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Die Mezquita von Córdoba, die Alhambra von Granada, die Paläste Sevillas oder die weißen Häuser von Ronda - alle Höhepunkte Andalusiens vereint! Seltener besuchte Perlen wie Cádiz vervollständigen das Bild. Die Gegenwart hält mit der großen Vergangenheit nicht immer Schritt: Hohe Arbeitslosenzahlen und eine Jugend ohne Perspektive prägen die Region. Doch glücklicherweise können schlechte Wirtschaftszahlen die ansteckende Lebensfreude der Andalusier kaum bremsen. Für besonderes Flair auf unserer Studienreise sorgen ausgewählte Hotels in alten Palästen - oder einfach schöne Häuser in perfekter Lage. Dazu darf auch geschlemmt werden: Andalusiens Köche servieren uns jede Menge Leckerbissen!
1. Tag: Willkommen in Andalusien!
Anreise nach Frankfurt und gegen Mittag gemeinsamer Flug mit Lufthansa nach Málaga. Ihr Studiosus-Reiseleiter begrüßt Sie am Flughafen und bringt Sie ins Hotel. Promitreff seit 50 Jahren: Marbella, unser Ziel für heute. Hier urlauben die Ölkönige aus dem Nahen Osten, und Bürgermeister spekulieren sich in den Knast. 40 km.
2. Tag: Über Ronda zur Bucht von Cádiz
Ronda in Sicht! 90 km. Weiße Häuser balancieren auf dem Felsplateau - darunter gähnt der Abgrund. Als Rainer Maria Rilke hier die sechste Elegie schrieb, hatte er Ronda noch fast für sich allein! Dichterkollege Hemingway fand in der historischen Stierkampfarena Inspiration für „Tod am Nachmittag“. Tierquälerei oder hohe Kunst? Die Katalanen haben's mittlerweile verboten. In der Mittagspause können Sie bei ein paar Tapas das Für und Wider des Stierkampfs diskutieren. Weiter nach Sanlúcar de Barrameda, wo wir hinter ehemaligen Palastmauern verschwinden. 200 km. Beim Abendessen im Hotel schmecken wir den nahen Atlantik. Zwei Übernachtungen in Sanlúcar de Barrameda.
3. Tag: Ausflug nach Cádiz
Phönizier, Römer, Araber - alle waren in Cádiz. Doch irgendwann wurde die älteste Stadt Europas einfach vergessen - Investoren und Touristen brausten vorbei. Der Katamaran bringt uns von Rota hin - in knapp 30 Minuten über die Bucht von Cádiz! Nach einem Facelift der Plätze und Paläste strahlt die Schöne am Atlantik wieder in altem Glanz und feiert trotz Wirtschaftskrise ihr Comeback. Wir streifen durch die Altstadt, schauen uns bei den Händlern auf dem Markt um und speisen im El Faro de Cádiz. Der Rest des Tages gehört Ihnen. Die entspannende Alternative: Vamos a la playa! Möchten Sie am Abend die Früchte des Meeres und Sherry aus Sanlúcar probieren? Ihr Reiseleiter hat viele Restauranttipps für Sie.
Extra Tour:
Es muss nicht immer unser Programm sein. Ihr Reiseleiter hat immer wieder Alternativen für Sie parat. Mehr Lust auf Naturerkundung als auf den Kulturspaziergang in Cádiz? Dann steigen Sie doch ins Ausflugsboot und nehmen Sie Kurs auf den Nationalpark Coto de Donana! Zwischen Strand und Salzmarschen gibt es viel zu entdecken. Fernglas nicht vergessen!
4. Tag: Sherrymetropole Jerez de la Frontera
Kennen Sie Sherry nur als das Lieblingsgetränk distinguierter Briten? Dann wird es Zeit, dass wir die Geheimnisse des Vino de Jerez an Ort und Stelle ergründen! In einer Sherrybodega erfahren wir viel Interessantes und werden künftig wie Profis an der Bartheke Fino, Amontillado oder Oloroso ordern! Mittags können Sie Ihr frisch erworbenes Sherrywissen in der Bar Juanito testen. Dann reisen wir weiter nach Sevilla. 110 km. Abends lädt Ihr Reiseleiter in sein Lieblingsrestaurant ein. Zwei Übernachtungen in Sevilla in einem alten Stadtpalast mit Innenh o f und Dachterrasse .
5. Tag: Sevilla: Kathedrale und Alcázar
Eine Stadt als Opernkulisse: Don Giovanni und der Barbier von Sevilla waren hier unterwegs. Und wo heute studiert wird, rollte Carmen Zigarren. Die Kathedrale ist ein Bau der Superlative: größter Altar und größte Kirche Spaniens. Im Alcázar statteten islamische Künstler den Palast des christlichen Königs aus. Der Nachmittag gehört Ihnen! Im grünen Maria-Luisa-Park setzen Sevillas Fotografen Brautpaare in Szene. In den Cafés berät man über Wege aus der hohen Jugendarbeitslosigkeit. Und wenn später die Füße wehtun, steigen Sie einfach in die Kutsche! Lieber noch ein Häppchen Kultur? In der Casa de Pilatos mischen sich Formen der Renaissance und maurisches Dekor. Abends darf geschwelgt werden: Ihr Reiseleiter hat in der vorzüglichen Taberna del Alabardero reserviert, dem Restaurant der Sevillaner Hotelfachschule - Kreativität ohne Grenzen!
Extra Tour:
Wer die Stadt ganz entspannt vom Schiffsdeck aus betrachten möchte, statt Kathedrale und Alcázar zu besuchen, gleitet mit einem der Ausflugsboote auf dem Guadalquivir bis zum EXPO-Gelände von 1992. Die Anlegestelle erreichen Sie zu Fuß, mit Infos versorgt Sie Ihr Reiseleiter.
6. Tag: Medina Azahara und Córdoba
Der Guadalquivir begleitet uns auf unserem Weg nach Córdoba. Einen ersten Blick in die Kalifenwelt riskieren wir unterwegs in den Resten der Palaststadt Medina Azahara. Seinerzeit waren alle westlichen Botschafter schwer beeindruckt von der Pracht und Macht des moslemischen Herrschers. Eine Million Einwohner, 1600 Moscheen, 600 öffentliche Bäder und 17 Hochschulen - im Mittelalter war Córdoba Weltstadt und konkurrierte mit Byzanz und Bagdad! In den Gassen des Jüdischen Viertels kann man das Flair der Jahrhunderte noch immer spüren. 180 km. Abends ist der Tisch für uns im erstklassigen Restaurant Bodegas Campos gedeckt - nicht nur das Essen wird Ihnen gefallen, sondern auch das gepflegte andalusische Ambiente. Zwei Übernachtungen in Córdoba in einem Hotel an der Stadtmauer.
7. Tag: Ein Tag in Córdoba
In der Mezquita sehen Sie die Moschee vor lauter Säulen nicht, ein endloser steinerner Wald. Diskussionen im Orangenhof: Mitten in die Moschee wurde ein gotischer Kirchenbau gepflanzt. Zeichen der Toleranz oder der Bemächtigung? Religiöse Liberalität und Fundamentalismus gestern und heute bieten uns Gesprächsstoff. Genießen Sie Ihren Nachmittag in Córdoba beim Schlendern durch die Gassen, beim Entdecken kleiner Geschäfte mit typischen Leder- oder Silberarbeiten oder bei einer entspannenden Kaffeepause in den Studentencafés. Beste Aussicht auf Córdoba vom Torre de la Calahorra. Darin: das Museo Vivo de Al-Andalus. Es erzählt anschaulich von der Toleranz der Religionen zu Córdobas Blütezeit. Abends in Córdoba: auf der Römischen Brücke stehen, wenn die Sonne die Stadt in goldenes Licht taucht, oder die beleuchtete Mezquita umrunden. Ein schöner Platz für einen letzten Sherry: eine der Bars auf der anderen Flussseite mit Blick auf die Altstadt.
8. Tag: Durch das Land der Oliven nach Granada
Olivgrün schimmert das Land auf dem Weg nach Granada: Jede fünfte Flasche Olivenöl in Europa wird hier gefüllt - dank EU-Subventionen ein lohnendes Geschäft! Was die Ökologen dazu sagen? Fragen Sie Francisco in der traditionellen Ölmühle Núnez de Prado. Er kennt auch die „Blume des Öls“, die Flor de Aceite. Dann wird der Tisch für uns gedeckt: Jamón, Queso, Tortilla & mehr - und alles mit ganz viel göttlichem Olivensaft. Granada in Sicht! 170 km. Rundgang durch das ehemalige islamische Viertel Albaicín. Höhepunkt: der Blick von der Plaza San Nicolás auf die Alhambra vor den Gipfeln der Sierra Nevada. In der Königlichen Kapelle tauchen wir in die Epoche der Religionskriege ein - spanische Geschichte, spannend wie ein Thriller! Zwei Übernachtungen in Granada.
Extra Tour:
Sie möchten sich lieber selbstständig als mit der Gruppe auf einen Bummel durch Granada begeben? Dann schauen Sie sich doch im Westen der Stadt um: Hospital San Juan de Dios, Hospital Real und Hieronymuskirche sind mehr als einen kurzen Blick wert. Und danach gönnen Sie sich Churros - Schmalzgebäck - mit heißer Schokolade in der Churrería Alhambra.
9. Tag: Granada: die Alhambra
Auf der Alhambra wirkten die besten Künstler Andalusiens zum Ruhme Allahs und schufen ein Abbild vom Paradies. Filigrane Arabesken, Kalligrafien aus Zedernholz und Marmorstaub und immer wieder Brunnen, aus denen Wasser im Überfluss sprudelt! Gartenkunst in Vollendung: die Gärten des Generalifes. Mal ehrlich: So würden wir uns das Paradies auch vorstellen. Dann wird geschlemmt, denn mittags lädt Ihr Reiseleiter in das Restaurant Carmen Mirador de Aixa im Viertel Albaicín ein - lassen Sie sich von der fabelhaften Aussicht auf die Alhambra überraschen! Am Nachmittag bleibt noch Zeit - zum Shoppen und zum Eisschlecken. Oder haben Sie Lust, mit in eine Gitarrenwerkstatt zu kommen? Der Handwerker erzählt von seiner typisch granadinischen Kunst und stellt sich Ihren Fragen.
10. Tag: Adiós, Andalucía!
Über die Berge zurück an die Küste nach Málaga! 120 km. Je nach Flugzeit bleibt Ihnen noch Zeit, einen Blick in das Picasso-Museum zu werfen. Gehören Sie zu den Glücklichen, die ein paar Verlängerungstage im Süden gebucht haben? Dann bringen wir Sie vom Flughafen aus in Ihr Badehotel. Alle anderen fliegen zurück nach Hause.
Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten!