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Voilà - hier ist unser kleines ABC der Provence: Aix, Arles und Avignon, Les Baux, Cassis und Camargue. Lassen Sie sich verzaubern vom Duft des Thymians und Lavendels, von Cafés und Bouleplätzen im Schatten ausladender Platanen, von Charme und Lebenslust der Provenzalen. Sie begegnen den imposanten Überresten der Römerzeit, den Päpsten des Mittelalters - genauso wie den Studenten in Aix, den Villen der Arrivierten im Luberon und dem Multikulti-Gemisch in Frankreichs zweitgrößter Stadt Marseille. Von zwei Orten aus entdecken Sie den Zauber der Provence: Sie wohnen zunächst in Aix, anschließend in einem schönen Landhotel im Dorf Fontvieille.
1. Tag: Bienvenue en Provence!
Individuelle Anreise per Linienflug mit Lufthansa nach Marseille. Ein Mitarbeiter erwartet Sie am Flughafen und bringt Sie zu Ihrem Hotel. Am Abend lernen Sie Ihren Studiosus-Reiseleiter und die Gäste Ihrer Gruppe bei einem Willkommenscocktail kennen. Drei Übernachtungen in Aix-en-Provence.
2. Tag: Aix-en-Provence im Zeichen von Cézanne
Die Universitätsstadt Aix sprüht vor Leben, viele Menschen flanieren unter den Platanen der Boulevards. Erkunden Sie das Herz der Stadt: den prächtigen Cours Mirabeau mit seinen Spalier stehenden Adelspalais, die Kathedrale mit ihrer Stilvielfalt und das Atelier des Künstlers Paul Cézanne, des heimlichen Heiligen von Aix. Farbig markierte Wege führen zu seinen Lieblingsplätzen außerhalb der Stadt, Messingplatten im Boden folgen seinen Schritten durch die Altstadt, wo er sich fast täglich mit Freunden im Café Les Deux Garcons traf: Dort sollten Sie mit Pastis auf den großen Maler anstoßen und Ihre Ferien genießen. Liebe geht durch den Magen, und die provenzalische Küche bietet viele deftige Genüsse wie das Ratatouille. Heute genießen wir das Abendessen in einem kleinen Restaurant - lassen Sie sich überraschen, wie vielseitig man Rosmarin, Thymian, Estragon, Fenchel und Basilikum verwenden kann.
3. Tag: Natur pur in der Verdonschlucht
Eine der gewaltigsten Schluchten der Welt erleben wir hautnah, wenn der Bus am Rande der Verdonschlucht vorsichtig kurvt: An manchen Kanten stürzt der Kalkstein 700 m senkrecht in die Tiefe, der Blick hinab raubt den Atem. Ihr Reiseleiter erzählt vom zähen und siegreichen Kampf der Naturschützer gegen eine gigantische Stromleitung quer durch die Schlucht. Weiter führt unser Ausflug nach Moustiers, das berühmt ist für sein Steingut. Wer mag, kommt mit hinauf zur kleinen Kirche Notre-Dame-de-Beauvoir (ca. 20 Min. bergauf). Fahrtstrecke 240 km. Der Abend gehört Ihnen. Vielleicht haben Sie noch Energie für Aix bei Nacht, charmante Cafés in der Altstadt am Place Richelme laden Sie ein, das Musikprogramm variiert von Jazz bis House.
4. Tag: Cassis und Marseille
Den Vormittag verbringen Sie in Cassis, träumend am Kieselstrand oder Cassis schlürfend in einem der Cafés. Oder Sie fahren mit dem Boot in die Calanques, kleine, schroffe Fjorde, die zu lieblichen Felsbuchten führen, erreichbar nur über das türkisfarbene Wasser oder eine waghalsige Kletterpartie (ca. 20 €). Nicht ganz so rasant wie in Luc Bessons Film „Taxi“ geht es danach vorbei an den Wohnhäusern von Le Corbusier ins Zentrum von Marseille, der multikulturellen Millionenmetropole. Vom Aussichtspunkt der Kirche Notre-Dame-de-la-Garde blicken Sie über die Stadt hinunter zum Meer. Der alte Hafen, die Prachtstraße La Canebière, die Rue de la République – das moderne Marseille präsentiert sich jung und einladend und ist 2013 die Kulturhauptstadt Europas. Später am Nachmittag geht es nach Fontvieille in der Nähe von Arles. 190 km. Fünf Übernachtungen in Fontvieille.
Extra Tour:
Sie sind romantisch veranlagt und lesen gerne Abenteuerromane? Dann verzichten Sie doch auf den Stadtrundgang und fahren Sie stattdessen mit dem Boot zum Chateau d'If, der Gefängnisinsel, auf der der Graf von Monte Christo aus dem Roman von Alexandre Dumas so lange Zeit im Kerker schmachtete.
5. Tag: Les Baux und Fontvieille
Fahrt in das Dörfchen Les Baux, einst wichtig für die Bauxiterzgewinnung und damit für die Aluminiumproduktion. Im Schatten der Burgruine schweift der Blick ins Land, über Olivenhaine und das pittoreske Höllental. Aus den Läden trägt der Wind den Duft der Lavendelsouvenirs herüber. Wer braucht noch ein Mitbringsel? Auf der Rückfahrt nach Fontvieille stoppen wir bei einem Olivenbauern und quetschen ihn über die Geheimnisse des „Golds der Provence“ aus. Wie setzt sich Monsieur Monnier gegen die billige Konkurrenz aus Nordafrika durch? Stellen Sie Ihre Fragen! 15 km. Am späten Nachmittag bittet Ihr Reiseleiter zum Boulespiel. Eine eiserne Regel beim Spiel mit den polierten Eisenkugeln: Der Verlierer zahlt eine Runde Pastis, und so gewinnen am Ende alle.
6. Tag: Arles und die Camargue
Rund um die Altstadt des antiken Arles erleben Sie ein Fest für alle Sinne, wir mischen uns unter die Marktbesucher. Probieren geht über Studieren: Kräuter, Käse, Würste und Gemüse - alles frisch und vergnügt feilgeboten. Die kalten Quader der römischen Arena (UNESCO-Kulturerbe) dagegen schicken Schauer über die Haut: Hören Sie im Geiste die sich kreuzenden Klingen der Gladiatoren? Besinnlich geht es zu im romanischen Kreuzgang der Kirche St-Trophime. Der Nachmittag gehört der Weite der Camargue und ihren wilden Bewohnern: schwarzen Stieren, weißen Pferden, rosa Flamingos und (fast) unsichtbaren Mücken. In Les Stes-Maries-de-la-Mer, dem Wallfahrtsort der Zigeunerheiligen Sara, haben Sie Gelegenheit, sich zu den Sonnenanbetern an den Strand zu legen. Während der Rückfahrt erzählt uns der Reiseleiter von Sinti und Roma, Minderheitenschutz und Immigranten in Frankreich. Passend dazu gibt es Musik von den Gipsy Kings. 100 km.
Extra Tour:
Naturfreunde, die in Stes-Maries nicht baden wollen, finden im Parc Ornithologique Störche, Reiher, Enten, natürlich Flamingos - und Frieden auf einem Spazierwegenetz von 7 km Gesamtlänge. Unser Bus bringt sie hin und holt sie dort auch wieder ab.
7. Tag: Sur le pont d'Avignon
Der heutige Tag steht im Zeichen des Brückenbaus: In Avignon betreten wir die berühmte, in Teilen abgebrochene Brücke ebenso wie die Trutzburg des Papstpalastes (UNESCO-Kulturerbe), außen Festung, innen Schloss mit prächtigen italienischen Fresken. Anschließend Spaziergang durch die Altstadt. Im Licht der Nachmittagssonne nähern Sie sich einem Bauwerk, dessen exakte Berechnung bis heute einem Wunder gleicht: dem Aquädukt Pont-du-Gard (UNESCO-Kulturerbe). Erkunden Sie zusammen mit Ihrem Reiseleiter die antike Kostbarkeit. 95 km.
8. Tag: Provence par excellence im Luberon
Fahrt Richtung Nationalpark Luberon, gespickt mit Sommersitzen reicher Pariser und beliebt als Filmkulisse. Russell Crowe spielte hier in „Ein gutes Jahr“ einen zum Winzer bekehrten Banker. Machen Sie es wie der Mime, zerreiben Sie die Erde der Rebstöcke zwischen Ihren Händen und atmen Sie die Provence tief ein. Wie gemalt liegt das schlichte Zisterzienserkloster Sénanque einsam inmitten von Lavendelfeldern. Danach sehen Sie nur noch Rot, und das in allen Schattierungen, wenn die Sonne die Ockerbrüche von Roussillon erleuchtet. Wartete hier vielleicht Samuel Beckett auf Godot? Ihr Reiseleiter weiß es! Doch uns zieht es weiter zu einem Weingut in Bonnieux, dort lässt Sie ein Winzer den blutroten Rebensaft des Luberons probieren. 150 km.
9. Tag: Au revoir, Provence!
Im Laufe des Vormittags Fahrt zum Flughafen von Marseille (75 km) und Rückflug.
Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten!