Inklusive Flug
  • 18-tägige Busrundreise durch Brasilien
  • Ausgewählte Unterkünfte mit genannter Verpflegung
  • Lassen Sie sich von Brasilien verzaubern
ab 5.990 € pro Person
Fragen zur Reise oder eine persönliche Beratung gewünscht? Hotline: 0800 337 3337 (gebührenfrei)

Reiseverlauf

Sonne, Kultur und tropisches Temperament? Brasilien hat den perfekten Cocktail: Samba und die Copacabana von Rio de Janeiro, dazu ein Spritzer kolonialer Charme von Ouro Preto und Salvador, futuristische Architektur in Brasilia und die atemberaubende Tierwelt des Pantanals. Naturwunder, Kulturwunder und jetzt auch Wirtschaftswunder. Und sportlich steht Brasilien im Fokus der Welt: Nach der Fußball-WM 2014 folgt Olympia in Rio 2016. Damit Sie die Vielfalt mit allen Sinnen erleben können, reisen Sie mit Ihrem Studiosus-Reiseleiter viel über Land. Ideal, um den Aufschwung mitzuerleben, Cafézinho zu schlürfen oder am Strand zu relaxen. Nachschlag gefällig? Verlängern Sie Ihre Studienreise um drei Tage und reisen Sie weiter zum Amazonas!
1. Tag: Vamos!
Bahnanreise 1. Klasse zum gewählten Flughafen. Am Abend gemeinsamer Flug mit TAM von Frankfurt nach Sao Paulo (nonstop, Flugdauer ca. 13 Std.).
2. Tag: Ouro Preto - wo Brasilien barockt!
Kurzer Zwischenstopp in Sao Paulo, wir erledigen die Formalitäten und fliegen weiter nach Belo Horizonte. Nach dem Flug wecken wir unsere Lebensgeister mit Kaffee! Auf einer Kaffeeplantage erfahren wir mehr über den Anbau und essen dort zu Mittag. Danach erreichen wir per Bus Ouro Preto (UNESCO-Kulturerbe). 70 km. Alte Herrenhäuser, Kirchen und Klöster verschmelzen hier zu einem einzigartigen Barockensemble. Wer mag, kann am Abend noch individuell zur Rua Conde pilgern. Mischen Sie sich in den Bars unter die Nachtschwärmer und genießen Sie Ihre erste Caipirinha! Zwei Übernachtungen in Ouro Preto.
3. Tag: Den Goldgräbern auf der Spur
Gold und Diamanten - so heißen die Zutaten, die aus Ouro Preto früher eine der reichsten Städte der Welt machten. Überall begegnet uns heute der Reichtum in den goldverzierten Kirchen im Zentrum wieder. Unverwechselbar dabei die Handschrift des Bildhauers Aleijadinho. Wie besessen erschuf er hier den Himmel auf Erden - Ihr Reiseleiter verrät warum und führt Sie zum schönsten Juwel des Künstlers: der Kirche Sao Francisco. Am Nachmittag besuchen wir das historische Mariana. Knuspriges Huhn mit Okraschoten oder Minas-Käse - worauf haben Sie beim Dinner Appetit? 30 km.
4. Tag: Rio, wir kommen!
Zunächst auf nach Petropolis! Sattgrünes Bergland kündet das Wochenendparadies der Reichen und Schönen an. Kommen Sie mit ins Zentrum der alten Kaiserstadt, entdecken Sie, wo Kaiser Peter II. residierte, Schriftsteller Stefan Zweig seine letzte Heimat und Flugpionier Albert Dumont Inspirationen für seine Erfindungen fand. Am Abend erreichen wir dann die Cidade Maravilhosa - Rio de Janeiro, die wunderbare Stadt. 400 km. Drei Übernachtungen direkt an der Copacabana.
5. Tag: Rio de Janeiro - Cristo und Copacabana
38 m hoch, breitet Christus auf dem Corcovado schützend seine Arme über Rio de Janeiro aus. Zum Schutz der Bewohner hat die Regierung nachgeholfen und wenig zimperlich kriminelle Banden aus den Favelas, den Armenvierteln, vertrieben. Mit der Zahnradbahn ruckeln wir zum Cristo hinauf. Unten in der Stadt feiern die Cariocas, die Bewohner Rios, das Leben, Barmixer zaubern Cocktails an der Copacabana, Sportler und Sonnenanbeter posieren davor in Shorts und Bikini. Zu schön, um es nur von oben anzuschauen. Für den Strand stärken wir uns beim Lunch in der Confeitaria Colombo, denn der Bohneneintopf Feijoada ist hier legendär. Stürzen Sie sich danach in den freien Nachmittag! Trinken Sie mit den VIPs im Copacabana Palace eiskalte Cocktails, schauen Sie der Jugend am Strand beim Kicken zu oder schwingen Sie mit den Mädchen von Ipanema zur Samba die Hüften!
6. Tag: Zuckerhut und Futebol
Am siebten Tag erschuf Gott Rio de Janeiro, behaupten die Cariocas. Beim Ausblick vom Zuckerhut mag man es sofort glauben: gegenüber Christus, darunter goldene Strände und Rios Häusermeer. 14 km schlängelt sich die Brücke bis nach Niterói. Wie Brasiliens Nachwuchskicker „futebol“ und die Schule zusammenbringen, darüber sprechen wir mit den Kindern im Projekt Amor as Criancas in Manilha. Alle wollen natürlich irgendwann mal in die "Selecao", Brasiliens Nationalmannschaft. Abgehoben brachte Stararchitekt Oscar Niemeyer den Kunsttempel Museu de Arte Contemporanea als Ufo in Form! Hunger oder schon satt? Das ist beim Dinner die Frage, wenn der Kellner in der Churrascaria neben Ihnen steht und saftiges Grillfleisch vom 1 m langen Spieß anbietet.
7. Tag: Zeitreise nach Parati
Was für ein Gegensatz! Eben noch durch das Labyrinth der Schnellstraßen von Rio gefahren, durchqueren wir nun den Küstenurwald. Nur ein Überbleibsel, weiß Ihr Reiseleiter, denn das Tropenholz des südamerikanischen Boomlandes war und ist heiß begehrt! Wie Brasilien trotzdem den Umweltschutz ausbauen will, diskutieren wir unterwegs. Wie passt da der mit deutscher Hilfe erweiterte Atommeiler von Angra ins Bild? Dann heißt es: Willkommen im 18. Jahrhundert! Kopfsteingepflasterte Gassen und alte Villen versetzen uns am Abend in Parati geradewegs zurück in die Kolonialzeit. 260 km. Zwei Übernachtungen in einer einfacheren Pousada in Parati.
8. Tag: Hafenstadt und Inselparadies
„Das da ist für dich - para ti.“ Mit diesen spendablen Worten soll Gott einst dem Teufel das Land von Parati geschenkt haben. Doch der freute sich zu früh. Denn mit Gold, Brasilholz, Zucker und Kaffee reich beschenkt, dankten die Menschen nicht ihm, sondern Gott, wie uns die Kirchen im Zentrum (UNESCO-Kulturerbe) eindrucksvoll beweisen. Die Schöpfung bewundern wir dann vom Wasser aus und kreuzen mit einem zweimastigen Segelschiff an der Costa Verde und ihren Inseln entlang. Die See ist meist ruhig, einen leichten Lunch gibt es daher an Bord. Sie suchen noch Souvenirs? Besuchen Sie doch auf eigene Faust das Emporio de Cachaca. In über 300 Variationen stapelt sich hier Brasiliens Exportschlager Cachaca - Zuckerrohrschnaps.
9. Tag: Iguazú - einfach riesig
Am Morgen brechen wir nach Sao Paulo auf und heben von dort ab nach Iguazú. Sattgrüne Wälder, tiefrote Erde, so begrüßt uns Südbrasilien nach der Landung. Unser Ziel für morgen können wir schon förmlich hören: die Iguazúfälle (UNESCO-Naturerbe), die größten Wasserfälle der Erde. Lust, schon mal die Minivariante kennenzulernen? Unser Hotelpool wartet bereits. 300 km. Zwei Übernachtungen in Iguazú.
10. Tag: Wasserfälle auf Argentinisch
Aus einer Höhe von bis zu 82 m donnern die Iguazú-Wasserfälle vor uns in die Tiefe und erstrecken sich über 2,7 km. Die eindrucksvollste Bühne für das Naturspektakel steht allerdings in Argentinien, verrät Ihr Reiseleiter und führt Sie über die Grenze auf die argentinische Seite, dann über Stege geradewegs zu den besten Logenplätzen für die Bewunderung von Teufelsrachen und anderen klangvollen Wasserspielen. 40 km.
11. Tag: Von Iguazú nach Brasilia
Willkommen am Teufelsrachen - heute auf Brasilianisch! Im Dunst des Sprühnebels tanzen bunte Schmetterlinge. Nasenbären recken im angrenzenden Urwald neugierig den Hals. Ein Baum und ein Felsen ragen zwischen den Wasserfällen hervor. Ihr Reiseleiter zaubert dazu eine unglaubliche Lovestory aus dem Ärmel: Die Seelen zweier Liebender, die vor der rasenden Eifersucht eines Schlangengottes flohen, sollen sich hier verstecken! Beim Mittagessen mit Blick auf den Fluss können Sie die Geschichte weiterspinnen. Am Abend erreichen wir im Luftsprung Brasilia. Futuristisch und selbstbewusst wirft sich Brasiliens Hauptstadt in Schale. Symbol für ein Land im Aufbruch - neues Land der unbegrenzten Möglichkeiten?
12. Tag: Brasilia - futuristische Hauptstadt
In nur vier Jahren stampften die Architekten Lúcio Costa und Oscar Niemeyer Brasilia (UNESCO-Kulturerbe) aus dem Boden! Um Ideen waren die beiden Le-Corbusier-Schüler nicht verlegen: Gewagt ragen die Bauten im Regierungsviertel in die Höhe, gläsern und geschwungen erhebt sich die Kathedrale vor unseren Augen. Alles Zeichen einer selbstbewussten Nation, die unter Präsidentin Dilma Rousseff zusammen mit den anderen BRICS-Staaten den strauchelnden Euro- und Dollar-Volkswirtschaften Paroli bietet und einige bereits überholt hat. Am Nachmittag Flug nach Cuiabá. Vom Airport aus geht's zu unserer rustikalen Lodge im Pantanal. 110 km. Drei Übernachtungen im Pantanal .
13. - 14. Tag: Im Pantanal
Das Pantanal (UNESCO-Naturerbe) - das ist ein Labyrinth aus Flüssen, Lagunen und Inseln, in dem die meisten Jaguare, Riesenotter, Ameisenbären und Wasserschweine der Welt leben. Über 2000 Pflanzenarten blühen an den Ufern, riesige Fischschwärme bevölkern neben rund 50 Kaimanarten die Seen, Tümpel und Wasserläufe. Mehr als 660 Vogelarten erfüllen mit ihrem Singsang, Kreischen und Geflatter die Luft! Klingt nach einem Naturparadies der Superlative, das man in seiner Fülle kaum erfassen kann? Weit gefehlt! Zwei volle Tage nehmen wir uns für unsere Erkundungen Zeit, stapfen mit einem lokalen Guide quer durch das Terrain oder gehen – je nach Wasserstand – per Boot auf Pirsch.
15. Tag: Ab nach Salvador!
In der Hoffnung, dass das Paradies Pantanal von Rodungen verschont bleibe, kehren wir nach Cuiabá zurück. 110 km. Gleich in den Flieger, zurück nach Brasilia und abends weiter nach Salvador. Denn ob Samba, Salsa oder Sonne - hier in Bahia werden alle Klischees auf schönste Art wahr. Passend zum allgemeinen Lebensgefühl beziehen wir unser letztes Quartier der Reise direkt am Strand. Zwei Übernachtungen in einem Strandresort in der Nähe von Salvador.
16. Tag: Salvador - exotisch, magisch, einzigartig
Vor dem Frühstück noch schnell in die Wellen oder den Pool? Dann geht es los, Salvador steckt voller Geheimnisse und Entdeckungen! Tropische Traumstrände, 365 Kirchen, zahlreiche Kulte und eine der vielseitigsten Musikszenen des Landes - ein temperamentvoller Mix, dem man sich kaum entziehen kann. Der Duft von Palmöl und Weihrauch und leise Trommelklänge locken uns in die Altstadt Pelourinho (UNESCO-Kulturerbe). Frauen schwingen neben dem Kulturzentrum in bunten Röcken die Hüften. Swingen Sie mit oder lassen Sie sich in den Gassen dahinter den Kampftanz Capoeira zeigen! Entdecken Sie die „goldigste“ Glaubensversuchung, die Salvador zu bieten hat - die Wallfahrtskirche Igreja do Senhor do Bonfim. Dort lassen Sie sich von den Baianern verraten, warum sie den Segen des Heiligen mit dem Anbinden bunter Bänder erbitten. Abends versüßen wir uns den Abschied beim gemeinsamen Dinner im Restaurant Sal e Brasa!
17. Tag: Bye-bye, Brasil!
Wer mag, besucht am Morgen noch das Projeto Tamar, das sich dem Schutz der Meeresschildkröten widmet. Vor dem Abflug noch ein Bad im Atlantik? Am Nachmittag fliegen wir mit TAM nach Sao Paulo und am Abend weiter nach Frankfurt (Flugdauer ab Sao Paulo ca. 12 Std.).
18. Tag: Rückkehr aus Brasilien
Am Nachmittag Ankunft in Frankfurt und Anschluss zu den anderen Städten.

Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten!

Wichtiger Hinweis:
Bei Terminen 2016 kann es zu Änderungen im Reiseverlauf und den Leistungen der Reise kommen.
Hier finden Sie Informationen zu ausgewählten Sehenswürdigkeiten der Rundreise.

Sehenswürdigkeiten

Bilder:
Zu den großen, weltbekannten Sehenswürdigkeiten Rio de Janeiros gehört der Zuckerhut, portugiesisch Pao de Acucar. Der 395 m steil aufragende Granitfelsen auf der Halbinsel Urca in der Guanabara Bucht erhielt seinen Namen wegen der Form, die einem Zuckerhut gleicht. Auf den Felsen führt eine vollverglaste Seilbahn. Die erste Seilbahn wurde hier bereits im Jahre 1913 fertiggestellt. 1972 wurde die Seilbahn dann gänzlich neu gebaut, um besseren Sicherheitsstandard und Komfort zu leisten. Mit dieser Seilbahn können nun 1.170 Personen auf den Zuckerhut befördert werden. Eine Fahrt auf den Zuckerhut sollte unbedingt zum Aufenthalt in Rio gehören.

Die Strecke der Seilbahn unterteilt sich in zwei Abschnitte. Start ist Praca General Tiburcio. Der erste Abschnitt führt zur in 226 m gelegenen Station des Morro da Urca, dem Berg, von dem sich der Granitfelsen erhebt. Dort befindet sich ein riesiges Theater, das mit einem aufschiebbaren Dach in ein Freilufttheater verwandelt werden kann. Außerdem gibt es hier Restaurants, Souvenir-Shops und auch eine Discothek. Die Station zum zweiten Abschnitt ist 6 m tiefer gelegen. Von dort geht es mit der stützenlosen Pendelbahn zum Gipfel des Zuckerhuts.

Am Ziel, der Aussichtsplattform auf dem Gipfel des Felsen, hat der Reisende einen unbeschreiblichen Blick über die die Hügel und die vielen Buchten von Rio de Janeiro bis hin zur Copacabana und auf die Christusstatue. Auch auf der Gipfelstation gibt es die Möglichkeit, zahlreiche Souvenirs zu kaufen. Die Fahrten mit der Seilbahn von der Talstation zur ersten Bergstation und anschließend zum Gipfel des Pao de Acucar dauern jeweils nur 3 Minuten. Wer durch Glasfronten fotografieren möchte, sollte die Kamera also schon vor Antritt der Fahrt schussbereit haben. Die Ausblicke aus der Kabine sind phänomenal. Im unteren Abschnitt fährt die Seilbahn mit nur 21,6 km/h, im oberen, längeren Abschnitt mit 31 km/h. Das leichte Pendeln der großen Kabinen ist kaum spürbar.
Auf der Grenze zwischen Argentinien und Brasilien stürzt das „große Wasser“ wie die Guarani-Indianer den Iguazu-Fluss bezeichnen, aus rund 75 Metern in die Tiefe. Auf einer Gesamtlänge von 2700 Metern donnern von mehr als 270 einzelnen Wasserfällen, zwischen 1700 – 7000 m³ Wasser pro Sekunde in die Garganta del diablo, die sogenannte „Kehle des Teufels“. Der größere Teil der Wasserfälle befindet sich mit 1900 Metern auf der argentinischen Seite, die übrigen 800 m erstrecken sich auf brasilianischem Grund und Boden. Von hier aus hat man auch den besseren Blick auf das imposante Naturschauspiel, welches Eleonore Roosevelt, der Gattin des ehemaligen US-Präsidenten angeblich den Ausruf „Poor Niagara“ („Arme Niagarafälle“) entlockt haben soll.

Vor 100 000 Jahren sollen die majestätischen Iguazu-Wasserfälle durch eine geologische Verschiebung, welche eine Abbruchkante bildete, entstanden sein. Die hier lebenden Guarani-Indianer haben natürlich viel phantasievollere und poetischere Geschichten über die Entstehung zu erzählen. Um die Wasserfälle ranken sich nämlich zahlreiche Legenden und Mythen. Eine davon ist die Legende der Häuptlingstochter Naipi. Sie war dem Gott M’boi, einer großen Schlange versprochen, doch sie liebte den tapfersten Krieger ihres Stammes. Um für immer zusammen sein zu können, flohen die beiden in einem Kanu den Iguazu entlang, der zu dieser Zeit noch ruhig durch das Land floss. Als M’boi die Flucht seiner Braut bemerkte wurde er so zornig, dass er das Wasser des Iguazu-Flusses aufwühlte, so dass der Fluss nie mehr zur Ruhe kommen sollte. Mit gewaltigen Schlägen brachte der große Gott das Felsenbett zum Einsturz und den tapferen Krieger verwandelte er in einen Felsen unter dem Wasserfall, damit er bis in alle Ewigkeit von dem herabfallenden Wasser gepeitscht wird. Die hübsche Häuptlingstochter Naipi verwandelte er in eine am Ufer stehende Palme die ihre Zweige sehnsüchtig nach dem Felsen unter dem Wasserfall ausstreckt, allerdings vergeblich.

Der erste Europäer, der die gewaltigen Wasserfälle zu Gesicht bekam, war der spanische Seefahrer Alvar Nunez Cabeza de Vaca im Jahre 1542. Zu beiden Seiten des unglaublichen Naturschauspiels erstreckt sich ein üppiger Regenwald mit einer artenreichen Flora und Fauna. Seit 1986 stehen die Wasserfälle als Weltnaturerbe unter dem Schutz der UNESCO.
Auf der Grenze zwischen Argentinien und Brasilien stürzt das „große Wasser“ wie die Guarani-Indianer den Iguazu-Fluss bezeichnen, aus rund 75 Metern in die Tiefe. Auf einer Gesamtlänge von 2700 Metern donnern von mehr als 270 einzelnen Wasserfällen, zwischen 1700 – 7000 m³ Wasser pro Sekunde in die Garganta del diablo, die sogenannte „Kehle des Teufels“. Der größere Teil der Wasserfälle befindet sich mit 1900 Metern auf der argentinischen Seite, die übrigen 800 m erstrecken sich auf brasilianischem Grund und Boden. Von hier aus hat man auch den besseren Blick auf das imposante Naturschauspiel, welches Eleonore Roosevelt, der Gattin des ehemaligen US-Präsidenten angeblich den Ausruf „Poor Niagara“ („Arme Niagarafälle“) entlockt haben soll.

Vor 100 000 Jahren sollen die majestätischen Iguazu-Wasserfälle durch eine geologische Verschiebung, welche eine Abbruchkante bildete, entstanden sein. Die hier lebenden Guarani-Indianer haben natürlich viel phantasievollere und poetischere Geschichten über die Entstehung zu erzählen. Um die Wasserfälle ranken sich nämlich zahlreiche Legenden und Mythen. Eine davon ist die Legende der Häuptlingstochter Naipi. Sie war dem Gott M’boi, einer großen Schlange versprochen, doch sie liebte den tapfersten Krieger ihres Stammes. Um für immer zusammen sein zu können, flohen die beiden in einem Kanu den Iguazu entlang, der zu dieser Zeit noch ruhig durch das Land floss. Als M’boi die Flucht seiner Braut bemerkte wurde er so zornig, dass er das Wasser des Iguazu-Flusses aufwühlte, so dass der Fluss nie mehr zur Ruhe kommen sollte. Mit gewaltigen Schlägen brachte der große Gott das Felsenbett zum Einsturz und den tapferen Krieger verwandelte er in einen Felsen unter dem Wasserfall, damit er bis in alle Ewigkeit von dem herabfallenden Wasser gepeitscht wird. Die hübsche Häuptlingstochter Naipi verwandelte er in eine am Ufer stehende Palme die ihre Zweige sehnsüchtig nach dem Felsen unter dem Wasserfall ausstreckt, allerdings vergeblich.

Der erste Europäer, der die gewaltigen Wasserfälle zu Gesicht bekam, war der spanische Seefahrer Alvar Nunez Cabeza de Vaca im Jahre 1542. Zu beiden Seiten des unglaublichen Naturschauspiels erstreckt sich ein üppiger Regenwald mit einer artenreichen Flora und Fauna. Seit 1986 stehen die Wasserfälle als Weltnaturerbe unter dem Schutz der UNESCO.
Hier finden Sie Informationen zu Städten der Rundreise.

Städte

Bilder:
Sao Paulo ist die größte brasilianische Stadt und die Hauptstadt des Bundesstaates Sao Paulo. Der gesamte Bundesstaat ist durch große Höhenunterschiede von hochragenden Gebirgen, die mit tiefen Tälern wechseln, gekennzeichnet. Die Stadt Sao Paulo selbst zählt zu den weltgrößten Ballungsräumen, hier herrscht nie Ruhe. Sao Paulo ist gleichzeitig das wichtigste Finanzzentrum ganz Südamerikas. Hier sind Industrie, Großbanken, große Geschäftsmeilen angesiedelt, und natürlich sehr viele Hotels. Die Stadt ist auch für ihr lebendiges Nachtleben bekannt. Wer Luxus Shopping liebt, kommt in Sao Paulo auf seine Kosten. Doch die Stadt bietet auch mit ihren schönen Parks Erholungsoasen und zahlreiche sehr interessante Museen.
Belo Horizonte bedeutet schöner Horizont und ist die Hauptstadt des Bundesstaates Minas Gerais. Sie liegt auf 850 Meter und deshalb ist das Klima angenehm. Urlauber trifft man mehrheitlich nur auf der Durchreise oder auf einem Tagesausflug in der Stadt an. Es wird gesagt, dass die Menschen in Belo Horizonte von ganz Brasilien am nettesten sind. Der Markt am Sonntag sollte nach Möglichkeit besucht werden, denn dieser ist sehr schön und einen Besuch wert. Auch locken das Marionetten-Museum und das Theater damit, sich in dieser Stadt etwas länger aufzuhalten. Aber auch die Plätze sind sehr gepflegt und alles wirkt sehr großzügig.
Bilder:
Die Stadt Ouro Preto liegt im Bundesstaat Minas Gerais. Ouro Preto heißt in der Übersetzung „schwarzes Gold“. Das weist bis heute darauf hin, dass es sich bei der gesamten Region um alte Goldgräberstätten handelt. Die Stadt selbst ist darüber hinaus vor allem wegen ihrer wunderschönen, barocken Altstadt ein großer Magnet für Touristen. Die vielen Kirchen der früheren portugiesischen Kolonie sind Sehenswürdigkeiten hoher barocker Architektur. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Mineralogie Museum, das eine wunderbare große Edelsteinsammlung beherbergt und das frühere Rathaus der Stadt. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die sehr bizarr geformte Felsformation, Pico do Itacolomi, mit ihren 1.891 m Höhe.
Bis in das Jahr 1960 war Rio de Janeiro die Hauptstadt von Brasilien. Dann wurde Brasilia zur Landeshauptstadt ernannt. Doch nach Sao Paulo ist Rio de Janeiro nach wie vor das wichtigste und größte Handels- und Finanzzentrum und die zweitgrößte Stadt in ganz Brasilien. Eine Brasilienreise ohne Rio de Janeiro besucht zu haben, würde heißen, das Land nur zur Hälfte erlebt zu haben. Die Stadt liegt zwischen der Guanabara Bucht im Osten, Ausläufern des zentralbrasilianischen Hochlandes im Norden und im Westen und dem Atlantik im Süden.

Rio bietet dem Reisenden mehr als genug an Eindrücken und Erlebnisvielfalt. Wer das Glück hat, hier den weltberühmten Karneval von Rio mitzuerleben, ist natürlich Zeuge unübertroffener Schönheit, Lebensfreude und einem Wirbel von Musik und Tanz bei der Parade der Sambaschulen, wie er sonst nirgendwo auf der Welt zu erleben ist. Doch auch außerhalb des Karnevals hat Rio sehr viel zu bieten. Jeden reißt diese lebendige Metropole einfach mit.

Die größten Sehenswürdigkeiten sind natürlich der Zuckerhut und die riesige Christusstatue. Der Strand von Copacabana zieht jeden in seinen Bann. Auf jeden Fall sollte auch ein Abstecher in die Altstadt von Rio de Janeiro nicht versäumt werden. Hier schaffen die Berge, die die Stadt teilen, etwas kühlere Luft. Der Reisende kann mit der einzigen Straßenbahn von Rio beschaulich durch die schönen, alten Straßen fahren, wo das alte Zentrum von Rio noch eine Ruhe atmet, die in der großen, quirligen Stadt sonst kaum zu finden ist.

Zu den Sehenswürdigkeiten gehören weiterhin das Paco Imperial, eine alte Gouverneurs-Residenz, die bereits 1743 erbaut wurde und einst der königlichen Familie aus Portugal als Zuflucht vor Napoleon diente. Sehenswert ist auch die wunderschöne Barock-Kirche aus dem 17. Jahrhundert. Im Botanischen Garten von Rio findet der Besucher Ruhe und Erholung inmitten einer großartigen Pflanzen- und Blütenvielfalt.
Bilder:
Brasilia ist die Hauptstadt von Brasilien und zählt ungefähr 2,5 Millionen Einwohner und weist eine Fläche von knapp 6.000 km² auf. Die Sprache in Brasilien ist Portugiesisch. Brasilia hat eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, die nach Interesse besichtigt werden können.

Der Fernsehturm bei der Avenida Monumental ist für die Öffentlichkeit zugänglich und man kann diesen mit einem kostenlosen Aufzug besichtigen. Ein touristisches Highlight ist die Kathedrale, deren Symbolik nicht eindeutig ist, es heißt es sei eine Blüte, eine Dornenkrone oder betende Hände, das Bauwerk ist ein Meisterwerk von Niemeyer. Die Kathedrale ist rund und sehr schlicht eingerichtet, die drei Engelsfiguren, der Altar und die Plastikstühle stellen das gesamte Inventar dar. Durch die Einfachheit soll die Atmosphäre für die Meditation gewährleistet sein, nicht zu Letzt aus diesem Grund finden viele den Weg in die Kathedrale. Zudem gibt es riesige Einkaufszentren, die den Shoppingausflug zum Vergnügen machen.

Das Klima in Brasilia ist tropisch, die Durchschnittstemperatur beträgt knapp 21 Grad Celsius. Auffallend ist, dass die Temperatur das ganze Jahr über fast immer gleich ist, so liegen die tiefsten Werte bei 18,5 und die wärmsten bei 20,7 Grad Celsius. In der Zeit von Oktober bis April fällt am meisten Regen.

In der Stadt Brasilia gibt es diverse Hotels in den unterschiedlichsten Preisklassen. Viele davon sind sehr groß und verfügen über sehr viele Zimmer. Die Einrichtungen und die Preise mit den erbrachten Leistungen können variieren, je nachdem, was man sich wünscht. Jeder Tourist wird das passende Hotel, das den Vorstellungen entspricht, finden.

Wenn man den Urlaub in Brasilien verbringt, darf ein Besuch in der Hauptstadt Brasilia nicht fehlen. Brasilia hat vieles zu bieten und ist einen Besuch wert. Während der Karnevalszeit hat es sehr viele Touristen in Brasilien, hauptsächlich in den großen Städten. Wer Wert auf ein aktives Nachtleben legt, ist in Brasilia genau richtig.
Bilder:
Bilder:
Pantanal heißt aus dem Portugiesischen übersetzt Sumpf. Das Pantanal ist eines der weltgrößten Feuchtbiotope und im Südwesten Brasiliens gelegen. Die UNESCO stellte das riesige Überschwemmungsland im Jahre 2000 als Welterbe unter Naturschutz. Die ausgedehnten Sumpfflächen bieten einer unvorstellbaren Vielfalt von Tieren und Pflanzen ein Zuhause. Hier kommen die meisten Hyazinth-Aras vor, die bedrohten Riesenottern, Sumpfhirsche und Riesenstörche. Das Gebiet ist ein beliebtes Ziel für Naturliebhaber und Ökotouristen. Luxus sucht man hier vergeblich. Viele der Farmen, Fazendas, im Süden sind nur mit Flugzeugen zu erreichen. Im Norden führt eine aufgeschüttete Straße durch das Pantanal. Es gibt geführte Erkundungstouren durch das Gebiet.
Diese Übersichtsseite dient zur Information zu möglichen Reisezielen. Genaue Leistungsinhalte der Rundreise entnehmen Sie bitte dem Reiseverlauf und den Inklusivleistungen.

Länderinfo

Brasilien (BR)
Brasilien
Das größte Land des südamerikanischen Kontinents lockt jedes Jahr Millionen von Touristen in seine Städte und an seine Strände. Besonders Rio de Janeiro ist bei Reisenden sehr beliebt, die Wahrzeichen und berühmten Touristenattraktionen der Stadt sind der Zuckerhut, die Christusstatue und der Strand des Stadtteils Copacabana. Die größte Stadt Brasiliens ist Sao Paulo, diese beeindruckt mit Sehenswürdigkeiten wie dem Dom „Catedral da Sé“, dem Patio do Colegio, dem Bandeirantes-Monument oder dem Teatro Municipal. Brasilia, eine weitere brasilianische Millionenmetropole ist die Hauptstadt des Landes, zwar ist sie weniger bekannt als Sao Paulo oder Rio de Janeiro, trotzdem hat auch sie eine Menge Sehenswertes zu bieten, so beispielsweise die Kathedrale von Brasilia oder die Juscelino-Kubitschek Brücke.
Das größtenteils tropische Klima Brasiliens lockt natürlich auch viele Badegäste an die Strände der Atlantikküste. Doch neben den Küsten hat Brasiliens Natur noch einiges mehr zu bieten, wie die Iguaçu – Wasserfälle an dem Dreiländereck Brasilien, Argentinien und Paraguay und selbstverständlich auch der dichte Regenwald im beeindruckenden Amazonasgebiet sowie der Amazonas selbst, seines Zeichens mächtigster Strom der Erde. Somit bietet Brasilien alles was man sich für einen exzellenten Urlaub wünscht: traumhafte Strände, pulsierende Metropolen, malerische Städte und Bauten die an vergangene Zeiten unter portugiesischer Kolonialherrschaft erinnern, eine vielfältige Flora und Fauna, sowie atemberaubende Landschaften und nicht zu vergessen die Gastfreundschaft und Offenheit der Brasilianer. All das lässt sich wunderbar kombiniert während einer Rundreise erkunden, eine anschließende Badeverlängerung sorgt für die nötige Entspannung und gibt Gelegenheit das erlebte zu verarbeiten.
beste Reisezeit:
Der tropische Norden sollte zwischen Juni und November bereist werden, dann fällt der wenigste Niederschlag, für den subtropischen Süden und die Ostküste empfehlen sich die Monate September bis März.
 

Klima:
In Brasilien herrschen mehrere Klimazonen vor. Der Norden ist tropisch und eine der regenreichsten Regionen der Welt. Der Süden wird von subtropischem Klima dominiert, das Wetter ist hier gemäßigter.
Einreise:
Mit Reisepass, der bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist. Bei einem Aufenthalt bis maximal 90 Tage muss kein Visum beantragt werden.
(Gültig nur für deutsche Staatsbürger)
Gegeben falls kann es zu Änderungen der Einreisebestimmung kommen. Erkundigen Sie sich bitte rechtzeitig bei dem entsprechenden Konsulat oder der Botschaft.
http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/BrasilienSicherheit.html
 

Impfempfehlungen:
Eine Auffrischung der Standardimpfungen wird empfohlen. Darüber hinaus ist auch eine Schutzimpfung vor Hepatitis A ratsam.
Bitte informieren sie sich vor Reiseantritt über allgemeine Schutzimpfungen oder Prophylaxe Maßnahmen bei ihrem Hausarzt, Gesundheitsamt oder anderen reisemedizinischen Fachdienst.
http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/BrasilienSicherheit.html

Währung:
1 Real = 100 Centavos
 

Flugdauer:
ca. 11 Stunden (nonstop)
 

Ortszeit:
MEZ –4h/ -5h, MESZ -5h/-6h


Gut zu wissen:
Die meisten Brasilianer gehören der römisch-katholischen Kirche an und sind sehr gläubig, Reisende sollten dies respektieren. Im Allgemeinen ist die brasilianische Bevölkerung sehr höflich und gastfreundlich. In Großstädten sollten Reisende sich vor Taschendieben in Acht nehmen.


Alle Inhalte dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung genutzt werden. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie Haftung kann nicht übernommen werden. Der Kontakt zum jeweiligen Konsulat des Ziellandes sollte im Zweifelsfall aufgenommen werden.

Beliebte verwandte Reisen:

Amazonas pur – von der Quelle bis zur Mündung
Peru/Bolivien/Brasilien Rundreise
Kleine Gruppe
Durchführungsgarantie
Ohne Flug
22 Tage Rundreise durch Brasilien
ab 3.555 € pro Person
Grosse Südamerika-Rundreise
Ecuador/Peru/Bolivien/Argentinien/Brasilien Rundreise
Kleine Gruppe
Inklusive Flug
20 Tage Rundreise durch Brasilien
ab 6.550 € pro Person
Höhepunkte Perus (- Brasilien)
Peru (-Brasilien) Rundreise
Kleine Gruppe
Inklusive Flug
12 Tage Rundreise durch Brasilien
ab 2.990 € pro Person
Die Große Südamerikareise
Argentinien/Bolivien/Brasilien/Chile/Ecuador/Peru Rundreise
Inklusive Flug
21 Tage Rundreise durch Brasilien
ab 6.690 € pro Person