Fragen zur Reise oder eine persönliche Beratung gewünscht? Hotline: 0800 337 3337 (gebührenfrei)
Auf dieser Studienreise durch Irland erleben Sie in neun Tagen die Grüne Insel. Sie führt Sie für zwei Tage nach Dublin und schenkt Ihnen sechs lange Tage intensive Einblicke in raue Natur und empfindsame Seelen. Wer die Steine von Monasterboice, Clonmacnoise und Glendalough berührt, fühlt die Energie des keltischen Tigers. Mag er noch etwas verkatert wirken von Finanz- und Wirtschaftskrise - Connemara und Dingle überstanden schon ganz andere Krisen. Die irische Lebensfreude begleitet uns auf den Burren und rauscht mit uns über den Ring of Kerry. Sie begegnet uns täglich in den Gesichtern unserer Gastgeber und erzählt von wahrer Größe.
1. Tag: Willkommen in Irland
Im Laufe des Tages landen Sie in Dublin, wo Sie Ihr Studiosus-Reiseleiter oder ein Mitarbeiter der Agentur begrüßt. Gemeinsam starten wir am Nachmittag in die City: Viele der Hightech-Firmen am Merrion Square verschwanden wieder, die fröhlich-farbigen Türen aber überstanden auch diese Krise. Ebenso das Einkaufszentrum im historischen Powerscourt Town Centre. Wen die Depression verschonte, der geht hier am Wochenende zum Powershoppen - also Tüten schleppen oder türmen. Zum Beispiel im ehemaligen Hafen mit frischer Meeresluft, schicken Passagen und Irlands berühmtester Baustelle: dem U2 Tower. Wird das Hochhaus eines besseren Tages fertig, könnte es die 120 m hohe Spitze namens The Spire vielleicht einmal als Wahrzeichen ablösen. Zwei Übernachtungen in Dublin.
2. Tag: Götterdämmerung im Boynetal
Wer am Morgen schon wieder „Sunday, bloody Sunday“ summt, stärkt sich mit einer Bloody Mary. Dann rollen wir zu den Megalithen im Tal des Flusses Boyne (UNESCO-Naturerbe). Die verzierten Steinriesen haben ihre Geheimnisse noch nicht gelüftet. In einem 5000 Jahre alten Ganggrab kommen wir der prähistorischen Religion ganz nah, und in Monasterboice erzählen die Reliefs des Hochkreuzes von den Helden des Alten Testaments. Nachmittags besuchen wir das Nationalmuseum in Dublin. Anschließend geht jeder seinen Vorlieben nach: das „Book of Kells“ lesen im Trinity College, die Guinness-Brauerei besichtigen, golfen auf einem der 60 Plätze in Citynähe oder dem nationalen Sonntagsritual frönen: Pub-Besuch plus Sportschau – Gaelic Football, Hurling oder Rugby. 130 km.
Extra Tour:
Lust auf Extratouren? Ihr Reiseleiter hat immer wieder Alternativen zum Programm für Sie parat. Wenn es Ihnen die bunten Türen angetan haben und Sie auf den Museumsbesuch am Nachmittag verzichten wollen, so finden Sie am Fitzwilliam Square noch mehr Dubliner Stadthäuser zum Fotografieren. Entdecken Sie die romantischsten Winkel der Kapitale auf eigene Faust!
3. Tag: Whiskey, Wikinger und Westküste
Whiskey mit „e“ am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Der Lebensweisheit folgend besuchen wir die Whiskey-Brennerei von Kilbeggan und kosten das Lebenswasser. So friedlich die Klosterruinen von Clonmacnoise auch am Shannon liegen, sie erlebten auch stürmische Zeiten. Die mächtigen Hochkreuze und Rundtürme trotzten den Attacken der Wikinger, Normannen und Engländer. Dann bringt uns der Bus quer über die Insel nach Galway. 220 km. Am Nachmittag weht uns salzige Atlantikluft um die Nase und wir drehen gemeinsam eine kleine Runde. Galway ist jung – geprägt von den vielen Studenten und Angestellten der Startups, die sich in den letzten Jahren an der Peripherie niedergelassen haben. Schließlich entscheidet jeder selbst: sich zu den Besuchern der Galerie Kenny gesellen, sich wie die Iren Fish 'n' Chips schmecken lassen oder einfach auf der Corrib-Brücke den Lachsen beim Springen zuschauen. Zwei Übernachtungen in Galway.
4. Tag: Connemara - wild und romantisch
Moore und Heide, Berge und Strände, dazwischen vereinzelt Höfe mit Schafen und Ponys – Connemara heißt diese Landschaft aus dem Bilderbuch. Auf einer Farm zeigt uns ein Torfstecher sein hartes Handwerk. Wer mag, sticht selbst einen kleinen Quader aus dem Boden. Nach einem Grundkurs in Gälisch und packenden Kapiteln irischer Geschichte toasten wir mit unserem Gastgeber auf die mutigen Auswanderer und ihre Amerikafahrten ins Ungewisse. Dabei darf gewählt werden zwischen heißem Irish Coffee, klassischem Whiskey oder einem höchstprozentigen Poteen. Viermal gebrannt, entfaltet er schon nach wenigen Schlucken großes poetisches Potenzial. 180 km.
5. Tag: Karst und Klippen des Burrens
Im Karst des Burrens schreiten wir mit großen Schritten von Stein zu Stein oder stapfen zwischen saftigen Grasbüscheln dahin - eine exzentrische Landschaft. In die der weltbekannte Dolmen von Poulnabrone perfekt passt. Bei Bedarf schützt das steinzeitlich-steinerne Grabmal auch gegen Regen. Die Hochkreuze von Kilfenora zeugen von der Kraft des Ortes, wo die Kirche im Nirgendwo einst Kloster und Kathedrale schuf. Anschließend reisen wir weiter zu den Klippen von Moher - dem Prototyp aller Steilküsten. Damit keiner vom Winde verweht wird, fassen wir uns lieber an den Händen: An der höchsten Stelle schauen wir 200 m in die Tiefe, wo der Atlantik tobt. Ganz in der Nähe, im beschaulichen Ennistymon, wartet schon unser Hotel. 120 km.
6. Tag: Halbinsel Dingle
Schwarze Klippen, scharf wie Rasierklingen, Buchten mit goldgelben Stränden, dazu das grasgrüne Weideland – so präsentiert sich die Halbinsel Dingle. Eine Fähre bringt uns über den Shannon, und vielleicht flankieren Delfine die Fahrt. Auf Dingle passieren wir Megalithbauten, Reste von Ringforts sowie verlassene Cottages, Relikte der Hungersnöte des 19. Jahrhunderts, die viele Iren in die USA auswandern ließen. Von Irlands westlichstem Hafen segelten einst Scharen von Pilgern nach Spanien, heute boomen die Angeltouren für Gäste. Wir passieren Dingle Town und fahren weiter westwärts. Mit dem Gallarus-Oratorium betreten wir Irlands ältestes Gebetshaus. 280 km. Zwei Übernachtungen in Killarney.
Extra Tour:
Lieber Schiffs-Schaukel als Bus-Tour? Dann verzichten Sie doch auf den archäologisch geprägten Teil unserer Tour im äußersten Westen der Halbinsel! Die größte Attraktion von Dingle Town heißt Fungi. Der halbzahme Delfin besitzt den Status einer lebenden Legende, und mit etwas Glück pflügt Flipper neben Ihnen durch die Dünung. Der Ausflug mit dem Boot in die geschützte Bucht dauert rund eine Stunde.
7. Tag: Ring of Kerry
Auf einer der schönsten Küstenstraßen Europas drehen wir heute unsere Runde: Oben grüßen Wolken und Berge, unten lauern Klippen und Wellen. Bitte anschnallen zu einer stürmisch-romantischen Fahrt! Abseits der Straße besuchen wir ein Museumsdorf mit Bauernkaten und offenem Torffeuer und spüren später - wie einst der Urlauber Charlie Chaplin - den weißen Sand der Strände von Waterville zwischen den Zehen. Die keltischen Steinforts und Aussichtspunkte mit Atlantikblick sollen gar Queen Victoria von ihrem Griesgram abgelenkt haben. Später treffen wir einen Schäfer mit seinem Hütehund und sprechen über die Lust an der Schafzucht, den lukrativen Schmuggel der Tiere über die nordirische Grenze und die letzten wilden Exemplare in Irland. 250 km.
8. Tag: Rock of Cashel und Glendalough
Am Vormittag erobern wir den Rock of Cashel. Hier regierten keltische Könige und christliche Bischöfe. Das solide Mauerwerk atmet Geschichte: Im Zuge der Missionierung folgten sogar Handwerker aus dem fernen Regensburg dem irischen Ruf. In Kilkenny findet die Hommage ans Mittelalter ihren Höhepunkt: Das Castle im Zentrum, die Kirchen drumherum und unzählige Gassen mittendrin - großes Kino! Ins Glas aber kommt fassfrisches Bier von Smithwicks – auf dem Kontinent als Kilkenny Lager bekannt. Hinter den kargen Kuppen der Wicklowberge erwartet uns Glendalough. Der heilige Kevin gründete hier ein Kloster, unterhielt sich mit Amseln und wurde dabei uralt. Er soll uns Vorbild sein! Abends sind wir zurück in Dublin. 330 km.
9. Tag: Rückflug von Dublin
Im Laufe des Tages erfolgt der Rückflug von Dublin. Oder Sie starten Ihre individuelle Verlängerungszeit, und Dublin begrüßt Sie aufs Neue.
Flugplan-, Hotel- und Programmänderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten.