Fragen zur Reise oder eine persönliche Beratung gewünscht? Hotline: 0800 337 3337 (gebührenfrei)
In 15 Tagen durch fünf Länder und dabei alles Schöne genießen, was Kultur und Natur bieten - das macht diese Reise so spannend. Sie erleben hautnah den Wandel der jungen EU-Staaten in den Metropolen von Polen, Litauen, Lettland und Estland und spüren in Kaliningrad auch den Niedergang einer einst reichen Region. Durch verschiedene Nationalparks reisen wir an der Ostseeküste entlang - Meer und Strand, so weit das Auge reicht! Und zum Finale fahren wir auf dem Seeweg zurück nach Travemünde: ein rundum abwechslungsreiches und entspannendes Abenteuer.
1. Tag: Von Berlin nach Stettin
Individuelle Anreise zum Berliner Hauptbahnhof. Um 14.45 Uhr empfängt Sie Ihr Studiosus-Reiseleiter am Bus, und die Reise beginnt. Unsere erste Station heißt Stettin (Szczecin) - früher der Hafen Berlins, heute die polnische Metropole an der Oder mit großen Ökoambitionen. 170 km.
2. Tag: Danzig wartet
Wir fahren durch Pommern und die Kaschubische Schweiz weiter nach Danzig (Gdansk) - Symbol der Freiheit und Polens Tor zur Welt. Gemeinsam schauen wir uns bei einem Rundgang das perfekt restaurierte Erbe der einstigen Hansestadt an: den Langen Markt mit den pastellfarbenen Patrizierhäusern samt Rathaus, das Krantor und die monumentale Marienkirche. 350 km. Beim gemeinsamen Abendessen in der Altstadt kosten wir hochkarätiges „Goldwasser“. Zwei Übernachtungen in Danzig.
3. Tag: Marienburg
Schon von Weitem leuchten die endlosen Mauern der Marienburg (Malbork, UNESCO-Kulturerbe) - die Ritter des Deutschen Ordens hielten hier Hof, missionierten mit dem Schwert und kontrollierten den Handel. Zurück in Danzig gibt der Reiseleiter Tipps für den freien Nachmittag und Abend: vielleicht auf einer Hafenrundfahrt vorbei an den Werften schippern, wo Lech Walesa die Gewerkschaft Solidarnosc gründete? Und später zum Abendessen auf eigene Faust vielleicht an den Yachthafen in die Brovarnia Gdansk - eine kleine Brauerei mit vorzüglichen Bieren. 100 km.
4. Tag: Kaliningrad
Wir fahren das Frische Haff entlang, passieren die russische Grenze nach Kaliningrad (Königsberg, längere Wartezeit möglich). Nur wenige Gebäude, wie der Dom und der Dohnaturm, zeugen heute noch vom einstigen Glanz der Stadt, Heimat vieler Geistesgrößen. Wir besuchen das Grab von Immanuel Kant. Werden russische Oligarchen das Schloss jetzt wieder aufbauen? Beim Abendessen im Hotel, original mit Königsberger Klopsen, ist das beschwerliche Leben in der russischen Enklave bestimmt ein Thema. 180 km.
5. Tag: Auf der Kurischen Nehrung
Freuen Sie sich auf duftende Strandwälder und weiche Dünen: Das ist die Kurische Nehrung (UNESCO-Naturerbe). Russland und Litauen teilen sich die Landzunge. Wir passieren die Grenze und schauen uns in Nida mit seinen bunten Fischerhäusern um. Ein Abstecher an den Strand darf natürlich nicht fehlen! Der Rest des Tages steht Ihnen für eigene Entdeckungen zur Verfügung. Schön: Nichts spricht dagegen, ganz wie die Einheimischen einen abendlichen Spaziergang am Haff oder Meer zu machen - unser Hotel in Nida liegt ideal. Aber Vorsicht: Schneller als man denkt, passiert man dabei die sandige Grenze zu Russland. Fahrtstrecke 120 km.
Extra Tour:
Sie können den Rundgang in Nida auch in eine Rundfahrt verwandeln: Mieten Sie sich in Nida ein Fahrrad, kurven Sie durch den Ort oder radeln Sie gleich weiter nach Juodkrante. Nach vier Stunden sind Sie wieder zurück in Nida - wenn kein längeres Sonnenbad dazwischenkommt.
6. Tag: Klaipeda, Trakai und Vilnius
Unser erstes Ziel heute ist das Haus von Thomas Mann. Der Schriftsteller verbrachte einige Sommer auf der Nehrung. Danach setzen wir mit der Fähre über nach Klaipeda, das Ännchen von Tharau müssen wir ja grüßen. Unser nächster Stopp ist die Wasserfestung Trakai. Das mittelalterliche Herz des Landes schlägt wieder, auf unserer Bootsfahrt sehen wir die Festung von allen Seiten. Und bald schon heißt es - willkommen in Vilnius! 320 km. Zwei Übernachtungen in Vilnius.
7. Tag: Vilnius
Vilnius wirkt so märchenhaft verschlafen mit den vielen barocken Kirchen, dem Backstein des Gotischen Ensembles, der Universität und dem stattlichen Burgberg: Küssen wir es wach auf unserer Tour in die Altstadt (UNESCO-Kulturerbe). Mittags genießen wir im Restaurant Lokys litauische Küche. Der freie Nachmittag gehört ganz Ihnen. Bummeln Sie auf der Einkaufsmeile Gedimino-Prospekt und halten Sie wie die Litauer nach den neuesten Modetrends Ausschau. Oder möchten Sie lieber das KGB-Museum besuchen? Am freien Abend sollten Sie in einem Lokal unbedingt Krupnikas probieren, den litauischen Kräuterwodka mit Honig.
8. Tag: Lettischer Barock
Am Berg der Kreuze in Siauliai darf jeder, der möchte, ein Kruzifix aufstellen als Symbol des Glaubens und für die Freiheit - Papst Johannes Paul II. brachte das bisher größte mit. Kurz hinter der lettischen Grenze liegt das barocke Schloss Rundale: eine Sommerresidenz in der Provinz, geschaffen vom Architekten Rastrelli, dem Schöpfer der Petersburger Eremitage. Eine Bauernfamilie lädt uns ein zu Kaffee und Kuchen und einem kleinen Konzert mit dem traditionellen Zupfinstrument Kokle (Kantele). Wir sprechen über ihre Arbeit im Wechsel der Systeme - wie kommen sie mit der EU zurecht? 380 km. Zwei Übernachtungen in Riga.
9. Tag: Riga - Paris des Nordens
Den Stolz der Stadt präsentieren Dom und Petrikirche sowie die Kontore der Gilden. Sie gipfeln im restaurierten Schwarzhäupterhaus - dem mittelalterlichen Treffpunkt junger Kaufleute. So richtig hüpft das Herz im Jugendstilviertel rund um die Alberta iela. Nachmittags ziehen Sie auf eigene Faust los: Moderne Kunst säumt den Stadtkanal, in der Einkaufspassage Berga Bazars finden Sie viele junge Designer. Abends suchen Sie sich ein nettes Restaurant: Probieren Sie unbedingt Auksta Zupa - eine Rote-Bete-Suppe.
Extra Tour:
Keine Lust auf den gemeinsamen Stadtspaziergang? Sie können morgens sofort zum Zentralmarkt gehen: Bauern aus dem Umland bieten in und vor den Markthallen ihre Waren an. Direkt daneben befindet sich das Gebäude der Akademie der Wissenschaften: Die Rigaer nennen den sowjetischen Zuckerbäckerbau „Stalins Geburtstagstorte“ - von der Aussichtsplattform haben Sie einen super Blick über die Stadt.
10. Tag: Cesis in der Lettischen Schweiz
Durch die Lettische Schweiz rauscht die wilde Gauja. Das waldige Urstromtal ist ein Paradies für Flora und Fauna, und mittendrin liegt Cesis. In den mächtigen Mauern der einstigen Hansestadt wandern wir von der Ordensburg zur Johanniskirche. Eine Pracht ist auch das hölzerne Gutshaus von Orellen, Studiosus half beim Restaurieren. Beim Tee sprechen wir mit dem Verwalter über die bewegte Geschichte von alten deutsch-baltischen Adelsfamilien. Neues Land, altes Geld – seit 2011 hat Estland den Euro: neues Glück für das Land? Was trennt und eint sonst noch die baltischen Länder? Wie halten es die Esten mit dem großen Nachbarn Russland? Fragen über Fragen - Antworten gibt Ihr Reiseleiter. Nach kurzer Weiterfahrt kommen wir in Tallinn an. 390 km. Drei Übernachtungen in Tallinn.
11. Tag: Ein Tag in Tallinn
Tallinn erkunden wir von unten nach oben: Über holprige Gassen gehen wir vom mittelalterlichen Herz der Unterstadt hinauf zum Domberg, Sitz des Parlaments. Hinter den historischen Mauern (UNESCO-Kulturerbe) verbirgt sich höchste Hightech - in Estland läuft alles via Internet. Kredite, Wahlen, Strafzettel: alles digital! Am freien Nachmittag können Sie Tallinner Marzipan im Marzipanzimmer der Firma Kalev probieren. Moderne Kunst zeigt das preisgekrönte Museum Kumu, und schicke Souvenirs bieten die Werkstätten im Meisterhof. Abends erkunden Sie das kulinarische Angebot der Stadt auf eigene Faust. Fisch - sehr beliebt bei den Tallinnern - ist die Spezialität im Vertigo und Mooküla. Dann nichts wie raus: Es ist Samstagabend, und ganz Tallinn ist auf den Beinen.
12. Tag: Nationalpark Lahemaa
Ihr freier Tag in Tallinn: Den Esten an den Strand folgen und sich ein langes Bad in der Ostsee gönnen? Naturfreunde können den Reiseleiter in den Lahemaa-Nationalpark begleiten (70 €): ein Refugium am Ostseestrand für bedrohte Arten wie Seeadler, Nerz oder Biber. Wir besuchen die Güter Palmse und Sagadi und essen in einem traditionellen Gasthof zu Mittag. Gebührenden Abschied von Estland feiern wir abends gemeinsam in einem traditionellen Restaurant und stoßen mit einem Glas des estnischen Kultlikörs Vana Tallinn an. 80 km.
13. Tag: Adieu, Baltikum!
Am Vormittag fahren wir mit der Fähre nach Helsinki und haben am Hafen etwas Zeit für Sightseeing und Souvenirs. Am frühen Abend besteigen wir das Schiff nach Travemünde. Lassen Sie sich nach dem Abendessen von den Wellen in den Schlaf schaukeln oder schauen Sie in den Sternenhimmel - wo leuchtet das Kreuz des Ostens? Übernachtung an Bord in einer Außenkabine.
14. Tag: Ein Tag auf See
Probieren Sie alles aus, was ein modernes Passagierschiff zu bieten hat: Restaurants, Fitnessstudio, Leseraum und natürlich die ganzen Sonnendecks. Entspannter kann ein Urlaub gar nicht enden. Gegen 21 Uhr erreichen wir Travemünde und unser Hotel.
15. Tag: Heimwärts
Entweder reisen Sie direkt von Travemünde aus mit der Bahn nach Hause oder Sie fahren mit unserem Bus bis zum Berliner Hauptbahnhof (Ankunft ca. 14 Uhr) und machen sich von dort auf den Heimweg.
Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten!