Beeindruckend, spektakulär und einmalig das ist die Tibetbahn. Diese Verbindung gehört wohl zu den spektakulärsten Bahnstrecken der ganzen Welt.
Das heute noch als umstrittenes Bahnprojekt auf dem „Dach der Welt“, verbindet erstmals Peking mit der Stadt Lhasa in Tibet. Bislang endete die Strecke in Golmund, etwa 3000 Kilometer von der chinesischen Haupotstadt entfernt. Nun führen 1.142 Kilometer von Golmund im wüstenhaften Qaidam Becken nach Lhasa.
Diese faszinierende Eisenbahnstrecke liegt im Hinterland des Qinghai- Tibet- Plateaus und durchquert unendlich weite Gebiete in Qinghai und Tibet.
Auf dem Qinghai- Tibet Plateau existiert ein einzigartiges Ökosystem, welches sich an die extremen Höhen und sehr tiefen Temperaturen angepasst hat. So trifft man hier seltene und vom Aussterben bedrohte Wildtiere und die Pflanzenwelt gleicht einem einzigartigen Blumenlexikon.
Ein besonderer Naturschutz ist hier natürlich oberstes Gebot.
Im Vorbeifahren sieht man einen fortlaufenden Wechsel zwischen Dauerfrostboden, Seen, und Becken, Feuchtgebieten und sanften sich weit ins Land ausdehnenden Hügelketten.
Viele große Flüsse, wie zum Beispiel der Yangtze, der Gelbe Fluss oder auch der Yarlung Zangbo haben ihren Ursprung im Qinghai- Tibet- Plateau.
Eine Fahrt mit Tibetbahn ist also im wahrsten Sinn des Wortes, eine Reise auf das Dach der Welt. Den spektakulärsten Höhenunterschied welchen die schnaufenden Dampfloks überwinden müssen, hat eine Höhe von 5.072 Metern. Und die letzten 1000 Kilometer der Reise liegen meist über 4000 Metern. Die Bahn überquert auf ihrer beeindruckenden Fahrt zahlreiche, neu geschaffene Viadukte, Brücken und Tunnel und vor den Augen der Passagiere breiten sich immer gewaltigere Ausblicke auf majestätische Sechs- und Siebentausender aus.
Es ist eine Reise durch das ewige Eis mit unvergesslichen Ausblicken auf schroffe schneebedeckte Berge des bekannten Kunlun Gebirges.
Die Fahrt nach Lhasa dauert von Golmund einen Tag und von Peking zweieinhalb Tage. Der Zug hat 16 Waggons und Platz für etwa 930 Passagiere.
Und damit der Tourist gegen die Höhenkrankheit geschützt ist, wurden die Züge von dem kanadischen Hersteller Bonbardier druckisoliert, mit Eisenplatten gegen die Höhenwinde geschützt.
Um den Druckausgleich zu gewähren, sind alle Waggons mit Sauerstoffgeräten ausgestattet und auf jeder Reise ist ein Arzt an Bord. So ist diese Eisenbahnstrecke neben dem gigantischen Drei- Schluchten- Damm am Yangtze Fluss, ein weiteres gigantisches Großprojekt von China.
Über hunderttausend Arbeiter haben in einer Bauzeit von fünf Jahren auf oft sehr schwer zu bearbeitenden Gebiet, dass möglich gemacht wo keiner dran zu glauben wagte.
Autor: A.B.



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