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Die rätselhaften Hethiter waren bis in das 19. Jahrhundert so gut wie unbekannt. Dabei hat dieses kleinasiatische Volk des Altertums vor rund 3.000 Jahren ein Reich aufgebaut, das es durchaus mit Ägypten aufnehmen konnte. Folgen Sie mir auf den Spuren der Hethiter, bevor wir in Kappadokien eine der schönsten Landschaften meiner Heimat besuchen und uns von den »Tanzenden Derwischen« in Konya verzaubern lassen.
1. Tag Willkommen in Ankara
Über Istanbul fliegen Sie nach Ankara, seit 1923 Hauptstadt der Türkei. Wir machen es uns erst einmal in unserem Hotel gemütlich und freuen uns auf die bevorstehende Reise. Eine Übernachtung in Ankara.
2. Tag Hattuscha: Welt der Hethiter
Gehen wir 3.500 Jahre zurück in die Geschichte. Neben Ägypten und Assyrien war es vor allem das Reich der Hethiter, das den östlichen Mittelmeerraum und den Vorderen Orient beherrschte. Hattuscha war die Hauptstadt des "Volkes der 1.000 Götter". Schnell wird uns angesichts der beeindruckenden Ruinen der Stadt, vor dem Löwen-, dem Königs- und dem Sphinxtor deutlich, dass wir im Machtzentrum einer entwickelten Hochkultur stehen. Den religiösen Vorstellungen der Hethiter nähern wir uns im Felsheiligtum Yazilikaya an und bestaunen die großartigen Götterreliefs. Eine Übernachtung in Corum. 250 km (F, A)
3. Tag Malerisches Kappadokien
Unsere Spurensuche führt uns nach Süden, nach Alacahöyuk. Hier stoßen wir auf Königsgräber des 3. vorchristlichen Jahrtausends. Hethitisch oder hattisch? Wir klären die Frage vor Ort! Dann erwartet uns Kappadokien. Über Yozgat kommen wir nach Kayseri, die Hauptstadt der Region, schauen uns die Huant Hatun Moschee an und stellen fest, das sich der Döner Kümbet, das »drehende« Grabmal der Prinzessin Chian Hatun, nicht wirklich dreht: Es ist aber formvollendet rund und zudem ein wunderbares Beispiel der Sakralarchitektur der Seldschuken. Wir übernachten dreimal in Urgüp. 350 km (F, A)
4. Tag Kappadokien: Land der Feenkamine
Einzigartig, bizarr, atemberaubend - bei unserer ersten Fahrt durch Kappadokien werden uns die Adjektive nicht ausgehen. Und die Naturwunder der Region werden der Beschreibung mehr als gerecht. Spätestens nach dem Blick vom Burgfelsen Uchisar aus werden wir von der einmaligen Tuffsteinlandschaft gefesselt sein. Das gesamte Gebiet ist von Felsenwohnungen und -kirchen durchzogen, von denen wir einige in Göreme bestaunen werden. Die ältesten der fantastischen Freskenmalereien stammen aus dem 4. Jahrhundert. Dann geht es unter die Erde. In der unterirdischen Stadt Derinkuyu steigen wir durch labyrinthartige Gänge immer tiefer hinab. 80 km (F, A)
5. Tag Wanderung durch das Rote Tal
Die Kunst der Teppichknüpferei ist untrennbar mit Kappadokien verwoben, und das in mancherlei Hinsicht. Viele der Muster, die wir bei einem Besuch einer Manufaktur sehen werden, werden seit Jahrhunderten überliefert. Und für die Frauen, die gekonnt die Teppiche herstellen, bringt ihre Arbeit gesellschaftliche Anerkennung und einen mehr als willkommenen Verdienst. Anschließend wandern wir durch das Rote Tal, sehen die Mönchklausen in den Feenkaminen von Pasabag und besuchen Avanos. 80 km (F, A)
6. Tag Ihlara-Tal und Tanzende Derwische
Wir fahren nach Westen und beginnen den Tag mit einer Wanderung durch die wunderbare Ilhara-Schlucht. Wir folgen dem Fluss Melendiz, der hier einen 14 Kilometer langen und bis zu 100 Meter tiefen Canyon aus dem weichen Gestein Kappadokiens geformt hat. Immer wieder sehen wir im Fels versteckte Wohnungen und Kirchen. Nach einer Pause in Sultanhani, der schönsten und besterhaltenen Karawanserei der Seidenstraße, erreichen wir Konya. Im Herzen von Konya liegt das Mevlana-Kloster mit dem Grab des Gründers des gleichnamigen Ordens. Immer schneller drehen sich die Sufi-Mönche im meditativen Gebet, bis hin zur Trance. - Tanzende Derwische - nennen wir sie dann und haben vergessen, was »Derwisch« in seiner ursprünglichen persischen Bedeutung heißt: asketischer Mönch. Eine Übernachtung in Konya. 320 km (F, A)
7. Tag Zurück nach Ankara
Wir verlassen Kappadokien und fahren über die zentralanatolische Hochebene zurück nach Ankara. Den kulturhistorisch krönenden Abschluss der Reise haben wir uns für den Schluss aufbewahrt. Im Museum für anatolische Zivilisationen lassen wir noch einmal die Zeit der Hethiter aufleben. Der modernen Türkei machen wir schließlich am Mausoleum Kemal Atatürks auf einem Hügel mitten in Ankara unsere Aufwartung, bevor wir uns bequem vom Bus aus die Stadt bei einer Rundfahrt anschauen. 260 km
8. Tag Auf Wiedersehen in der Türkei
Auf Wiedersehen Türkei! Von Ankara fliegen Sie über Istanbul zurück in die Heimat. Es sei denn, Sie steigen in der Metropole am Bosporus aus und genießen noch einige Tage den spannenden Kontrast, den Istanbul im Vergleich zu Kappadokien und Zentralanatolien bietet. (F)
Flugplan-, Hotel- und Programmänderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten.
(F=Frühstück, A=Abendessen)