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Eine der dichtesten und reichsten Kulturregionen Europas wollen wir zwischen Mailand und Venedig entdecken. Für mich als Kunsthistorikerin und langjährige Freundin der italienischen Lebensart zugleich eine Freude und eine Herausforderung, die ich gerne annehme. Denn jede Stadt und jeder Ort auf unserer Route hat seine eigene welt- und kunstgeschichtliche Bedeutung, der wir gemeinsam auf den Grund gehen.
1. Tag Anreise nach Cremona
Sie fliegen über die Alpen nach Mailand und beziehen erst einmal Ihr Hotel im Zentrum von Cremona (150 km). Gemeinsam geht es dann zu einem ersten Spaziergang, der Lust auf die intensive Besichtigung morgen macht. Bei einem Abendessen lassen wir den Tag ausklingen und lernen uns ein wenig besser kennen. Drei Übernachtungen in Cremona. (A)
2. Tag Cremona und die Kartause von Pavia
Wenn man genau hinhört, durchzieht Cremona der Klang feiner Geigen. Andrea Amati arbeitete hier im 16. Jahrhundert, die Geigenbauerfamilien der Guarneri und Stradivari begründeten im 18. Jahrhundert endgültig den Ruhm der Geigenstadt. Wir besuchen den Dom und besteigen den 111 Meter hohen Glockentrum »Torazzo«. Hier haben wir einen wunderbaren Blick über die Stadt, den Fluss Po und die weite Ebene. Nur neun Kilometer weiter, in Certosa di Pavia, stehen wir vor einer der prachtvollsten Kirchenfassaden Oberitaliens. Im späten 14. Jahrhundert gründeten die Kartäuser hier ein Kloster, die Fassade ist ein Meisterwerk der Renaissance. 200 km (F)
3. Tag Mailand - Metropole des Nordens
Mit der Bahn fahren wir nach Mailand, die Hauptstadt Norditaliens und Zentrum der Modewelt. Ganz in Ruhe schauen wir uns bei einem Rundgang an, was die Stadt zu bieten hat: Der fialengekrönte gotische Mailänder Dom bietet schon von außen einen wunderbaren Anblick. Im Inneren überwältigt uns die Farbigkeit der alten Fenster, die uns biblische Geschichten erzählen. Die elegante Galleria Vittorio Emanuele II., wenige Meter jenseits des Domplatzes, ist hingegen eine Kathedrale des Konsums. Wenn Sie schon immer wissen wollten, warum Italiener stets stilvoll und adrett gekleidet sind, hier finden Sie es garantiert heraus. Das mächtige Castello Sforzesco, das wir gemeinsam umrunden, diente schon den Visconti und Staufern als Residenz, in der heute sichtbaren Form wurde es vom ersten Mailänder Herzog aus dem Hause der Sforza errichtet. In der Kirche Sant'Ambrogio gehen wir weit zurück in die Geschichte des frühen Christentums. Der Heilige Ambrosius, übrigens der Patron Mailands, ließ die Basilika im vierten Jahrhundert errichten und wurde auch hier begraben. (F)
4. Tag Verona und Fahrt ans Meer
Wir packen unsere Koffer, fahren von Cremona nach Verona und machen uns auf die Suche nach Spuren der unglücklichen Liebe von Romeo und Julia. Erst einmal aber besuchen wir die romanische Basilika San Zeno, bewundern die Paläste, die den Piazza dei Signori säumen. Vor dem Dante Denkmal mitten auf dem Platz erinnern wir uns an den größten italienischen Dichter und seine »göttliche Komödie«. Dann sehen wir das Haus der Capulettis und den berühmten Balkon der Julia. Was für eine Geschichte! Wir spazieren an der römischen Arena Veronas vorbei, in der die jährlichen Opernfestspiele stattfinden. Schließlich fahren wir weiter, durch die wasserreiche Ebene des Veneto, unserem nächsten Ziel entgegen: Sottomarina di Chioggia an der Adria. Abends essen wir gemeinsam im Restaurant des Hotels. Vier Übernachtungen in Sottomarina di Chioggia. 250 km (F, A)
5. Tag glanzvolles Ravenna
Freuen wir uns heute auf Ravenna. Weströmische Hauptresidenz, ostgotische Hauptstadt und frühchristliches Panoptikum. Die Mosaiken von San Vitale und die Kirchen Sant Apolinare in Classe e Nouvo sind wahre Wunderwerke spätantiker und byzantinischer Baukunst. Das Grab Theoderichs ist das beste Beispiel ostgotischer Baukunst in Italien. Vom König selbst und seinem Sarkophag ist nichts erhalten. Der Arianer fiel der »damnatio memoriae«, der Auslöschung der Erinnerung zum Opfer, als 540 n. Chr. Byzanz die Stadt eroberte. Auch Dante liegt in Ravenna begraben und sein Grab werden wir sehen. Florenz hatte den Unbotmäßigen ins Exil geschickt und so starb er fern der Heimat 1321 n. Chr. Nach so viel Kultur und Geschichte bleibt Ihnen vor der Rückfahrt Zeit, bei Dolci und Cappuccino das Flair der Stadt individuell zu genießen. 195 km (F)
6. Tag über Padua nach Vicenza
Padua ist eine der ältesten Städte Italiens und seit dem 13. Jahrhundert prägen Universität, Professoren, Studenten, Intellektuelle und solche, die es einmal werden wollen, das Stadtbild. Ihr Treffpunkt ist seit eh und je das Café Pedrocchi, einmal das größte Kaffeehaus Europas. Mischen wir uns unter das gelehrte Volk und hören wir, was sie zu sagen haben. Dann statten wir der Basilica di Sant'Antonio einen Besuch ab und hören an seinem Grab die Geschichten und Legenden über den Heiligen Antonius von Padua. Unser zweites Tagesziel ist Vicenza. Rund um die zentrale Piazza dei Signori hat sich der berühmte Renaissancearchitekt Andrea Palladio verewigt - zum Beispiel mit der Basilika und seinem letzten Werk, dem Teatro Olimpico. Palladios Interpretation antiker Vorgaben im Inneren ist bis heute ein ästhetischer Hochgenuss. 180 km (F)
7. Tag Lagunenstadt Venedig
Venedig, la Serenissima! Wohl der schönste Ort, um eine Norditalienreise ausklingen zu lassen. Wir setzen mit dem Boot in die Lagunenstadt über, landen am Markusplatz und lassen unseren Blick über die Piazza schweifen. So haben wir es uns immer vorgestellt: Die Prokuratien, die Campanile und die grandiose Fassade des Doms San Marco. Im Inneren des byzantinischen Baukörpers herrscht eine ganz besondere Atmosphäre, verstärkt durch Kunstwerke und meisterhafte Mosaike. Dann wieder aufs Wasser. Mit dem Vaporetto fahren wir über den Canale Grande und kommen zur Rialto-Brücke. Santa Maria Gloriosa dei Frari ist eine der größten gotischen Kirchen der Stadt und beherbergt zwei der Hauptwerke Tizians. Die Bilder seines Konkurrenten Tintoretto sehen wir gleich nebenan in der Scuola Grande di San Rocco. Bevor es wieder Richtung Hotel geht, bleibt uns Zeit, uns ganz individuell von Venedig zu verabschieden. Warum nicht bei einem Glas Prosecco oder einem Bellini? (F, A)
8. Tag Rückreise
Ciao, bella Italia. Heute geht es zum Flughafen und zurück in die Heimat. Es sei denn, Sie wollen sich noch einige Tage in Ihrem Hotel in Sottomarina di Chioggia erholen. Dann wünschen wir Ihnen viel Vergnügen! (F)
Flugplan-, Hotel- und Programmänderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten.
(F=Frühstück, A=Abendessen)
Hier finden Sie Informationen zu ausgewählten Sehenswürdigkeiten der Rundreise.
2. Tag Pavia - Kloster "Certosa di Pavia"
Mailand - Burg Castello Sforzesco
4. Tag Verona - Basilika San Zeno
Verona - Dante-Denkmal
Verona - Haus der Capulettis
Verona - Piazza dei Signori
5. Tag Ravenna - Kirchen Sant Apollinare in Classe e Nouvo
6. Tag Verona - Piazza dei Signori
Vicenza - Teatro Olimpico
7. Tag Venedig - Piazza San Marco
Venedig - Scoula Grande di San Rocco
Venedig - Kirche S. M. Gloriosa dei Frari
Hier finden Sie Informationen zu Städten der Rundreise.
Cremona
Pavia
Ravenna
Eine der bekanntesten, beliebtesten und meist besuchten Regionen Italiens ist ganz ohne Zweifel die Toskana, sie ist nicht nur für ein herrliches Klima und traumhafte Strände bekannt sondern auch für ihre kunstgeschichtlich und historisch bedeutenden Städte wie Pisa, Siena, San Gimignano und natürliche allen voran Florenz. Die prächtige Stadt am Arno wird nicht umsonst als „italienisches Athen“ bezeichnet.
Die mittelitalienische Großstadt mit ihren mehr als 371.000 Einwohnern überzeugt vor allem auf Grund ihrer zahlreichen überragenden Sehenswürdigkeiten wie dem Dom, der Ponte Vecchio (älteste Brücke über den Arno), den Uffzien und den Renaissancepalästen. Aber auch die Museen und Gärten der Stadt sind einen Besuch wert.
Vicenza
Padua
Diese Übersichtsseite dient zur Information zu möglichen Reisezielen. Genaue Leistungsinhalte der Rundreise entnehmen Sie bitte dem Reiseverlauf und den Inklusivleistungen.