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Von Paris zur Atlantikküste und weiter bis Bordeaux - eine Route, die bisher im Studiosus-Programm fehlte. Unverzeihlich, denn Frankreichs Westen ist wild und schön. Kunst? Na klar, wir sind in Frankreich! Landschaften? Herrliche! Und die Küche? Zum Schwelgen! Schließlich durchreisen wir das Land der Austern, des Cognacs und des Bordeaux. Wir durchstöbern Weinkeller, besuchen Käser und tafeln deftig auf dem Bauernhof. Trotz so viel Landluft - unsere Basis sind Hotels in den Städten, damit Sie mittendrin sind im französischen Savoir-vivre. Nur Idylle finden wir auch hier nicht: Handelskrisen, Atomenergie und Fremdenfeindlichkeit gehören deshalb auch zu unseren Themen.
1. Tag: Bienvenue à Paris
Individuelle Anreise per Linienflug nach Paris mit Air France. Ein Vertreter unserer Agentur bringt Sie zu Ihrem Hotel. Am Abend begrüßt Sie Ihr Reiseleiter und lädt Sie zu einem Willkommenscocktail ein.
2. Tag: Im Loiretal
Auf der Autobahn von Paris nach Tours. Nicht nur Idylle am Straßenrand: Aus der Ferne grüßt das Atomkraftwerk St-Laurent. Warum die Franzosen auch nach Fukushima keine Angst vor Nuklearenergie haben? Wir fragen! In Tours lernen wir süße Seiten französischer Lebensart kennen. Lust auf ein Eclair in der Boulangerie? Weiter zu den Ruinen von St-Martin mit Erinnerungen an den heiligen Martin, Bischof von Tours und Menschenfreund. Kühne Gotik erwartet uns in der Kathedrale St-Gatien. Nachmittags in der Abtei Fontevraud begegnet uns Eleonore von Aquitanien, Powerfrau des Mittelalters. War sie tatsächlich Vorreiterin der Frauenbewegung? Und wie gelingt die Balance der französischen Frauen zwischen Kindergarten und Laptop heute? 380 km. Zwei Übernachtungen in Poitiers.
3. Tag: Poitiers
Rettete Karl Martell wirklich das Abendland in der Schlacht von Tours und Poitiers, als er die Mauren besiegte? Heute beten viele Franzosen zu Allah. Der Umgang mit den Migranten in der Grande Nation ist auch eines unserer Themen in Poitiers. Die romanische Fassade von Notre-Dame-la-Grande, das Kreuzigungsfenster der Kathedrale und das frühchristliche Baptisterium St-Jean gehören zu den Schätzen der Altstadt. Doch auch die Küche ist eine Kostprobe wert - schließlich erlernte hier Jahrhundertkoch Joël Robuchon sein Handwerk. Wo das Entenconfit am besten schmeckt? Die Einheimischen fragen! Nachmittags lassen wir uns in der Abteikirche St-Savin-sur-Gartempe (UNESCO-Kulturerbe) von Frankreichs wertvollstem Zyklus romanischer Fresken biblische Geschichten erzählen. 90 km.
Extra Tour:
Damit es eine Reise ganz nach Ihrem Geschmack wird, hat Ihr Reiseleiter immer wieder Alternativen zum Programm parat. Zu viel alte Kunst für Sie? Dann lassen Sie das Programm am 3. Tag doch einfach aus und machen Sie einen Ausflug in die Zukunft! Mit dem Bus geht es zum Futuroscope, Vergnügungspark der Superlative. Hier können Sie durch die Lüfte reisen, gegen hungrige Viren kämpfen, mit Robotern tanzen, ein Casting zum Science-Fiction-Star durchlaufen oder untergegangene Städte erkunden - rein virtuell natürlich.
4. Tag: Niort und Marais Poitevin
Niort ist Tor zu den Poitevinischen Sümpfen. Von den Zwillingstürmen des Donjons, früher Staatsgefängnis, verschaffen wir uns einen Überblick, bevor wir auf Stadterkundung gehen. Mittags bewirtet uns ein Landwirt auf seiner „ferme auberge“. Was er wohl auf den Tisch stellt? Egal, wir werden schlemmen wie die Götter – mit Muße und Appetit. Und natürlich können wir unseren Gastgeber mit Fragen zu Landlust und Landfrust löchern. Dann lassen wir uns auf Holzkähnen durch den Irrgarten der verwunschenen Kanäle und Wassergräben des Marais Poitevin staken. Über uns ein Tunnel aus Laub. Der Fährmann zeigt uns, was hier lebt und wächst, und erzählt, warum Landwirtschaft und Naturschutz nicht immer Freunde sind. 170 km. Drei Übernachtungen in La Rochelle .
5. Tag: Atlantikhafen La Rochelle
Im Alten Hafen schaukeln Yachten und Fischerboote, Freizeitkapitäne und junge Damen flanieren zwischen Kais und Arkadengängen. La Rochelle ist eine Atlantikschönheit - mit grünem Gewissen. Autofreie Tage und kostenlose Fahrräder sind hier längst Realität. Im Stadtzentrum finden wir Spuren protestantischer Stadtgeschichte. Doch wie halten es die Franzosen heute mit der Religion? Der Nachmittag gehört Ihnen! Besuchen Sie im Aquarium die Fischwelt der Weltmeere oder erradeln Sie mit Atlantik-Rückenwind die Stadt. Alles zu stressig? Dann gehen Sie noch einmal Leute gucken im Hafen, schlürfen Sie gemütlich einen Pineau - Likörwein - und tauchen Sie mit Georges Simenons „Ankunft Allerheiligen“ ins La Rochelle der 1940er-Jahre ein.
6. Tag: Ferienparadies Ile de Ré
Eine weiße Insel vor der Küste von La Rochelle mit Salzluft und langen Stränden, die verführerisch nach endlosem Sommer und Ferien riecht. Wir drehen ein paar Runden durch St-Martin-de-Ré, bevor wir auf Inselrundfahrt gehen. Im Ökomuseum der Saline sehen wir, wie aus Meerwasser Salz kristallisiert, und am wilden Strand der Conche de Baleines klettern wir auf die Dünen. Dann vielleicht zu Mittag in einem Restaurant den großen Muscheltopf löffeln, begleitet von einem frischen Weißwein - was für ein Tag! Das Dessert gibt's auf dem Bauernhof von Catherine und Richard Lefort: Ziegenkäse aus eigener Produktion. Wir dürfen die Ziegen streicheln, in den Käsekeller schauen, über die Käse der Welt plaudern und natürlich probieren - très bon! 80 km.
Extra Tour:
Sie brauchen heute mal Zeit für sich? Kein Problem! Machen Sie's doch wie die Franzosen, mieten Sie ein Fahrrad und erradeln Sie die kleinen weißen Dörfer mit Stockrosengärten, die Weinberge und Kiefernwälder, Salzgärten und Dünen. Und zum Abschluss lockt - wenn das Wetter es erlaubt - ein Sprung in die Atlantikwellen.
7. Tag: Ile d'Aix und Rochefort
Steineichenwälder, Pinienwälder, weiße Dörfer - ja, sind wir hier am Mittelmeer? So lieblich die Ile d'Aix, so streng die Bastionen. Im Fort Boyard verbrachte Napoleon düstere Stunden. Nach unserer Bootsfahrt geht es weiter nach Rochefort, einst berühmt für seine Werften und Docks. Die glanzvollen Zeiten, als die Segler der Grande Nation - nicht immer ruhmreich - auf den Weltmeeren kreuzten, sind längst vorbei. Aber wir sind live dabei, wenn Schreiner, Schmiede oder Seiler werkeln, um die stolze Fregatte Hermione nachzubauen. Wir bewundern den mächtigen Schiffsrumpf und plaudern übers Seemannsleben. Ein Tagesfinale für Gourmets: hässliche Schale, glibberige Frucht. Was ist eigentlich dran an der Auster? Wir schauen uns die Austernbänke von Marennes an - und schlürfen. 140 km. Zwei Übernachtungen in einem romantischen Hotel in Cognac.
8. Tag: Edle Tropfen in Cognac
Römische Ruinen und eine romanische Abtei erzählen in Saintes von vergangenen Zeiten. 80 km. Nachmittags sind wir wieder in Cognac, das sich zwischen die Schleifen der Charente duckt: Tabak, Frucht und Holz schnuppern wir in den Kellern einer ehrwürdigen Brennerei und erfahren alles über Anbauflächen, Rebsorten und Destillation des berühmten Weinbrands. Hören aber auch von Sorgen: In Europa verliert Cognac an Renommee - Russland und China sind Märkte der Zukunft. Wir schwenken die dunkle Versuchung im Glas und starten beschwingt in den Abend. Und vielleicht gönnen Sie sich einen Summit, Cognac mit Ingwer und Zitronenlimo, den Lieblingscocktail der jungen Szene, nicht nur in Cognac.
9. Tag: Talmont, Royan und Bordeaux-Weine
Ein romanisches Kirchlein klammert sich an den Fels hoch über der Mündung des Flusstrichters Gironde. Hier sammelten sich im Mittelalter die Jakobspilger und freuten sich an steinernen Comicstrips mit Schlangen, Drachen und Monstern, die von der Glaubenswelt des Mittelalters erzählen. Hoffentlich haben Sie Badehose oder Bikini eingepackt - der bildschöne Strand von Royan verlockt zum Sprung in die Wellen. Dann schippern wir über die Gironde und nehmen Kurs auf Bordeaux. Durch die Weinfelder des Medocs nähern wir uns der Metropole des Südwestens und überzeugen uns in einer Weinkellerei, dass Bordeauxweine trotz mächtiger Konkurrenz aus Übersee immer noch zu den feinsten zählen. 180 km. Zwei Übernachtungen in Bordeaux.
Extra Tour:
Wer heute in Gourmetsternen schwelgen will, verzichtet auf das Hotelessen, um in einem der Feinschmeckertempel zu tafeln. Begleitet natürlich von einem feinen Bordeaux. Ihr Reiseleiter reserviert Ihnen gerne einen Tisch.
10. Tag: Weinmetropole Bordeaux
Eine Metropole am Fluss (UNESCO-Kulturerbe) will erobert werden. Sternesehenswürdigkeiten finden wir bei unserem Rundgang in der Handelsstadt nicht, aber jede Menge Eleganz und Esprit. Am Nachmittag führen Sie selbst Programmregie. Zeit für eine letzte Shoppingrunde: Ein Fläschchen Bordeaux muss in den Koffer! Die Flaschenetiketten in den Weinhandlungen erzählen Geschichten. Nutzen Sie Ihr neu erworbenes Weinwissen und fachsimpeln Sie mit den Spezialisten! Nach der Einkaufsrunde trifft sich „tout Bordeaux“ im Café. Setzen Sie sich dazu und genießen Sie bei einem Glas Entre-deux-Mers noch einmal das einzigartige Flair der Stadt.
11. Tag: Rückflug
Heute geht es mit dem Flugzeug zunächst nach Paris, dann weiter zum Heimatflughafen.
Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten!