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Granada, Córdoba und Sevilla - drei Städte, in denen islamische, jüdische und christliche Kultur eine faszinierende Melange eingingen und die heute die Motoren einer strukturschwachen Region in Spanien sind. Beim Sherry an der Bar, Flamenco auf der Bühne, in Ölmühlen und Bodegas sind wir mitten in der temperamentvollen Gegenwart Spaniens. Kontrapunkte zum Stadtleben in Andalusien: Berglandschaften mit schneeweißen Dörfern und Strandleben an der Costa del Sol. Auf überflüssigen Hotelluxus haben wir verzichtet und die Teilnehmerzahl leicht erhöht. Das Ergebnis: ein attraktiver Reisepreis, der das Reisebudget für kulinarische Entdeckungsreisen zwischen Tapabar und Gourmetrestaurant schont.
1. Tag: Flug nach Málaga
Im Laufe des Vormittags Anreise nach Frankfurt und gegen Mittag Flug mit Lufthansa nach Málaga. Ihr Studiosus-Reiseleiter erwartet Sie am Flughafen. Auf nach Granada! 150 km. Abends lässt Ihr Reiseleiter im Restaurant Posada del Duende zwischen Stierköpfen und Sherryfässern auftischen. Willkommen in Andalusien! Drei Übernachtungen in der Altstadt von Granada.
2. Tag: Granada
Hier trafen sich Abend- und Morgenland: Das ehemals moslemische Viertel Albaicín ist heute wieder gefragte Wohnadresse. Einzigartig: der Blick von der Plaza San Nicolás auf die Alhambra vor den Sierra-Nevada-Gipfeln. In der Königlichen Kapelle versetzt Sie Ihr Reiseleiter in die Epoche der Religionskriege - andalusische Geschichte, spannend wie ein Thriller! Nachzulesen auch in Tanja Kinkels „Mondlaub“. Der Nachmittag gehört Ihnen! Worauf haben Sie Lust? Lassen Sie sich im Hamam bei beruhigenden Klängen massieren oder relaxen Sie bei einem Café con Leche auf der Plaza Bib-Rambla!
Extra Tour:
Immer wieder eröffnet Ihnen Ihr Reiseleiter Möglichkeiten, den Tag nach Ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten. Wer die Alhambra, die schönste aller islamischen Residenzen, heute Abend schon einmal ohne viele Touristen erleben möchte, kann während der Abendöffnungszeiten sein ganz persönliches, beleuchtetes Wunder erleben.
3. Tag: Granada: die Alhambra
Im Himmel des Kalifen: Die Alhambra wurde von den besten Künstlern Andalusiens zu einem hinreißenden Ensemble aus Höfen und Palästen gestaltet. Der Zauber des Orients am Rande Europas, die Gärten ein Abbild vom Paradies. Immer wieder Brunnen, aus denen Wasser im Überfluss sprudelt - in wasserarmen Gegenden kostbarer als alles Gold der Welt! Nachmittags darf gewandert werden: In der Sierra de Huétor durchstreifen wir Wiesen, Kiefern- und Steineichenwälder. Das Pilgern durch die Tapabars gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen der Granadiner. Snacken Sie sich doch auch mal durch die Nacht! Ihr Reiseleiter weiß, wo die Nierchen, Rinones en Jerez, oder die Calamares en su Tinta am besten schmecken.
4. Tag: Das Land der Ölbäume
Olivengrün schimmert das Land rund um Jaén: Jede fünfte Flasche Olivenöl Europas wird hier gefüllt - dank EU-Subventionen ein lohnendes Geschäft! Warum die Ökologen angesichts der Monokulturen mahnend den Zeigefinger heben? Fragen Sie doch Belén in der Ölmühle Luque! Sie weiß auch, was jungfräulich ist am Aceite de Oliva Virgen Extra. Dann hat Diego Alba Aranda im Restaurant auch schon den Tisch für uns gedeckt: Jamón, Queso, Tortillas und mehr - und alles mit ganz viel göttlichem Olivensaft! Am Nachmittag in Córdoba führen Sie Programmregie. Schnuppern Sie doch Studentenflair rund um die Plaza del Potro! Wichtigstes Thema der Jugend ist die hohe Arbeitslosigkeit in ihrer Generation. Restauranttipp für heute: In der Casa Pepe de la Judería den Salmorejo kosten - Suppe auf cordobesische Art. Ein tolles Finale des Tages: Sonnenuntergang an der römischen Brücke. 180 km. Zwei Übernachtungen im Zentrum von Córdoba.
5. Tag: Córdoba: die Mezquita
Im Mittelalter war Córdoba Weltstadt und glitzerte mit Byzanz und Bagdad um die Wette. Übrig blieb die Hauptmoschee mit ihrem Wald aus 800 Säulen, in die die Christen eine Kathedrale setzten! Gelegenheit, über Fundamentalismus gestern und heute zu diskutieren. Dann schlendern wir durch das Gewirr der Gassen des ehemaligen Judenviertels. Ein Nachmittag nach Lust und Laune: Genießen Sie die Aussicht auf Córdobas Altstadt vom Torre de la Calahorra. Das Museo Vivo de Al-Andalus im Turm erzählt anschaulich von der gegenseitigen Toleranz der Religionen zu Córdobas Blütezeit. Lust auf ein Abendessen mit andalusischer Note? Dann lassen Sie den Reiseleiter im Churrasco reservieren!
6. Tag: Ecija und Sevilla
Klein, aber oho: Ecija ist unsere erste Station am heutigen Tag. Barocktürme und -portale erzählen von bedeutenderen Tagen im kleinen Städtchen. Dann ruft Sevilla! 150 km. Mozarts Don Giovanni und Rossinis Barbier von Sevilla waren hier unterwegs. Und wo heute studiert wird, rollte Carmen einst Zigarren und betörte ihre Verehrer. Eine Art EXPO im Kleinen wurde 1929 abgehalten: Die Originalschauplätze sind die grüne Lunge Sevillas, der Maria-Luisa-Park und die Plaza de Espana. Abends haben Sie die Qual der Wahl: einen Tapabummel durch Sevillas Kneipen oder Hirschfilet mit Steineichellikör und Eukalyptuswürfeln, gefolgt von Tomateneis mit Olivenbiskuit? Gourmets geraten in der Taberna del Alabardero ins Schwärmen! Oder Sie trinken nur ein Bier auf der Plaza del Salvador - hier sind Sie mitten unter den Sevillanern. Zwei Übernachtungen in Sevilla .
Extra Tour:
Es darf noch ein Häppchen Kultur sein? Dann verzichten Sie auf den gemeinsamen Spaziergang durch den Maria-Luisa-Park! In der Casa de Pilatos mischen sich Formen der Renaissance und islamische Dekoration. Ein Schmuckstück für Kenner!
7. Tag: Sevilla: Kathedrale und Alcázar
Der Reichtum der Neuen Welt und der höchste Altaraufbau der Christenheit erwarten uns in der Kathedrale. Hier zu heiraten wurde der Infanta Elena zuteil. Von der Giralda, dem Glockenturm, rief früher der Muezzin zum Gebet. Wir schauen von oben bis zum Gelände der EXPO 1992. Im Alcázar wohnten Christenkönige in islamischem Ambiente - auch König Juan Carlos und Familie sind regelmäßig zu Gast. Nachmittag und Abend gehören Ihnen! Sie suchen ein Stück Sevilla zum Mitnehmen? Von junger Mode verstehen die Spanier eine Menge - Zara & Co. lassen grüßen. Und wenn es echt andalusisch sein soll: Traumhaft schöne Fächer finden Sie bei Juan Foronda. Für den Abend empfehlen wir die Bar Rinconcillo: Hier können Sie Dutzende verschiedener Tapas probieren.
Extra Tour:
Wenn Sie auf den Besuch des Alcázars verzichten wollen, dann entdecken Sie doch Sevilla ganz entspannt vom Schiffsdeck aus und gleiten mit einem der Ausflugsboote auf dem Guadalquivir bis zum ehemaligen EXPO-Gelände von 1992 auf der Flußinsel La Cartuja.
8. Tag: Sherrymetropole Jerez de la Frontera
Ist Sherry für Sie nichts weiter als ein süßer Zeitvertreib spleeniger Engländer? Dann wird es Zeit, dass wir die Geheimnisse des Vino de Jerez ergründen. In einer Sherrybodega haben wir so manches Aha-Erlebnis und werden künftig wie die Profis an der Bartheke Fino oder Amontillado ordern. Wer Lust hat, kann mittags nach der Stadterkundung das frisch erworbene Sherrywissen bei Juanito erproben: „Una copa de fino, por favor!“ Durch die Berge Andalusiens, vorbei an weißen Dörfern, geht's zurück an die Costa del Sol. Ist die Immobilienkrise an der Sonnenküste überwunden? In Fuengirola sind wir wieder am Mittelmeer und tafeln abends gemeinsam im Hotel. 300 km. Zwei Übernachtungen in einem Strandhotel mit Spa.
9. Tag: Ronda oder Strandtag
Mit dem Glasbodenkatamaran auf den Wellen schaukeln, Muscheln sammeln am Strand oder auf einem der Golfplätze an der „Costa del Golf“ abschlagen? Heute bestimmen Sie das Programm! Oder Sie lassen sich vom Reiseleiter nach Ronda entführen (45 €): weiße Häuser, die über dem Abgrund balancieren, Kopfsteinpflastergassen mit Rainer-Maria-Rilke-Spuren und die älteste Stierkampfarena des Landes, wo Hemingway gern mit Star-Toreros posierte. Tierquälerei oder hohe Kunst - gönnen Sie sich ein Glas Vino tinto und diskutieren Sie das Für und Wider des Stierkampfs! Vorschlag für ein deftiges Mittagessen bei größerem Appetit: Stierschwanzgulasch bei Pedro Romero. Abendessen im Hotel.
10. Tag: Adiós, Andalucía!
Gehören Sie zu den Glücklichen, die ein paar Verlängerungstage im Süden gebucht haben? Dann ab an den Strand! Alle anderen Gäste fahren im Laufe des Tages zum Flughafen nach Málaga und fliegen zurück in die Heimat.
Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten!