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Störche, die von den Dächern klappern, Mönchsgeier, die über stillen Landschaften kreisen, und glückliche Iberische Schweine, die besten Schinken liefern. Die Extremadura, der Wilde Westen Spaniens, ist noch zu entdecken. Und perfekt zum Abschalten! Beim Sonnetanken auf der Plaza oder beim Vino in der Bar. Doch keine Angst - die Kultur kommt nicht zu kurz: Schließlich hinterließen hier Römer, Mauren und Neue-Welt-Entdecker ihre Spuren. Ihr Reiseleiter schlägt Brücken in die Neuzeit: Wer löst Ministerpräsident Zapatero ab? Zum Reisefinale wird es temperamentvoll: Die Höhepunkte Andalusiens und die Trendmetropole Madrid komplettieren unser Spanienbild.
1. Tag: Bienvenidos a Madrid!
Individuelle Anreise gegen Mittag nach Madrid. Uns zieht es aber heute erst mal gemeinsam am Nachmittag ins spanische Burgenland. Die Prestigebauten der Hauptstadt aus den Bauboomjahren erspähen wir am Stadtrand. Jetzt steht jedoch Sparen auf dem Regierungsprogramm. Stilvolle Adresse für die erste Nacht: der Burgparador von Oropesa. 180 km. Beim Abendessen lernen Sie Studiosus-Reiseleiter und Gruppe kennen. Perfekte Kulisse für das Schlemmermahl: der Sonnenuntergang über der Sierra de Gredos.
2. Tag: Naturpark von Monfragüe
Steineichen, Korkeichen, Erdbeerbäume und dazwischen Seen, Wiesen und Felsen - traumhafte Extremadura-Landschaften. Im Naturpark von Monfragüe kreisen die Geier über uns, während wir den Ornithologen Alvaro Casanova mit unseren Fragen über Naturschutz und Vogelwelt im Westen Spaniens löchern. In Plasencia unbedingt nach oben schauen: Auf Dächern und Kirchtürmen klappern die Störche in ihren Nestern. Zwischen Fachwerkbauten tauchen wir anschließend in Hervás tief ins Mittelalter ein. Unser Nest für die Nacht: ein ehemaliges Kloster. 160 km. Zwei Übernachtungen in Hervás.
3. Tag: Naturpark Las Batuecas
Noch mehr Natur auf unserem Ausflug nach Kastilien heute: Kastanien, Pinien und Wacholder sprießen im Naturpark Las Batuecas. Cineasten kennen die Region, die lange Spaniens Armenhaus war, vielleicht aus alten Filmen von Luis Bunuel. La Alberca, ein Dorf im Fachwerkkleid, ist Dauerbrenner beim Wettbewerb „Schönstes Dorf Spaniens“. Der lange Dornröschenschlaf bewahrte altertümliche Sitten, hier gibt es noch die Stadtausruferin, die die Einwohner ans Abendgebet erinnert. An den Arkaden der Plaza Mayor sind wir in einer anderen Zeit. 130 km.
4. Tag: Kloster Yuste und Cáceres
Karl V. - ein Herrscher mit Burn-out-Syndrom? Im Kloster Yuste, Alterssitz des Kaisers, füllt Ihr Reiseleiter Weltgeschichte mit Leben. In Cáceres (UNESCO-Kulturerbe) dösen die Störche in der Sonne, und Rentner diskutieren die Ergebnisse der Primera División, der höchsten spanischen Fußballliga. Bestimmt verraten sie uns, wo wir einen Café solo bekommen. Mit frischer Kraft geht's auf Stadtrundgang: Kirchen und Paläste zeugen vom ersten Immobilienboom der Stadt, als Spaniens Eroberer das Gold der Neuen Welt investierten. Abends schlemmen wir in einem landestypischen Restaurant in der Altstadt. Ob wir Torta del Casar - Schafskäse à la Extremadura - probieren? 180 km. Zwei Übernachtungen in Cáceres.
Extra Tour:
Für alle, die Lust auf Extratouren haben, hat Ihr Reiseleiter immer wieder Alternativen zum Programm parat. Wer nach so viel Mittelalter nach moderner Kunst lechzt, kann statt des Stadtrundgangs in einer ehemaligen Wollwaschanlage im Museo Vostell Malpartida Werke des deutschen Fluxus-Künstlers Wolf Vostell ergründen.
5. Tag: Trujillo und Guadalupe
Vom Schweinehirt zum Eroberer – welch eine Karriere! Auf Trujillos Plaza lenkt Pizarro, Eroberer Perus, sein bronzenes Pferd Richtung Amerika. Wir reisen zu Fuß durch die Kolonialgeschichte, vorbei an wunderschönen Renaissancepalästen. Weiter zum Kloster von Guadalupe (UNESCO-Kulturerbe), wo Pilger die Schwarze Madonna, Schutzpatronin der spanischsprachigen Welt, inbrünstig küssen. Wir tauchen ins Pilgerleben ein und feilschen mit den Souvenirverkäufern. 260 km.
6. Tag: Über Mérida nach Zafra
Brücke, Theater, Tempel - alles römisch! Mérida (UNESCO-Kulturerbe) war für Cäsar das spanische Rom. Ein echter Hingucker innen und außen: das Nationalmuseum für römische Kunst aus der Ideenkiste von Stararchitekt Rafael Moneo. Wie man die Meisterwerke römischer Mosaikkünstler Steinchen für Steinchen zusammensetzt, zeigt uns die Restauratorin Luisa Diaz. Weiße Häuser, Palmenplätze: Später in Zafra ist Andalusien schon ganz nahe. Nach dem Stadtstreifzug beziehen wir unseren stattlichen Parador. 140 km.
7. Tag: Nach Sevilla
Noch ein Eroberer: Núnez de Balboa, erster Europäer am Pazifik, stammt aus Jerez de los Caballeros. Wir finden in der hübschen Kleinstadt auch Spuren der Templer - dank Dan Browns „Sakrileg“ wieder topaktuell. In der Sierra de Aracena schnüffeln sich schwarze Schweine durch die Eicheln. Das Ergebnis eines glücklichen Schweinelebens entzückt die Gourmets: Jamón Ibérico, weltbester Schinken. Stimmen Sie zu? In einer Schinkentrocknerei erfahren wir mehr. Und natürlich dürfen wir kosten. Bei Flamencorhythmen von Paco de Lucía nähern wir uns Andalusien auch musikalisch. Später können Sie in Sevillas Calle Sierpes noch nach Herzenslust shoppen. 150 km. Zwei Übernachtungen in Sevilla.
Extra Tour:
Abends erwartet Sie Carmen! Stampft mit ihren Absätzen im Rhythmus, singt mit heiserer Kehle und bringt die Bühne zum Beben. Beben Sie mit! Ein Flamencoabend in Sevilla ist ein Muss.
8. Tag: Quirliges Sevilla
Auch Christenkönige liebten maurisches Design, stellen wir im Alcázar (UNESCO-Kulturerbe) fest. Verständlich! Noch schöner als der Palast ist nur der Garten, in dem Orangenbäume und Jasmin um die Wette duften. Dann lassen wir uns in der Kathedrale von Gold und Edelsteinen blenden. Wer mag, steigt auf den Glockenturm, um sich Sevillas weiße Häuserpracht von oben anzuschauen. Der Rest des Tages gehört Ihnen! Im Maria-Luisa-Park tummelt sich am Wochenende halb Sevilla. Setzen Sie sich auf ein Eis zu den Familien!
9. Tag: Die Alhambra
„Granada“ - das Liebeslied auf die Stadt schmetterten schon José Carreras und Frank Sinatra. Welche Version gefällt Ihnen besser? Alle Bewunderer haben auf jeden Fall recht: Granada ist ein Stadttraum! Tausendmal auf Fotos gesehen, jetzt stehen wir live davor: die Alhambra (UNESCO-Kulturerbe) - das Meisterstück maurischer Künstler! Wie viele Handwerker haben wohl an den feinen Stuckornamenten gemeißelt oder über den komplizierten Kachelmustern gebrütet? Und das Beste zum Schluss: die Gärten des Generalifes. 260 km.
10. Tag: Von Granada nach Baeza
Früher Scherbenviertel, heute gefragte Wohnadresse - das Albaicín-Viertel verströmt nun wieder unwiderstehlichen Orientcharme. Klar, dass Sie Ihr Reiseleiter zum Mirador San Nicolás lotst, wo wir wie alle Besucher das Postkartenfoto mit Alhambra-Blick schießen. Dann steigen wir hinab in die Unterstadt zur Königlichen Kapelle. Weiter nach Baeza, wo wir den andalusischen Nachmittag ausklingen lassen. Genießen Sie einen Bummel durch die Gassen. Fahrtstrecke 135 km.
11. Tag: Ubeda und Baeza
Olivengrün ist das Land im Osten Andalusiens - hier wird jede fünfte Flasche Olivenöl Europas gefüllt! Zwei Stadtperlen mitten im Olivenmeer: Ubeda und Baeza (UNESCO-Kulturerbe). Elegante Renaissancepaläste mit steinernen Wappen, Zapfen und Schleifen bringen Architekturfans zum Schwärmen. Und wenn Sie noch Platz im Koffer haben: Schauen Sie sich bei den Töpfern von Ubeda um - kleine Kunstwerke in Dunkelgrün! Der Rest des Nachmittags in Córdoba gehört Ihnen. Schnuppern Sie sich durch die blumengeschmückten Innenhöfe! 200 km. Zwei Übernachtungen in Córdoba.
12. Tag: Kalifenstadt Córdoba
Ein Wald aus Hufeisenbögen im Zebramuster, die auf über 800 Säulen ruhen - die Mezquita von Córdoba (UNESCO-Kulturerbe). Wir tauchen in die Kalifenwelt ein. Doch was haben Altar und Beichtstuhl in der Moschee zu suchen? Am Nachmittag bestimmen Sie das Programm. Museum der drei Kulturen oder Shoppen in der Neustadt? Die Qual der Restaurantwahl haben Sie abends: Im Caballo Rojo treffen sich die Küchen aus Orient und Okzident. Lecker! Wer es legerer mag, zieht durch die Bars. Fragen Sie die Cordobeser, wo die Tapas am besten schmecken!
13. Tag: Mit dem AVE nach Madrid
In knapp zwei Stunden rauschen wir im Schnellzug AVE durch die Mancha, wo Don Quijote gegen Windmühlen kämpfte. Ob er es heute mit unserer Silberschlange auf Schienen aufnehmen würde? In Madrid schnuppern wir Großstadtleben: Über die Plaza Mayor ziehen wir zum Königsschloss und zur neuen Kathedrale. Am Abend versüßt kastilische Küche in einem Restaurant den Abschied.
Extra Tour:
Die kulinarische Alternative zum Stadtspaziergang: in der Markthalle San Miguel Meeresgetier und Berge von Obst und Gemüse bestaunen. Und dann am besten an Ort und Stelle die Köstlichkeiten als Appetithappen angerichtet mit kühlem Weißwein genießen.
14. Tag: Abschied
Je nach Abflugzeit bleibt Zeit, neue Ecken in Madrid zu entdecken oder ein paar kulinarische Souvenirs zu erstehen. Im Laufe des Tages werden Sie zum Flughafen gebracht - es sei denn, Sie haben noch ein paar Solotage in Madrid gebucht.
Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten!