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Wales, das ist auch für Freunde Großbritanniens häufig noch ein Geheimtipp! Gerade deshalb ist es ein so reizvolles Reiseziel. Wir fahren durch sattgrüne Täler, entlang des Snowdon, zu tiefblauen Seen und stehen vor den mächtigen Burgen der normannischen Eroberer. Außerdem lernen wir die Waliser kennen, ein grundsympathischer Menschenschlag.
1. Tag Anreise nach Wales
Im Laufe des Tages kommen wir in Cardiff an und begeben uns gleich zu unserem zentral gelegenen Hotel. Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die walisische Hauptstadt ein unbedeutendes Fischerdörfchen. Erst durch den Kohleabbau kam Leben und Reichtum. Heute präsentiert sich Cardiff dem Besucher als überschaubares Schatzkästchen urbaner Schönheit. Überzeugen wir uns bei einem ersten gemeinsamen Spaziergang davon! Zwei Übernachtungen in Cardiff. (A)
2. Tag Die Hauptstadt von Wales
Im Museum of Welsh Life, das den walisischen Volkstraditionen gewidmet ist, begutachten wir typische und rekonstruierte Häuser, Schulen und Bauernhöfe. Während einer Stadtrundfahrt erkunden wir dann den Hafen und das Cardiff Castle im Zentrum der Metropole. Wir schauen tief in den Schlund der Geschichte: Die Burgmauern des verschwenderisch ausgestatteten Schlosses ruhen auf 2.000 Jahre alten römischen Fundamenten. (F, A)
3. Tag Im Brecon Beacon-Nationalpark
Vor 150 Jahren rauchten die Schlote von Blaenavon und mehr als 1.000 Mann fuhren in die Kohlegruben der Stadt hinab. Heute herrscht Stille über Zechen und Eisenhütten. Aber im »National Coal Museum«, das wir vor Ort besuchen, ist umso mehr los. Brecon gibt sich da beschaulicher. Mit seinen schmalen Straßen und urigen kleinen Läden ist der Ort der natürliche Mittelpunkt der weiten, offenen Landschaft des Brecon Beacon-Nationalparks im Süden von Wales. Drei Übernachtungen bei Cardigan. 220 km (F, A)
4. Tag St. David's - kleinste Stadt Großbritanniens
Pembroke Castle ist ein weithin sichtbares Zeichen der normannischen Herrschaft im mittelalterlichen Wales. Wenn wir die Burg besuchen, stellen wir schnell fest, dass es kaum einen besseren Platz für den Bau gab. Von drei Seiten vom Fluss Pembroke umgeben, die vierte Seite stark befestigt. Von großen Burgen zu kleinen Städten: Ohne seine Kathedrale, immerhin die größte in Wales, wäre St. Davids mit seinen rund 1.700 Einwohnern keine Stadt. Da aber der Nationalheilige David hier schon im 6. Jahrhundert ein Kloster gegründet haben soll, lassen wir ihr den Titel. 145 km (F, A)
5. Tag Auf den Spuren von Dylan Thomas
Beim Fluss Taff stoßen Sie auf den Ort Laugharne. Fast direkt über dem Wasser befindet sich das Dylan Thomas Bootshaus. Er lebte vier Jahre in diesem Ort. Und es muss der fantastische Ausblick gewesen sein, der ihn zu seinem berühmten Werk »Unter dem Milchwald« inspirierte. Im malerischen Hafenstädtchen Tenby mit seinen kleinen engen Gassen machen wir eine kleine Mittagspause. Bei unserem Besuch in Picton Castle können wir schnell sehen, dass die Burg im 13. Jahrhundert als trutzige Verteidigungsanlage gebaut wurde. Auch wenn die Nachfahren des Erbauers Sir Wogan, die heute noch hier wohnen, es sich in den vergangenen Jahrhunderten sichtlich gemütlich gemacht haben. 165 km (F, A)
6. Tag Die Berge von Snowdonia
Mount Snowdon ist mit seinen 1.085 Metern der höchste Berg von Wales. Er gibt auch dem ihn umgebenden Nationalpark seinen Namen - Snowdonia. Das einzigartige Naturschutzgebiet und beliebte Ziel für Wanderer bietet zerklüftete Berge, wildes Moor und spektakuläre Küsten. Auf unserem Weg nach Caernarfon können wir uns persönlich davon überzeugen. Mit dem Bau der Burg von Caernarfon, in der übrigens Charles als Prince of Wales feierlich eingesetzt wurde, im Jahr 1283, war das Kapitel der Eroberung von Wales endgültig abgeschlossen. Zwei Übernachtungen in Caernarfon. 225 km (F, A)
7. Tag Mit der Schmalspurbahn im Nordwesten
Der Bodnant Garden zählt zu den schönsten Gärten in ganz Großbritannien. Wir genießen seine herrliche Lage und die gekonnt natürlich gestalteten Terrassen in aller Ruhe, bevor wir ein Ausbildungszentrum für professionelle Hütehunde besuchen: Schön zu sehen, wie perfekt Herrchen und Hund zusammen arbeiten. Im malerischen Ort Betws-y-Coed müssen wir nicht unbedingt beten, auch wenn der walisische Name »Bethaus im Wald« bedeutet. In Porthmadog steigen wir auf die Bahn um: Mit der Ffestiniog-Kleinspurbahn, der ältesten Privateisenbahn der Welt, dampfen wir durch das County Gwynedd im Nordwesten von Wales. 125 km (F, A)
8. Tag Historisches Chester
Wir verlassen Wales, aber auch jenseits der Grenze zu England gibt es für uns viel zu erleben. Zum Beispiel die wunderschöne Stadt Chester mit ihren römischen Wurzeln. Das antike Straßenmuster ist bis heute erhalten geblieben, die Stadt nach wie vor von dicken Stadtmauern umgeben. Auch in der normannischen Kathedrale wird uns schnell deutlich: In Chester atmet alles Geschichte. Ein letztes Kleinod auf der Reise: Shugborough House. Im Haus selbst beeindruckt vor allem die luxuriöse Ausstattung des 17. und 18. Jahrhunderts, an den Gartenanlagen scheint deutlich die Bewunderung durch, die englische Landadlige der antiken Architektur entgegen brachten. Eine Übernachtung bei Birmingham. 275 km (F, A)
9. Tag Rückreise
Die gemeinsame Rückfahrt zum Flughafen nach Cardiff führt uns vor unserer Heimreise noch zu den Ruinen von Tintern Abbey, die sich seit 1131 malerisch von den grünen Tälern des Flusses Wye abheben. Auch ohne den Dachstuhl lebt in diesem Meisterwerk mittelalterlicher Architektur der Geist des Zisterzienserordens weiter. 210 km (F)
Flugplan-, Hotel- und Programmänderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten.
(F=Frühstück, A=Abendessen)