Gruppenreise buchen
Reiseangebote für Vereine, Verbände, Firmen sowie geplante Privatreisen.
Wanderreise Madeira
„Entdecken Sie beim Wandern auf Madeira das Paradies des ewigen Frühlings – von den spektakulären Levada-Wegen bis hinauf zum majestätischen Gipfel des Pico Ruivo.“ Hier finden Sie alle Infos zur passenden Reisezeit für eine Wanderreise auf Madeira
Wandern auf Madeira - Die Blumeninsel zu Fuß entdecken
Wandern auf Madeira ist ein ganzjähriges Naturerlebnis auf der portugiesischen Blumeninsel im Atlantik. Entlang historischer Levadas (Bewässerungskanäle), durch Lorbeerwälder, über spektakuläre Bergkämme und zu dramatischen Steilküsten - Madeira bietet über 3.000 km markierte Wanderwege für alle Schwierigkeitsgrade.
Madeira Wandern - Kurze Fakten von Rundreisen.de
- Beste Wanderzeit: Ganzjährig möglich, ideal März-Mai und September-Oktober (20-25 Grad, blühende Landschaft)
- Klima: Subtropisch, mild (Winter 16-20 Grad, Sommer 22-27 Grad), Nordseite feuchter als Süden
- Wanderwege: Über 3.000 km markierte Wege, 30 offizielle PR-Routen (Pequenos Rotas), 200 km Levada-Wege
- Schwierigkeit: Leicht (Levada-Wanderungen) bis anspruchsvoll (Gipfeltouren Pico Ruivo 1.862 m)
- Besonderheit: Levada-Wanderungen - einzigartig auf der Welt, entlang historischer Wasserkanäle (16.-19. Jh.)
- Höchster Punkt: Pico Ruivo (1.862 m), dritthöchster Berg Portugals
- Preisspanne: Geführte Wanderreise ab 1.095 Euro, individuelle Touren ab 699 Euro (7-8 Tage, ohne Flug)
Was macht Madeira Wandern einzigartig?
Madeira ist ein Wanderparadies auf kleinstem Raum. Die Vulkaninsel (57 km lang, 22 km breit) vereint spektakuläre Landschaftsvielfalt: Subtropische Gärten an der Küste, uralte Lorbeerwälder (UNESCO-Weltnaturerbe), schroffe Bergwelt über 1.800 m, dramatische Steilküsten bis 580 m. Das einzigartige Levada-System - über 2.500 km Bewässerungskanäle aus dem 15.-19. Jahrhundert - erschließt abgelegene Täler und Schluchten. Die schmalen Pfade entlang der Levadas führen durch Tunnels, über Aquädukte, zu Wasserfällen. Ganzjährig milde Temperaturen ermöglichen Wandern zu jeder Jahreszeit - im Winter, wenn die Alpen verschneit sind, blühen auf Madeira Strelitzien und Orchideen.
Die 7 spektakulärsten Wanderregionen Madeiras
- Zentrale Bergwelt - Pico Ruivo, Pico Arieiro, Hochgebirgswanderungen über Wolkenmeer
- Rabaçal-Plateau - 25 Fontes Wasserfall, Risco-Wasserfall, klassische Levada-Wanderungen
- Nordküste - Santana (Strohhäuser), Queimadas-Urwald, Caldeirão Verde-Kessel
- Ostspitze - Ponta de São Lourenço, karge Halbinsel mit Wüstencharakter, Küstenwanderung
- Nordwest - Porto Moniz (Naturschwimmbecken), Fanal-Urwald (mystische Lorbeerbäume)
- Funchal-Umgebung - Monte, Botanischer Garten, Eira do Serrado (Aussichtspunkt Nonnental)
- Südwestküste - Cabo Girão (580 m Steilklippe, höchste Europas), Küstenwege
Levada-Wanderungen - Madeiras einzigartiges Wandererlebnis
Levada-Wanderungen sind das Markenzeichen Madeiras. Die Bewässerungskanäle (Levadas) wurden ab dem 15. Jahrhundert angelegt, um Wasser von der regenreichen Nordseite in den trockenen Süden zu leiten. Heute bilden über 2.500 km Levadas ein einzigartiges Wanderwegenetz - meist flache, schmale Pfade entlang plätschernder Wasserläufe durch spektakuläre Landschaften.
Levada das 25 Fontes - Klassiker für Einsteiger
Die Levada das 25 Fontes (PR6) gilt als schönste und beliebteste Levada-Wanderung Madeiras. Start am Rabaçal-Plateau (1.300 m), durch Lorbeerwald zum "Kessel der 25 Quellen" - spektakulärer Talkessel mit bis zu 25 Wasserfällen (je nach Jahreszeit), die von moosbedeckten Felswänden herabstürzen. Glasklarer See am Fuße der Wasserfälle lädt zum Verweilen ein. Strecke: 11 km Rundweg (hin und zurück gleiche Route). Gehzeit: 3-4 Stunden. Höhenmeter: 300 m Abstieg zu Beginn, 300 m Aufstieg am Ende (Start 1.300 m, tiefster Punkt 1.000 m). Schwierigkeit: Leicht-Mittel. Levada-Pfad schmal aber gut befestigt, ein kurzer Tunnel (Taschenlampe empfohlen). Kombination: Oft kombiniert mit Risco-Wasserfall (30 m hoher Wasserfall, 15 Min Abstecher, zusätzlich 1 km). Besonderheit: UNESCO-Weltnaturerbe Lorbeerwald (Laurisilva). Beste Zeit: März-Mai (Wasserfälle am voluminösesten nach Winterregen), September-Oktober. Anfahrt: Von Funchal ca. 1 Std PKW, Parkplatz Rabaçal (kostenpflichtig 3 Euro), alternativ Bus von Funchal. Wichtig: Früher Start empfohlen (8-9 Uhr), ab Mittag sehr voll (über 500 Wanderer/Tag).
Levada do Caldeirão Verde - Durch den grünen Kessel
Die Levada do Caldeirão Verde (PR9) führt durch spektakuläre Schluchten zum "grünen Kessel" - ein 100 m hoher Wasserfall stürzt in einen von Farnen überwucherten Talkessel. Einer der eindrucksvollsten Levada-Wanderungen. Start: Queimadas-Forsthaus (900 m) im Urwald bei Santana. Malerisches Forsthaus mit Strohdach (Foto-Spot). Route: Entlang Levada do Caldeirão Verde, durch 4 unbeleuchtete Tunnels (längster 200 m, Stirnlampe zwingend!), über schmale Pfade an Felswänden, durch üppigen Lorbeerwald. Endpunkt: Caldeirão Verde - spektakulärer Wasserfall-Amphitheater. Strecke: 13 km Rundweg. Gehzeit: 5-6 Stunden. Höhenmeter: Nur 100 m (nahezu flach, Levada-typisch). Schwierigkeit: Mittel. Pfad teilweise sehr schmal (50-80 cm) an Abgründen, trittsicher erforderlich. Keine Schwindelfreiheit nötig, aber Konzentration. Verlängerung: Caldeirão do Inferno (zusätzlich 3 km one-way, 2 Std, zwei weitere Tunnel, noch spektakulärer, nur für Erfahrene). Beste Zeit: Ganzjährig, besonders schön März-Mai (üppiges Grün). Anfahrt: Von Funchal 45 Min, Parkplatz Queimadas kostenlos.
Levada do Rei - Königliche Levada
Die Levada do Rei (PR18) ist eine der einfachsten und familienfreundlichsten Levada-Wanderungen - ideal für Einsteiger. "Königliche Levada" heißt sie, weil sie ursprünglich Wasser zum königlichen Anwesen in São Jorge lieferte. Start: Parkplatz an der ER 103 zwischen Ribeiro Bonito und Quebradas (850 m). Route: Breiter, gut ausgebauter Levada-Weg durch Lorbeerwald, entlang Ribeiro Bonito-Fluss, zu einer malerischen Lagune mit kleinem Wasserfall. Keine Tunnels, keine Abgründe. Strecke: 10,2 km Rundweg. Gehzeit: 3 Stunden. Höhenmeter: Minimal (50 m). Schwierigkeit: Leicht. Auch für Familien mit Kindern ab 6 Jahren geeignet. Flora/Fauna: Artenreicher Lorbeerwald, häufig Madeira-Goldhähnchen (Madeiras Wappentier). Beste Zeit: Ganzjährig, auch bei leichtem Regen schön (mystische Stimmung). Besonderheit: Weniger überlaufen als 25 Fontes oder Caldeirão Verde.
Levada-Wanderungen - Praktische Tipps
Ausrüstung: Stirnlampe (für Tunnels, zwingend!), festes Schuhwerk (Wanderschuhe), Regenjacke (auch bei Sonnenschein, Mikroklima), lange Hose (enge Tunnel, Felswände)
Sicherheit: Levada-Pfade oft nur 50-80 cm breit, teilweise an Abgründen (aber meist gesichert). Trittsicherheit wichtig. Bei Regen rutschig. Niemals bei Unwetter (Sturzflutgefahr in Tunnels).
Wasser: Levada-Wasser NICHT trinkbar (stehendes Wasser, Bakterien). 1-1,5 L Trinkwasser mitnehmen.
Beste Tageszeit: Früher Start (8-9 Uhr) empfohlen - weniger Wanderer, besseres Licht für Fotos, Nebel oft vormittags.
Geführte Touren: Für erste Levada-Wanderung empfohlen (Orientierung, Sicherheit, Hintergrundwissen). Viele Veranstalter in Funchal, ca. 30-45 Euro/Person inkl. Transfer.
Markierung: PR-Routen gut ausgeschildert (gelb-rote Schilder), aber Karte/GPS empfohlen (Komoot, Wikiloc).
Pico Ruivo und Pico Arieiro - Gipfeltouren über dem Wolkenmeer
Die Wanderung vom Pico Arieiro (1.818 m) zum Pico Ruivo (1.862 m) gilt als spektakulärste Bergwanderung Madeiras. Oft über dem Wolkenmeer, entlang dramatischer Felsgraten, durch Tunnels, mit 360-Grad-Panoramen - ein alpines Hochgebirgs-Erlebnis im Atlantik.
Pico Arieiro - Pico Ruivo - Die Königstour
Route PR1: Klassische Ost-West-Querung des Zentralmassivs. Start: Pico do Arieiro (1.818 m) - mit PKW erreichbar (ab Funchal 45 Min). Spektakulärer Sonnenaufgang-Spot (5:30 Uhr im Sommer). Verlauf: Über Miradouro do Juncal, Ninho da Manta (Aussichtspunkt), Pico das Torres (Umgehung oder Via Ferrata-Passage, leicht gesichert), durch mehrere Tunnels (längster 800 m, beleuchtet), über dramatische Grate, zum Pico Ruivo-Gipfel (1.862 m). Gipfel-Panorama: Bei Fernsicht bis Porto Santo (50 km), Norden: Santana-Tal, Adlerfelsen, Süden: Funchal-Bucht. Abstieg: Zur Achada do Teixeira (1.592 m, Parkplatz). Strecke: 12 km (Arieiro-Ruivo-Achada), 7 km wenn nur bis Ruivo und zurück zum Arieiro. Gehzeit: 6-7 Stunden Querung, 5-6 Stunden Hin/Zurück. Höhenmeter: Querung: 1.000 m Auf- und 1.200 m Abstieg. Hin/Zurück: 800 m Auf- und Abstieg. Schwierigkeit: Anspruchsvoll. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Steile Treppen (über 1.000 Stufen), schmale Grate (gesichert). Beste Zeit: Mai-Oktober (Wintermonate oft Schnee/Eis auf Nordseite, Wege gesperrt). Frühstart für Sonnenaufgang (spektakulär!) und Wolkenmeer. Transfer-Option: Taxi von Achada zum Arieiro (ca. 30 Euro) bei Querung.
Pico Ruivo Kurzaufstieg - Für Gipfelsammler
Wer nur den Gipfel will ohne die lange Arieiro-Route: Start Achada do Teixeira (1.592 m, Parkplatz, ab Santana 30 Min PKW). Route PR1.2: Kurzer, steiler Aufstieg durch Heidelandschaft, über Steintreppen, zum Pico Ruivo. Strecke: 5,6 km Rundweg (2,8 km Aufstieg). Gehzeit: 2 Stunden (1 Std rauf, 45 Min runter). Höhenmeter: 270 m. Schwierigkeit: Mittel (kurz aber steil, viele Stufen). Einfachster Zugang zum höchsten Gipfel. Vorteil: Weniger anstrengend, auch für weniger trainierte Wanderer machbar. Nachteil: Deutlich weniger spektakulär als Arieiro-Route (keine Grate, keine Tunnels). Tipp: Sehr früh starten (7 Uhr) - Parkplatz ab 9 Uhr völlig überfüllt, Gipfel voll.
Pico-Wanderung - Was Sie wissen müssen
Wetter: Wechselhaft. Morgens oft wolkenfrei, nachmittags Wolkenaufzug. Temperatur: Gipfel 5-10 Grad kühler als Küste. Windbreaker, Fleece zwingend!
Sonnenaufgang: Spektakulär, aber überlaufen. Pico Arieiro Parkplatz ab 5 Uhr voll (200+ Autos). Alternative: Achada do Teixeira (ruhiger).
Kondition: Arieiro-Ruivo: Sehr anspruchsvoll. 6-7 Std Gehzeit, 2.000 Höhenmeter (Auf- und Abstieg), über 1.500 Treppenstufen. Gute Fitness erforderlich.
Verpflegung: Auf Gipfeln nichts. Genügend Wasser (2 L), Snacks, Energieriegel mitnehmen. Casa de Abrigo (Schutzhütte am Ruivo) meist geschlossen.
Gefahren: Bei Nebel Orientierung schwierig (auch auf markiertem Weg). GPS empfohlen. Bei Gewitter sofort absteigen (Blitzgefahr auf Graten).
Geführte Tour: Für Erstbesucher sinnvoll (Sicherheit, Orientierung, Transfer). Ca. 45-65 Euro/Person inkl. Transfers und Guide.
Ponta de São Lourenço - Wüstenwanderung am östlichen Ende
Die Halbinsel Ponta de São Lourenço bildet den östlichsten Punkt Madeiras - eine karge, windgepeitschte Landschaft, die komplett anders aussieht als der Rest der grünen Insel. Rote Vulkanfelsen, karge Vegetation, türkisblaues Meer - fast wie auf den Kanaren oder in Arizona.
Vereda da Ponta de São Lourenço (PR8)
Route PR8: Küstenwanderung auf schmaler Landzunge zwischen Nord- und Südküste. Start: Parkplatz Baía d'Abra (letzter Ort: Caniçal, dann 3 km Schotterstraße). Verlauf: Über welliges Gelände entlang Nordküste, spektakuläre Ausblicke auf beide Küstenseiten, bizarr geformte Felsnadeln, rote Tuffsteinwände. Höhepunkt: Aussichtspunkt Pico do Furado mit Blick auf Ilhéu do Farol (Leuchtturm-Insel) und Ilhéu da Cevada. Endpunkt: Casa do Sardinha (Ranger-Haus), dahinter nur noch für Forscher zugänglich. Optional: Abstieg zur Bucht Prainha (einziger Sandstrand Ost-Madeiras, schwarzer Vulkansand, 20 Min Abstecher). Strecke: 7 km Rundweg (3,5 km one-way, gleicher Rückweg). Gehzeit: 3 Stunden. Höhenmeter: 250 m kumuliert (wellig, mehrere Auf- und Abstiege). Schwierigkeit: Leicht-Mittel. Technisch einfach, aber keine Schatten, volle Sonne, Wind. Besonderheit: Komplett anderes Landschaftsbild als restliches Madeira. Keine Bäume, Wüstencharakter. Endemische Pflanzen (Sukkulenten). Beste Zeit: September-Mai (Sommer zu heiß, kein Schatten, 30+ Grad). Früh starten (8 Uhr) - Hitze, Parkplatz voll. Vorsicht: Bei starkem Wind (häufig!) sehr unangenehm, Sturmböen. Ausrüstung: Sonnenschutz absolut zwingend (Hut, Creme LSF 50, Sonnenbrille), 2 L Wasser/Person, windabweisende Jacke.
Casa do Sardinha - Baden mit Aussicht
Casa do Sardinha am Endpunkt der Wanderung: Ranger-Station mit Picknickplätzen (Schatten!). Unterhalb: Bucht mit kristallklarem Wasser, ideal zum Abkühlen nach Wanderung. Steiler Abstieg (5 Min), über Felsen ins Wasser. Baden: Nur bei ruhigem Meer (Nordküste kann starke Brandung haben). Schnorcheln: Interessant, Felsriffe. Vorsicht: Kein Sandstrand, nur Felsen. Badeschuhe empfohlen. Alternative: Prainha Beach (schwarzer Sandstrand, Abzweig bei Kilometer 2, ausgeschildert, 15 Min Abstieg, kleiner Imbiss/Bar vorhanden).
Santana und Nordküste - Urwald und Wasserfälle
Die Nordküste um Santana ist die regenreichste, grünste Region Madeiras. Üppige Lorbeerwälder (UNESCO-Weltnaturerbe), dramatische Wasserfälle, traditionelle Strohhäuser und spektakuläre Steilküsten prägen diese ursprüngliche Inselseite.
Queimadas - Caldeirão Verde - Durch den Märchenwald
Queimadas-Forsthaus: Ausgangspunkt im märchenhaften Lorbeerurwald (900 m). Bilderbuch-Forsthaus mit reetgedecktem Strohdach, Teich, uralte Lorbeerbäume. Route: Siehe oben bei Levada-Wanderungen (Caldeirão Verde). Alternative Kurz-Wanderung: Vom Forsthaus zur Levada do Caldeirão Verde und 1-2 km entlang Levada (ohne komplette Tour zum grünen Kessel). Auch schön für Familien. Flora: UNESCO-Weltnaturerbe Laurisilva-Wald (Lorbeerwald). Relikt aus Tertiär, vor 20 Mio. Jahren über ganz Südeuropa verbreitet, heute nur noch Kanaren und Madeira. Bis zu 40 m hohe Lorbeerbäume, Baumfarne, Moose, epiphytische Flechten. Fauna: Madeira-Goldhähnchen, Buchfink, Madeira-Eidechse. Atmosphäre: Mystisch, oft nebelverhangen, Moospolster, plätschernde Levadas - wie im Märchenwald.
Santana - Traditionelle Casas de Colmo
Santana-Dorf: Berühmt für traditionelle Casas de Colmo - strohgedeckte Spitzdachhäuser (triangulare Form). Ursprünglich Bauernhäuser (16.-19. Jh.), heute restauriert als Touristenattraktion. Themenpark Santana: Mehrere Casas de Colmo als Museum, traditionelles Handwerk, Folklore-Shows (Eintritt 10 Euro). Foto-Spots: Entlang Hauptstraße EN 101 stehen restaurierte Originalhäuser (kostenlos zugänglich, Fotos erlaubt). Wanderung: Vom Zentrum Santana zum Queimadas-Forsthaus (7 km, 2,5 Std, 500 m Aufstieg) - schöne Kombination Kultur und Natur. Beste Zeit: Ganzjährig. Nordküste oft bewölkt (Passatwolken bleiben an Bergen hängen) - authentische Stimmung, mystischer Nebel. Übernachtung Santana: Ruhig, ursprünglich, gute Ausgangsbasis für Nordküsten-Wanderungen. Hotels/Quintas günstiger als Funchal.
Küstenwanderung Ponta Delgada - São Jorge
Dramatische Nordküsten-Wanderung zwischen zwei Küstendörfern. Start: Ponta Delgada (kleiner Küstenort mit natürlichen Meerwasser-Pools). Route: Entlang Steilküste über alte Bewässerungskanäle, durch Bananenplantagen, zu Aussichtspunkten mit Blick auf 300 m hohe Klippen, nach São Jorge (bekannt für Kirche und Festung). Strecke: 12 km one-way (entweder zurück oder Bus, ca. stündlich). Gehzeit: 4-5 Stunden. Höhenmeter: 600 m kumuliert (viele Auf- und Abstiege). Schwierigkeit: Mittel. Stellenweise ausgesetzt. Highlight: Cabanas-Wasserfall (stürzt direkt ins Meer), Aussichtspunkt Miradouro Véu da Noiva. Besonderheit: Wenig frequentiert, ursprünglich. Beste Zeit: September-Mai (Sommer zu heiß, kein Schatten).
Porto Moniz und Nordwest - Vulkanpools und Feenwald
Der Nordwesten Madeiras um Porto Moniz bietet spektakuläre Küstenlandschaft, natürliche Lava-Schwimmbecken und den mystischen Fanal-Urwald - Madeiras magischster Ort für Fotografen.
Fanal - Mystischer Lorbeerwald
Fanal (1.100-1.150 m) ist ein uralter Lorbeerwald auf nebelverhangener Hochebene - einer der fotogensten Orte Madeiras. Knorrige, uralte Lorbeerbäume (bis 600 Jahre), teilweise bizarr gewachsen, von Moos überzogen, oft im Nebel - surreale, märchenhafte Atmosphäre. Wanderung PR13 Vereda do Fanal: 11 km Rundweg durch Lorbeerwald, über Hochebene, mit Panoramablicken (bei klarer Sicht). Gehzeit: 3-4 Stunden. Höhenmeter: 300 m. Schwierigkeit: Leicht-Mittel. Foto-Tipps: Nebel macht den Reiz! Beste Zeit: Früh morgens (7-9 Uhr) oder abends. Sommer oft wolkenfrei (weniger atmosphärisch). Winter/Frühling: Nebel garantiert. Anfahrt: Von Porto Moniz 30 Min über ER 209 (Bergstraße, kurvenreich). Parkplatz am Forsthaus. Alternative: Kürzere Spaziergänge (1-2 km) rund um Forsthaus - auch sehr schön. Vorsicht: Bei dichtem Nebel Orientierung schwierig (GPS/Karte mitnehmen). Tipp: Kombination mit Porto Moniz (Baden nach Wanderung, 30 Min Fahrt).
Porto Moniz - Baden in Vulkanpools
Porto Moniz (Nordwestspitze) ist berühmt für natürliche Meerwasser-Schwimmbecken aus Vulkangestein. Piscinas Naturais: Durch Lavagestein geformte Pools, gefüllt mit kristallklarem Atlantikwasser, geschützt vor Brandung. Eintritt: 3 Euro (öffentliche Pools), sauber, bewacht, Umkleiden, Duschen. Alternative: Cachalote-Pools (kostenlos, natürlicher, weniger Infrastruktur). Baden: Ganzjährig möglich (Wassertemperatur Winter 18 Grad, Sommer 22-24 Grad). Kombination: Wanderung morgens, Baden nachmittags. Verpflegung: Restaurants am Pool-Rand, frischer Fisch. Übernachtung: Hotels mit Meerblick, ruhig, preiswerter als Funchal-Region. Ausflug: Aquarium Porto Moniz (kleine Meeresbewohner, 5 Euro). Anfahrt von Funchal: 1,5 Std über Südküste und ER 101 (Panoramastraße entlang Nordküste, spektakulär!).
Levada da Ribeira da Janela - Wasserfallwanderung
Levada da Ribeira da Janela (PR14) führt durch tief eingeschnittene Schluchten zu mehreren Wasserfällen. Start: Lamaceiros (Nähe Porto Moniz). Route: Entlang Levada durch engen Canyon, mehrere Wasserfälle kreuzen den Pfad (kann nass werden!), durch Tunnel, zum Endpunkt Ribeira da Janela. Strecke: 10 km Rundweg. Gehzeit: 4 Stunden. Höhenmeter: 200 m. Schwierigkeit: Mittel. Schmale Pfade, Tunnel (Stirnlampe!), teilweise rutschig. Highlight: Spektakuläre Schlucht, tosende Wasserfälle, Spray der Wasserfälle durchnässt Pfad. Ausrüstung: Regenjacke zwingend (auch bei Sonnenschein - Wasserfälle!), wasserfeste Schuhe. Beste Zeit: April-Mai (voluminöseste Wasserfälle nach Winterregen). Nicht bei starkem Regen (Sturzflutgefahr).
Funchal und Südküste - Kultur trifft Natur
Funchal, Madeiras Hauptstadt (112.000 Einwohner), ist Ausgangspunkt der meisten Madeira-Wanderreisen. Die Südküste bietet neben urbanem Flair auch spektakuläre Wanderungen - von Küstenpfaden bis Bergtouren in Funchal-Nähe.
Monte und Botanischer Garten - Stadtwanderung mit Meerblick
Monte (550 m) thront über Funchal - Stadtviertel mit tropischem Garten, Wallfahrtskirche und Korbschlittenfahrten. Aufstieg: Von Funchal-Altstadt zu Fuß (4 km, 550 m, 1,5 Std, steil) oder Seilbahn (Teleférico do Funchal, 15 Euro one-way, 20 Euro retour, 15 Min Fahrt, spektakuläre Aussicht). Monte Palace Tropical Garden: 7 ha tropischer Garten mit Pflanzen aus aller Welt, japanischer Garten, Koi-Teiche, Kunstsammlung. Eintritt 12,50 Euro. Besichtigung 1-2 Std. Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte: Wichtigste Wallfahrtskirche Madeiras, Grab von Kaiser Karl I. (letzter österreichischer Kaiser, starb 1922 im Exil auf Madeira). Korbschlittenfahrt (Carros de Cesto): Traditionelle Abfahrt im Korbschlitten von Monte nach Funchal-Livramento (2 km, 10 Min, 30 Euro/Schlitten für 2 Personen). Zwei Carreiros (Lenker in Strohhüten) schieben/bremsen Schlitten. Touristisch, aber authentisch (seit 1850). Wanderung: Von Monte zum Botanischen Garten (Jardim Botanico, 3 km, 1 Std Abstieg, 300 m runter). Botanischer Garten: 8 ha, 2.500 Pflanzenarten, Sukkulenten, Orchideen, Vögel. Eintritt 8 Euro.
Cabo Girão - Höchste Steilklippe Europas
Cabo Girão (580 m) ist eine der höchsten Steilklippen Europas - senkrecht ins Meer abfallende Felswand. Skywalk: Glas-Aussichtsplattform über dem Abgrund (2012 eröffnet). Kostenloser Zugang, spektakulärer Tiefblick. Unterhalb: Fajã do Cabo Girão - Terrassenfelder auf Geröllhalde am Fuß der Klippe, nur per Seilbahn erreichbar, Gemüse- und Weinanbau. Wanderung Cabo Girão - Câmara de Lobos: 6 km Küstenwanderung (2 Std), Weinberge, Bananenterrassen, zum Fischerdorf Câmara de Lobos (Winston Churchill malte hier Aquarelle, Poncha-Bars). Anfahrt von Funchal: 15 km (20 Min PKW), Bus 142/154 (stündlich, 3 Euro). Beste Zeit: Spätnachmittag (Sonnenuntergang, weniger Besucher). Vorsicht: Oft starker Wind (Skywalk!).
Eira do Serrado - Aussichtspunkt Nonnental
Eira do Serrado (1.094 m) bietet spektakulären Blick ins Nonnental (Curral das Freiras) - kesselförmiges Tal, umgeben von bis zu 1.000 m hohen Felswänden. Legende: Nonnen des Funchal-Klosters flüchteten 1566 vor Piraten in dieses verborgene Tal (daher "Nonnental"). Bis 1959 nur zu Fuß erreichbar. Aussichtspunkt: Kostenlos, Café mit Terrasse. Spezialität: Kastanien (Tal-Spezialität), Kastanienkuchen, Kastanienlikör (Licor de Castanha). Wanderung ins Tal: Von Eira do Serrado nach Curral das Freiras (6 km, 2 Std Abstieg, 800 m runter), alter Saumpfad, steil, spektakulär. Zurück per Bus (häufig). Alternative: PR12 Hochgebirgswanderung: Eira do Serrado über Bergkämme zum Pico Grande (1.654 m, sehr anspruchsvoll, nur für Erfahrene, 7 Std). Anfahrt von Funchal: 25 km (40 Min), Bus 81 (wenige Verbindungen, Fahrplan prüfen).
Madeira Wanderreise buchen - Tipps und Veranstalter
Eine Madeira Wanderreise lässt sich als geführte Gruppenreise oder individuelle Wandertour buchen. Die kompakte Inselgröße ermöglicht Standortreisen (ein Hotel) oder Kombination verschiedener Regionen.
Geführte vs. individuelle Wanderreise
Geführte Gruppenreisen (ab 1.095 Euro): Deutschsprachiger Wanderführer, Gruppe 12-16 Personen, komplette Organisation (Flug, Hotel, Halbpension, Transfers, Eintritte). Tägliche Wanderungen mit lokalem Wissen (Flora, Geologie, Geschichte). Ideal für: Alleinreisende, Erstbesucher, Wanderer ohne PKW. Veranstalter: Wikinger Reisen (Marktführer Madeira), Hauser Exkursionen, ASI Reisen, Frosch Sportreisen, Djoser. Beispiel: 8 Tage Madeira-Highlights (Levadas, Pico Ruivo, São Lourenço) ab 1.495 Euro inkl. Flug, 4-Sterne-Hotel, Halbpension. Standort: Meist Südküste (Funchal, Caniço, Calheta) - zentral für alle Wanderungen (max. 1 Std Anfahrt).
Individuelle Wanderreisen (ab 699 Euro): Selbstständige Wanderung nach Roadbook/GPS, Hotel vorgebucht, Mietwagen inkludiert oder optional, eigenes Tempo, flexible Tagesplanung. Ideal für: Paare, Familien, erfahrene Madeira-Kenner, Fotografen (flexible Zeiten). Veranstalter: Picotours, Madeira Wandern, ASI individuell, Eurohike. Beispiel: 7 Tage Madeira individuell ab 699 Euro (ohne Flug), Hotel, Mietwagen, detaillierte Routenbeschreibungen, GPS-Tracks, Hotline. Vorteil: Fotopausen, frühe Starts (Sonnenaufgang), Ruhetage flexibel. Nachteil: Selbst orientieren, kein Hintergrundwissen, Mietwagen-Stress (enge Bergstraßen, Linksverkehr in Tunneln).
Beste Reisezeit für Madeira Wandern
März-Mai (Frühling): Ideal für Wanderer! 18-22 Grad, blühende Landschaft (Mimosen, Strelitzien, Orchideen), Wasserfälle voluminös (nach Winterregen), lange Tage (Sonnenuntergang 20 Uhr). Levadas am grünsten. Moderate Preise. Einziger Nachteil: Pico-Wanderungen können wegen Schnee gesperrt sein (bis Ende März). Ostern: Hochsaison (teurer, voller).
Juni-August (Sommer): Wärmstes Wetter (24-28 Grad Küste, 18-22 Grad Berge), garantiert trocken, längste Tage. Hauptsaison - voll, teuer (Hotels 30-40% Aufpreis). Levada-Wanderungen gut, aber voll (25 Fontes ab 10 Uhr überlaufen). São Lourenço zu heiß (30+ Grad, kein Schatten). Pico-Wanderungen ideal (schneefrei, Fernsicht). Baden perfekt (Wassertemperatur 22-24 Grad). Für Familien: Schulferien-Zeit.
September-Oktober (Herbst): Geheimtipp! Noch warm (22-25 Grad), Meer warm (23 Grad), deutlich weniger Touristen, Normalpreise. Landschaft noch grün. Ideale Wanderzeit für alle Höhenlagen. Einziges Manko: Ab Mitte Oktober mehr Regen (aber meist nur kurze Schauer). Weinlese-Zeit (Weinverkostungen in Blandy's Weinkellern Funchal).
November-Februar (Winter): Mild (16-20 Grad), deutlich mehr Regen (besonders Dezember-Januar), aber keine Dauernässe (Schauer, dann Sonne). Nebensaison - günstig (Hotels -40%), wenig Touristen, authentisch. Levada-Wanderungen oft matschig, rutschig. Hochgebirge: Schnee möglich (Pico Ruivo-Wanderungen Januar-Februar oft gesperrt). Für hartgesottene Wanderer: Mystische Stimmung, Wasserfälle tosend. Weihnachten/Silvester: Funchal-Feuerwerk (weltberühmt), aber teuer.
Packliste Madeira Wandern
Schuhe: Wanderschuhe knöchelhoch, eingelaufen, Profilsohle (Levadas rutschig!). Optional: Trekkingsandalen für Porto Moniz.
Kleidung: Zwiebelprinzip. T-Shirt, Langarmshirt, Fleecejacke (Berge), Regenjacke (atmungsaktiv, zwingend!), Wanderhose (schnelltrocknend), kurze Hose, Badesachen.
Ausrüstung: Stirnlampe (Tunnels, zwingend!), Wanderstöcke (optional, hilfreich bei Pico Ruivo), Trinkflasche 1,5 L, Sonnenschutz (LSF 50, Hut, Brille), Kamera/Handy, Powerbank.
Sonstiges: Karte/GPS (Komoot, Wikiloc), Erste-Hilfe-Set, Blasenpflaster, Insektenschutz (Mücken in Wäldern), Rucksack 25-30 L.
Dokumente: Reisepass/Personalausweis (EU), Auslandskrankenversicherung, Wanderführer (Rother Madeira empfohlen).
Anreise und Mobilität auf Madeira
Flüge: Madeira Airport (Funchal, FNC) - Direktflüge ab Deutschland (Frankfurt, München, Düsseldorf, Berlin, Hamburg), Österreich (Wien), Schweiz (Zürich). Flugzeit 4-4,5 Std. Airlines: Lufthansa, Swiss, Austrian, Eurowings, Edelweiss, TAP Portugal, easyJet, Condor. Preise: 180-350 Euro retour je nach Saison (Winter günstiger). Flughafen-Transfer: Aerobus (5 Euro, stündlich nach Funchal, 30 Min), Taxi (30 Euro, 20 Min), Hoteltransfer (oft inkl. bei Pauschalreisen).
Mietwagen: Sinnvoll für individuelle Wanderreisen (Flexibilität, frühe Starts). Mietwagen ab 25 Euro/Tag (Kleinwagen). Buchen: Online günstiger als vor Ort. Autovermieter am Flughafen. Fahren auf Madeira: Bergstraßen eng, kurvenreich, oft Tunnels (100+, teilweise einspurig mit Ampel), Linksverkehr in Tunnels mit Gegenverkehr gewöhnungsbedürftig. Steigungen bis 20%. Vorsicht: Steinschlag, nasse Straßen (Levadas). Maut: Keine. Tanken: Normal, Tankstellen in allen größeren Orten. Parken: Wanderparkplätze meist kostenlos (außer Rabaçal 3 Euro, Pico Arieiro oft voll ab 8 Uhr).
Öffentliche Verkehrsmittel: Busnetz gut ausgebaut (SAM, Rodoeste). Funchal-Santana (113): stündlich, 3 Euro, 1 Std. Funchal-Porto Moniz (80): 3x täglich, 5 Euro, 2,5 Std. Aber: Wanderstart-Punkte oft abseits Bushaltestellen (Queimadas, Rabaçal nicht direkt angefahren). Taxis: Günstig. Funchal-Pico Arieiro ca. 35 Euro (one-way), Funchal-Rabaçal ca. 45 Euro. Rückfahrt vorbestellen (Handy mitnehmen!). Touren-Anbieter: Tägliche geführte Wanderungen ab Funchal (alle Hotels), 35-55 Euro/Person inkl. Transfer, Guide, Versicherung. Anbieter: Terras de Aventura, Madeira Mountain Expeditions, Overland Madeira.
Erleben Sie Madeira auf einzigartigen Wanderwegen - von spektakulären Levada-Pfaden durch Lorbeerwälder bis zu alpinen Gipfeltouren über dem Wolkenmeer. Die Blumeninsel im Atlantik vereint subtropische Gärten mit schroffer Bergwelt und dramatischen Steilküsten. Ihre Madeira Wanderreise wartet - ganzjährig bei mildem Klima!
