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Zentralspanien ist für mich eine der schönsten und sehenswertesten Regionen meiner Heimat: auf der einen Seite unsere Hauptstadt, die pulsierende Kapitale Madrid, auf der anderen Seite altkastilische Städte wie Toledo, Salamanca und Segovia, mit einer Gemütslage irgendwo zwischen archaisch, stolz und lebensfroh. Und dazwischen wir! Ich freue mich, Ihnen mein Kastilien zu zeigen.
1. Tag Anreise nach Madrid
Viva Madrid! Nach dem Flug und der Fahrt zum Hotel können Sie langsam ein Gefühl für die brodelnde Hauptstadt Spaniens bekommen. Wonach steht Ihnen der Sinn? Ein entspannter Spaziergang im Retiro-Park? Eine Entdeckungsreise durch die europäische Kunstgeschichte im Museum Thyssen-Bornemisza? Abends treffen Sie erstmals auf Reiseleiter und Mitreisende und essen gemeinsam zu Abend. Zwei Übernachtungen in Madrid. (A)
2. Tag Kunst in Madrid
Die Highlights Madrids an einem Tag! Wie sich diese für europäische Verhältnisse recht ungewöhnliche Hauptstadt entwickelt hat, lernen wir bei unseren Streifzügen mit Bus und per pedes. Anschließend können wir das Madrid der Habsburger vom Madrid der Bourbonen und den modernen Megabauten des 21. Jahrhunderts unterscheiden. Mit dem Prado erwartet uns dann ein Höhepunkt der Reise. Unmöglich, die mehr als 3.000 Gemälde bei einem Besuch auch nur annähernd zu erfassen. Deshalb konzentrieren wir uns auf die spanischen Künstler El Greco, Goya und Velázquez. Für die Freizeit danach haben wir einen Tipp! Wenn Sie der bildenden Kunst nicht überdrüssig sind, entdecken Sie die moderne Seite spanischer Malerei im Museum Reina Sofia, inklusiv Picassos Monumentalgemälde »Guernica«. Am Abend nähern wir uns Spanien von der kulinarischen Seite, bei einem gemeinsamen Tapas-Essen in einem typischen Restaurant. 25 km (F, A)
3. Tag Königliche Gärten in Aranjuez
»Die schönen Tage von Aranjuez sind vorbei«, klagt Domingo in Schillers Don Carlos. Wir werden uns einige schöne Stunden in den Gartenanlagen und der Umgebung des bourbonischen Schlossbaus machen, bevor wir nach Toledo, der alten Hauptstadt des westgotischen Spaniens, fahren. Schon der erste Blick auf die Stadt vom gegenüberliegenden Tajoufer ist atemberaubend. Stolz erheben sich die christlichen Klöster und Kirchen aus dem alten Gewirr der Gassen. Die Kathedrale gehört zu den eindrucksvollsten gotischen Schöpfungen der iberischen Halbinsel - ganz wie es sich für den Sitz des Primas der katholischen Kirche Spaniens gehört. Eine Übernachtung in Toledo. 130 km (F, A)
4. Tag Toledo: Stadt der drei Kulturen
Eine Stadt - drei Kulturen! Unter diesem Motto steht der zweite Rundgang durch Toledo. Wir besuchen historische Bauwerke der drei großen Buchreligionen: Die ehemalige Synagoge Santa María la Blanca, die kleine Kirche Santo Tomé mit der großformatigen »Grablege des Grafen von Orgaz« El Grecos, das Kloster San Juan de los Reyes und die ehemalige Moschee Cristo de la Luz. Jenseits der Sierra de Gredos liegt unser Tagesziel: Avíla, trutzig ummauertes Sinnbild der Wiedereroberung Spaniens durch die Christen. Wir machen uns in der Basilika San Vincente mit dem Martyrium des heiligen Vinzenz vertraut und besichtigen die Kathedrale. Wenn es eines Belegs für die Wehrhaftigkeit der Stadt im Mittelalter bedürfte, hier finden wir ihn. Der Chor der Kathedrale ist in die Stadtmauer integriert. Wir übernachten im historischen Ambiente eines alten Palastes in Avíla. 160 km (F, A)
5. Tag Studentisches Salamanca
Düsteres Sinnbild der Inquisition ist das Kloster Santo Tomás vor den Toren Ávilas, Sitz des Großinquisitors. Salamanca, eineinhalb Fahrstunden weiter westlich gelegen, präsentiert sich umso heiterer. Dafür sorgt der großflächig verbaute rötlich schimmernde Sandstein, der die historischen Bauten der Stadt ziert, genauso wie die Studenten, die Salamanca bevölkern. Sie erinnern uns daran, dass wir in der ersten Universitätsstadt Spaniens sind. In den alten Hörsälen sehen wir, dass Graffitis durchaus kein neuzeitliches Phänomen sind, die beiden Kathedralen öffnen wunderschön den gesamten Spannungsbogen der Gotik zwischen dem 12. und dem 16. Jahrhundert und im Kloster St. Esteban ist es Zeit, an die Rolle des Dominikanerordens bei der Missionierung Lateinamerikas zu erinnern. Den Tag sollten Sie unbedingt bei einem café cortado in der guten Stube der Stadt, dem Plaza Mayor, ausklingen lassen. Eine Übernachtung in Salamanca. 100 km (F)
6. Tag Ritterliches Flair in Altkastilien
Wir beginnen den Tag gemütlich. Bevor wir am späten Vormittag nach Segovia aufbrechen, können Sie sich noch einmal in aller Ruhe unter die Bewohner Salamancas mischen und in den Alltag der Stadt eintauchen. In Segovia besuchen wir eine altkastilische Bilderbuch-Stadt. Das römische Aquädukt am Eingang zur Altstadt steht seit 2.000 Jahren auf festen Fundamenten und hält auch ohne Mörtel. Der Plaza Mayor wird von der spätgotischen Kathedrale und der Krönungskirche Isabels von Kastilien begrenzt und am Ende der Oberstadt thront der märchenhafte Alcázar über allem. Eine Übernachtung in Segovia. 100 km (F, A)
7. Tag El Escorial und Madrid
Am südlichen Abhang des Sierra de Guadarrama-Gebirges, auf 1.000 Metern Höhe, lag Mitte des 16. Jahrhunderts ein kleines Dorf: El Escorial, »Schlackenhalde« auf Deutsch. Hier, weit weg von den politischen Zentren seiner Zeit, baute Philipp II. einen Palast, der Kloster, Palast, Bibliothek und Grablege vereinen sollte, als Sinnbild seiner Vorstellung einer universalen Monarchie. San Lorenzo de El Escorial, der größte Renaissancebau der Welt, war geboren. Nach dem Besuch fahren wir nach Madrid, wo Sie den Nachmittag nach Lust und Laune verbringen können. Eine Übernachtung in Madrid. 185 km (F, A)
8. Tag Rückreise oder Anschlussaufenthalt
Je nachdem, wann Ihr Flug Richtung Heimat geht, bleibt Ihnen in Madrid noch Zeit für einen letzten Stadtbummel. Es sei denn, Sie haben sich für einige Tage Urlaub nach der Reise entschieden - dann wünschen wir Ihnen noch aufregende Tage in dieser spannenden Stadt. (F)
Flugplan-, Hotel- und Programmänderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten.
(F=Frühstück, A=Abendessen)