Die Seidenstraße war ein weitverzweigtes historisches Netzwerk aus Handels- und Karawanenrouten, das über rund 7.000 Kilometer Asien mit dem Mittelmeerraum und Europa verband. Ihre Anfänge reichen bis ins 2. Jahrhundert v. Chr. zurück; über mehr als 1.500 Jahre wurden Seide, Gewürze, Edelsteine, Porzellan und andere kostbare Waren transportiert. Das Handelsnetz erstreckte sich über die Gebiete von rund 30 heutigen Ländern, von China über Zentralasien und den Nahen Osten bis nach Vorderasien und Europa. Bedeutende Handelszentren waren unter anderem Xi’an, Kashgar, Samarkand, Buchara, Merv, Herat, Teheran, Bagdad, Aleppo und Istanbul. Über die Waren hinaus verbreiteten sich Religionen, Sprachen, Wissen, Kunst und kulturelle Ideen. Die Seidenstraße wurde damit zu einem der bedeutendsten Handels- und Kulturwege der Weltgeschichte.
Usbekistan bildete mit seiner Lage im Herzen Zentralasiens einen der wichtigsten Knotenpunkte der Seidenstraße. Städte wie Samarkand, Buchara, Chiwa und Taschkent entwickelten sich zu bedeutenden Handels- und Kulturzentren. Hier kreuzten sich Karawanenwege aus China, Indien, Persien und dem Nahen Osten, wodurch Wissenschaft, Architektur, Religion und Kunst einen besonderen Aufschwung erlebten.