Kleine Gruppe
Inklusive Flug
  • 20-tägige Aktivreise durch Tibet
  • Hotels/Gästehäuser mit genannter Verpflegung
  • Freuen Sie sich auf interessante Besichtigungen
ab 4.690 € pro Person
Fragen zur Reise oder eine persönliche Beratung gewünscht? Hotline: 0800 337 3337 (gebührenfrei)

Reiseverlauf

Tibet, bis heute ein mystisches Land voller Geheimnisse. Lüften Sie ein paar davon und lernen Sie die vielfältige Kultur und die abwechslungsreiche Landschaft des Dachs der Welt kennen. Die politisch umstrittene Region erwartet Sie in ihrer ganzen Vielfalt. Wandeln Sie auf den Spuren des Dalai Lama in Lhasa und begegnen Sie den wichtigsten kulturellen Höhepunkten Zentraltibets. Das Programm gibt Ihnen Zeit zur Akklimatisierung in Lhasa und Tsedang, bevor es weitergeht in die Weiten von Westtibet, wo Sie faszinierende Landschaften durchfahren und im Mount Everest Basecamp einen Blick auf den höchsten Berg der Welt werfen können. Menschen, Kultur und Natur - es ist diese einzigartige Kombination, die die Faszination Tibets ausmacht.
1. Tag:
Bahnanreise 1. Klasse zum gewählten Flughafen und nachmittags Flug mit Air China von Frankfurt nach Chengdu (nonstop, Flugdauer ca. 10 Std.). Tibets Kosmos bringt Ihnen Eliot Pattisons Roman „Der fremde Tibeter“ nahe.
2. Tag: Aufs Dach der Welt
Morgens Ankunft in Chengdu und nach einer Umsteigezeit von ca. 2 Stunden Weiterflug mit Air China nach Lhasa (nonstop, Flugdauer ca. 2 Std.). Gemeinsam mit Ihrem Studiosus-Reiseleiter machen Sie sich auf den Weg ins Hotel. Der Nachmittag gehört Ihnen. Unser Tipp: Die Neugier zügeln und sich ans Klima in der Höhe gewöhnen! 100 km. Vier Übernachtungen in Lhasa (3660 m).
3. Tag: Lhasa - das Abenteuer beginnt
Gebetsmühlen, Metallschalen für heiliges Wasser, Weihrauch - alles, was der Pilger braucht, haben die Händler auf dem Barkhormarkt auf Lager. Neben all dem Kommerz gibt es jedoch auch eine andere Seite: eine tiefe Religiosität. Zusammen mit den Pilgern umrunden wir den Jokhang-Tempel, das wichtigste Heiligtum in Lhasa. Am Nachmittag im Sera-Kloster: Viele Buddhas lächeln uns entgegen. Wie gut, dass Ihr Reiseleiter die Türen zum Tibetischen Buddhismus für Sie öffnet. Im Klosterhof debattieren Mönche in roten Kutten über Philosophie. Zurück im Alltag: bei Mondschein gedrehte Juwelenpillen und Kräuter aus Himalayatälern - Geheimrezepte tibetischer Medizin. Doch das A und O für jede Heilung: ein gelassener, friedlicher Geist. Über Naturmedizin in Ost und West können wir heute mit dem Arzt Dr. Tsewang Tenpa diskutieren.
4. Tag: Altstadt von Lhasa
Haben Sie „Kundun“ von Martin Scorsese oder „Sieben Jahre in Tibet“ von Jean-Jacques Annaud gesehen? Tibetfilme, gedreht in Kulissenstädten. Wir sind heute im Winterpalast des Dalai Lama, dem Potala, unterwegs. Meditationshallen, Chörten, Schreine, Statuen und die Räume, in denen der 14. Dalai Lama bis zu seiner Flucht lebte - eine faszinierende Welt! Was steckt hinter dem komplizierten Verhältnis zwischen Dalai Lama und der chinesischen Regierung? Am Nachmittag wandeln wir weiter auf den Spuren des 14. Dalai Lama und besuchen den Norbulingka, seinen Sommerpalast. In ihm verbrachte er seine schönsten und seine schwersten Stunden. Die moderne Geschichte Tibets und ihre tragischen Ereignisse nehmen an diesem Ort und durch die Erklärungen Ihres Reiseleiters konkrete Gestalt an.
5. Tag: Ein verlassenes Wintermärchen
Heute tauchen wir ein in die fremde, eindrucksvolle Welt des Tibetischen Buddhismus. Der Buddhismus gehört zum Alltag – aber wie sieht es mit der Religionsfreiheit aus? Wir fahren zum nahe gelegenen Kloster Drepung. Schon Heinrich Harrer war beeindruckt von der Größe der Mönchsuniversität. Hier beteten früher bis zu 10000 Mönche, und nebenbei wurde Politik gemacht. Genießen Sie von hier aus den herrlichen Blick über Lhasa. Nur einen Steinwurf entfernt liegt das Kloster Nechung, die Stätte des sagenumwobenen Staatsorakels. Hier zeigt sich eine der mystischsten Seiten Tibets. Nachdem wir die künstlerische Pracht der tibetischen Klosterkultur bewundert haben, begegnen wir am Nachmittag traditionellen Künstlern. Doch nicht nur religiöse Kunst steht im Zentrum ihres Schaffens, auch die Alltagskunst wird durch das Künstlerprojekt Dropenling wiederbelebt. 40 km.
6. Tag: Samye - das A und O Tibets
Tibet erfahren - das nehmen wir heute wörtlich und verlassen Lhasa mit dem Bus. Am Nordufer des Brahmaputra angekommen, die Tibeter nennen ihn Yarlung Tsangpo, folgen wir diesem flussabwärts nach Osten. Spektakuläre Dünenlandschaft und kleine Dörfer ziehen an uns vorbei. Am Kloster Dorje Drak machen wir einen kleinen Stopp und genießen die Ruhe dieser malerisch gelegenen Anlage. Inmitten von Sanddünen erreichen wir schließlich das älteste Kloster Tibets, Samye. Es ist ein steingewordenes Architekturmandala und bringt uns der Geburtsstunde des Tibetischen Buddhismus ganz nahe. Dann fahren wir weiter durch das Yarlung-Tal nach Tsedang, der Wiege der tibetischen Kultur. 160 km. Zwei Übernachtungen in Tsedang (3500 m).
7. Tag: Im Tal der Könige
Im Yarlung-Tal begegnet man den alten Erzählungen über die Entstehung Tibets und über die Abstammung der Tibeter. Hier, in der Nähe von Tsedang, sollen sich auch die mythischen Vorfahren der tibetischen Könige vom Himmel herab ihrem Volk zugesellt haben. Deren Nachfolger konsolidierten im 7. Jahrhundert ihre Vormachtstellung und regierten fortan als Könige über weite Teile Süd- und Osttibets. Im Tal von Chonggye besuchen wir die Königsgräber jener Epoche. Ein wahrer Höhepunkt erwartet uns am Nachmittag: Yumbulhakhang, die einstige Flucht- und Tempelburg der Yarlung Herrscher. Die ältesten noch erhaltenen Strukturen dieser Festung stammen aus dem 7. bzw. 8. Jahrhundert. 60 km.
8. Tag: Über die Hochpässe nach Gyantse
Die Tibeter sagen: „Wer nicht auf die Berge geht, der kann nicht erfahren, wie die Welt aussieht.“ Heute gehen wir zwar nicht auf die Berge, sondern wir fahren, aber trotzdem sehen wir ein Stück eindrucksvolle Welt. Auf der südlichen Route nach Gyantse überqueren wir die beiden Pässe Kampa-La (4900 m) und Karo-La (5090 m) und fahren vorbei am heiligen See Yamdrok-Tso. In ihm, so glauben die Tibeter, wohnt ihre Lebensseele. Mit Gyantse haben wir die traditionellste und am besten erhaltene Altstadt in ganz Tibet erreicht. Nach der langen Fahrt lädt sie uns zu einem Spaziergang ein. 310 km. Zwei Übernachtungen in Gyantse (3980 m).
9. Tag: Burgberg und Klosterstadt
Einst herrschte von hier aus die Beamtenschaft über Tibet, heute ist die Festungsanlage von Gyantse, der Dzong, ein Symbol für den Widerstand gegen den britischen Kolonialismus. Wer hat gegenwärtig in Tibet das Sagen? Wir steigen hinauf zur Klippe der Märtyrer und genießen den Blick über die Altstadt und das Kloster Palkhor Chöde. Nach einem Spaziergang durch die Gassen besuchen wir das Kloster und den Kumbum-Chörten. Wer seine Treppen hinaufsteigt, so glauben die Buddhisten, nähert sich Schritt für Schritt der Erleuchtung. Gehen Sie doch zusammen mit den Pilgern hinauf bis in den heiligsten Bereich.
10. Tag: Tranceläufer und Panchen Lama
Heute geht es weiter durch das Hochtal des Nyang-Chus nach Shigatse (3850 m), der Kornkammer Zentraltibets. Die Bauern versuchen, mit den auch hier erfolgten Modernisierungen Schritt zu halten. Wie ihr Leben auf dem Dach der Welt aussieht, können Sie beim Besuch der Dörfer eindrucksvoll erfahren. Unterwegs machen wir einen Abstecher zum Kloster Shalu, einst Ausbildungsstätte für die sogenannten Tranceläufer: Sie durchquerten das Hochland so schnell wie der Wind, heißt es. Am Nachmittag erreichen wir Shigatse und Tashilunpo, eines der einflussreichsten Klöster Tibets. Hier residiert der Panchen Lama, die Reinkarnation eines Buddhas - sein bewegtes Leben berührt die Menschen bis heute. Nach so viel geistiger Nahrung tun wir wieder etwas für den Körper. Reihen Sie sich in den Pilgerstrom ein und umrunden Sie einen Teil des Klosters bis in die restaurierte Altstadt. Fahrtstrecke 100 km. Übernachtung in Shigatse.
11. Tag: Das tibetische Hochland
Foto mit Yak! Ohne den Tibetochsen geht im Hochhimalaya gar nichts - doch von Starallüren keine Spur: Die zotteligen Bulldozer auf vier Beinen blicken uns treuherzig an und suchen weiter nach Leckerbissen. Wir besuchen das einmalige Sakya-Kloster. Dünne Luft hier oben! Aus 5250 m Höhe blicken wir vom Pass Lhakpa auf den Mount Everest. Möglicherweise müssen wir erst die Wolken zur Seite schieben, aber wenn das Wetter mitspielt, ist die Aussicht einfach atemberaubend! 290 km. Übernachtung in einem einfachen Gästehaus in Shelkar (4310 m).
12. Tag: Der höchste Berg der Welt
Heute, endlich, der Himalaya. Um kaum ein Gebirge ranken sich so viele Mythen und Legenden. Unser Ziel ist sein höchster Gipfel, der Mount Everest. Chomolungma, „Mutter des Universums“, nennen ihn die Tibeter. Viele Bergsteiger versuchten sich schon an der Besteigung des Gipfels. Aber wird dabei auch Rücksicht auf Mensch und Natur genommen? Wir gehen es bequemer an und fahren in unserem Bus zum Basecamp auf 5150 m, von wo aus wir mit etwas Glück den Schneeriesen in seiner ganzen Pracht bewundern können. Danach geht es wieder in etwas tiefere Regionen nach Old Tingri. 270 km. Hier verbringen wir - bereits an die Höhenluft gewöhnt - unsere zweithöchstgelegene Nacht und können nochmals einen Blick auf die majestätischen Achttausender am Horizont werfen. Übernachtung in einem einfachen Gästehaus in Old Tingri (4330 m).
13.-14. Tag: Bergriesen
Noch nicht genug vom Himalaya? Sehr gut, denn auf der Fahrt nach Saga sehen wir bei guter Witterung das schneeweiße Panorama des Shishapangmas, des niedrigsten der Achttausender. Wie auf einer Perlenkette aufgereiht ziehen sich seine Gipfel am Horizont entlang. Inmitten der streckenweise unwirtlichen Landschaft breitet sich tiefblau der See Paiku-Tso aus und lädt zu einem Fotostopp ein. Hier leben nur die Nomaden mit ihren Yak- und Schafherden. Wie sieht es hier mit den umstrittenen Ansiedelungsprogrammen aus? Wenn wir Saga wieder verlassen, streifen wir auf der Fahrt nach Lhatse die unendliche Weite des Changtangs. Nach diesen Tagen verstehen wir das raue Leben auf dem Dach der Welt besser und sehen es mit anderen Augen. 530 km. Jeweils eine Übernachtung in Saga (4550 m - unsere höchste Nacht) und Lhatse (3950 m) in einfachen Gästehäusern.
15. Tag: Kloster Phuntsoling
Zurück nach Shigatse. Unterwegs unternehmen wir einen Abstecher zum Kloster Phuntsoling. Was hier gelehrt wird und welche Geschichten sich um den Ort ranken, hören wir vor Ort. 200 km. Übernachtung in Shigatse.
16. Tag: Durch die Schluchten des Brahmaputra
Heute heißt es, sich in buddhistischem Gleichmut zu üben, wenn es gilt, die längste Tagesstrecke auf unserer Tour zu meistern. Für das Stillsitzen werden wir einmal mehr mit grandiosen Landschaftsbildern belohnt. Auf der sogenannten Mittleren Route, durch die gewaltigen Schluchten des Brahmaputra, geht es Richtung Lhasa. Dann biegen wir Richtung Norden ab. Parallel der Straße verläuft hier die spektakuläre Trasse der Tibetbahn. Sicher sehen wir einen Zug, der entweder nach Lhasa oder nach Norden, über den höchsten Eisenbahnpass der Welt, Richtung Lanzhou oder Xian unterwegs ist. In einem weiten Hochtal, am Fuß der Nyenchen-Tanglha-Bergkette, erreichen wir schließlich Damxung. 430 km. Eine Übernachtung in einem einfachen Hotel (4300 m; evtl. keine Einzelzimmer verfügbar).
17. Tag: Nam-Tso - ein heiliges Naturwunder
In den Mythen und Legenden der Tibeter ist der höchste Gipfel des Nyenchen-Tanglhas ein eifersüchtiger Gott und der heilige See Nam-Tso seine Gattin. Einen ersten Blick auf den tiefblauen See können wir vom windumtosten Pass Largen-La (5150 m) werfen. Am Ufer des Nam-Tsos angelangt, verstehen wir schnell, wieso die Tibeter diese herrliche Landschaft mit Mythen zu erklären versuchen. Fast überirdisch schön breitet sich der See am Fuße der schneebedeckten Berge aus. Noch einmal haben wir Zeit, durchzuatmen und die Natur zu genießen. Trinken Sie eine Tasse Buttertee in einer der improvisierten Teestuben oder besuchen Sie eine der Eremitagen, in denen tibetische Yogis, für uns unfassbar, den bitterkalten Winter verbringen! Am Nachmittag Rückfahrt nach Lhasa. 250 km. Zwei Übernachtungen in Lhasa.
18. Tag: Das Kloster Ganden
Wie ein Adlerhorst thront das Kloster Ganden auf einem Bergrücken. Schon die kurvenreiche Anfahrt ist ein Erlebnis für sich. Das Gründungskloster der Gelugpa-Schule wurde während der Kulturrevolution schwer zerstört. Heute ist es in weiten Teilen wieder aufgebaut und erneut ein Zentrum der Frömmigkeit. Wie die Pilgerbusse erreicht auch unser Bus das Kloster am Morgen, und wie die Pilger machen auch wir einen Rundgang durch die Tempelhallen. Die herrliche Lage lädt danach zu einem Spaziergang ein. Fahrtstrecke 60 km.
19. Tag: Abschied vom Dach der Welt
Fast ein ganzer Tag zu Ihrer Verfügung! Schlendern Sie durch Lhasas Altstadt! Hier der Rummel der Langma-Hallen, da Shops mit westlichen Waren - und überall tibetische Lebensart. Es gibt viel zu entdecken, und in den zahlreichen Cafés lässt sich das tibetische Leben auch entspannt beobachten. Am Nachmittag Fahrt zum Flughafen von Lhasa. Abends Flug mit Air China (nonstop, Abendessen im Flugzeug, Flugdauer ca. 2 Std.) nach Chengdu und nach einer Umsteigezeit von ca. 5 Stunden Weiterflug nach Frankfurt (nonstop, Flugdauer ca. 10,5 Std.).
20. Tag: Wieder daheim
Ankunft in Frankfurt am Morgen und Anschluss zu den anderen Städten.

Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten!
Hier finden Sie Informationen zu ausgewählten Sehenswürdigkeiten der Rundreise.

Sehenswürdigkeiten

Bilder:
Für den tibetischen Buddhismus ist das Jokhang Kloster ein zentrales Heiligtum, zu dem jeder Gläubige mindestens einmal im Leben pilgern sollte. Diese Tatsache verdeutlicht die große Bedeutung des Klosters für Tibet.

Zwischen 1966 und 1976 wurde Jokhang von den Chinesen ausgeplündert, woran jedoch die Bevölkerung Lhasas nicht unbeteiligt blieb. Schließlich musste das Kloster als Hauptquartier der Roten Garden herhalten und wurde von diesen als Gästehaus und Filmtheater missbraucht.

Zusammen mit dem Potala Palast und dem Norbulingka Palast gehört das Jokang Kloster heute zum UNESCO Weltkulturerbe. Die Klostergebäude sind ein musterhaftes Beispiel tibetischer Architektur und sind mit zahlreichen vergoldeten Statuen ausgeschmückt.
Bilder:
Das drei Kilometer nördlich von Lhasa gelegene Sera Kloster ist das dritte der drei großen Staatsklöster des Gelug Ordens. Der Name bedeutet Wildrose oder Hagebutte.

Das Sera Kloster war ein Studienzentrum, zunächst für die Tantra Lehre, später für Philosophie. Bis 1959 gab es ungefähr 400 sogenannte lesende Mönche, die dort studierten. Insgesamt beherbergte das Sera Kloster jedoch bis zu 10.000 Mönche. Nach 1959 wurde das Kloster aufgelöst und als Kaserne benutzt.

Ein großer Teil der Gebäude wurde während der Kulturrevolution zerstört, jedoch in den 1980er Jahren durch die Chinesen renoviert. Der Klosterbetrieb wurde wieder aufgenommen, jedoch nicht die philosophische Fakultät.
Bilder:
Der Norbulingka Palast hat eine ähnliche Historie wie der Potala Palast. Er wurde ursprünglich als Sommerresidenz für den achten Dalai Lama geplant, aber erst zu Zeiten des 13. und 14. Religionsführers tatsächlich auch als solche genutzt. Fortwährende architektonische Veränderungen und Erweiterungen, teilweise Zerstörung und Wiederaufbau gehören zur Geschichte von Norbulingka.
 
Seit der Dalai Lama den Palast als Sommerresidenz nutzte, wurde der Potala als 'Winterpalast' bezeichnet. In einer großen Prozession zog der Dalai Lama mit seiner Gefolgschaft jedes Frühjahr von seiner Winterresidenz in den 'Juwelengarten', wie Norbulingka übersetzt heißt. Hier befand sich der 14. Dalai Lama im Jahre 1959, als die chinesische Armee Tibets Hauptstadt Lhasa angriff. Von Norbulingka rettete er sich durch eine nächtliche Flucht nach Indien. 3.000 Leibwächter geleiteten ihn dabei zu seinem Schutz vor den nahenden chinesischen Truppen.

Der Name geht sicherlich auf die herrlichen Parkanlagen zurück, die heute mit einer Fläche von 36 Hektar öffentlich zugänglich sind, neben dem Norbulingka Museum. Museum und Park stellen eine der attraktivsten Sehenswürdigkeiten Tibets dar. Zusammen mit dem Potala Palast zählt der Sommerpalast zum UNESCO Welterbe.
Der Park ist der höchstgelegene der Welt. Die Anlage gliedert sich in drei Teile, den Vorderhof, den Palast und den Waldteil. An fünf Stellen sind die weitläufigen Bauwerke verteilt, darunter eine Theaterbühne, auf der noch heute jeden Sommer tibetische Stücke aufgeführt werden.

Außerdem gibt es den Palast der kühlen Luft, das Bauwerk, welches als erstes entstand. Daneben kann man in den Parkanlagen der Norbulingka mehrere Hallen, Türme, heilende Quellen, einen kleinen Zoo und zahlreiche Pavillons besichtigen, beispielsweise den Pavillon des Drachenkönigs inmitten eines Sees.

Die weitläufige Parklandschaft birgt für den Besucher viele weitere Überraschungen, viele Meisterwerke der historischen Bildhauerkunst sind erhalten, aber auch überwältigende Gartenbaukunst und herrliche Architektur erfreuen das Auge. Insgesamt hat der Norbulingka dem geschichtsinteressierten Touristen mehr als 30.000 tibetische Kulturgegenstände zu bieten.
Bilder:
Der Potala Palast, früherer Sitz des Dalai Lama, liegt in der tibetischen Hauptstadt Lhasa, hoch oben auf dem noch 130 Meter die Stadt überragenden Berg Maburi, dem 'Roten Berg'. Der imposante Palast erstreckt sich vom Fuße bis zum Gipfel des Berges. Er ist die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit Lhasas, wenn nicht ganz Tibets. Bereits im Jahre 637 wurde mit dem Bau des Palastes begonnen.

Nach einem Brand im achten Jahrhundert, der eine massive Zerstörung zur Folge hatte, wurden immer wieder architektonische Veränderungen und Erweiterungen durchgeführt, zuletzt 1922, als der 13. Dalai Lama noch zwei weitere Stockwerke hinzufügen ließ. Die bedeutendste Wiederaufbau Arbeit leistete jedoch der fünfte Dalai Lama im 17. Jahrhundert. Der Potala Palast wird heute Winterpalast genannt, das ist aber erst so, seit der Sommerpalast Norbulingka gebaut war.

Während der chinesischen Kulturrevolution diente der Potala Palast als Unterkunft für die Besatzungsarmee, was ihm wohl die Erhaltung einbrachte, denn viele andere tibetische Kulturdenkmäler fielen der Revolution zum Opfer. Heute wird der Palast nicht mehr als Kloster genutzt, man hat ein Museum daraus gemacht. Dennoch blieb er eine der wichtigsten Pilgerstätten für tibetische Buddhisten. Zusammen mit dem Sommerpalast Norbulingka und dem Jokhang Tempel wurde der Potala Palast im Jahre 1994 zum UNESCO Welterbe erklärt.

Der riesige Palast erstreckt sich auf ungefähr 350 Meter mal 300 Meter, hat 13 Stockwerke und 999 Räumlichkeiten. Acht Dalai Lamas, beziehungsweise seine Reinkarnationen, haben hier ihre prunkvolle Grabstätte, allein für den fünften Dalai Lama wurden sagenhafte 3.700 Kilogramm Gold verarbeitet.

Der Potala Palast ist für den Besucher eine wahre, beinahe unerschöpfliche Schatzkammer. Unzählige Kostbarkeiten und kunstvoll verarbeitet Kulturgegenstände gibt es zu entdecken. An den Wänden hängen Gemälde aus Gold, Silber und Perlen. Annähernd tausend historische Tangkas zieren den Palast, das sind Rollbilder des tantrischen Buddhismus, die zur Meditation verwandt wurden, außerdem beherbergt der Palast wundervolle historische Schriften.
Das Kloster Drepung liegt zehn Kilometer westlich von Lhasa. Es gehörte zu den drei großen Staatsklöstern des früheren Tibet und war eines der bedeutendsten Klöster der sogenannten Gelug Schule, einer der vier Hauptrichtungen des tibetischen Buddhismus. Drepung wurde im Jahre 1416 als Residenz für den Dalai Lama erbaut, erst später siedelte dieser in den Potala Palast über.

Vor 1959 war Drepung mit mehr als 10.000 Mönchen das größte Kloster in ganz Tibet, es besaß weitverzweigte Ländereien, unterteilt in 186 Landgüter. Von dieser Großartigkeit war nach der Kulturrevolution nichts mehr zu spüren, in den 1980er Jahre lebten dort noch zwanzig Mönche.
Bilder:
Der 6638 m hohe Berg Kailash im Gangdisê-Gebirge in Tibet wird in alten buddhistischen Schriften und Sanskrit-Texten als heiligster Berg und "Nabel der Welt" bezeichnet. Seine Bergspitze hat eine ungewöhnliche symmetrische Form und gleicht einer Pyramide, welche das ganze Jahr über mit Schnee bedeckt ist.

Durch seine besondere Form wird der Kailash im tibetischen Buddhismus auch "Großes Schneejuwel" genannt und als Zentrum eines Welt-Mandalas verstanden. Er ist seit Jahrtausenden ein spiritueller Anziehungspunkt für Anhänger des Hinduismus, Buddhismus, Jainismus sowie der Bön-Religion und wird auch als mythischer "Weltenberg Meru" aufgefasst.

Der Kailash wurde mit Rücksicht auf seine große religiöse Bedeutung bisher noch nicht bestiegen. Eine Umrundung des heiligen Berges in einer mehrtägigen, beschwerlichen Wanderung gilt jedoch als die wichtigste Pilgerreise im Leben der Tibeter, um im Schatten des Berges Erleuchtung zu finden.

In der Nähe des Kailash liegen der heilige Manasarovar-See und der See Raskas-Tal, welche gleichfalls eine mythologische Bedeutung haben.
Im Kreis Gyanze im Süden Tibets befindet sich die Klosterstadt Palkhor. Die ältesten Bauten stammen hier aus dem Jahr 1427. Besondere Bekanntheit erlangte die Klosteranlage auf Grund des hier befindlichen Chörten Kumbum. Als Chörten bezeichnet man einen tibetisch-buddhistischen Kultbau, welcher eine Weiterentwicklung der Stupa ist und so nur in Tibet verbreitet ist.
Das 1440 in Auftrag gegebene imposante Bauwerk wurde besonders während der chinesischen Kulturrevolution stark beschädigt ist aber bis heute erhalten geblieben. 1996 schaffte es Pelkor Chöde auf die Denkmalliste der Volksrepublik Chinas. Insgesamt verfügt das Kumbum über vier Stockwerke auf die sich 108 Kapellen und mehr als 10.000 Wandbilder verteilen.
Hier finden Sie Informationen zu Städten der Rundreise.

Städte

Das Land Tibet ist ein autonomes Gebiet innerhalb der Volksrepublik China mit der Hauptstadt Lhasa. In der Übersetzung bedeutet das tibetische Wort 'Lhasa' auf deutsch 'Götterort'. Und Lhasa ist in der Tat ein göttlicher Ort, allein die Lage im Transhimalya Gebirge auf 3.600 Metern über dem Meeresspiegel ist außergewöhnlich. Die Stadt liegt im Tal des Flusses Kyi Chu, der südlich an ihrem Rande verläuft. Lhasa wurde rund um einen Tempel angesiedelt und hat durch den berühmten Potala Palast auch heute noch eine große religiöse Bedeutung für die Tibeter, hatte hier doch einst ihr spiritueller Führer, der Dalai Lama, seine Residenz.
Die kleine Stadt oder auch Großgemeinde Gyangze befindet sich im gleichnamigen Kreis im Tibet. Sie liegt an der sogenannten Freundschaftsautobahn, welche Katmandu in Nepal mit dem tibetischen Lhasa verbindet.
Die Hauptsehenswürdigkeit von Gyangze ist das Kloster Pelkhor Chöde, welche vor Jahrhunderten eine Bergfestung war und für sein Kumbum, dem größten Chörte Tibets bekannt ist. Das Gebäude verfügt über vier Stockwerke mit über einhundert Kapellen und mehr als zehntausend Wandbildern. Noch heute wohnen hier Mönche von insgesamt drei tibetischen Schulen des Buddhismus. Weiterhin liegt auf dem Festungsberg auf etwa halber Höhe ein altes Fort, welches zur Abwehr britischer Truppen diente.
Die zweitgrößte Stadt Tibets ist nach der Hauptstadt Lhasa die rund 90.000 Einwohner zählende Stadt Xigaze. Allerdings sind diese beiden auch die einzigen Städte in Tibet. Xigaze ist Hauptort des gleichnamigen Regierungsbezirks und erstreckt sich auf einer Fläche von rund 3.650 km².
Bekannt ist die Stadt vor allem auf Grund der Tatsachen, dass sich hier das bedeutende Kloster Trashilhünpo, der Sitz den Penchen Lama befindet. Der Penchen Lama ist nach dem Dalai Lama die zweithöchste Autoritätsperson im tibetischen Buddhismus.
Eine weitere bedeutende Sehenswürdigkeit der Stadt ist die wiederaufgebaute Festung Shigatse Dzong auch als Samdrubtse bekannt. Diese wurde 1950 zerstört aber von 2005 bis 2007 mit Hilfe von Spendengeldern rekonstruiert.
Wer bereits Rundreisen durch Tibet unternommen hat, weiß, dass man als Reisender nicht um Saga herumkommt. Möchten vielleicht auch Sie dem historischen Tibet und seiner atemberaubenden Vielfalt einen Besuch abstatten?

Saga ist ein Bereich im Südwesten der Stadt Xigazê in dem Autonomen Gebiet Tibet, das Teil der Volksrepublik China ist und rund drei Millionen Einwohner zählt. Saga selbst setzt sich aus einer Großgemeinde und sieben Gemeinden zusammen, die zusammengenommen über eine Einwohnerzahl von circa 11.400 verfügen.

Einer der ersten Ausländer, der über Saga berichtete, war der Engländer Cecil Rawling, der den Kreis im Jahr 1904 besuchte. Ihm zufolge galt Saga als eine der wichtigsten Etappen auf dem Weg nach Ngari, einem der am dünnsten besiedelten Gebiete Tibets.

Heutzutage besteht Saga als Garnisonsstadt der Volksbefreiungsarmee hauptsächlich aus Verwaltungsgebäuden, Militärbaracken, mehreren Hotels und einer Geschäftsstraße, auf der Reisende ihre Ausstattung sowie ihren Proviant aufstocken und eine Verschnaufpause einlegen können.
Diese Übersichtsseite dient zur Information zu möglichen Reisezielen. Genaue Leistungsinhalte der Rundreise entnehmen Sie bitte dem Reiseverlauf und den Inklusivleistungen.

Länderinfo

China (CN)
China
Die Volksrepublik China ist der viert größte Staat der Erde und mit 1,3 Milliarden Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Welt. Die Hauptstadt dieses beeindruckenden Staates ist Peking, eine Millionenmetropole, die ebenso wie der Rest des Landes, mit unglaublichen und faszinierenden Sehenswürdigkeiten und Attraktionen aufwartet. So sollte bei einem Besuch Pekings unbedingt die verbotene Stadt, der Himmelstempel, die Xshiku-Kirche, der Tiananmen-Platz, der Sommerpalast und natürlich die in der Nähe der Stadt befindliche große chinesische Mauer besucht werden.
Eine weitere Metropole Chinas ist die Hafenstadt Shanghai, sie ist nicht nur ein bedeutender Industriestandort sondern beheimatet auch viele wichtige kulturhistorische Bauwerke und Denkmäler wie beispielsweise den Jade Buddha Tempel, die Long-Hua-Pagode, das Shanghai-Museum, den Jin Mao Tower oder den Yu-Garten. Auch der deutsche Komponisten Johann Sebastian Bach wurde in Shanghai mit einem Denkmal geehrt. Doch auch außerhalb der großen Metropolen hat China so einiges an Sehenswertem zu bieten. Auf einer Rundreise bekommt man die bedeutendsten und eindrucksvollsten Bauwerke, Denkmäler und Attraktionen zu Gesicht. So zum Beispiel die Terrakotta-Armee in Xian, die Leifeng Pagode und die Pagode der Sechs Harmonien in Hangzhou, die Karstberge von Guillin oder der Große Buddha von Leshan . 
Ebenfalls empfehlenswert ist eine Schiffstour auf dem eindrucksvollen Jangtse, dem längsten Fluss Chinas. Somit bietet ein Besuch Chinas nicht nur einen tiefen Einblick in die faszinierende Kultur des chinesischen Volkes, sondern auch viele herrliche Impressionen der unglaublich vielfältigen Natur. 
beste Reisezeit:
April bis Juni und September bis November (für die meisten Regionen Chinas)


Klima:
Das Land hat Anteile an insgesamt 6 Klimazonen und wird stark vom Monsun beeinflusst. Im Nordosten Chinas herrscht Winterkaltes Nadelwaldklima, im Nordwesten bis hin zur chinesischen Hauptstadt Peking dominiert trockenes Wüsten- und Steppenklima mit extrem Kalten aber trockenen Wintern und sehr heißen Sommern. Im Osten schließt sich gemäßigtes Klima an und im Landesinneren herrscht Gerbirgsklima. Im Süden und Südosten dominieren subtropisches bis tropisches Monsunklima. 

Einreise:
Ein Reisepass, der bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist, ist notwendig. Zudem ist ein Visum erforderlich.
(Gültig nur für deutsche Staatsbürger)
Gegeben falls kann es zu Änderungen der Einreisebestimmung kommen. Erkundigen Sie sich bitte rechtzeitig bei dem entsprechenden Konsulat oder der Botschaft.
http://www.china-botschaft.de/det/lsfw/


Impfempfehlungen:
Eine Auffrischung der Standardimpfungen wird empfohlen, sowie eine Impfung zum Schutz vor Hepatitis A
Bitte informieren sie sich vor Reiseantritt über allgemeine Schutzimpfungen oder Prophylaxe Maßnahmen bei ihrem Hausarzt, Gesundheitsamt oder anderen reisemedizinischen Fachdienst.
http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/ChinaSicherheit.html

Währung:
1 Renminbi Yuan = 10 Jiao = 100 Fen


Flugdauer:
ca. 10 Stunden


Ortszeit:
MEZ +7h, (keine Sommer-/Winterzeitumstellung) somit MESZ +6h


Gut zu wissen:
In großen internationalen Hotels und Touristenzentren ist Trinkgeld durchaus üblich, außerhalb dieser wird es allerdings als Beleidigung aufgefasst. Freizügige Kleidung sollte vermieden werden. In China ist es üblich den Nachnamen vor dem Vornamen zu nennen. Als Reisender sollte man es unterlassen Kritik gegenüber Chinas Politik und Führung zu äußern. Weiterhin sollte man Sympathieäußerungen gegenüber Taiwan vermeiden. 


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