1. Tag: Anreise - Olbia
Nachmittags Linienflug von Frankfurt nach Olbia, der lebendigen Hafenstadt im Nordosten des italienischen Sardinien. Begrüßung durch die Reiseleitung, Transfer zum Hotel und ein erstes gemeinsames Abendessen in den Gassen der Altstadt.
Verpflegung:
A
Städte
Olbia
2. Tag: Calangianus - Sedini - Castelsardo - Alghero
Wir verlassen Olbia westwärts und erhalten einen ersten Eindruck von der Landschaftsvielfalt Sardiniens. Zunächst Fahrt durch die von Granithügeln und Korkeichen geprägte Landschaft der Gallura, über Kalksteinplateaus und entlang von Weideflächen, bis wir die felsige Nordwestküste beim Golf von Alghero erreichen. Unterwegs ein erster Stopp im kleinen Calangianus, bekannt für die Tradition der Korkverarbeitung, Besuch des Korkmuseums. In Sedini Besichtigung des prähistorischen Grabs Domus de Janas. Faszinierend das mittelalterliche Dorf Castelsardo, das auf einem Felsvorsprung thront und herrliche Ausblicke bietet. Zeit zur freien Verfügung in den kleinen Gassen. Nachmittags Besuch eines Museums zur Korbflechterei. Abends Ankunft in Alghero (2 Nächte). (ca. 170 km)
Verpflegung:
F
Städte
Alghero
Castelsardo
Olbia
3. Tag: Alghero - Weingut
Vormittags Rundgang durch die engen Altstadtgassen von Alghero, die mit seiner mittelalterichen Stadtgeschichte, der katalanischen Prägung und der mediterranen Lebensart sicherlich zu einer der der charaktervollsten Städte dieser Insel zählt. Besuch der Kirche San Francesco, hier eine interessante Verbindung katalanischer, gotischer und sardischer Elemente. Anschließend lernen wir eines der stadtprägenden Kunsthandwerke näher kennen: die Verarbeitung von Korallen. Das sogenannte "rote Gold"´, die rote Mittelmeerkoralle, war einst ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und findet sich noch heute im Stadtwappen. Kurze Fahrt in ein nahes Weingut der Region mit einer Verkostung lokaler Weine. Der Nachmittag zur freien Verfügung, Zeit für eigene Streifzüge durch das schöne Alghero.
Verpflegung:
F
Städte
Alghero
4. Tag: Westküste - Bosa - Is Arutas - Tharros - Oristano
Heute folgen wir der sardischen Westküste südwärts und genießen den Landschaftswechsel von hügeligen Macchia-Flächen, über flache Küstenebenen und Lagunen, bis hin zu windgeprägten, kargen Küstenfelsen. Im malerischen Dorf Bosa am Telmo-Fluss mit seinen farbenreichen Häusern, die sich bis hinauf zur Burg Malaspina erstrecken, genießen wir eine entspannte Panorama-Rundfahrt im "trenino touristico", einem kleinen Straßenzug. Bei S'Archittu beeindruckt der große Kalksteinbogen, der hier die Küstenlinie dominiert. Badepause mit Picknick-Lunch am außergewöhnlichen Strand von Is Arutas, der nicht aus Sand, sondern aus kleinen, rundgeschliffenen und im Licht farbig schimmernden Quarzkörnchen gebildet wird. Nachmittags erreichen wir das einst phönizisch-punische Tharros, Besichtigung der archäologischen Stätte. Übernachtung im gemütlichen, sardisch geprägten Oristano (2 Nächte), bekannt für sein spektakuläres Reit- und Ritterfest "Sartiglia" zur Karnevalszeit. (ca. 150 km)
Verpflegung:
FM
Städte
Bosa
Oristano
5. Tag: Barumini - Cagliari - Oristano
Der heutige Ausflug führt uns durch das hügelige und ländlich geprägte Inselinnere bis weit in den Südosten zu Sardiniens Hauptstadt Cagliari. Unterwegs Besuch des beeindruckenden Nuraghenkomplex von Barumini, UNESCO-Weltkulturerbe und eine der wichtigsten archäologischen Stätten der Insel. Weiterfahrt nach Cagliari und Rundgang durch das historische Stadtzentrum mit seinem mittelalterlichen Viertel Castello, dem Elefantenturm, Turm von San Pancrazio, Kathedrale Santa Maria (von außen) und schließlich herrliche Ausblicke von der Bastione di Saint Remy. Ab Mittags Zeit zur freien Verfügung, für eigene Erkundungen der Stadt oder einen kleinen Einkaufsbummel. Abends Rückfahrt nach Oristano. (ca. 240 km)
Verpflegung:
F
Sehenswürdigkeiten
Bastione Saint Remy
Elefantenturm
Städte
Cagliari
Oristano
6. Tag: Barbagia - Orgosolo - Agriturismo
Wir verlassen die Küstenregion und tauchen ein in die Barbagia, der traditionsreichen Berglandschaft rund um das Gennargentu-Gebirge, wo schroffe Berge, Wälder, Weidelandschaften und kleine Dörfer und viel sardische Kultur bis heute das Bild prägen. Die Römer bezeichneten die Bewohner einst als "Barbari" - geblieben ist der Name. Fast wie ein Freilichtmuseum präsentiert sich das kleine Dorf Orgosolo, dessen Murales - Wandbilder unter freiem Himmel - eine große Bedeutung erlangt haben. Bei einem Spaziergang bewundern wir zahlreiche dieser Bildgeschichten des Lebens, die viel über Traditionen, soziale Kämpfe und sardische Kultur erzählen. Ein besonderes kulinarisches Erleben von lokalen Aromen und Traditionen steht nun auf dem Programm, wenn wir bei einem sardischen Hirten ein traditionalles Mittagessen erhalten. Unter den Speisen auch das bekannte "Porcetto" vom Grill, begleitet vom kräftigen Cannoneau-Wein, charakteristisch für den sardischen Weinbau. Weiterfahrt in Richtung Nordwesten zu unserer ländlichen Unterkunft bei Posada, einem Agriturismo, wo wir uns gedanklich schon einmal auf die nächsten Reiseabschnitt "Korsika" vorbereiten können. (ca. 200 km)
Verpflegung:
FMA
Städte
Orgosolo
7. Tag: Korsika - Bonifacio - Sartène - Ajaccio
Morgens Fahrt zum Hafen von Santa Teresa di Gallura und circa einstündige Fährfahrt bis zur französischen Insel Korsika. Noch vor Einfahrt in den beeindruckenden Naturhafen wird es spektakulär: wenn wir vor uns die Festungsstadt Bonifacio erblicken, die in fast 100m Höhe auf einer weißen Kalksteinklippe thront, eine der dramatischsten Küstenlandschaften des Mittelmeers. Zur Erleichterung des steilen Aufstiegs vom Hafen zur Zitadelle nutzen wir den "petit train", der uns bei einer Panoramafahrt einen ersten Überblick zur Stadt gibt. Anschließend etwas individuelle Zeit in Bonifacio, vielleicht für ein Mittagessen in den malerischen Gassen innerhalb der hohen Festungsmauern oder um die herrlichen Ausblicke zu genießen. Wir verlassen die Küstenklippen und wenden uns dem traditionellen Korsika zu. Das kleine Sartène im ländlich-bergigen Inland gilt als einer der authentischsten Orte auf Korsika, wo religiöse und kulturelle Tradition noch gelebt werden. Rundgang durch die engen Gassen mit deren Steinhäusern und belebtem Hauptplatz. Weiterfahrt durch ursprüngliches Bergland mit Macchia, Wäldern und Bergdörfern, bis die Landschaft sich öffnet und das Meer wieder ins Blickfeld rückt. Abends in Ajaccio, Geburtsstadt von Napoleon Bonaparte. (ca. 250 km)
Verpflegung:
FA
Sehenswürdigkeiten
Klippen von Bonifacio
Städte
Ajaccio
8. Tag: Ajaccio - Corte - Bastia
Vormittags Rundgang durch Ajaccio, der lebhaften Hafenstadt und Hauptstadt Korsikas, mit malerischen Straßen, bunten Märkten und belebten Plätzen. Besuch des Geburtshauses Napoleons, heute ein Museum. Landschaftlich sehr beeindruckend wird es nun auf unserer Weiterfahrt tief ins Inland hinein. Von der Küste aus windet sich die Straße schon bald durch enge Täler, vorbei an bewaldeten Hängen, kleinen Bergdörfern und über Bergpässe sowie durch das grüne Vecchio-Tal, bis schließlich die mächtige, auf einer Felsnadel thronende Zitadelle von Corte in Sicht kommt. Im 18. Jh. war dieser Ort das Zentrum der korsischen Unabhängigkeitsbewegung und Hauptstadt des unabhängigen Korsika. Der Korse Pasquale Paoli wird bis heute wie ein Volksheld verehrt, und nirgends auf der Insel sind der korsische Freiheitswille und die eigene Identität so deutlich zu spüren, wie in dieser Stadt. Besichtigungs-Rundfahrt mit der kleinen Touristenbahn, so gelangen wir auch bequem zur hohen Zitadelle, die einen grandiosen Rundumblick bietet. Anschließend Weiterfahrt zur Küstenstadt Bastia im Nordosten Korsikas, Übernachtung nahe der Altstadt (2 Nächte). (ca. 160 km)
Verpflegung:
F
Städte
Ajaccio
Bastia
Corte
9. Tag: Cap Corse
Mit einem Tagesausflug umrunden wir den "wilden Finger Korsikas" - das Cap Corse, ganz im Norden und mit rauer Berglandschaft und viel unberührter Natur. Seefahrt und Handel prägten diese Region jahrhundertelang, die zahlreichen Wachtürme entlang der Küste zeugen noch immer von der einstigen Bedrohung durch Piraten. Uns erwarten dramatische Küstenlandschaften mit steilen Felsen, kleinen Buchten, türkisfarbenem Meer sowie kleine Fischerdörfer, in denen die korsische Identität spürbar ist. Wir beginnen mit der lebhaften Hafenstadt Bastia, anschließend fahren wir die Ostküste nordwärts bis zum alten Fischer- und Yachthafen Macinaggio. Abzweig ins Inland auf eine der landschaftlich schönsten Strecken, durchaus kurvenreich, vom Col de Serra mit herrlichen Ausblicken. Mittagspause in pittoresken Centuri, bekannt für die traditionelle Langustenfischerei. Das Panorama der Westküste deutlich dramatischer, vom dem auf einem Felsen thronenden Nonza haben wir am genuesischen Turm einen spektakulären Meerblick. Abschließend Besuch von Patrimonio im gleichnamigen Weinanbaugebiet, Zentrum korsischer Musik und Kultur, ein schöner Kontrast zu den zuvor besuchten Ortschaften des Kap Corse. Über einen Bergpass mit großartigem Panoramablick kehren wir zurück an die Ostküste nach Bastia. (ca. 130 km)
Verpflegung:
F
Städte
Bastia
Cap Corse
Nonza
Patrimonio
10. Tag: Porto Vecchio - Sardinien - Porto Cervo - Olbia
Fahrt südwärts in Richtung Bonifacio zur Fähre, mit unterwegs Mittagsrast im eleganten Porto Vecchio mit seiner charmanten Altstadt. Fährüberfahrt nach Sardinien (ca. 1h20). Auf dem Weg ins Hotel machen wir noch einen Abstecher nach Porto Cervo, dem mondänen Zentrum der Costa Smeralda, dominiert vom Luxustourismus. Übernachtung in Olbia mit Abschiedsabendessen in einem Restaurant. (ca. 260 km)
Verpflegung:
FA
Sehenswürdigkeiten
Costa Smeralda
Städte
Olbia
Porto Cervo
Porto Vecchio
