen Ziehbrunnen vorbei weiter nach Mount Abu. Hier genossen die Briten in luftiger Höhe ihre Sommerfrische. 290 km. Zwei Übernachtungen in Mount Abu.
12. Tag: Mount Abu - Olymp der Jainareligion
Der Vormittag gehört Ihnen. Lust auf Devotionalienshopping im Basar oder auf eine Bootsfahrt auf dem Nakkisee? Am Nachmittag entdecken wir Mount Abus andere Seiten. Der Bergort ist nämlich auch heiliger Platz der Jaina. Im Dilvara-Tempel stehen wir gemeinsam vor überreich dekorierten Wänden, Säulen und Dächern. Leicht geschürzte Tänzerinnen bezirzen uns, dralle Göttinnen tanzen sinnlich in ihren Nischen - fast hört man die Schellen an ihren Gelenken -, und Reiter galoppieren an uns vorbei. Die Wand zieht uns in ihren Bann, alles fließt. Einfach indisch! Doch wie passen Sinnenfreude in Stein und die Askese der Jaina unter einen Hut? Eines von vielen Rätseln, die uns dieses Land aufgibt.
13. Tag: Das ländliche Rajasthan
Vormittags schrauben wir uns durch die Aravalliberge nach Udaipur. Wie sieht es aus mit Korruption, Minderheiten und Frauenrechten in Indien? Unterwegs ist Zeit für all Ihre Fragen und ein paar Indienklänge zwischen Ravi Shankars melancholischen Sitarmeditationen und fröhlichem Bollywoodpop. Dann kommt Udaipur in Sicht: Hier kämpfte Paul Hubschmid mit dem „Tiger von Eschnapur“, und Roger Moore jagte als Geheimagent 007 den Bösewicht Kamal Khan. 180 km. Am Lake Palace Hotel im Picholasee, wo James Bond schlummerte, fahren wir nachmittags, wenn es der Wasserstand zulässt, mit dem Boot vorbei. Zwei Übernachtungen bei Udaipur.
Extra Tour:
Mehr Lust auf Bergluft als auf Bootsfahrt? Mit der 2008 eröffneten Seilbahn erreichen Sie den Gipfel des Machalaya Magra und haben eine fantastische Sicht auf die Umgebung.
14. Tag: Palaststadt Udaipur
Heute lassen wir uns vom Glanz des Stadtpalasts blenden und schlendern durchs Gassengewirr zur Malschule. Hier lernen die Schüler, Miniaturen im Stil alter Meister zu malen, und erzählen gern von ihrer Ausbildung. Ein Highlight zum Sonnenuntergang: Wir fahren mit Taxis zum Monsunpalast Sajjangarh. Der Blick auf die Stadt und die Aravalliberge bei Sonnenuntergang ist ein Traum!
15. Tag: Abschied von Indien
Der Vormittag gehört Ihnen. Noch Platz im Koffer für ein Stück Indien zum Mitnehmen? Ihr Reiseleiter verrät Ihnen sicher die Adressen seiner Lieblingsläden! Am Nachmittag Fahrt zum Flughafen und Flug nach Delhi. Hier haben wir für Sie einige Zimmer gebucht, die Sie bis 21 Uhr zum Frischmachen und Entspannen nutzen können.
16. Tag: Zurück nach Europa
Gegen zwei Uhr heben wir mit Swiss ab in Richtung Westen (nonstop, Flugdauer ca. 9 Std.). Ankunft in Zürich am Morgen, Anschluss zu den anderen Städten.
Flugplan-, Hotel- und Programmänderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten.