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Von Kairo bis Assuan - eine Reise entlang der Jahrtausende
Schon auf dem Papyrus der Sieben Weltwunder gehörte das Pharaonenreich Ägypten zu den Prestigezielen. Bereits damals verloren sich die Anfänge des Reiches im Dunkel der Vergangenheit, betörte das Land mit den berggleichen Pyramiden und kunstreichen Tempeln. Bis heute beschleicht uns ein unbeschreibliches Gefühl des Hinabtauchens in die Unendlichkeit, wenn wir die reichen Gräber der Pharaonen betreten, durch skulpturengesäumte Alleen schlendern oder bei der großen Sphinx Zutritt zum heiligen Pyramidenbezirk erbitten. Mitten hindurch, durch karge Wüstendünen und üppige Oasen, durch quirlige Städte und traditionelle Dörfer windet sich der Nil an bezaubernden Ufer-Szenen und den Zeugen der Vergangenheit vorbei. Er bereitet Ihnen den Weg auf dieser unvergesslichen Reise.
1. Tag: Deutschland - Kairo
Am Vormittag startet Ihr Flug mit Lufthansa von Frankfurt nonstop nach Kairo. Alternativ können Sie auch von Ihrem Heimatflughafen mit Austrian über Wien oder mit Swiss über Zürich nach Kairo fliegen. Ankunft am Nachmittag und Transfer zum modernen Hotel "Fairmont Nile City" am Nilufer.
2. Tag: Kairo: Gizeh
Ausflug zu den Stufenpyramiden von Sakkara und nach Memphis, Ägyptens erster Hauptstadt, die vor 5.000 Jahren gegründet wurde und für die Ewigkeit gebaut zu sein scheint. Am Mittag genießen Sie das Essen im "Mena House Oberoi". Anschließend besichtigen Sie die letzten verbliebenen Weltwunder der Antike, die Pyramiden von Gizeh, seit Jahrtausenden bewacht von der großen Sphinx.
3. Tag: Kairo
Stadtrundfahrt mit Besuch des Ägyptischen Museums, direkt am Tahrir-Platz. Während im Inneren des Museums Kulturschätze die Jahrtausende überdauern, brach auf dem Platz davor im Frühjahr 2011 eine neue Zeit an. Sie können bei vielen Ägyptern die Aufbruchstimmung spüren, während sich beim Bummel über den Basar Khan al-Khalili nicht viel geändert hat - gefeilscht wird noch heute, wie zu Anbeginn der Zeit. Nach dem Mittagessen im bekannten Café "Nagib Machfus" erkunden Sie die Zitadelle mit der Alabaster-Moschee.
4. Tag: Kairo - Luxor
Am Morgen Flug nach Luxor. Gleich nach Ankunft geht es zur Besichtigung der größten und imposantesten Tempelanlage Ägyptens, des Karnak-Tempels. Nach diesem ersten Höhepunkt folgt die Einschiffung auf der "Sun Boat IV", Ihrem Luxusschiff für die Fahrt auf dem Nil, der Lebensader des Landes. Nach dem Mittagessen Besuch von Theben West mit dem berühmten "Tal der Könige". Hier wurden Dutzende von Gräbern in den Stein gehauen. Man vermutet, dass noch viele unentdeckt zu Ihren Füßen liegen. Der Terrassentempel der Pharaonin Hatschepsut ist ebenso ein weiterer Punkt auf dem heutigen Programm wie der Fotostopp bei den Memnon-Kolossen, den Überbleibseln des Totentempels Amenophis' III. Zurück an Bord begrüßt Sie Ihr Kapitän bei einem Cocktailempfang.
5. Tag: Nil: Dendera
Schiffsfahrt nilabwärts nach Qina, anschließend Besichtigung des selten besuchten Hathor-Tempels von Dendera. Während die "Sun Boat IV" nach Luxor zurückfährt, können Sie an Deck entspannen und den friedlichen Anblick des Lebens am Nilufer genießen. Zurück in Luxor erwartet Sie am Abend noch der beleuchtete Amun-Tempel.
6. Tag: Nil: Edfu und Kom Ombo
In Edfu besichtigen Sie den besterhaltenen Tempel Ägyptens, den Horus-Tempel. Geradezu mystisch ist die Atmosphäre dieses Werkes der Ptolemäer. Zurück an Bord weiht Sie ein Koch in die Geheimnisse der ägyptischen Küche ein. Am Nachmittag Besichtigung des Kom-Ombo-Tempels, der als einziger Tempel gleich zwei Gottheiten geweiht ist: Sobek, dem Krokodilgott, und Horus, dem Herrn der Sonne. Am Abend findet für Sie eine "Ägyptische Nacht" an Bord des Schiffes statt.
7. Tag: Nil: Philae und Assuan
In Assuan angekommen fahren Sie zum Philae-Tempel, der auf einer kleinen Insel im Assuan-Stausee gelegen ist. Anschließend Besichtigung des berühmten Granit- Steinbruchs mit dem "unvollendeten Obelisken". Am Nachmittag folgt ein Segelausflug in einer typischen Feluke um die Nilinsel Elephantine. Das hier angebrachte "Nilometer" würde noch heute exakt den Hochwasserstand des Nils anzeigen, wie vor 2.400 Jahren. Am Abend erwartet Sie ein Gala-Dinner an Bord des Schiffes.
8. Tag: Assuan: Abu Simbel
Am Morgen startet Ihre Flugexkursion nach Abu Simbel. Die Tempelanlage mit den Kolossalstandbildern Ramses II. wurde in den 1960er Jahren abgebaut und versetzt und so vor den Wassern des Nasser-Stausees geschützt. Die aufwendige Rettungsaktion bewegte damals die Welt, denn die hervorragend erhaltene Fassade erzeugt seit jeher beim Betrachter Hochachtung vor der architektonischen Meisterleistung. Sie durfte der Menschheit nicht verloren gehen. Zurück in Assuan genießen sie den freien Nachmittag in Ihrem Hotel, dem "Sofitel Legend Old Cataract". Wie wäre es mit einem klassischen High Tea à la Agatha Christie?
9. Tag: Assuan - Deutschland
Flug von Assuan nach Kairo und anschließend Weiterflug mit Lufthansa nonstop nach München. Auch hier besteht wieder die Alternative, mit Austrian Airlines über Wien oder mit Swiss über Zürich zu Ihrem Heimatflughafen zu fliegen.
Änderungen des Reiseverlaufs vorbehalten.
Hier finden Sie Informationen zu ausgewählten Sehenswürdigkeiten der Rundreise.
Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Ägyptens gehören ganz zweifellos die Pyramiden von Gizeh, die größte und älteste in diesem Komplex die Cheops-Pyramide, welche deshalb auch oft als Große Pyramide bezeichnet wird. Sie ist zudem auch die größte Pyramide der Erde. Errichtet wurde sie im Auftrag des Pharao Cheops zur Zeit der 4. Dynastie im Alten Reich also zwischen 2639 bis 2504 v. Chr. Die Fertigstellung des Baus datieren Forscher auf das Jahr 2580 v. Chr.
Zusammen mit ihren beiden Schwestern, der der Mykerinos-Pyramide und der Chephren-Pyramide ist die Cheops-Pyramide nicht nur das älteste sondern auch das letzte noch existierende Weltwunder der Antike. Zudem war sie rund 4000 Jahre lang das höchste Gebäude der Erde bis sie im 14. Jahrhundert von der Lincoln Kathedrale in England übertroffen wurde.
Nach ihrer Schwester, der Cheops-Pyramide ist die Chephren-Pyramide die zweithöchste Pyramide von Gizeh sowie die zweithöchster aller ägyptischen Pyramiden. Die Tatsache, dass sie höher als die Cheops-Pyramide erscheint liegt daran, dass sie auf einem etwas höheren Untergrund errichtet wurde. Auch sie wurde in der 4. Dynastie im Alten Reich um das Jahr 2550 v. Chr. errichtet.
Die ursprüngliche Höhe betrug 143,5 Meter, heute misst die Chephren-Pyramide allerdings nur noch 136,4 Meter. Vor dem beeindruckenden Grabgebäude des Pharao Chephren befindet sich ein ebenfalls bemerkenswertes Bauwerk, die die große Sphinx von Gizeh. Sie ist die mit Abstand größte und berühmteste Sphinx in ganz Ägypten.
Die Djoser Pyramide ist das zentrale Bauwerk der Nekropole von Sakkara, zudem ist sie die neunthöchste aller ägyptischen Pyramiden und die einzige deren Grundfläche nicht quadratisch ist. Der Ort Sakkara befindet sich rund 20 Kilometer südlich der ägyptischen Hauptstadt Kairo und ist damit sehr leicht und schnell zu erreichen und dadurch ein beliebtes Ausflugsziel.
Seit 1979 gehört die aus Kalkstein erbaute Stufenpyramide zum UNESCO Weltkulturerbe. Entstanden ist sie etwa um 2650 vor Christus, in den vergangenen Jahren wurden Teile des beeindruckenden Pyramidenkomplexes restauriert, der Eingangsbereich mit der Umfassungsmauer musste allerdings komplett rekonstruiert werden. Währen einer Rundreise durch Ägypten darf ein Besuch in Sakkara und die Erkundung der Djoser Pyramide in keinem Fall fehlen.
Die Mykerinos Pyramide gehört zu den drei weltberühmten Pyramiden von Gizeh, welche das letzte erhaltene der einmal sieben Weltwunder der Antike darstellen. Die Mykerinos Pyramide ist dabei mit ihren gerade einmal 65 Metern die mit Abstand kleinste der drei Pyramiden. Im Gegensatz dazu kommt die Cheops Pyramide auf eine Höhe von 146 Metern und die Chephren Pyramide erreicht 143 Meter.
Wie auch die beiden anderen Bauwerke wurde die Mykerinos Pyramide in der 4. Dynastie also zwischen 2540 bis 2520 vor Christus errichtet. Sie diente als Grabstätte des Pharaos Mykerinos, welchem sie auch ihren Namen verdankt. Die Tatsache, dass die Granitplatten, welche zur Verkleidung verwendet wurden, nicht bearbeitet wurden, lässt darauf schließen, dass der König vor der Fertigstellung seines Grabmahls verstarb.
Rund 2,5 Millionen Besucher strömen jedes Jahr in das Ägyptische Museum der Hauptstadt Kairo, welches das größte Museum für altägyptische Kunst weltweit ist. 1902 wurde es eröffnet, der Architekt war der Franzose Marcel Dourgnon, welcher es im neoklassischen Stil errichten ließ. Das Ägyptische Museum befindet sich in der Innenstadt Kairos am Al-Tahrir-Platz.
Die Ausstellung beherbergt über 120.000 Artefakte, darunter zahlreiche Mumien von Pharaonen wie Ramses II. Zu den bekanntesten Ausstellungsstücken zählen allerdings die Funde aus dem Grab Tutanchamuns, wobei das berühmteste Exponat wohl die goldene Totenmaske Tutanchamuns ist. Bei der Ägyptischen Revolution 2011 kam es leider zu zahlreichen Plünderungen und Beschädigungen der Sammlung, seither werden acht Ausstellungsstücke vermisst.
In der Ruinenstätte Theben befinden sich neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie dem Tal der Könige, dem Tempel Ramses III und dem Totentempel der Hatschepsut auch die beeindruckenden Memnonkolosse. Sie stammen aus dem 14. Jahrhundert und beeindrucken vor allem mit ihrer Größe von mehr als 17 Metern Höhe. Zwar sind beide Statuen stark beschädigt, dennoch kann man ihre einstige Schönheit und Ausdrucksstärke erahnen.
Die Memnonkolosse stellen den König Amenophobis III dar, welcher auf seinem Thron sitzt und in Richtung Nil blickt. Majestätisch thront er und wacht über die umliegende Umgebung. Gefertigt wurden die imposanten Statuen aus Quarzit, sie waren ursprünglich einmal 21 Meter hoch. Wer die alte Nekropole Theben besucht, kann die riesigen Memnonkolosse gar nicht verfehlen.
Das berühmte Tal der Könige befindet sich in Theben-West, gegenüber dem Ort Karnak, am Rande der Wüste. Sie war im alten Ägypten eine Nekropole, bis heute wurden hier 63 Gräber und Gruben entdeckt.
Das Tal der Könige gehört zu den bedeutendsten Touristenattraktionen in Ägypten, vor allem das Grab des Tutanchamun, die Memnonkolosse und der Tempel der Hatschepsut sind wichtige Anziehungspunkte. Unweit des Tals der Könige befindet sich das ebenfalls sehr sehenswerte Tal der Königinnen.
Aus konservatorischen Gründen und um die Königsgräber vor einer weiteren Zerstörung zu bewahren dürfen nur einige wenige Gräber besichtigt werden, man plant aber von den wichtigsten, wie beispielsweise das des Sethos I. originalgetreue Kopien zu erstellen.
2,5 Kilometer nördlich von Luxor befindet sich das kleine Dorf Karnak, welches die größte Tempelanlage Ägyptens beheimatet. Zusammen mit dem Luxor-Tempel und der Nekropole von Theben wurde die Tempelanlage von Karnak 1979 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Die ältesten Bauwerke der Tempelanlage stammen aus der Zeit der 12. Dynastie, wurden also um 1960 vor Christus errichtet.
Die meisten der zahlreichen Ruinen sind sehr sehenswert, besonders herausragend sind die Überreste des Tempels des Amun-Re, er bildet einen der drei großen Tempelbezirke, die andere zwei sind der Bezirk des Month und der Bezirk des Mut. Weitere Attraktionen sind der Aton-Tempel, das Echnaton und das Gem-pa-Iten.
Die altägyptische Königin oder Pharaonin Hatschepsut herrschte von etwa 1479 bis 1458 vor Christus, ihr Name bedeutet übersetzt so viel wie „Die erste der vornehmen Frauen, die Amun umarmt“. Ich zu Ehren wurde in Deir el-Bahari, in Theben am Westufer des Nil ein Totentempel errichtet. Dieser gilt als einer der am besten erhaltenen Tempel in der Region.
Besonders auffällig ist der eigenwillige Stil des imposanten Bauwerks, welches auf verschiedene Terrassen verteilt ist, welche wiederum über Rampen miteinander verbunden sind. Der gesamte Tempel besteht aus Kalkstein. In der Tradition des Neuen Reiches ist der Totentempel der Hatschepsut auch ein sogenanntes Millionenjahrhaus oder Haus der Millionen von Jahren.
5. Tag Karnak - Amun Tempel
Dendera - Hathor Tempel
Als einer der am besten erhaltenen Tempel in ganz Ägypten gilt der prachtvolle Horus Tempel in der oberägyptischen Stadt Edfu. Erbaut wurde der überragende Tempelkomplex in der Zeit zwischen 237 bis 57 vor Christus. Der Horus-Tempel selbst hat eine Länge von 137 Metern und eine Breite von 79 Metern, zudem ist er in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet.
Nur etwa 60 Meter südwestlich des Tempels befindet sich das sogenannte Mammisi, ein kleines, mit Säulen flankiertes Gebäude, welches auch als „Haus der Amme“ oder „Geburtshaus“ bezeichnet wird. Im Inneren befindet sich neben zwei kleinen Räumen auch das Heiligtum, auf den Wänden ist die Geburtslegende abgebildet.
Im Süden Ägyptens, im sogenannten Oberägypten befindet sich der weltberühmte Assuan-Staudamm, welcher auch als Assuan-Hochdamm bekannt ist und im Arabischen Sadd el-Ali genannt wird, was übersetzt so viel wie „Vater aller Dämme“ bedeutet. Schon die Namensgebung macht deutlich um welche Dimensionen es sich hier handelt. Etwa 13 Kilometer südlich der Stadt Assuan staut dieser gewaltige Damm den Nil zum weit ausgedehnten Nassersee auf.
Doch bis es so weit war, galt es einige Problem zu bewältigen. Eines der größten war die Tatsache, dass sich in dem Gebiet, in dem das Wasser gestaut werden sollte, zahlreiche antike Kulturdenkmäler befanden. Einige von ihnen, wie beispielsweise der Tempel von Abu Simbel, wurden deshalb in höher gelegene Gebiete umgesetzt, andere fielen den Wassermassen zum Opfer. Auch die nubischen Bauern, welche in der Region lebten wurden umgesiedelt, was zu Folge hatte, dass viel von der nubischen Kultur verloren ging.
Doch der Bau des Staudamms hatte natürlich auch zahlreiche positive Veränderungen mit sich gebracht. So kann das umliegende Gebiet nun landwirtschaftlich besser und ausgedehnter genutzt werden. Zudem dient der Damm der Stromerzeugung und auch der Sicherung der Trinkwasserversorgung.
Wer den beeindruckenden und majestätischen Staudamm besucht, der sollt sich den Ausblick, welche die in 74 Metern Höhe befindliche Aussichtsplattform verschafft, auf keinen Fall entgehen lassen. Eine weitere sehenswerte Attraktion befindet sich am westlichen Ende des Dammes, ein Beton-Denkmal, welches eine Lotusblüte und ein Zahnrad darstellt und damit die ägyptisch-russische Freundschaft symbolisiert.
Assuan - Granitsteinbruch von Assuan
Bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts befand sich auf der malerischen Insel Philae, nahe der Stadt Assuan in Oberägypten, der gleichnamige Tempelkomplex. Mit dem Bau des Assuan Staudammes änderte sich dies allerdings, denn heute ist die beschauliche Insel überflutet. Doch der imposante Tempelkomplex von Philae konnte gerettet werden, er wurde rund 600 Meter weiter nordwestlich auf das höher gelegene Gelände der Insel Agilkia umgesiedelt.
Der Tempel von Philae wird häufig auch Hut-chenti oder Haus des Anfangs genannt, das bedeutendste Bauwerk des gesamten Komplexes ist der Isis-Tempel, welcher der gleichnamigen Göttin geweiht ist. Um diesen Tempel herum befinden sich zahlreiche weitere, kleinere Bauwerke. Bis heute ist lässt sich die Entstehung des beeindruckenden Tempelkomplexes nicht genau datieren, die ältesten Belege gehen aber zurück bis in das 4. Jahrhundert vor Christus.
8. Tag Assuan - Kalabscha-Tempel
Assuan - Kiosk von Kertassi
Etwa 280 km südlich der ägyptischen Stadt Assuan entdeckte der Schweizer Orientforscher Johann Ludwig Burckhardt die von 1290 – 1224 vor Christus erbauten Felsentempel von Abu Simbel. Pharao Ramses II. ließ zu seinen Ehren von mehreren Tausend Arbeitern diese mächtige Tempelanlage errichten. Bei der Entdeckung waren allerdings nur die Köpfe der Kolossalstatuen sichtbar, weshalb die Tempelanlage 1817 vollständig ausgegraben werden musste.
1960 begann man ganz in der Nähe von Abu Simbel einen Staudamm zu errichten, kurze Zeit später drohte infolge dessen eine Überflutung die Tempelanlage zu zerstören. Deshalb machte man sich an die Arbeit die Felsentempel zu zersägen und rund 180 km landeinwärts wieder zusammen zu bauen. Die war eines der gigantischsten Bauprojekte unserer Zeit. Seit 1979 stehen die Tempel von Abu Simbel auf der Liste des UNESO-Weltkulturerbes.
Die eindrucksvolle Tempelanlage von Abu Simbel besteht aus zwei Tempeln, der größere war für den Pharao gedacht, der kleinere seiner Lieblingsfrau Nefertari gewidmet. Am Eingang des größeren Tempels thronen zu beiden Seiten je zwei überdimensionale Statuen die jeweils eine Höhe von 22 m erreichen. Die Säle des Tempels sind mit Bildern verziert, welche Szenen aus dem Leben und auch den kriegerischen Auseinandersetzungen des Königs darstellen.
Die Tempel wurden so konzipiert, dass zweimal jedes Jahr zur Tagundnachtgleichen das Licht bei Sonnenaufgang direkt in das Allerheiligste fällt und dort die 4 sitzenden Steinfiguren anstrahlt. Eine weitere Besonderheit des kleinen Tempels ist die Tatsache, dass die Frau des Pharaos ebenso groß wie ihr Mann dargestellt wurde, was zu dieser Zeit nicht üblich war, da die Frau im Allgemeinen immer kleiner dargestellt wurde.
Hier finden Sie Informationen zu Städten der Rundreise.
Kairo, die pulsierende und historisch bedeutende Millionenmetropole am Nil ist sowohl die Hauptstadt Ägyptens als auch die der arabischen Welt. Mit ihren mehr als 16 Millionen Einwohnern ist sie zudem die größte Stadt des afrikanischen Kontinents. Sie befindet sich im Nordosten des Landes und nimmt eine Fläche von 214 Quadratkilometern ein.
Natürlich gehört Kairo während einer Rundreise durch Ägypten ohne Zweifel zu den Orten die man unbedingt gesehen haben muss. Bereits 1979 ernannte die UNESCO die Altstadt Kairos zum Weltkulturerbe. Zu ihren Hauptattraktionen gehört der Fernsehturm, die Ben Ezra Synagoge, der Turm von Al-Dschasira und der Tahir Platz.
Zudem beheimatet Kairo mehr als 100 Moscheen von denen die Sultan-Hasan-Moschee, die Al-Rifa'i-Moschee, die Oman-Makran-Moschee, die Ibn-Tulun-Moschee, die Azhar- und die Al-Hakims-Moschee sowie die auf der Zitadelle befindliche Mohammed-Ali-Moschee zu den bekanntesten gehören. Diese Zitadelle wurde im Jahre 1176 im Auftrag des Sultan Saladin errichtet.
Unweit der Stadt befinden sich auch die berühmten Pyramiden von Gizeh, sie sind das einzig erhaltene der sieben Weltwunder der Antike und gehören zu den bekanntesten Bauwerken der Menschheit. Die Ägypter selbst nennen die Pyramiden El Ahram zu Deutsch „die Heiligtümer“. Der Name Kairo bedeutet im Übrigen „die Starke“ oder „die Eroberin“.
Nach der Hauptstadt Kairo und der Metropole Alexandria ist Gizeh die drittgrößte Stadt Ägyptens, sie zählt etwa 3,3 Millionen Einwohner und gehört zur Metropolregion Kairo. Die Stadt liegt am Westufer des Nils, etwa 20 Kilometer südwestlich der Innenstadt Kairos und ist berühmt für ihre historisch bedeutenden Bauwerke zu denen die Pyramiden von Gizeh (Pyramide des Mykerinos, Chephren Pyramide und die Cheops oder Große Pyramide), die Sphinx und die Nekropole von Gizeh gehören.
Sowohl die Pyramiden als auch die Nekropole von Gizeh gehören seit 1979 zum UNESCO Weltkulturerbe, zudem sind die weltberühmten und imposanten Pyramiden von Gizeh das einzige erhaltene der Weltwunder der Antike. Weiterhin zählen sie zu den ältesten und gleichzeitig bekanntesten Bauwerken der Menschheit.
Etwa 20 Kilometer südlich der ägyptischen Hauptstadt Kairo befindet sich die altägyptische Nekropole Sakkara. Sie liegt am linken Nilufer und kann auf eine sehr lange Geschichte zurück blicken. Bis heute werden hier immer wieder neue Gräber entdeckt und spektakuläre Funde gemacht. So fand man hier beispielsweise die rund 2.300 Jahre alte Mumie des König Teti mit einem so reich verzierten Sarkophag, dass er als einer der schönsten, je in Ägypten gefundenen Sarkophage gilt.
Der Ort gehört zu den ältesten Begräbnisstätten Ägyptens was zur Folge hat, dass sich hier fast alle ägyptischen Grabformen finden lassen. Neben klassischen Pyramiden gibt es hier auch Stufenpyramiden, Galerie- und Schachtgräber sowie Mastabas. Und sogar Tierfriedhöfe auf denen Hunde, Katzen, Ibisse und sogar Stiere beigesetzt wurden. Die bekanntesten Gräber der Nekropole sind aber immer noch die der Menschen, zu ihnen gehören die Djoser-Pyramide, der Mastabat al-Fir’aun und die Chendjer-Pyramide.
Memphis war einst eine der bedeutendsten Städte Ägyptens, auf Grund ihrer günstigen Lage an der Mündung des Nildeltas befanden sich hier viel Produktions- und Werkstätten. Doch mit dem beispiellosen Aufstieg der Stadt Alexandria verlor Memphis seine Bedeutung und wurde schließlich aufgegeben. Heute befinden sich die Ruinen der einstigen Metropole etwa 18 Kilometer südlich der ägyptischen Hauptstadt Kairo.
Im Tourismus spielt die Stadt bis heute eine wichtige Rolle, jedes Jahr kommen Tausende Reisende hierher um die prachtvollen und faszinierenden Überreste der alten ägyptischen Hauptstadt zu bewundern. Zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten gehören die Statue von Ramses II., die Alerbasterne Sphinx, der Ptah-Tempel und die liegende Kolossalstatue von Ramses II.
Im Zentrum Oberägyptens am Ostufer des Nils liegt die atemberaubende Stadt Luxor, welche auf Grund ihrer zahlreichen historisch bedeutenden Sehenswürdigkeiten als kulturelles Zentrum der Region angesehen werden kann. Luxor beheimatet rund 500.000 Menschen, der Name der Metropole bedeutet übersetzt so viel wie „die Stadt der Paläste“, auf altägyptisch trägt sie die Bezeichnung Ipet reset.
Zu ihren bedeutendsten Sehenswürdigkeiten gehören das Luxor-Museum und das im viktorianischen Stil erbaute Hotel Winter Palace. Die Hauptattraktion ist allerdings der weltberühmte Tempel von Luxor, welcher zu Ehren des Gottes Amun errichtet wurde und seit 1979 zusammen mit dem Karnak Tempel zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.
Homer bezeichnete in seiner Ilias einst die Stadt Theben als „das hunderttorige Theben“. Heute ist die ehemals prachtvolle Ortschaft eine bekannte Ruinenstätte, UNESCO Weltkulturerbe und touristisches Zentrum in Ägypten. Die Stadt befindet sich direkt am Nil in Oberägypten unweit von Luxor. Häufig unterscheidet man heute zwischen Theben-West, dem eigentlichen Theben und Theben-Ost, welches die Orte Karnak und Luxor mit einbezieht.
In der Nekropole Theben oder Theben-West befinden sich zahlreiche historisch bedeutende Sehenswürdigkeiten. Zu diesen gehören der große Tempel des Ramses III., der Totentempel des Sethos I., die Memnonkolosse und der Totentempel der Hatschepsut. Besonders berühmt ist auch das Tal der Könige mit zahllosen Königsgräbern, daneben gibt es noch das etwas weniger bekannte Tal der Königinnen in welchem sich die Gräber der Königinnen befinden.
Die Bezeichnung al-Karnak ist arabisch und bedeutet „befestigtes Dorf“ und nicht anderes ist auch die kleine Ortschaft am östlichen Nilufer in Oberägypten. Karnak liegt nur etwa 2,5 Kilometer nordöstlich der Stadt Luxor und ist berühmt auf Grund der gleichnamigen hier befindlichen Tempelanlage, welche aus drei großen, von Mauern umgebenen Tempelkomplexen besteht.
Neben diesen drei großen gibt es noch weitere aber wesentlich kleinere Bauwerke wie den Aton-Tempel, das Echnaton und das Gem-pa-Aton. Besondere Berühmtheit durch eine Fotografie des französischen Schriftstellers Maxime Du Champ erreichte eine imposante Stele von Karnak. Während einer Ägypten-Rundreise darf ein Besuch dieses faszinierenden Tempelkomplexes in keinem Fall fehlen.
Dendera
Im Osten Ägyptens, am westlichen Nilufer befindet sich die malerische Stadt Edfu, sie liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen Assuan und Luxor und ist daher ein beliebter Zwischenstopp auf Rundreisen durch Ägypten. Zudem beheimatet die Stadt einige sehenswerte Attraktion wie beispielsweise die Ruine des sogenannten Horustempels, welcher zu den am besten erhaltenen Tempeln des Landes gehört.
Die berühmte Ruine des Horustempels, welcher auch häufig nur Tempel von Edfu genannt wird, befindet sich am westlichen Stadtrand von Edfu, ist allerdings nicht die einzige Sehenswürdigkeit der Stadt. Eine weitere stellen die Ruinen der antiken Stadt dar. Bei der Ausgrabung von Teilen der antiken Stadt wurden zudem Häuser aus der griechischen, römischen und byzantinischen Zeit gefunden.
In Oberägypten, direkt am Ufer des Nil, befindet sich der rund 75.000 Einwohner zählende Ort Kom Ombo. Die Stadt liegt nur etwa 40 Kilometer nördlich von Assuan. Zu einem beliebten Touristenziel wurde Kom Ombo vor allem wegen seines imposanten Doppeltempels, welcher sich ganz majestätisch direkt am Nilufer erhebt.
Die Ruinen dieses beeindruckenden Bauwerks waren bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zum Großteil mit Sand bedeckt und wurden erst dann freigelegt und restauriert. Leider konnte das große Mammisi (Geburtshaus), welches bis ins 19. Jahrhundert hinein vor dem Tempel stand nicht wieder errichtet werden, da es von einer gewaltigen Nilschwemme zerstört wurde.
Die südlichste Stadt Ägyptens ist Assuan, deren Verwaltungsgebiet des gleichnamigen Gouvernements bis an die Grenze zum Sudan heran reicht. Der rund 280.000 Einwohner zählende Ort erstreckt sich am östlichen Ufer des Nils.
Besondere Berühmtheit erlangte die Stadt durch den in der Nähe errichteten Assuan-Hochdamm, dessen Bau zur Folge hatte, dass zahlreiche Dörfer sowie der Tempel Abu Simbel umgesiedelt wurden. Dies war notwendig, da die Dörfer und das einzigartige Kulturdenkmal sonst vom Stausee überflutet worden wären.
Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören das Assuan Museum, das Nubische Museum, die Erzengel-Michael-Kathedrale, der Fatimidische Friedhof, das Mausoleum des Aga Khan und die Nekropole der Herrscher von Elephantine.
Insel Elephantine
Die bezaubernde Stadt Abu Simbel erlangte weltweite Berühmtheit wegen des hier befindlichen Felsentempels des Pharao Ramses II. Dieser stammt aus dem 13. Jahrhundert vor Christus und wurde 1979 zusammen mit dem ebenfalls hier befindlichen Hathor-Tempel von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Der kleinere Hathor-Tempel wurde zur Erinnerung an Nefertari, die große königliche Gemahlin Ramses II. errichtet.
In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts mussten die berühmten Wahrzeichen der Stadt versetzt werden, weshalb sie sich heute auf einer Insel im Nassersee befinden. Diese Insel ist durch einen befahrbaren Damm mit der Stadt verbunden. In der beschaulichen Ortschaft Abu Simbel leben rund 2.500 Menschen, sie befindet sich im äußersten Süden Ägyptens, nahe der Grenze zum Sudan.
Nasser See
Qina
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