Studiosus bietet einmalig vielfältigen Urlaub in mehr als 100 Ländern weltweit und ist bekannt für die hohe Qualität seiner Reiseleiterinnen und Reiseleiter, deren Auswahl, Aus- und Weiterbildung nach internationalen Qualitätsstandards zertifiziert sind.
Lautlos kommen die Tiere zum Wasserloch, tief versinken die Füße im warmen Sand, kühl weht der Wind vom Atlantik her, und flammrot verglüht die Sonne über den Dünen. Genießen Sie die majestätische Weite und Ruhe der Namibwüste, beobachten Sie Zebra, Kudu und Springböcke auf Streifzügen durch die Savanne, erleben Sie die Tänze der Nama und deutsch-namibischen Kulturmix.
1. Tag Abflug nach Namibia
Bahnanreise 1. Klasse zum Flughafen. Am Abend Abflug mit Ethiopian Airlines von Frankfurt nach Addis Abeba (Flugzeit ca. 7 Std.) oder mit Discover Airlines von Frankfurt nonstop nach Windhuk (Flugdauer ca. 9,5 Std.).
2. Tag Ankunft in Windhuk
Ankunft in Windhuk mit Discover Airlines bereits morgens. Mit Ethiopian Airlines frühmorgens Umstieg in Addis Abeba und Weiterflug nach Windhuk (Umsteigezeit ca. 2,5 Std., Flugdauer ca. 6 Std.). Sie landen mittags in Namibias Hauptstadt. Für den Transfer durch einen Beauftragten von Studiosus ist gesorgt. Wer früh gelandet ist und gleich namibisches Flair atmen möchte, besucht mit dem Studiosus-Reiseleiter ein Projekt für Kunsthandwerk. Sobald alle da sind, drehen wir gemeinsam eine kurze Runde durch Windhuk. Neben selbstbewusster moderner Architektur entdecken wir Relikte aus Kaisers Zeiten wie die Christuskirche und den Tintenpalast. Beim Welcome-Dinner in einem Restaurant stimmen wir uns auf die kommenden Erlebnisse in Namibia ein.
Verpflegung: A
Sehenswürdigkeiten
ChristuskircheTintenpalast
Städte
Windhoek
3. Tag Die roten Dünen der Kalahari
Kaum haben wir die letzten Häuser der Hauptstadt hinter uns gelassen, breitet sich das weite Land vor uns aus. So schnurgerade unsere Straße Richtung Süden verläuft, so verschlungen sind hier Landesgeschichte, Völkermix und Alltagsanforderungen. Ihr Reiseleiter erzählt Ihnen unterwegs davon und schlägt auch die Kurve zu den Unwägbarkeiten der modernen Landwirtschaft in diesem unwirtlich wirkenden Land. 280 km. Wir beziehen unsere Lodge und können schon bald unseren Blick schweifen lassen über die rostroten Dünen der Kalahari. Wer sie hautnah erleben möchte, wagt sich im Geländewagen über holprige Pisten mitten hinein in die endlose Savannenlandschaft und gönnt sich einen kühlen Drink im flammenden Sonnenuntergang (60 €, ca. 3 Std.). Szenenapplaus!
Verpflegung: F, A
Sehenswürdigkeiten
Kalahari Wüste
4. Tag Weites Land Namibia
Kurs auf die älteste Wüste der Welt. Literatur-Tipp Ihres Reiseleiters: "Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste" – die Abenteuer zweier deutscher Geologen, die sich während des Zweiten Weltkriegs in der Namib verstecken. Wie ein roter Faden begleitet es uns durch die Wüste. Gut 330 km auf namibianischen Schotterpisten legen wir heute zurück. Den etwas eintönigen Takt durchbrechen heitere Rhythmen in Maltahöhe: Die Sing- und Tanzgruppe der Nama führt uns in bunten Gewändern den Namastap-Tanz vor. Wie ungewöhnlich ihre Sprache mit den kunstvollen Klicklauten klingt! Am Nachmittag erreichen wir unsere Lodge in spektakulärer Kulisse. Turmhohe versteinerte Dünen umrahmen unser Zuhause für die nächsten zwei Tage. Im Geländewagen kurven wir durch die Wüste mit den einzigartigen Formationen, die das Farbenspiel des Sonnenuntergangs vergoldet.
Zwei Übernachtungen in der Namib Desert Lodge.
Verpflegung: F, A
Sehenswürdigkeiten
Namib Wüste
5. Tag Sandberge des Sossusvleis
Kurz vor Sonnenaufgang brechen wir per Bus in die Namib auf, für die letzten 5 km durch tiefen Sand steigen wir in geländegängige Fahrzeuge um. Bis zu 300 m ragen die Sandberge rund um die Lehmpfanne des Sossusvleis orangerot in den blitzblauen Himmel. Für mehr Weitblick können Sie einen der Sandriesen besteigen – vielleicht barfuß, um den Wüstensand zwischen den Zehen zu spüren. Oder Sie erleben das Spiel der Farben an den Baumskeletten im Deadvlei bequem von unten. Später enträtselt Ihr Reiseleiter im (abhängig von Straßenverhältnissen) das Geheimnis des Flusses Tsauchab, den der Erdboden einfach verschluckt. 240 km. Nachmittags können Sie am Pool entspannen.
Verpflegung: F, A
Sehenswürdigkeiten
DeadvleiNamib WüsteSossusvlei
6. Tag Von der Wüste zum Atlantik
Die menschenleere Ebene des Namib-Naukluft-Parks gleitet an uns vorbei, während wir den südlichen Wendekreis überqueren. Den Kuiseb-Canyon, an dem wir kurz stoppen, verlinkt Ihr Reiseleiter mit dem erwähnten Wüstenthriller: Hier hatten sich die beiden Geologen versteckt. Dann laufen wir im Seebad Swakopmund ein, einem Stück Deutschland am Rande der afrikanischen Wüste – inklusive einem frischen Wind wie an der Nordsee. Herrlich, der Sonnenuntergang mit Atlantikbrise, den wir an der Mole gemeinsam zelebrieren! Abends treffen wir einen deutschstämmigen Namibier, der beim Bier – gebraut nach wohlbekanntem Reinheitsgebot – unsere Fragen zum deutschen Erbe beantwortet. Abendessen in Eigenregie, Tipps hat Ihr Reiseleiter. 300 km, hauptsächlich auf Schotterpiste.
Zwei Übernachtungen in Swakopmund.
Verpflegung: F
Sehenswürdigkeiten
Kuiseb CanyonNamib Naukluft Park
Städte
Swakopmund
7. Tag Austern in der Walfischbucht
Pelikane und Delfine begleiten uns, wenn wir – mit Blick auf die Robbenkolonien – im Boot durch den Hafen von Walvis Bay tuckern. Während die Kameras noch klicken, verwöhnt uns die Bootscrew mit Sekt und Austern. Zurück in Swakopmund schlendern wir durch die Stadt: Kaiser Wilhelm lässt grüßen – vor uns liegt ein Freilichtmuseum deutscher Kolonialarchitektur! 70 km. Nach einem Überblick vom Damaraturm bleibt der Rest des Nachmittags frei. Tipp fürs Abendessen in Eigenregie: Kückis Pub, berühmt für schmackhafte Meeresfrüchte und gute Steaks.
Verpflegung: F, I
Städte
SwakopmundWalvis Bay
8. Tag Unterwegs nach Khorixas
Steinreiche und menschenleere Landschaften ohne Spuren der Zivilisation faszinieren auf der Fahrt nach Khorixas. Links der Atlantik, bald rückt der Brandberg ins Blickfeld. Wir stoppen an einem der zahllosen Schiffswracks entlang der Skelettküste. Gruseliger Name? Ihr Reiseleiter erzählt, warum der vielleicht mystischste Ort der Welt ihn verdient hat. Doch wer trotzt hier der lebensfeindlichen Umgebung? Welwitschia mirabilis, eine Wüstenblume – keine Vorgartenzierde, aber garantiert unverwüstlich. Wir übernachten in einer Lodge bei Khorixas. 330 km. Am Abend noch unternehmungslustig? Mit einem örtlichen Guide können Sie auf Vogelbeobachtungstour gehen (ca. 15 €).
Verpflegung: F, A
Sehenswürdigkeiten
BrandbergWelwitschia Mirabilis
Städte
Khorixas
9. Tag Auf nach Etoscha!
Auf direktem Weg fahren wir zum Etoscha-Nationalpark. 210 km. Sicher sind Sie schon gespannt auf das nächste Kapitel aus unserem Buch! Und zwischendurch erklingt im Bus !Nubu !Gubus von Jackson Kaujeua – die Hymne des Freiheitskampfes in der Sprache der Damara. Zuhören und zurücklehnen? Dürfte schwerfallen, bei diesem mitreißenden Sound. Am Nachmittag kann, wer mag, bereits zu einer ersten Pirschfahrt im offenen Geländewagen in den Etoschapark starten (75 €, ca. 5 Std.), bevor wir zurück im Camp das besondere afrikanische Ambiente in der landesweit bekannten Bar im Township-Stil genießen. Wäre das nicht perfekt für Ihren heutigen Sundowner?
Zwei Übernachtungen vor den Toren des Etoschaparks.
Verpflegung: F, A
Sehenswürdigkeiten
Etosha Nationalpark
10. Tag Auf Pirsch im Etoscha-Nationalpark
Heute klingelt der Wecker etwas früher – schließlich wollen wir dabei sein, wenn die Tierwelt im Etoscha-Nationalpark erwacht. Springböcke, Zebras, Gnus und Giraffen – an den Wasserstellen treffen sich alle. Manchmal stillen auch Elefanten ihren gewaltigen Durst. Und sogar Löwen, Leoparden und Nashörner könnten ihren Auftritt haben. Unsere Fahrer setzen alles daran, um Ihnen die Tierwelt im besten Licht zu präsentieren. Voller Spannung durchkreuzen wir den Park von früh bis spät im offenen Jeep, um abends bei einem Glas Likör aus den Früchten des Marulabaums unsere Fotobeute des Tages auszutauschen.
Verpflegung: F, A
Sehenswürdigkeiten
Etosha Nationalpark
11. Tag Zurück nach Windhuk
Ein letztes Kapitel aus unserem Buch: Wie das Abenteuer der Helden in der Wüste endet, wissen Sie, wenn wir südwärts rollen. Auf dem Weg durchs Land der Hereros reisen wir zurück in die Kolonialgeschichte: Wie steht es um die Forderung der Hereros nach Entschädigungszahlungen von der deutschen Regierung? Am späten Nachmittag schließt sich in Windhuk der Kreis unserer Namibiareise. 420 km auf guten Straßen. Beim gemeinsamen Abendessen im lauschigen Innenhof unseres Restaurants tragen wir noch einmal die schönsten Reisemomente zusammen.
Verpflegung: F, A
Städte
Windhoek
12. Tag Abschied von Namibia
Am Nachmittag heben die Gäste von Ethiopian Airlines nach Addis Abeba ab, wo sie kurz vor Mitternacht Anschluss nach Frankfurt haben (Flugdauer nach Addis Abeba ca. 6 Std., Umsteigezeit ca. 2 Std., Weiterflug ca. 7 Std.). Gäste mit Discover Airlines können vormittags etwas länger am Pool entspannen. Im Laufe des Nachmittags dann Transfer zum Flughafen und abends Flug nach Frankfurt (Flugdauer ca. 10,5 Std.).
Die Christuskirche ist ein historisches Wahrzeichen der namibischen Hauptstadt Windhoek.
Sie ist eine prächtige evangelisch-lutherische Kirche und ein Symbol für den Glauben und die Kultur des Landes.
Die Christuskirche wurde im Jugendstil erbaut und 1910 eingeweiht. Ihre Architektur beeindruckt durch eine Mischung aus deutschen und afrikanischen Einflüssen. Markantes Merkmal der Kirche ist der 24 Meter hohe Turm mit seiner kupfernen Haube, der weithin sichtbar das Stadtbild Windhoeks prägt.
Das Innere der Kirche strahlt Ruhe und Besinnlichkeit aus.
Hohe Decken, bunte Glasfenster und kunstvolle Holzschnitzereien tragen zu einer beeindruckenden Ästhetik bei. Ein weiteres Highlight ist die Orgel der renommierten deutschen Orgelbaufirma Rieger, die den Gottesdiensten und Konzerten einen besonderen Klang verleiht.
Die Christuskirche ist nicht nur ein Gotteshaus, sondern auch ein historisches Denkmal. Sie erinnert an die deutsche Kolonialzeit und zeugt von den europäischen Einflüssen in Namibia. Die umliegenden Grünflächen und der Garten laden zum Verweilen und zur Besinnung ein. Die Christuskirche ist zu einem wichtigen Anziehungspunkt für Touristen geworden, die die reiche Geschichte und kulturelle Vielfalt Namibias entdecken möchten. Sie ist ein Ort der Spiritualität, der Architektur und des kulturellen Erbes und trägt zur Vielfalt und Schönheit des Landes bei.
Tintenpalast
Der Tintenpalast, auch "Ink Palace" genannt, ist ein beeindruckendes Gebäude in Windhoek, der Hauptstadt Namibias. Er ist das politische Herz des Landes und beherbergt das Parlament sowie verschiedene Regierungsstellen. Der Tintenpalast wurde 1913 im neoklassizistischen Stil erbaut und ist ein architektonisches Juwel. Sein markantestes Merkmal ist die zentrale Kuppel, die von vier kleineren Kuppeln flankiert wird. Die Fassade des Gebäudes ist mit Säulen, kunstvollen Verzierungen und einem imposanten Eingangsportal geschmückt.
Im Inneren des Tintenpalastes beeindrucken die prunkvollen Säle und Sitzungssäle mit ihren historischen Elementen. Kunstwerke, Wandmalereien und Skulpturen schmücken die Gänge und erzählen die Geschichte des Landes.
Besucher haben oft die Möglichkeit, an Führungen teilzunehmen, um mehr über die politische Bedeutung und die historischen Ereignisse zu erfahren, die mit dem Gebäude verbunden sind.
Der Tintenpalast ist nicht nur ein politisches Zentrum, sondern auch ein Ort, an dem wichtige Zeremonien, Empfänge und Veranstaltungen stattfinden.
Er ist ein Symbol für die Souveränität und Unabhängigkeit Namibias und ein Ort, an dem Entscheidungen getroffen werden, die das Land prägen.
Umgeben von gepflegten Gärten und einem Park bietet der Tintenpalast eine angenehme Umgebung für Besucher. Die offenen Plätze und Grünflächen laden zum Verweilen ein und bieten gleichzeitig einen herrlichen Blick auf das imposante Gebäude. Der Tintenpalast ist nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern auch ein Ort von großer politischer Bedeutung. Er repräsentiert die demokratischen Werte und den Fortschritt Namibias und ist ein Symbol für die Stabilität und den Wohlstand des Landes.
Kalahari Wüste
Von den nördlichen Provinzen Südafrikas über Namibia und Botsuana bis nach Angola und Sambia erstreckt sich auf einer mehr als 1,2 Millionen Quadratkilometer großen Fläche die Kalahari. Diese Wüste besteht überwiegend aus feinem, roten Sand und ist in mehrere Naturschutzgebiete gegliedert, welche aber längst nicht alle Teile dieses riesigen Areals abdecken.
Das Bild der Kalahari wird neben dem charakteristischen roten Sand vor allem geprägt von Gräsern, Dornensträuchern und Akazienbäumen. Ein eher ungewöhnlicher Teil der Kalahari ist das weltberühmte Okavango-Delta im Nordwesten Botsuanas. Hier herrscht ein schier unfassbarer Artenreichtum von Tieren und Pflanzen. Besonders während der Regenzeit versammeln sich hier riesige Tierherden. Dann hat man während einer Safari am meisten zu sehen und zu erleben.
Doch auch andere Teile der Kalahari-Wüsten bieten ein wahres Eldorado für Tierliebhaber und Naturbegeisterte, Safaris und andere Touren zur Tierbeobachtung stehen hier ganz oben auf der To-Do-Liste. Eine Rundreise durch Namibia ist erst perfekt wenn man einen Abstecher in die Kalahari wagt.
Namib Wüste
Die berühmte Trockenwüste Namib erstreckt sich an der Westküste Afrikas, über die Länder Namibia und Angola. Sie ist nicht nur Namensgeber für das Land Namibia sondern beheimatet auch die Nationalparks Skelettküste, Namib-Naukluft und Sperrgebiet. Der Name Namib bedeutet übersetzt so viel wie „Ort wo nichts ist“ oder „Leerer Platz“.
„Die Namib ist keine Wüste wie jede andere – sie ist eine der ältesten Überlebenskünstlerinnen unseres Planeten“, sagt Wüstenforscher Frank Willson, während er durch das rot glühende Sandmeer blickt. Mit einem geschätzten Alter von bis zu 80 Millionen Jahren erstreckt sich diese eindrucksvolle Landschaft über mehr als 2.000 Kilometer entlang der Atlantikküste Namibias. Besonders bekannt ist die Region rund um Sossusvlei mit ihren majestätischen, bis zu 350 Meter hohen Sanddünen – ein Paradies für Fotografen, vor allem in den frühen Morgenstunden. „Was hier lebt, ist ein Meister der Anpassung“, erklärt Willson und meint damit Überlebenskünstler wie den Nebeltrinker-Käfer oder die Wüstenelefanten. Trotz der extremen Trockenheit wirkt die Namib lebendig und faszinierend still.
Wer die Namib bereisen möchte, sollte die Trockenzeit zwischen Mai und Oktober wählen – sie bietet ideales Wetter, klare Sicht und angenehme Temperaturen. Früh aufstehen lohnt sich, besonders für den Sonnenaufgang auf Düne 45 oder für einen Spaziergang durch den Sesriem-Canyon. Auch ein Abstecher an die Atlantikküste, nach Swakopmund oder Walvis Bay, bringt Abwechslung – hier treffen Dünen auf Meer und Seelöwen auf Flamingos. Wichtig ist die richtige Vorbereitung: helle, leichte Kleidung, festes Schuhwerk, Sonnenhut und Sonnencreme sind ein Muss. Pro Tag sollte man mindestens 3 bis 4 Liter Wasser dabeihaben – die Trockenheit ist nicht zu unterschätzen. Ein Geländewagen mit Allradantrieb ist für viele Strecken unerlässlich, denn die Pisten sind oft sandig und unbefestigt. Unterkünfte reichen von einfachen Zeltcamps bis zu exklusiven Lodges – frühzeitiges Buchen ist besonders in der Hochsaison ratsam.
„Wer die Namib wirklich erleben will, muss früh aufstehen, den Wind spüren und den Sand unter den Füßen hören – dann versteht man, warum diese Wüste so besonders ist“, sagt Frank Willson mit einem Lächeln – und verschwindet zwischen zwei Dünen wie jemand, der die Sprache der Wüste längst verstanden hat.
Doch auch wenn der Name vermuten lässt, dass hier nichts als Sand befindet, so muss man doch feststellen, dass auch in dieser lebensfeindlichen Umgebung Pflanzen wachsen und Tiere leben. Zu den bekanntesten Pflanzen der Namib gehört die Welwitschie. Mit ihren 80 Millionen Jahren ist die Namib die älteste Wüste der Erde, sie ist besonders berühmt für ihre imposanten Sanddünen. Insgesamt umfasst die beeindruckende Wüste eine Fläche von mehr als 95.000 km².
Deadvlei
Nahe des Sossusvlei liegt das beeindruckende Dead Vlei. Dieses Vlei ist seit langer Zeit durch eine große Sanddüne vom Wasser des Tsauchab abgeschlossen. Dadurch gibt es hier eine große Anzahl seit Hunderten Jahren toter Kameldornbäume, die in der extremen Trockenheit der Wüste konserviert und vom Verwesungsprozess abgehalten werden.
Sossusvlei
Das Sossusvlei ist eine von mächtigen Sanddünen umgebene Salz-Ton-Pfanne in der Namibwüste und zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Namibias. Die Dünenlandschaft beeindruckt mit ihren rot-orangefarbenen Sandbergen, die mit einer Höhe von bis zu 380 Metern zu den höchsten der Welt gehören. Die größte Düne, bekannt als „Big Daddy“ oder „Crazy Dune“, bietet eine spektakuläre Aussicht über das endlose Meer aus Sand.
Nach seltenen Regenfällen füllt sich das Sossusvlei temporär mit Wasser, wodurch an seinen Rändern Sträucher und kleine Bäume gedeihen. Diese grüne Oase inmitten der kargen Wüste zieht zahlreiche Vogelarten an, die in der sonst lebensfeindlichen Umgebung einen geschützten Lebensraum finden. Besonders faszinierend ist das benachbarte Deadvlei, eine ausgetrocknete Tonpfanne mit jahrhundertealten, abgestorbenen Kameldornbäumen, die eine fast surreale Szenerie bilden.
Das Sossusvlei liegt im Namib-Naukluft-Nationalpark, dem größten Schutzgebiet Namibias, das eine einzigartige Geologie und artenreiche Tierwelt beheimatet. Neben den Dünen können Besucher hier auch Oryxantilopen, Springböcke und Strauße beobachten, die sich perfekt an das Leben in der Wüste angepasst haben. Besonders beeindruckend ist das Farbenspiel, das sich in den frühen Morgenstunden und bei Sonnenuntergang entfaltet, wenn das Licht die Dünenlandschaft in immer neue Rottöne taucht.
Eine Rundreise durch Namibia führt häufig von der Hauptstadt Windhoek in Richtung Süden, wo das Sossusvlei zu den absoluten Höhepunkten zählt. Die Fahrt durch die endlose Weite der Wüste ist bereits ein Erlebnis für sich. Viele Reisende kombinieren ihren Besuch mit anderen beeindruckenden Naturwundern wie dem Sesriem-Canyon, der in unmittelbarer Nähe liegt und mit seinen bizarren Felsformationen eine weitere geologische Besonderheit bietet.
Kuiseb Canyon
Westlich der namibischen Hauptstadt Windhoek, im Khomashochland entspringt einer der mächtigsten Reviere des Landes, der Kuiseb. Revier, so nennt man die zeitweise ausgetrockneten Wasserwege in Namibia, Südafrika und Botsuana, oft werden diese auch als Trockenflüsse bezeichnet.
Der Kuiseb entspringt also im Landesinneren und fließt auf einer Länge von 560 Kilometer westwärts bis er schließlich in den Südpazifik mündet, sein Einzugsgebiet erstreckt sich dabei auf eine Fläche von rund 14.700 Kilometer.
Besonderes Highlight beim Verlauf dieses Trockenflusses ist der von ihm geformte, gleichnamige Canyon. Dieser ist nicht nur beeindruckend schön und faszinierend sondern auch von historischer Bedeutung. Er diente nämlich den beiden Geologen Henno Martin und Hermann Korn während des zweiten Weltkrieges als Zufluchtsort und Versteck. Deshalb nennt man den Kuiseb Canyon hin und wieder auch Henno Martin Shelter, eine weitere Bezeichnung ist auch Karpfenkliff.
Namib Naukluft Park
Im Jahre 2010 schlossen sich die einzelnen Nationalparks Skelettküste, Namib-Naukluft Nationalpark, Sperrgebiet und Dorob-Nationalpark sowie der Fischfluss-Canyon und das Meeresschutzgebiet Meob-Chamais zu einem ganzen zusammen, sie alle bilden nun den Namib-Skelettküste-Nationalpark, welcher nun das größte Schutzgebiet Namibias sowie das achtgrößte der Erde darstellt.
Die höchsten Dünen der Welt, die zerklüfteten Naukluft-Berge und endlose Karstebenen – eindrucksvoller als in
Afrikas größtem Naturschutzgebiet Namib-Naukluft-Park zeigt sich in ganz
Namibia die Landschaft selten. Egal wohin in Namibia man reist, einen Teil dieses unglaublich riesigen Nationalparks wird man mit Sicherheit besuchen.
Brandberg
Rund 30 Kilometer von der Stadt Uis entfernt erhebt sich aus dem staubigen Boden der namibischen Halbwüste das Brandbergmassiv. Das im Durchschnitt 2500 Meter hohe, ovale Massiv nimmt insgesamt ein Fläche von etwa 760 km² ein und beheimatet neben der berühmten Felsenzeichnung „die weiße Dame“ auch den höchsten Berg Namibias, den Königsstein mit einer Höhe von 2606 Metern. Die Region in der das Brandbergmassiv liegt heißt Erongo und ist nur rund 90 Kilometer von der Atlantikküste entfernt. Auf einer Reise durch das faszinierende Namibia ist ein Besuch des Brandbergs auf jeden Fall Pflicht. Nicht nur um das majestätisch anmutende Massiv einmal aus nächster Nähe zu betrachten, sondern auch der zahlreichen Felszeichnungen wegen. Rund um den Brandberg finden sich an rund 1000 Fundorten über 50.000 Felsmalereien, welche Tiere, Menschen oder Jagdszenen darstellen.
Welwitschia Mirabilis
Die Welwitschia mirabilis ist wohl die beeindruckendste Sehenswürdigkeit des Nationalparks Namibia. Diese einzigartige Pflanze gedeiht unter extremen Bedingungen und kann mehrere Tausend Jahre alt werden. Im Namib Naukluft Park kann sie bewundert werden.
Faszinierende Lebensform Diese Pflanze bildet nur zwei Blätter aus. Das Besondere liegt darin, dass das Wachstum dieser zwei Blätter nie aufhört. Sie sterben nur an der Spitze ab. Die Laubblätter, die eine Länge von 2,5 m erreichen können, dienen dem Wasserspeicher.
Extreme Lebensform Die Welwitschie ist an das Leben in der Wüste angepasst. Ihre riesige Pfahlwurzel wächst so tief, dass sie das Grundwasser erreicht. Sie ist ein lebendes Fossil, denn sie ist der einzige Vertreter in ihrer Gattung.
Zu den ältesten ihrer Art Der Welwitschia Drive, südöstlich von Swakopmund, ist der längste Pfad, an dem sich eine Vielzahl von Pflanzen angesiedelt haben. Auf etwa 50 km stehen Pflanzen mit unterschiedlichem Alter in verschiedenen Größen direkt nebeneinander.
Etosha Nationalpark
„Wer die Seele Afrikas spüren will, sollte Etosha erleben.“
Im Norden Namibias liegt eines der eindrucksvollsten Wildschutzgebiete des Kontinents: der Etosha-Nationalpark. Mit einer Fläche von rund 22.275 km² zählt er zu den bedeutendsten Nationalparks Afrikas und erstreckt sich am nordwestlichen Rand der Kalahari. Der Name „Etosha“ stammt aus der Bantusprache Oshivambo und bedeutet „großer weißer Platz“ – eine treffende Beschreibung für die weithin sichtbare, salzverkrustete Etosha-Pfanne, die das Landschaftsbild dominiert.
Gegründet wurde der Park bereits 1907 vom deutschen Gouverneur Friedrich von Lindequist. Einst stark von Wilderei bedroht, konnten sich die Tierbestände dank des Schutzes erholen. Heute gilt Etosha als eine der tierreichsten Regionen Afrikas und bietet herausragende Bedingungen für Wildbeobachtungen.
Bei einer Namibia-Rundreise ist ein Besuch des Etosha-Nationalparks ein unverzichtbares Erlebnis. Der östliche Teil ist für Selbstfahrer zugänglich, während der westliche nur mit erfahrenem Guide erkundet werden darf. Auf gut ausgebauten Straßen erlebt man in der Trockenzeit von Mai bis Oktober ein wahres Naturschauspiel: Zebras, Giraffen, Elefanten, Nashörner, Löwen und Antilopen sammeln sich an den Wasserlöchern – oft in eindrucksvoller Zahl. Auch Geparden und Leoparden lassen sich mit etwas Glück blicken.
Der Park ist nicht nur ein Paradies für Großwildfans: Über 340 Vogelarten, darunter die Gabelracke, der Siedelweber und zahlreiche Greifvögel, bevölkern das Gebiet. Besonders spektakulär ist die Szenerie während der Regenzeit, wenn sich die Etosha-Pfanne mit Wasser füllt und Tausende von Flamingos und Pelikanen anzieht – ein einmaliges Farbspiel in der weiten Savannenlandschaft.
Viele Rundreisen kombinieren Etosha mit weiteren Naturhighlights wie der Skelettküste, den roten Dünen von Sossusvlei oder den schroffen Felsen des Damaralandes. Die beste Zeit für Safaris liegt zwischen Juni und Oktober, wenn Trockenheit die Tiere zuverlässig zu den Wasserstellen führt.
Ob im eigenen Geländewagen oder auf einer geführten Tour – der Etosha-Nationalpark garantiert ein Safari-Erlebnis der Extraklasse. Die Kombination aus ursprünglicher Wildnis, beeindruckender Artenvielfalt und hervorragender Infrastruktur macht ihn zu einem der spektakulärsten Reiseziele Afrikas.
3 Fakten zum Etosha-Nationalpark
Größe: 22.275 km² – eine der größten Schutzgebiete Afrikas
Tierwelt: Über 100 Säugetier- und 340 Vogelarten
Beste Reisezeit: Juni bis Oktober – Trockenzeit und ideale Sichtbedingungen
Windhoek
Im Zentrum des südafrikanischen Staates Namibia, im Windhoeker Becken, befindet sich die gleichnamige Stadt Windhoek, sie ist nicht nur die Hauptstadt des Landes sondern auch das politische und wirtschaftliche Zentrum. Im Osten wird die Stadt von den Erosbergen begrenzt, im Süden von den Auasbergen. Im Westen und Norden erstreckt sich das Khomashochland.
Die Wahrzeichen der „windigen Ecke“, was der Name Windhoek bedeutet, sind die Alte Feste, die Christuskirche und das Reiterdenkmal. In der Alten Feste befindet sich das namibische Nationalmuseum. Weitere Sehenswürdigkeiten die man während eines Besuchs der Stadt unbedingt gesehen haben sollte sind der Tintenpalast, die römisch-katholische St. Marien-Kathedrale sowie die drei Stadt-Burgen Sanderburg, Heinitzburg und Schwerinsburg.
Swakopmund
Die faszinierende Stadt Swakopmund befindet sich im Westen Namibias direkt an der Atlantikküste. An dieser Stelle reicht die Namibwüste direkt bis ans Meer, was den besonderen Reiz der Stadt ausmacht. Zudem gilt sie als die „deutscheste Stadt von Namibia“. Von den rund 34.000 Einwohnern sind etwa zehn Prozent deutscher Abstammung.
Auch viele der Sehenswürdigkeiten in Swakopmund gehen auf die deutsche Kolonialzeit zurück, so wie beispielsweise die Kirche und das Pfarrhaus der Deutschen Lutherischen Gemeinde, welche 1911 im neobarocken Stil errichtet wurde. Hier finden bis heute deutschsprachige Gottesdienste statt. Weiterhin befinden sich auch in der naheliegenden Umgebung einiges sehenswertes, so wie die Mondlandschaft im Swakoptal, die Welwitschiaroute und natürlich die Namib Wüste.
Walvis Bay
Walvis Bay ist der bedeutendste Seehafen Namibias und befindet sich an der zentralen Westküste des Landes, nur etwa 30 Kilometer südlich der Stadt Swakopmund. Walvis Bay zählt rund 67.00 Einwohner und ist damit nach Windhoek und Rundu die drittgrößte und –wichtigste Stadt des Landes.
Zu den beliebtesten Touristenattraktionen des Landes gehören der Leuchtturm, die Hope Lokomotive am Bahnhof und die Rheinische Missionskirche, letztere wurde zum Nationalen Denkmal Namibias erklärt und gilt als ältestes historisches Gebäude in Walvis Bay.
Auch in der näheren Umgebung der Stadt befinden sich einige beeindruckende Sehenswürdigkeiten, beispielsweise die Lagune, welche südlich der Stadt liegt und ein international bekanntes Vogelschutzgebiet beheimatet.
Beliebte Aktivitäten in der Umgebung sind neben Robben- und Delfintouren entlang der Küste auch andere Bootstouren, Fahrten mit Allradfahrzeugen in der Region und ausgedehnte Wanderungen.
Khorixas
Im Nordwesten Namibias befindet sich die Region Kunene, hier liegt die Gemeinde Khorixas, welche rund 14.000 Einwohner beheimatet. Der Name bedeutet übersetzt so viel wie „Platz des Khori-Busches“, früher war die Stadt auch unter dem Namen Welwitschia bekannt. Diese Bezeichnung bezieht sich auf die in der Region verbreitete Pflanze Welwitschie.
Für Touristen ist Khorixas vor allem ein wichtiger Versorgungspunkt während einer Rundreise durch Namibia. Weiterhin ist die Stadt aber auch ein beliebter Ausgangsort für Touren und Ausflüge zu den Orgelpfeifen (stehende Basaltsäulen nahe des „Verbrannten Berges“) oder in den Petrified Forest (Versteinerter Wald) und zu den Felsgravuren von Twyfelfontein.
Die Republik im Süden Afrikas ist geprägt von den landschaftlichen Extremen und dem Traditionsreichtum seiner Bevölkerung. Letzteres beruht auf der Tatsache, dass Namibia ein Schmelztiegel der Nationen ist obwohl es zu den am dünnsten besiedelten Ländern der Erde zählt.
Mit landschaftlichen Extremen sind die krassen Unterschiede der einzelnen Regionen gemeint. So verläuft genau an der Küste Namibias die Namib Wüste, im Landesinneren hingegen gibt es sehr fruchtbare Gebiete wie den Caprivi mit immer wasserführenden Flüssen wie den Okavango oder den Sambesi.
Doch Namibia ist vor allem wegen seiner zahlreichen Nationalparks so berühmt und beliebt. Wie beispielsweise der Etosha-Nationalpark, der Daan-Viljoen-Wildpark, der Fischfluss-Canyon, der Skelettküstenpark, die heißen Quellen Ai-Ais oder der Namib-Naukluft-Park, um nur einige zu nennen.
Die Hauptstadt dieses eindrucksvollen Landes ist Windhoek. Hier können herrliche Sehenswürdigkeiten wie die lutherische Christuskirche, das State House, die katholische Marienkathedrale und das TransNamib Museum besucht und bestaunt werden.
Natürlich ist man als Urlauber bestrebt so viel wie möglich von diesem eindrucksvollen und wunderschönen Land zu sehen. Deshalb ist es empfehlenswert eine Rundreise durch das „Wüstenwunder Namibia“ zu unternehmen, um kein Highlight von der Kalahari bis zum Etosha Nationalpark zu verpassen.
Beste Reisezeit: Für eine Reise nach Namibia sind die Monate April/Mai und August bis Oktober besonders geeignet. Zu der Zeit kann man mit Temperaturen um die 25°C rechnen und der Himmel ist immer strahlend blau.
Klima: Es herrscht ein heißes und trockenes Klima, allerdings muss zwischen Dezember und März mit hefigen Niederschlägen gerechnet werden.
Aktuelle Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige und medizinische Hinweise sowie sonstige wichtige Informationen finden Sie unter folgendem Link:
Wir weisen darauf hin, dass rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des jeweiligen Reiselandes einzuholen sind.
Wichtiger Hinweis: Der Reisende selbst ist für die Erfüllung der am Tag der Abreise geltenden Einreisebestimmungen verantwortlich.
Währung: 1 Namibischer Dollar = 100 Cents
Flugdauer: ca. 10 Stunden (nonstop)
Ortszeit: MEZ +1h
Gut zu wissen: Namibia gehört zu den am dünnsten besiedelten Ländern der Erde. Der Westen des Landes und die Namib-Wüste sind nahezu menschenleer.
Vorsicht ist geboten bei der Besichtigung touristisch wichtiger Sehenswürdigkeiten nahe der Grenze zu Angola, da hier die Grenze nicht immer genau und offensichtlich gekennzeichnet ist. Eine illegale Überschreitung führt zur Verhaftung und kann mit einer Geldbuße oder Haftstrafe geahndet werden.
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