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Marokko und Andalusien - schon die Namen klingen verheißungsvoll! Es gibt keine zweite Reise, die Ihnen die vielfachen Verflechtungen von Orient und Okzident im westlichen Mittelmeerraum so hautnah vermittelt. Beide Länder diesseits und jenseits der Straße von Gibraltar versprechen eine Fülle fantastischer Erlebnisse, und ich werde Ihnen als Kultursoziologe echte Begegnungen in kontrastreichen Landschaften und uralten Städten ermöglichen.
1. Tag Anreise nach Casablanca
Eine Reise in zwei Länder, getrennt durch das Mittelmeer und geeint durch eine vielfach ineinander verwobene Kultur und Geschichte! Sie landen in Casablanca und werden schon am Flughafen begrüßt. Anschließend fahren wir gemeinsam ins Hotel.
2. Tag Casablanca - Marrakesch
In Casablanca, der größten Stadt Marokkos, beginnen wir den Tag, schauen uns ein wenig um und sehen dabei die große moderne Moschee Hassan II., wenn auch nur von außen. Dann nehmen wir unser erstes Ziel ins Visier. Wir reisen nach Süden, nach Marrakesch. In den Souks von Marrakesch lassen wir uns treiben und von Geräuschen, Gerüchen und Farben betören, bevor wir uns auf dem legendären Gauklerplatz Djemaa el Fna staunend um die eigene Achse drehen. 210 km (F, A)
3. Tag Marrakesch: Al Hamra, die Rote
Wir beginnen gleich nach dem Frühstück mit der Besichtigung. Kleinode maurischer Baukunst wie die Nekropole der Saadier, der prächtige Bahia-Palast und die Medersa Ben Youssef stehen auf unserem Programm. Wie sah die Karawanenstadt früher aus? Beim
Anblick des Minaretts der Koutoubia-Moschee und der Ruine des Badi-Palastes können wir uns das ein wenig vorstellen. Den Rest des Tages können Sie individuell die Stadt erkunden. Unser Tipp: Wie wäre es mit einem »thé á la menthe«, einem frischen Pfefferminztee, auf einer der zahlreichen Café-Terrassen rund um den Gauklerplatz? (F, A)
4. Tag Marrakesch - El Kelaa M'Gouna
Wir fahren auf einer atemberaubenden Straße in die Bergwelt des Hohen Atlas. Auf dem rund 2.260 Meter hohen Tichka-Pass genießen wir das Panorama, gelangen dann in eine immer karger werdende Landschaft, die uns schon an die Wüste denken lässt. Wir erreichen das schönste Wehrdorf des Südens, den Ksar von Ait Benhaddou, von der UNESCO mit dem Welterbetitel geadelt, und besichtigen eine der berühmten Wohnburgen. Weiter geht die Fahrt über Ouarzazate auf die Straße der Kasbahs, bis uns ein unwiderstehlicher Duft ankündigt, das wir uns der für ihr Rosenöl berühmten Oase von El Kelaa M'Gouna nähern. 320 km (F, A)
5. Tag El Kelaa M'Gouna - Erfoud
Heute schlängeln wir uns durch das Dadestal mit den schönsten Landschaften des Hohen Atlas. Wir gelangen jetzt tatsächlich in die Wüste und fahren über Tinerhir in die spektakuläre Todhraschlucht. Nach der Mittagspause geht es weiter nach Erfoud im Zentrum des Tafilalt, der größten Oase Marokkos voller Dattelpalmen. In Jeeps fahren wir zu den Sanddünen des Erg Chebbi (Ausflug je nach Jahreszeit auch am Vorabend) - manche Dünen sind 100 Meter hoch - und lassen die Abenddämmerung in der Sahara auf uns wirken. 180 km (F, A)
6. Tag Erfoud - Fès
Wir folgen zunächst dem Lauf des Oued Ziz mit seinen Schilfgürteln bis in die Ausläufer des Hohen Atlas. Nach der Mittagspause in Midelt gelangen wir durch wunderschöne Landschaften über den Mittleren Atlas nach Ifrane - die Schweiz Marokkos und tatsächlich ein Wintersportgebiet! Hätten Sie hier mit einem Wald gerechnet? Wir spazieren inmitten von Zedern. Am Abend erreichen wir das altehrwürdige Fès, im Mittelalter wirtschaftliches und geistiges Zentrum des Landes. 430 km (F, A)
7. Tag Fès: Stadt der Lehre
Heute widmen wir uns der größten Medina Nordafrikas. Wir erleben mit all unseren Sinnen die Souks der Gerber und Färber, besuchen die Stätten islamischer Gelehrsamkeit, die Kairaouine-Moschee und die Attarine-Medersa sowie die überaus bunten Märkte und Gassen im Souk. Im Töpferviertel wird die berühmte blau-weiße Keramik hergestellt. Weiter erkunden wir das im 14. Jahrhundert gegründete Fès el Jedid - »Neu-Fès« - mit dem Königspalast, den wir nur von außen betrachten können, und dem ehemaligen Judenviertel Mellah. Wir lassen den Tag am blauen Tor Bab Boujeloud ausklingen. (F, A)
8. Tag Fès - Tanger
Wir verlassen Fès und machen über den Wallfahrtsort Moulay Idriss einen Abstecher in die römische Vergangenheit Marokkos. In der alten römischen Stadt Volubilis bewundern wir die gut erhaltenen Bodenmosaiken - ihretwegen wurde auch Volubilis zur UNESCO-Welterbestätte. Wir fahren hinauf ins Marktzentrum Chefchaouen im Herzen des Rifgebirges, das erst mit dem Zustrom maurischer und jüdischer Flüchtlinge aus Andalusien zu neuer Größe kam. Wir spazieren durch die pittoreske Altstadt und haben fast schon das Gefühl, jenseits der Meerenge von Gibraltar zu sein. Nach einer eindrucksvollen Fahrt an die Nordwestspitze des afrikanischen Kontinents erwartet uns das mythenumwobene Tanger. 410 km (F, A)
9. Tag Tanger - Sevilla
Andalusien wartet! Mit der Fähre setzen wir von Tanger nach Tarifa über und fahren weiter nach Gibraltar. Schon von weitem ragt der Felsen ins Bild. Am Ortseingang der Kronkolonie begrüßen uns die wuchtigen Festungsmauern. In der Stadt kommt dann der Kulturschock - hier sieht es aus wie in England, nur die Autos fahren rechts. Minibusse bringen uns auf den Felsen hinauf, zu den Lieblingsplätzen der berühmten Berberaffen. Unser Tagesziel ist die andalusische Hauptstadt Sevilla. 250 km (F, A)
10. Tag Sevilla: Hauptstadt Andalusiens
Sevilla - die Mondäne, die Stadt der Romantiker! Wir machen uns auf zu einer Tour durch die Stadt und lernen alles kennen, was die Stadt zur Berühmtheit gemacht hat. Ein Höhepunkt ist die gotische Kathedrale mit der Giralda. Erinnert der Glockenturm unser geschultes Auge nicht an ein almohadisches Minarett? Richtig, unter der Kathedrale liegen die Fundamente der Freitagsmoschee. Im Alcázar sehen wir, wie sehr die Ästhetik der Mauren auf das christliche Spanien des 14. Jahrhunderts abfärbte. Der Palast des kastilischen Königs sieht aus wie ein Schloss aus 1001 Nacht. Beim Bummel durch das Labyrinth des alten Viertels Santa Cruz bezaubert uns das romantische Sevilla. (F, A)
11. Tag Sevilla - Córdoba
Heute fahren wir nach Córdoba, im Mittelalter die Hauptstadt des islamisch geprägten Spanien. Von den ehemals 500 Moscheen steht nur noch die Mezquita. Uns empfängt im Halbdunkel der Säulenwald einer der schönsten Sakralbauten der Welt. Dass nicht nur Christen und Muslime im mittelalterlichen Andalusien lebten, macht unser Spaziergang im jüdischen Viertel deutlich. Unvermittelt stehen wir vor einer kleinen Synagoge des 14. Jahrhunderts, ein letzter Zeuge einer einst blühenden Kultur. Von der zweitausend Jahre alten römischen Brücke aus genießen wir schließlich das imposante Altstadtpanorama. 180 km (F, A)
12. Tag Córdoba - Granada
Sagenumwoben ist die Ausgrabungsstätte von Madinat al-Zahra. Die alte Palaststadt aus der Zeit des Omayyaden-Kalifats liegt am westlichen Rand Córdobas, an den grünen Hängen der Sierra Morena. Durch das weltgrößte Olivenanbaugebiet machen wir uns auf nach Granada, die dritte der großen »maurischen« Städte Spaniens. Wir mischen uns in den Gassen des alten arabischen Albaicín-Viertels unters vergnügungswillige Volk. Von hier eröffnen sich betörende Ausblicke auf die Alhambra und die Sierra Nevada. 170 km (F, A)
13. Tag Maurisches Granada
Die rote Burg der Alhambra und die schönen Gartenanlagen des Generalife: Für uns der Höhepunkt des Tages, für die früheren nasridischen Herrscher der Höhepunkt ihres Schaffens! Die Renaissancekathedrale mit der Capilla Real und den Gräbern der katholischen Herrscher Ferdinand von Aragón und Isabella von Kastilien, die unten in der christlich geprägten Altstadt auf uns warten, zeigen uns die andere Seite der Medaille. Den Tag sollten Sie unbedingt in einer der zahlreichen Bars im Albaicín bei einem Gläschen »Fino« und Tapas ausklingen lassen. (F, A)
14. Tag über Ronda an die Küste
Von der Bergstadt Ronda aus genießen wir spektakuläre Aussichten auf die Schlucht, über der sie thront. Wir unternehmen einen Rundgang durch die Altstadt zu Spaniens ältester ganz aus Stein errichteter Stierkampfarena. 6.000 Zuschauer können sich hier an diesem Schauspiel weiden. Außerdem besuchen wir den Palacio de Mondragón, heute ein kleines Museum und früher ein maurischer Stadtpalast. Wir übernachten in Torremolinos an der Costa del Sol. 220 km (F, A)
15. Tag Abschied von Spanien
Wenn die Zeit es zulässt, können Sie einen letzten Bummel an der Costa del Sol unternehmen. Dann geht es zurück in die Heimat, wenn Sie sich nicht für einige weitere Tage am Meer entschieden haben. (F)
Flugplan-, Hotel- und Programmänderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten.
(F=Frühstück, A=Abendessen)