Fragen zur Reise oder eine persönliche Beratung gewünscht? Hotline: 0800 337 3337 (gebührenfrei)
Heilige Männer, heilige Kühe und heilige Plätze, Weihrauchschwaden, Gebetsmühlen und Pilgerscharen - Religion ist im Mutterland von Hinduismus und Buddhismus, aber auch auf dem Dach der Welt stets präsent. Und als roter Faden zieht sie sich durch diese Studienreise. Wir stehen an den Ufern der Flüsse Ganges und Yamuna, sehen die Heimstätte der Götter, die Eisriesen des Himalayas, wir verfallen dem Zauber der heiligen Hindu-Stadt Varanasi, machen Bekanntschaft mit Sikhismus und Tibetischem Buddhismus und diskutieren mit Gläubigen im Aschram. Ihr Reiseleiter bahnt Ihnen den Weg durch den Dschungel der Götterwelten und inszeniert magische Momente.
1. Tag: Flug nach Indien
Individuelle Anreise nach München. Mittags Abflug mit Qatar Airways nach Doha (nonstop, Flugdauer ca. 6 Std.) oder individuelle Anreise nach Frankfurt oder ab Oktober 2012 Düsseldorf und mittags Flug mit Etihad Airways nach Abu Dhabi (nonstop, Flugdauer ca. 6 Std.). Ankunft am Abend in Doha bzw. Abu Dhabi und Weiterflug nach Delhi (jeweils nonstop, Flugdauer ca. 3,5 Std.). Ankunft nach Mitternacht und Transfer zum Hotel. Zwei Übernachtungen in Delhi.
2. Tag: Delhi: Facetten einer Hauptstadt
Ein Stück Europa in Indien: die großzügigen Boulevards, Villen und Parks von Neu-Delhi. Mittendrin der 340-Zimmer-Palast des britischen Vizekönigs, in dem heute eine Lady residiert: Präsidentin Pratibha Patil. Orient pur: schmale Gassen, Garküchen und Händlergewirr in Alt-Delhi rund um die Freitagsmoschee - und Sie mittendrin. Livemusik und mystische Gesänge, Weihrauchschwaden und Turbanmänner erwarten uns im Tempel der Sikhs. Ein Vertreter dieser indischen Religionsgemeinschaft steht übrigens an der Spitze des Staates: Premier Manmohan Singh. Dann schlägt Ihr Studiosus-Reiseleiter am Grabmal des Humayun (UNESCO-Kulturerbe) das erste Kapitel der Mogulgeschichte auf, in dem islamische Herrscher die Hauptrolle spielen. 260 km.
Extra Tour:
Damit Ihre Reise ein Urlaub ganz nach Ihrem Geschmack wird, hat Ihr Reiseleiter immer wieder Alternativen zum Programm für Sie parat. Noch müde vom Nachtflug? Dann lassen Sie Humayuns Grabmal, Moschee und Alt-Delhi aus und tanken Sie Frischluft in einem von Delhis schönen Parks! Unsere Empfehlung: die Lodi-Gärten, wo man nicht nur spazieren gehen, sondern auch stilvoll Tee trinken kann.
3. Tag: Jaipur: ein Traum in Pink
Vormittags nehmen wir Kurs auf die Maharadschastadt Jaipur. 250 km. Das Nachmittagsprogramm bestimmen Sie. Lassen Sie sich mit der Rikscha durch die Gassen kutschieren, schnuppern Sie im Bapu-Basar an Parfumflakons oder wühlen Sie im Nehru-Basar mit den Damen aus Jaipur zwischen Stoffen! Ob wir einen Crashkurs im Sari- oder Turbanwickeln bekommen? Und wenn Sie, ermattet vom Shoppen, eine Ruhepause brauchen: Im eleganten Rambagh Palace Hotel, einst ein Maharadschapalast, schlürften schon Lady Di und Jackie Kennedy ihren Darjeeling. Die volkstümliche Alternative: eine Portion Safran- oder Roseneis im Kishanpol Bazaar. Zwei Übernachtungen in Jaipur.
4. Tag: Jaipur: Stadt der Paläste
Eine Vormittagsschönheit: der Palast der Winde. Märchenhaft: Fort Amber vor den Toren der Stadt mit Alabasterreliefs, Marmorgittern, Lustgärten und Spiegelsaal. Im Stadtpalast öffnet sich nachmittags für uns die Schatzkammer der Maharadschas: edelste Bekleidung, Waffen, der Thronsaal - lauter Meisterstücke. Im Observatorium Jantar Mantar (UNESCO-Kulturerbe) erleben wir die Vorliebe des Maharadschas für die Sterne. Der Rest des Tages gehört Ihnen. Sie möchten sich schmücken? Seit Hillary Clinton und Jennifer Lopez in Jaipurs Schmuckateliers ordern, liegt Rajasthan-Design nicht nur zwischen Washington und Hollywood im Trend. Ihr Reiseleiter kennt die besten Adressen und sicher auch einen netten Platz, um abends beim Eistee zu entspannen.
5. Tag: Fatehpur Sikri und Taj Mahal
Fatehpur Sikri (UNESCO-Kulturerbe) stampften die Truppen des Großmoguls Akbar aus dem Wüstensand. Uns gefällt der hindu-islamische Stilmix der Residenzstadt aus rotem Sandstein und weißem Marmor. Aber warum packte der Herrscher schon nach wenigen Jahren wieder die Umzugskisten? In Agra nehmen wir uns Zeit fürs Taj Mahal (UNESCO-Kulturerbe): Den Traum aus weißem Marmor haben Sie unzählige Male auf Fotos gesehen - heute stehen Sie live davor. Einfach nur schauen und staunen! 260 km. Zwei Übernachtungen in Agra.
6. Tag: Rotes Fort und Itimad-ud-Daulah
Glanz und Gloria der Mogulzeit begegnen uns heute noch einmal im Roten Fort (UNESCO-Kulturerbe) - einst Regierungszentrale der Stadt. Ein Kleinod am Nachmittag: das Grabmal des Itimad-ud-Daulah direkt am Yamuna-Fluss. Einlegearbeiten in Perlmutt und Lapislazuli, zierliche Säulen und - immer wieder faszinierend - das wunderbare Spiel von Licht und Schatten. Dass in Agra auch heute noch kunstvolle Intarsien gelegt werden, sehen wir später in einer Werkstatt. Der Rest des Tages gehört Ihnen. Zeit zum Shoppen und Relaxen oder fürs Reisetagebuch.
7. Tag: Alte Fürstenstadt Orcha
Heute reisen wir wie die meisten Inder und nehmen den Zug. Mit dem Shatabdi-Expresszug fahren wir in zweieinhalb Stunden nach Jhansi und weiter per Bus nach Orcha. Dicke Mauern, verspielte Türmchen und zierliche Tempel erzählen von großen Zeiten. Doch irgendwann ging der Zeitgeist an Orcha vorüber, das noch heute auf den Prinzen zum Wachküssen wartet. Wir schnuppern nostalgisches Flair. Bei Chai-Masala, köstlichem Gewürztee, tanken wir Energie, bevor wir uns auf den Weg nach Khajuraho machen. Ob Nepal oder Indien - auf dem Land wächst die Unzufriedenheit. Hier haben die Maoisten und Naxaliten den größten Zulauf. Ihr Reiseleiter berichtet Ihnen davon. Busstrecke 200 km.
8. Tag: Khajuraho und Sarnath
Himmelsnymphen, Götter und Helden in liebevoller Umarmung posieren in der Tempelstadt Khajuraho (UNESCO-Kulturerbe) für unsere Kameras. Erotikszenen des 10. Jahrhunderts - garantiert nicht jugendfrei! Wie passt das steinerne Kamasutra ins prüde Indien von heute, wo selbst Filmküsse verboten sind? Am frühen Nachmittag geht's mit Jet Airways weiter nach Varanasi. Die heilige Stadt der Hindus lassen wir zunächst links liegen und tauchen in Sarnath in die Welt des Buddhismus ein. Hier hielt Buddha die erste Predigt und kurbelte das „Rad der Lehre“ an. Pilgerziel für Mönche in ihren orangefarbenen Kutten. Warum bloß ist der Buddhismus, Trendreligion im Westen, im Mutterland fast ausgestorben? Fragen Sie den Reiseleiter! 40 km. Zwei Übernachtungen in Varanasi.
9. Tag: Heilige Stadt Varanasi
Ein Fluss? Nein, eine lebende Göttin schlängelt sich durch Varanasi. Die heilige Mutter Ganga! Unzählige Pilger waschen im Morgenlicht in den trüben Fluten Körper und Geist von Sünden rein, und in unzähligen Tempeln glimmen die Räucherstäbchen. Bettelmönche murmeln heilige Silben, und an den Verbrennungsplätzen lodern die Scheiterhaufen. Vom Tod am heiligen Ganges träumt schließlich jeder gläubige Hindu. Nach so viel Seelennahrung ein gutes Frühstück! Nachmittags folgen wir dem Pilgerstrom in die Altstadt und diskutieren über Götterwelt und Kastenwesen mit Shekar und anderen Hindus im Aschram, einem Meditationszentrum. Abends fasziniert die Lichterzeremonie der Brahmanen am Fluss: Unzählige Öllampen tauchen die Gangesufer in ein magisches Licht.
Extra Tour:
Sie möchten lieber das junge Indien erleben, statt den Aschram zu besuchen? Dann nehmen Sie doch ein Taxi zur Banares Hindu University. Sicher kommen Sie schnell mit Studenten ins Gespräch.
10. Tag: Nach Nepal
Flug mit Indian Airlines von Varanasi nach Kathmandu. Klein-Tibet am Nachmittag: Den Stupa - das Grabmonument - von Bodnath umrunden Exiltibeter. Dabei murmeln sie Mantras und lassen die Gebetsmühlen kreisen. Drum herum quirliges Pilgergewühl - und wir mittendrin. Warum der Tibetische Buddhismus ausgerechnet im einzigen Hindu-Staat der Welt eine Heimat fand? Eine Frage für Ihren Reiseleiter. Abends schwelgen wir im Bhojan Griha in feiner nepalesischer Küche und treffen den Touristiker Bharat Basnet. Ist Nepal nach dem Sieg der Maoisten fürs touristische Comeback gerüstet? Und wie hält man es mit dem Umweltschutz auf dem Dach der Welt? Insiderinfos und spannende Diskussionen erwarten Sie. Schöner schlafen in Nepal: Das besondere Flair im Hotel Dwarika's verzauberte schon Prinz Charles und Richard Gere und heute bestimmt auch Sie. Drei Übernachtungen in Kathmandu.
11. Tag: Die Altstadt von Kathmandu
Seit die Hippies Kathmandu in den 1970er Jahren zum Paradies erkoren, ist Nepals Hauptstadt in die Höhe und in die Breite gewachsen. Doch rund um den Durbar Square lebt das alte Kathmandu (UNESCO-Kulturerbe): Vor Palästen, Tempeln und Pagoden dösen heilige Kühe im Schatten, heilige Männer meditieren, und die Bewohner Kathmandus gehen ihrem Alltag nach. Fitnesseinlage am Nachmittag: 365 Stufen zum Stupa von Swayambunath. Geruhsames Tagesfinale: der schlafende Gott Vishnu in Budhanilkantha.
12. Tag: Königsstadt Bhaktapur
Hier blieb das Nepal des 19. Jahrhunderts erhalten: fliegende Händler, Kerzen für die Götter, das Priesterhaus Pujari Math, wo Holzschnitzereien seit 500 Jahren Geschichten erzählen. Und dazu der Kult um die Kumari, eine lebende Göttin - Symbol einer längst vergangenen Zeit. 60 km.
13. Tag: Chitwan-Nationalpark
Durch das Vorgebirge des Himalayas ins subtropische Tiefland des Terais. 160 km, Fahrzeit ca. viereinhalb Stunden. Fernglas und Kamera nicht vergessen! Im Chitwan-Nationalpark (UNESCO-Naturerbe) schaukeln wir auf Elefantenrücken durch den Dschungel. Döst da nicht ein Krokodil in der Sonne? Und badet dort nicht ein Panzernashorn? Vielleicht läuft uns ja sogar einer der scheuen Tiger vor die Linse. Der Ranger sperrt die Augen für uns auf. Zwei Übernachtungen in einer Lodge am Park.
14. Tag: Auf Pirsch im Dschungel
Zur Dschungeltour Teil zwei steigen wir ins Kanu. Mehr als 400 Vogelarten tummeln sich rund um den See - gut, dass unser Ranger sich auskennt! Weiter zu den Elefanten. In einer Aufzuchtstation schauen wir ihnen beim Training zu. Am Nachmittag sind wir in einem Dorf des Tharu-Volksstammes zu Gast, der noch auf traditionelle Art und Weise lebt - und tanzt.
Extra Tour:
Nach dem Besuch bei den Elefanten möchten Sie noch nicht ins Hotel? Sie können nach der Kanufahrt im Dorf Sauraha bleiben und sich am Ufer des Flusses Rapti einen Eistee gönnen. Ihr Reiseleiter erklärt Ihnen den Weg zurück ins Hotel.
15. Tag: Bandipur
Wir machen uns auf den Weg in die Mahabharata-Berge, das Vorgebirge des hohen Himalaya. Umso schöner von hier die Aussicht auf die Gletscherriesen. Unser traditionelles Hotel liegt mitten im kleinen Städtchen Bandipur. 90 km. Hier ist die alte Kultur des Newari-Volkes noch lebendig. Auf den Plätzen im Dorf wird Weizen gedroschen, Wäsche aufgehängt und werden Ziegen gemolken. Am Nachmittag ist Zeit für Erkundungen. Wir spazieren (ca. 2 Std., leicht, ? 100 m ? 100 m) durch die Umgebung zu steingemauerten Brunnenanlagen. Hier treffen sich die Frauen zum Wäschewaschen. Auf den Steinpfaden waren schon vor Generationen Handelskarawanen mit Yaks unterwegs. Übernachtung in einem schön ausgebauten Dorfhaus im Newari-Stil.
16. Tag: Panoramen von Pokhara
Weiter geht es mitten hinein in die Berge des Himalayas. 80 km, Fahrzeit ca. zwei Stunden. In Pokhara schaukeln wir über den Phewasee. Traumhaft, der Blick auf Annapurna & Co. - all die 7000er und 8000er, die ihre Schneemützen tief ins Gesicht gezogen haben. Wenn das Wetter mitspielt, werden wir davon zu Hause noch lange schwärmen! Zwei Übernachtungen in Pokhara.
17. Tag: Am Fuße des Annapurnas
Gletscher, Gipfel, kleine Dörfer - rund um den Begnassee liegt ein Wanderparadies. Lust, die Wanderstiefel zu schnüren (3 Std., mittel, ? 150 m ? 150 m)? Perfektes Entspannungsprogramm danach: eine Bootsfahrt auf dem See. Der Blick auf den Himalayakamm ist ein Genuss! Aber warum lässt Dieselruß die Gletscher schmelzen, und was hat es mit dem Raupenkeulenpilz auf sich? Nachmittags, zurück in Pokhara, bestimmen Sie das Programm. Im Kloster Nyeshang-Gompa Tibet-Flair schnuppern, fischen gehen oder einfach bei einem Glas Tee entspannen? 50 km.
Extra Tour:
Wenn Ihnen heute der Sinn eher nach theoretischer Beschäftigung mit Nepals Bergwelt steht, können Sie statt der Wanderung auch einen Abstecher zum International Mountain Museum machen. Den Rest des Tages gestalten Sie nach Lust und Laune - fragen Sie den Reiseleiter nach seinen Tipps.
18. Tag: Heilige Hindu-Stadt Pashupatinath
Mit dem Bus geht es heute zurück nach Kathmandu. 210 km, Fahrzeit ca. 5 Stunden. Immer wieder hat man fantastische Aussichten auf die Himalayakette. Nachmittags mischen wir uns in Pashupatinath, am wichtigsten Hindu-Tempel Nepals, unter Pilger und Yogis. Blumenketten treiben im Fluss, Räucherstäbchen glimmen für Gott Shiva, und Scheiterhaufen rauchen. Wer hier stirbt, rauscht ohne Umweg zur Erlösung und muss sich nicht durch den Kreislauf der Wiedergeburten quälen. Rätselhaft, verwirrend und faszinierend zugleich! Dann freuen wir uns auf ein Treffen mit Lehrern und Schülern in einer Schule - Diskussionen über Schulwesen und Erziehung in Nepal inklusive. Abends schlemmen wir im Feinschmeckerrestaurant Krishnarpan - ein Gaumenschmaus in sechs Akten - und nehmen auch kulinarisch Abschied von Nepal.
19. Tag: Ein Tag nach Lust und Laune
Es fehlen noch ein paar Mitbringsel? Fragen Sie Ihren Reiseleiter nach den besten Shoppingadressen in Thamel! Natürlich können Sie stattdessen auch Patan erkunden, die dritte Königsstadt im Kathmandutal, oder einfach am Hotelpool relaxen. Heute führen Sie Programmregie! Am späten Nachmittag bzw. abends Transfer zum Flughafen und Flug mit Qatar oder Etihad Airways nach Doha bzw. Abu Dhabi (jeweils nonstop, Flugdauer ca. 5 Std.).
20. Tag: Zurück in der Heimat
Weiterflug nach Mitternacht von Doha nach München (nonstop, Flugdauer ca. 6,5 Std.) oder von Abu Dhabi nach Frankfurt oder ab Oktober 2012 Düsseldorf (jeweils nonstop, Flugdauer ca. 7 Std.). Ankunft am Morgen und Anschluss zu den anderen Städten.
Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten!