xxxxxxxxxx Teufelsnase

Die Teufelsnase (Nariz del Diablo) ist ein markanter Felsvorsprung in der ecuadorianischen Provinz Chimborazo nahe der Kleinstadt Alausí. Sie verdankt ihren Namen der Form des Felsens, der an eine Nase erinnert, sowie den extremen Herausforderungen, die beim Bau der Trans-Anden-Eisenbahn um 1900 bewältigt werden mussten. Um den Höhenunterschied zwischen Alausí (etwa 2.360 m) und dem tiefer gelegenen Sibambe (rund 1.806 m) zu überwinden, entwickelten Ingenieure eine kühne Streckenführung mit Spitzkehren im Zickzack. Dabei fährt der Zug abwechselnd vorwärts und rückwärts, um den steilen Abhang sicher zu meistern.
Der Bau dieser Passage zwischen 1899 und 1908 galt als eine der größten technischen Leistungen seiner Zeit, forderte jedoch auch viele Menschenleben, darunter indigene Arbeiter und aus Jamaika angeworbene Arbeitskräfte. Die Strecke wurde später zu einem der bekanntesten Abschnitte der ecuadorianischen Eisenbahn, die Quito mit der Hafenstadt Guayaquil verband.
Lange Zeit war die Fahrt über die Teufelsnase ein Höhepunkt für Reisende. In rund zweieinhalb Stunden ging es von Alausí hinab nach Sibambe und wieder zurück, vorbei an dramatischen Andenlandschaften. In Sibambe erwarteten die Besucher Aussichtspunkte, ein kleines Museum und Vorführungen traditioneller Tänze. Früher durften Passagiere sogar auf dem Dach der Waggons sitzen, was heute aus Sicherheitsgründen verboten ist.

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